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Thema: Julian Assange: Verfahren über US-Auslieferungsantrag im nächsten Jahr
Muad'Dib

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Julian Assange: Verfahren über US-Auslieferungsantrag im nächsten Jahr 15.06.2019 09:43 Forum: Off - Topic


Nachdem der britische Innenminister das Auslieferungsersuchen der USA gegen Assange akzeptiert hatte, sind nun die Gerichte am Zug.





Ein Gericht in London hat das Verfahren über den US-Auslieferungsantrag für den Wikileaks-Gründer Julian Assange auf Februar nächsten Jahres angesetzt. Die fünftägige Anhörung solle am 25. Februar beginnen, berichtete die britische Nachrichtenagentur PA aus dem Gerichtssaal.

Assange, der per Videostream aus dem Gefängnis zugeschaltet war, will sich gegen die Auslieferung wehren. Innenminister Sajid Javid hatte das US-Auslieferungsersuchen in dieser Woche förmlich zugelassen. Die Entscheidung liegt aber bei der Justiz.

Die USA werfen Assange vor, der amerikanischen Whistleblowerin Chelsea Manning geholfen zu haben, geheimes Material von US-Militäreinsätzen im Irak und in Afghanistan zu veröffentlichen. Insgesamt liegen 18 Anklagepunkte vor. Bei einer Verurteilung in allen Punkten drohen ihm 175 Jahre Haft.

Siehe dazu auch:

Wie die USA die Rede- und Pressefreiheit aushebeln wollen
Großbritannien lässt US-Auslieferungsersuchen für Assange zu
Britische Behörden erhalten US-Auslieferungsantrag für Assange

(jk)


Quelle: https://heise.de/-4447012


PS: Ein britischer Innenminister, vom Namen her ein Inder, macht sich mit seiner Entscheidung zum Handlanger des US Governments! Denn, was Assange in den USA erwartet, hat schon E. Snowden erklärt!!!
Thema: Apfelroute: Apple lässt von Radweg-Logo ab
Muad'Dib

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Apfelroute: Apple lässt von Radweg-Logo ab 15.06.2019 09:37 Forum: Off - Topic


Der Rhein-Radweg darf sein Apfel-Logo behalten – mit einer Einschränkung. Apple hat den Einspruch gegen den Markeneintrag zurückgezogen.






Der Markenrechtsstreit zwischen Apple und der Rhein-Voreifel-Touristik (RVT) um das Apfelroute-Logo ist beigelegt. Der Tourismusverband darf das von Apple angefochtene Apfel-Logo weiter verwenden. Dies schließt das kleine grüne Blättchen am oberen Ende der Apfel-Silhouette ein, an dem sich Apples Anwälte ursprünglich besonders gestört hatten – es erinnere zu stark an das Apple-Logo.

Apfelroute: Markeneintrag wird eingeschränkt

Möglich wurde die Einigung, weil die Rhein-Voreifel-Touristik den Markeneintrag für das Apfelroute-Logo nun eingeschränkt hat: Es darf für die von der Marke abgedeckten Waren und Dienstleistungen "ausschließlich mit Bezug auf einen Fahrradwanderweg durch die Apfelanbauregion Rhein-Voreifel" verwendet werden. Dies sei jetzt als Zusatz im Markeneintrag vermerkt worden, wie die RVT gegenüber dem Bonner Generalanzeiger mitteilte. Dadurch herrsche "Gewissheit", dass man das Logo des Radweges nicht ändern müsse – und es auch zu keinem Rechtsstreit mit Apple komme, erklärte der Vorsitzende des Tourismusverbandes.

Nach der Anmeldung des "Apfelroute"-Logos als Wort- und Bildmarke beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) in München hatte Apple im Frühjahr umgehend Einspruch eingelegt und eine Einschränkung der Marke sowie ursprünglich auch die Entfernung des grünen Blattes gefordert. Die RVT hat das Logo für verschiedene Warenkategorien eingetragen, darunter auch für Bekleidungsstücke, Werbung und Verpackungen. Apples Einspruchsverfahren sei nun abgeschlossen, bestätigte das DPMA gegenüber der Zeitung, Gründe wurden nicht genannt.

Apple gegen Äpfel – und Birnen

Apple ist berühmt berüchtigt für ein schnelles Vorgehen gegen Markeneinträge, die ebenfalls einen Apfel in ihrem Logo enthalten. Vor vielen Jahren wollte der Konzern etwa den Markeneintrag einer Café-Kette verhindern, zog den Einspruch nach öffentlichem Aufsehen aber letztendlich zurück. Jüngst ging das Unternehmen auch gegen eine norwegische Partei mit einem Apfel-Logo vor. Apple stört sich aber auch an Birnen – den Markenrechtsstreit um das Birnen-Logo der Firma Pear gewann der iPhone-Konzern vor dem Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO). (lbe)


Quelle: https://heise.de/-4447027





PS: Seit dem Ableben von Jobs ist Apple ein einziger Sauhaufen!
Thema: Gegen Kinderpornografie: Innenminister fordern schärfere Strafen und Vorratsdatenspeicherung
Muad'Dib

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Gegen Kinderpornografie: Innenminister fordern schärfere Strafen und Vorratsdatenspeicherung 15.06.2019 09:28 Forum: Off - Topic


Die gesetzlich vorgesehene Mindeststrafe für sexuellen Missbrauch von Kindern und die Verbreitung entsprechender Aufnahmen sollen auf ein Jahr angehoben werden





Die Innenminister von Bund und Ländern haben auf ihrer am Freitag beendeten Konferenz (IMK) für einen deutlich schärferen Kampf gegen sexuellen Kindesmissbrauch plädiert. Der Bund soll demnach die einschlägige gesetzlich vorgesehene Mindeststrafe "vor allen Dingen auch für Straftaten im Bereich der Kinderpornografie" auf ein Jahr verlängern. Solche Vergehen sollen damit grundsätzlich als Verbrechen eingestuft werden. Die Höchststrafe für den Besitz von Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs wollen die Ressortleiter von drei auf fünf, die für das Verbreiten von fünf auf zehn Jahre angehoben wissen.

Bundesinnenminister Horst Seehofer sagte seinen Einsatz dafür zu, "dass wir in der Bundesregierung ein stimmiges und umfassendes Paket schnüren, um ein entschiedenes Zeichen gegen Kindesmissbrauch zu setzen". Insbesondere dränge er auf eine "deutliche Intensivierung der Strafverfolgung und Strafverschärfung". Der CSU-Politiker plädierte dafür, zunächst auf freiwilliger Basis eine entsprechende "Meldepflicht" für nationale Provider einzuführen und dafür eine zentrale Plattform beim Bundeskriminalamt (BKA) zu errichten. Im Rahmen des Ansatzes "Löschen statt Sperren" arbeiten die Zugangsanbieter über Beschwerdestellen aber bereits sehr eng mit dem BKA zusammen.

Eingeschränkte Vorratsdatenspeicherung

Laut dpa haben BKA-Präsident Holger Münch und "mehrere" Ressortchefs bei dem Treffen auch für eine "auf Kinderpornografie beschränkte Vorratsdatenspeicherung" geworben. Schleswig-Holsteins Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) habe erklärt, dass Seehofer der Runde einen entsprechenden Vorschlag präsentierte. Details dazu waren zunächst nicht zu erfahren: Das Bundesinnenministerium reagierte bis zum Nachmittag nicht auf eine Anfrage von heise online, ob es dabei um einen Versuch gehe, die hierzulande vor dem Aus stehende Vorratsdatenspeicherung durch einen auf sexuelle Missbrauchsfälle beschränkten Zugriff doch noch beibehalten zu können.

Die anlasslose Protokollierung von Nutzerspuren ist hierzulande aufgrund mehrerer Gerichtsentscheide in der Praxis derzeit ausgesetzt. Ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts wird wegen zahlreicher anhängiger Beschwerden in diesem Jahr erwartet. Selbst Bayern zweifelt in dem Verfahren an, dass das geltende einschlägige Gesetz den strengen Vorgaben des Europäischen Gerichthofs (EuGH) entspricht. Der größte Knackpunkt sei, dass die Maßnahme "grundsätzlich anlasslos, generell und damit flächendeckend zu erfolgen hat".

Erweiterte Ermittlungsbefugnisse

Provider müssen laut den hiesigen Vorgaben Verbindungsinformationen ihrer Kunden zehn Wochen und Standortdaten einen Monat lang speichern. E-Mail-Verkehr bleibt außen vor. Ermittler dürfen derzeit bei Straftaten von "erheblicher Bedeutung" vor allem nach dem vergleichsweise breiten Katalog aus Paragraf 100a Absatz 2 Strafprozessordnung (StPO) auf die Informationen zugreifen. Eingeschlossen sind etwa Raub oder Erpressung, Computerbetrug oder Steuerhinterziehung, aber auch "Verbreitung, Erwerb und Besitz kinder- und jugendpornographischer Schriften". Selbst bei Delikten, die "mittels Telekommunikation" begangen werden, können Strafverfolger Zugang erhalten.

BKA-Chef Münch hatte vorige Woche gemeinsam mit der Deutschen Kinderhilfe eine Sonderauswertung zur Polizeilichen Kriminalstatistik 2018 mit Schwerpunkt "sexueller Kindesmissbrauch" vorgestellt. Im vorigen Jahr sind demnach 136 Kinder gewaltsam zu Tode gekommen. Bei den Zahlen zu Misshandlungen ist zwar ein leichter Rückgang von 4247 auf 4180 betroffene Kinder zu verzeichnen. Im Bereich sexuelle Gewalt sind einschlägige Delikte aber um 6,43 Prozent gestiegen gegenüber dem Vorjahr. Auch die erfassten Fälle zur "Herstellung, zum Besitz und zur Verbreitung" sogenannten kinderpornografischen Materials sind von 6512 auf 7449 um 14,39 Prozent nach oben gegangen.

Der Beauftragte der Bundesregierung für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig, forderte nach den Missbrauchsfällen von Lügde und Staufen schärfere Ermittlungsmöglichkeiten: "Die IP-Adresse führt zum Täter, weshalb wir in Deutschland dringend eine EU-rechtskonforme Vorratsdatenspeicherung brauchen." Die Verbreitungsmöglichkeiten sexueller Missbrauchsdarstellungen über das Internet stellten die Polizeibehörden zunehmend vor Herausforderungen, ergänzte Münch. In vielen Fällen sei die IP-Adresse der einzige Ansatzpunkt, um Täter zu identifizieren. Umso wichtiger sei es, "dass die gesetzlichen Mindestspeicherpflichten der Telekommunikationsanbieter umgesetzt und eingehalten werden".

Einzelfälle oder typische Beispiele?

Forscher des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Strafrecht hatten 2011 in einer Studie zur Vorratsdatenspeicherung ausgeführt, dass die einschlägige Debatte bestimmt sei "durch den Verweis auf Einzelfälle und eine besondere Betonung der besonderen Schutzbedürftigkeit" etwa von jungen Menschen. Diese komme "in den unübersehbaren Verweisen auf das Leid sexuell missbrauchter Kinder" zum Ausdruck. Dabei werde der Einzelfall als "typisch" ausgewiesen, "ohne dass dies aber empirisch belegt" wäre. Das BKA hält dagegen: "Polizeiliche Experten konstatieren aufgrund langjähriger Praxiserfahrung, dass die angeführten Fälle sehr wohl beispielhaft" seien." Bei fehlenden Vorratsdaten handle es sich um "typische Ermittlungshemmnisse".

"Gefühlt zum einhundertsten Mal fordern Vertreter deutscher Sicherheitsbehörden, Millionen von Internetnutzern im Rahmen der sogenannten Vorratsdatenspeicherung anlasslos zu überwachen", kritisierte der linke Bundestagsabgeordnete Andrej Hunko den neuen Anlauf gegenüber heise online. Mit gutem Grund sei diese Praxis aber zunächst 2010 vom Bundesverfassungsgericht für verfassungswidrig und nichtig sowie auch 2016 vom EuGH für illegal erklärt worden.

Hohe Aufklärungsquote

Der für die Piraten ins EU-Parlament eingezogene Volksvertreter Patrick Breyer unterstrich, dass die Aufklärungsquote bei Internetdelikten schon heute mit 65 Prozent überdurchschnittlich hoch sei und bei pornografischen Darstellungen sogar bei rund 90 Prozent liege. Die jeden Internetnutzer unter Generalverdacht stellende Vorratsdatenspeicherung sei daher "ein völlig untaugliches Mittel zum Schutz von Kindern, umgekehrt dient Anonymität ihrem Schutz".

Der Deutsche Anwaltverein (DAV) warnte anlässlich der IMK vor einer grenzenlosen Datensammlung unter dem Deckmantel der Sicherheit: "Aus jeder Datenquelle zu schöpfen, die technisch möglich ist, sollte nicht das Credo eines liberalen Rechtsstaats sein", gab DAV-Präsidentin Edith Kindermann zu bedenken. Es dürfe keine Automatismus geben, dass der Staat auf immer neue Quellen wie Fahrzeugdaten, Smart-Home-Geräte oder Sprachassistenten zuzugreifen wolle. Das Bundesverfassungsgericht habe wiederholt etwa in seiner Entscheidung zur Vorratsdatenspeicherung von einem unzumutbaren "Gefühl des Überwachtwerdens" für den Einzelnen gesprochen. Bei dem im Vorfeld besonders umstrittenen Beschluss zur "Erkennung, Sicherung und Auswertung digitaler Spuren" ergänzten die Innenminister, dass es um Dateninhalte gehe, "die aufgrund der heutigen rechtlichen Grundlagen bereits erhoben und gespeichert werden". (jk)


Vorratsdatenspeicherung

Die Vorratsdatenspeicherung verlangt die Speicherung der Verbindungsdaten aller User, die bei der Telekommunikation, bei der Internet-Nutzung und im Mobilfunk anfallen, ohne konkreten Verdacht auf strafbare Handlungen. Die sollen Strafverfolgern bei Ermittlungen helfen.


Quelle: https://heise.de/-4447124



PS: Warum hat es zu dieser Erkenntnis so lange gedauert?? Ach ja, unser Horsti, bekanntlich Hacker und Internetnutzer der 1. Stunde, hat bis dato noch nichts davon gehört... Allerdings muss er ja auch von seinem rechtswidrigen Gesetzespaket ablenken. Nichts Neues. unglücklich
Thema: "mossi" hat Geburtstag
Muad'Dib

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15.06.2019 08:12 Forum: Geburtstagsgrüße und andere Feierlichkeiten


Alles Gute zu Deinem Ehrentag!
Thema: Mesa 19.1 freigegeben: Neue 3D-Linux-Grafiktreiber für ARM und Intel
Muad'Dib

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Mesa 19.1 freigegeben: Neue 3D-Linux-Grafiktreiber für ARM und Intel 12.06.2019 20:59 Forum: Software


Linux-Distributionen werden mittelfristig einen anderen 3D-Treiber für Intel-Chips nutzen. Den führt Mesa nun ein und bringt auch Treiber für verbreitete ARM-Mali-GPUs mit. Der Vulkan-Treiber für AMDs Radeon beherrscht jetzt Freesync.





Das Mesa-Projekt hat die Version 19.1 seiner Grafikbibliothek veröffentlicht. Deren 3D-Treiber kommen bei allen für PCs gängigen Linux-Distributionen standardmäßig zum Einsatz. Neue Mesa-Version haben daher größere Auswirkungen auf die Hardware-Unterstützung und die Spieltauglichkeit von Debian, Fedora, Ubuntu und so weiter. Bei der jetzt erhältlichen Version 19.1 kommt Intels neuer OpenGL-Treiber Iris hinzu; er gilt vorerst als experimentell, soll langfristig aber zum Standardtreiber für moderner Intel-GPUs werden.

Von großer Bedeutung sind auch die beiden neuen Treiber für Mali-GPUs von ARM, denn durch sie werden Linux-Distributionen mittelfristig viele Einplatinencomputer und Chromebook besser unterstützen. Der Radeon-Treiber Radv kann per Variable Refresh Rate (VRR) jetzt die Bildwiederholrate des Bildschirms dynamisch anpassen, was zu einer flüssigen 3D-Darstellung beiträgt. Außerdem gab es allerlei Feintuning, um die 3D-Performance zu verbessern.


Neuer 3D-Treiber für moderne Intel-Chips

Der neue OpenGL-Treiber Iris soll mittelfristig den Treiber i965 beerben, der nahezu alle Grafikkerne unterstützt, die Intel in den letzten zehn Jahren in Mainboard-Chipsätzen oder Prozessoren integriert hat. Iris spricht allerdings nur GPUs in Prozessoren seit der 2015 breit eingeführten Broadwell-Generation an und unterstützt daher alle Core-i-Prozessoren der Core-i-5000er-Serie und neuer. Außerdem erfordert er mindestens den Linux-Kernel 4.16.

Der neu entwickelte Iris vermeidet so Ballast, der sich beim i965-Treiber angesammelt hat. Er ist aber auch schlanker, weil er im Unterschied zu i965 auf Gallium3D aufbaut: Einem in Mesa enthaltene Framework zur Programmierung von Grafiktreibern, das von i965 abgesehen alle aktuell relevanten OpenGL-Treiber von Mesa nutzen; darunter etwa jener für die VC4-Grafik des Raspberry Pi oder die Treiber für moderne Radeon- und GeForce-GPUs von AMD und Nvidia.

Iris soll vor allem die Performance verbessern und zugleich die Belastung des Hauptprozessors reduzieren. Laut Messungen des zuständigen Intel-Entwicklers Kenneth Graunke schneidet der Treiber in einzelnen Benchmarks bereits besser ab und belastet die CPU teilweise deutlich weniger. Alle wesentlichen Funktionen soll Iris bereits beherrschen, noch gilt er aber als experimentell. Bevor er zum Standardtreiber werden kann, stehen noch Praxistests, Fehlerkorrekturen und Feintuning an. Diese Arbeiten werden jetzt leichter, denn man muss Iris nicht mehr per Patch nachrüsten, sondern nur noch beim Übersetzen von Mesa explizit aktivieren. Um ihn zu verwenden, muss man dann noch eine Umgebungsvariable setzen – etwa indem man sie beim Aufruf eines Programms vorgibt oder in der jeweiligen Shell exportiert und dann Programme dort startet.

MESA_LOADER_DRIVER_OVERRIDE=iris glxgears
export MESA_LOADER_DRIVER_OVERRIDE=iris
glxgears

Weitere Details zu Motivation, Eigenschaften und Entwicklungsstand von Iris erläutert eine Merge Request, in der Graunke um Aufnahme von Iris gebeten hat. Wann Distributionen den OpenGL-Treiber mitliefern werden, bleibt abzuwarten. Selbiges gilt für die Frage, wann sich die Entwickler entscheiden, Iris zum Standard-OpenGL-Treiber für moderne Intel-GPUs zu befördern.

Zwei neue OpenGL-Treiber für Mali-Grafikkerne von ARM

Mesa bringt jetzt die OpenGL-Treiber Lima und Panfrost mit. Über sie lässt sich die 3D-Beschleunigung der meisten von ARM entwickelten Mali-GPUs nutzen, die diverse Hersteller in SoCs (System-on-a-Chip) einsetzen, die in Android-Geräten, Chromebooks, Embedded Systems oder Einplatinensystemen (Single Board Computer/SBCs) stecken. Die beiden Treiber erfordert dazu allerdings jeweils gleichnamige Treiber im Direct Rendering Manager (DRM) des Kernels, die das Mitte Juli erwartete Linux 5.2 mitbringen wird.

Das Duo aus Lima-Kernel-Treiber und Lima-OpenGL-Treiber unterstützt dabei "Utgard"-GPUs der Mail-400er-Serie. Das Panfrost-Duo hingegen ist für die neueren Mali-Generationen "Midgard" und "Bifrost" ausgelegt, die unter den Mali-Modelbezeichnungen T6xx, T7xx, T8xx respektive G3x, G5x, G7x segeln – die neueste, kürzlich mit dem ARM Cortex-A77 und Mali-G77 eingeführte Mali-Generation "Valhall" unterstützt Panfrost derzeit nicht.

Zig Treiber für einen Chip

Die Kernel-Treiber Lima und Panfrost sind nur für 3D-Beschleunigung zuständig, die die gleichnamigen Mesa-Treiber über DRM Render Nodes nutzen. Mit der Monitoransteuerung haben die Treiber nichts zu tun, denn Display Engine, 3D-Einheiten und Video-Beschleuniger sind bei SoCs nicht Teil eines mächtigen Grafikchipdesigns, wie es bei PCs üblich ist; um diese drei Funktionen kümmern sich vielmehr separate Komponenten, die SoC-Hersteller als IP-Cores von einem oder unterschiedlichen Unternehmen zukaufen und kombinieren.

Neben Lima oder Panfrost ist daher ein weiterer Kernel-Treiber für die Display Engine nötig, die den Bildschirm ansteuert und sich oft abermals aus verschiedenen IP-Cores zusammensetzt. Solche zumeist Kernel-based Mode-setting (KMS) bietenden Treiber gibt es aber für die meisten SoCs mit Mali-GPUs und sie sind typischerweise auch Open Source Software. Für Video-Beschleuniger bedarf es ähnlich wie bei 3D eigener Treiber sowohl im Kernel als auch im Userspace.

ARM hat nicht geholfen, denkt aber drüber nach

ARM hat sich an der Entwicklung der neuen Treiber nicht beteiligt, obwohl die Firma in anderen Bereichen selbst für ordentliche Linux-Unterstützung ihrer Hardware-Designs sorgt. Die zwei neuen Treiber entstanden daher weitgehend mithilfe von Reverse Engineering, indem die Entwickler das Verhalten von Hardware und anderen, teilweise proprietären Treiber analysiert haben. Die beiden Treiber beherrschen daher nur einen Teil der Funktionen, die die Hardware bietet. Außerdem unterstützten die Treiber längst nicht alle Grafikkerne der erwähnten Serien; Panfrost etwa wurde nur auf den Midgard-GPUs T760 und T860 getestet. Vermutlich stehen deshalb noch etliche Probleme und Stolpersteine mit den OpenGL-Treibern an. Die Aufnahme der Treiber in Linux-Kernel und Mesa hat erfahrungsgemäß aber Signalwirkungen, durch die sich mehr Tester und Entwickler auf die Treiber stürzen – das kann der Treiberqualität und dem Umfang der Hardware-Unterstützung einen ordentlichen Schub gehen.

ARM beobachtet die Entwicklung bereits genau und erwägt offenbar, sich zumindest bei den Kernel-Treibern einzubringen. Offenbar gibt es zudem ARM-Entwickler, die das Unternehmen intern drängen, sich stärker zu engagieren; das zeigt sich etwa im Zeitabschnitt 23:23 bis 28:44 eines Videos von einer jüngst abgehaltenen Linaro-Konferenz, wo der angesehene Linux-Entwickler und ARM-Mitarbeiter Grant Likely einige Andeutungen macht.

Dynamische Bildwiederholraten und bessere Hardware-Unterstützung

Der für modernen AMD-GPUs zuständige OpenGL-Treiber Radeonsi beherrscht seit Mesa 19.0 die als Freesync oder Variable Refresh Rate (VRR) genannten Technik, die die Bildwiederholrate eines Monitors dynamisch an die Grafikkartenausgabe anpasst; das trägt zu flüssiger 3D-Darstellung bei und hilft, Ruckler und Verzögerungen zu vermeiden. Mit Version 19.1 beherrscht nun auch der für AMDs-GPUs zuständige Treiber Radv diese Technik. Beide Treiber setzen dazu Linux 5.0 oder neuer voraus, denn seit dieser Kernel-Version kann der DRM-Treiber Amdgpu auf den Radeonsi und Radv zurückgreifen.

Die AMD-Entwickler haben ferner einige Performance-Optimiungen vorgenommen und Unterstützung für Delta Color Compression (DCC) bei Raven-GPUs nachgerüstet. Bei einzelnen Anwendungen wie Civilization 6 nutzt Radeonsi beim Kompilieren von Shadern jetzt die modernere und NIR abgekürzte "New IR (internal representation)". Sie bringt einige Vorteile für moderne Einsatzzwecke, daher verwenden der Treiber i965 und einige andere die NIR schon standardmäßig. Bislang musste man den Einsatz von NIR beim Radeonsi über eine Umgebungsvariable explizit anfordern, weil vor einer vollständigen Umstellung auf NIR noch Finetuning und Feldtests nötig sind. Letztere werden durch die vorgenommenen Änderungen jetzt leichter, denn durch sie lässt sich über die Konfigurationsdatei driconfig jetzt global und statisch festlegen, welche Internal Representation (IR) der Shader-Compiler nutzt.

Unterstützung für neue Grafikhardware von Intel

Beim OpenGL-Treiber i965 gab es allerlei Feintuning, um die Unterstützung für Intels GPUs der elften Generation (Gen11) zu verbessern, die kürzlich mit den ersten Ice-Lake-Prozessoren debütierte. Außerdem unterstützt der i965-Treiber jetzt die GPUs der Prozessor-Generationen Comet Lake (Gen9) und Elkhart Lake (Gen11), an denen Intel arbeitet. Kernel-seitige Unterstützung für all diese GPUs wird Linux 5.2 mitbringen.

Intels Vulkan-Treiber Anvil kann jetzt die aktuelle Bildrate und einige andere Informationen in einem kleinen halbtransparenten Bereich zeigen, der in einer Bildschirmecke eingeblendet wird. Andere Vulkan-Treiber dürften diese Funktion aufgreifen. Viele auf Gallium 3D aufbauende OpenGL-Treiber von Mesa unterstützten so ein HUD (Heads-up Display) schon länger.

Performance-Verbesserungen für alle und noch mehr neue Treiber

Bei Treibern, die auf Gallium aufbauen, vergehen zwischen Eingang der Zeichenanforderung beim Treiber ("Draw") und Ausgabe des Bildes ("Present") jetzt nicht mehr zwei Frames, sondern nur noch einer – bei der Bildberechnung mit 60 Frames per Second (FPS) sieht der Anwender so das Bild 16,6 Millisekunden früher. Das ist einem AMD-Mitarbeiten zu verdanken, der den Render-Pfad im Gallium-Code optimiert hat.

Ferner gab es allerlei Performance-Optimierungen beim Treiber Virgl, über ihn kann ein Linux in einer virtuellen Maschine die 3D-Beschleunigung des Linux Hosts nutzen; die Technik wird unter anderem von Gnome Boxes und dem Linux-Support in ChomeOS genutzt.

Neu dabei ist der Vulkan-Treiber Turnip, der moderne Qualcomm-Grafikkerne der Adreno-Serie unterstützt; einen OpenGL-Treiber für dieser Grafikkerne bringt Mesa schon länger mit.

Ein Broadcom-Entwickler hat dem Treiber V3D allerlei Feintuning zukommen lassen; er ist für die VC5 und VC6 genannten Grafikkerne zuständig, die den beim Raspberry Pi eingesetzten VC4 beerben.

Neues Mesa gilt noch als Entwicklerversion

Die Ankündigungsmail und die Freigabehinweise nennen zahlreiche weitere Neuerungen von Mesa 19.1. Dort werden unter anderem einige OpenGL- oder Vulkan-Extensions genannt, die jetzt unterstützt werden; insbesondere die Treiber von AMD und Intel haben weitere gelernt. OpenGL 4.6 implementiert aber nach wie vor keiner der beiden; einige Patch-Serien auf den Mailinglisten lassen aber durchscheinen, dass Support für den neuesten OpenGL-Level langsam in greifbare Nähe rückt. Wie immer haben viele Entwickler eine Reihe von Detailverbesserungen vorgenommen, um Fehldarstellungen in Spielen zu beseitigen und die 3D-Performance zu steigern.

Als neue Major Release gilt das neue Mesa wie üblich als "Development Release". Auf Stabilität bedachte Anwender sollen laut den Entwicklern vorerst bei der Versionsreihe 19.0 bleiben und auf 19.1.1 warten, das in wenigen Wochen erscheinen soll; erfahrungsgemäß integrieren einzelne Distributionen das neue Mesa bereits vorher. Die Entwickler haben derweil schon mit der Arbeit an Mesa 19.2 begonnen, das in zwei bis drei Monaten erscheinen soll. (thl)

Welche Distribution das neue Mesa nachreichen

Rolling-Release-Distributionen wie Arch Linux oder openSUSE Tumbleweed dürften das neue Mesa mitsamt seiner verbesserten OpenGL-, Vulkan- und Video-Treiber in den nächsten Tagen und Wochen über die reguläre Systemaktualisierung erhalten. Fedora und ein paar andere Distributionen bekommen es meist etwas später als Update, kurz bevor der Support der vorherigen Mesa-Versionsreihe ausläuft.

Letztlich wird das frischere Mesa bei diesen Distributionen somit die 3D-Performance, die Spiele-Kompatibilität, die Video-Beschleunigung und den Umfang der Hardware-Unterstützung spürbar verbessern.

Debian GNU/Linux, Linux Mint, OpenSuse Leap, Ubuntu und viele anderen konservativ gewartete Distributionen erhalten neue Mesa-Versionen meist nicht über Updates. Daher dürfte es bis zum im Herbst erwarteten Ubuntu 19.10 dauern, bis beispielsweise Nutzer von Canonicals Distribution von den Verbesserungen des neuen Mesa profitieren. Das dort beliegende Mesa (vermutlich die ab jetzt vorbereitete Version 19.2) geht zusammen mit neuen Versionen von Linux, Libdrm, Wayland-Biliotheken und X-Server dann einige Monate später als Hardware Enablement Stack (HWE) auch an Nutzer von Ubuntu 18.04 und wird im Februar 2020 dann Standard mit Ubuntu 18.04.4. Da die Linux-Mint-Entwickler kein Release planen, das auf diesem Minor Release von Ubuntu aufbaut, dürften Linux-Mint-Nutzer die Verbesserungen des neuen Mesa erst im Sommer 2020 mit Linux Mint 20 bekommen.

Bei manchen Distributionen wird man das neue Mesa über Backports-Repositories nachrüsten können, die aber standardmäßig inaktiv sind, weil für sie andere Pflegerichtlinien gelten; Sicherheitskorrekturen beispielsweise werden dort vielfach nicht garantiert, auch wenn es sie meist zeitnah gibt.

Oftmals kann man neue Mesa-Versionen aber über Fans oder Entwickler erhalten, die öffentlich Repositories mit Paketen zum einfachen Nachrüsten neuerer Mesa-Versionen pflegen. Anwender sollten sich dabei bewusst sein, dass sie mit solchen Repositories einen oder mehrere zentrale Bausteine im Fundament ihrer Distribution austauschen. Wer solche Angebote wahrnimmt, sollte den Anbietern des Repositories daher ähnlich trauen wie seinem Distributor, denn über solche Paket-Depos lassen sich kinderleicht Hintertüren einschleusen. Nach dem Einbinden solcher Repositories obliegt es zudem den Machern dieser Depots, die ausgetauschten Pakete fortan mit Sicherheitskorrekturen zu versorgen. Das Aktivieren solcher Repositories kann zudem zu Abhängigkeitsproblemen bei späteren Updates der Distribution führen. Da zentrale Software ausgetauscht wird, können solche Pakete leicht zu Instabilitäten oder einem womöglich nicht mehr recht startenden System führen.

Bedeutung der Mesa-Treiber für Grafikprozessoren von PCs

Die in Mesa enthaltenen OpenGL- und Vulkan-Treiber sind die besten und einzig relevanten Linux-3D-Treiber für die Grafikkerne aktueller Intel-Prozessoren. Die 3D- und Video-Treiber von Mesa sind in nahezu allen Fällen auch die besten und schnellsten für Radeon-GPUs von AMD. Deshalb nutzt das Unternehmen davon abgeleitete Treiber sogar in seinem eigenen Linux-Treiber-Paket. Das ist allerdings vor allem auf Firmenkunden abgestimmt, die auf Zertifizierungen aus sind; daher funktioniert die Treibersammlung auch längst nicht auf allen Distributionen, sondern nur auf einer Handvoll, die Unternehmenskunden ansprechen.

Die AMD- und Intel-Treiber in Mesa treiben vornehmlich Entwickler der jeweiligen Unternehmen voran, wenn man vom Radeon-Vulkan-Treiber Radv absieht. Nvidia hingegen bringt sich so gut wie gar nicht in die Entwicklung des Mesa-Treibers für Nvidia-GPUs ein. Das ist ein Grund, warum Mesa die GeForce-GPUs nur dürftig unterstützt und nur einen Bruchteil des Leistungspotenzials liefert, das die proprietären Linux-Treiber von Nvidia locker machen.

Weitere Hintergründe zu diesen groben Einordnungen beschreibt der kostenlos abrufbare c't-Artikel "Grafik-Hardware für Linux-Anwender"; ein gleichnamiger Folgeartikel in c't 23/2018, S. 124 beleuchtet einige neuere Aspekte.

Die Mesa-Treiber entscheiden übrigens keineswegs allein über 3D-Performance und Umfang des Hardware-Support, schließlich sind sie nur Teil einer eng zusammenarbeitenden Familie von Treibern. Andere Mitglieder bestimmen über 3D-Leistung und Hardware-Support mit – allen voran die verwendeten Grafiktreiber im Linux-Kernel, denn über ihn kommunizieren alle anderen Treiber einer Treiberfamilie mit der Grafik-Hardware – also jene, die für Techniken wie OpenGL, Vulkan, Video-Decoding, Video-Encoding oder OpenCL zuständig sind. Details zum Zusammenwirken dieser verschiedenen Treiber liefert der im Herbst 2014 erschienene und kostenfrei abrufbare c't-Artikel "Die Grafiktreiber-Architektur von Linux".

Hauptschuld an der dürftigen 3D-Performance des Mesa-OpenGL-Treibers Nouveau ist daher auch nicht der Treiber selbst, sondern der zugrunde liegende und ebenfalls Nouveau genannte Treiber im Linux-Kernel. Die Defizite dieses Treibers entstehen vor allem durch eine restriktive Informationspolitik seitens Nvidia sowie die unzulängliche Firmware, die das Unternehmen der Open-Source-Welt zur Verfügung stellt.


Quelle: https://heise.de/-4433356
Thema: PC Engine Core Grafx mini: Auch Konami baut Retro-Konsole
Muad'Dib

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PC Engine Core Grafx mini: Auch Konami baut Retro-Konsole 12.06.2019 20:56 Forum: Off - Topic


Auch Konami bringt eine Retro-Konsole auf den Markt. Bisher sind sechs Titel für die PC Engine Core Grafx mini angekündigt.





Auch Konami möchte auf dem wachsenden Markt für Retro-Konsolen mitmischen. Mit der PC Engine Core Grafx mini gewinnt der japanische Hersteller zumindest das Rennen um den umständlichsten Namen. Die Originalkonsole hieß schlicht PC Engine und wurde von NEC in Zusammenarbeit mit Hudson entwickelt. Hudson gehört seit 2012 zu Konami, der nun die Rechte an der Konsole hat. In Japan kam die PC Engine 1987 in den Handel, in den USA war sie als TurboGrafx-16 zwei Jahre später erhältlich.
Trailer zur Retro-Konsole von Konami. Das Video zeigt die optisch abweichende US-Variante. (Quelle: Konami)

Sechs Spiele angekündigt

Konami veröffentlicht die PC Engine Core Grafx mini nun auf den verschiedenen Märkten mit abweichenden Namen und deutlichen optischen Unterschieden. Auch die Spiele unterscheiden sich. Für die europäische Variante sind bisher sechs Titel bestätigt: R-Type, New Adventure Island, Ninja Spirit, Ys Book I & II, Dungeon Explorer und Alien Crush.

Wie viele Spiele die Konsole letztlich unterstützen wird, ist nicht bekannt. Auch den Preis und den Release-Termin nennt Konami noch nicht. Neuauflagen von Retro-Konsolen kamen durch die Nintendo Classic Mini in Mode, mittlerweile gibt es mit der Playstation Classic auch eine neue Fassung der Sony-Konsole. Sega arbeitet aktuell an dem Mega Drive Mini, die im September in den Handel kommen soll. (dahe)


Quelle: https://heise.de/-4445083
Thema: E-Tretroller: Polizei plant keine zusätzlichen Kontrollen
Muad'Dib

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E-Tretroller: Polizei plant keine zusätzlichen Kontrollen 12.06.2019 20:52 Forum: Off - Topic


E-Tretroller benötigen eine Betriebserlaubnis für die Nutzung im Straßenverkehr. Die Polizei will dies nur bei allgemeinen Verkehrskontrollen überprüfen.





Zum Start der Elektro-Tretroller in deutschen Städten wird es aus Sicht der Polizeigewerkschaft vorerst keine zusätzlichen gesonderten Kontrollen geben. Diese seien wegen vieler anderer wichtiger Aufgaben der Polizei ohnehin schon reduziert, sagte der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Oliver Malchow, der Deutschen Presse-Agentur. Sollte es vermehrt zu Fehlverhalten und Unfällen kommen, müsse man aber einen Schwerpunkt darauf legen. Bei Verstößen gegen die Regeln für E-Scooter drohen künftig spezielle Bußgelder.

Losrollen können die kleinen Gefährte wohl frühestens im Juli. Die Verordnung, die sie grundsätzlich zulässt, soll in den kommenden Tagen in Kraft treten, voraussichtlich am 15. Juni. Hersteller müssen für ihre Modelle aber auch noch jeweils eine Allgemeine Betriebserlaubnis beantragen, Käufer und Vermieter brauchen Haftpflichtversicherungen. Die E-Tretroller müssen bestimmte technische Anforderungen erfüllen und etwa auch Licht und eine "helltönende Glocke" haben. Fahren sollen sie auf Radwegen – wo es keine gibt, aber auch auf der Straße. Gehwege sind tabu, Fahrer müssen mindestens 14 Jahre alt sein.

Bußgelder

Die geplante Verordnung sieht für Verstöße gegen die Regeln Bußgelder von bis zu 70 Euro vor. Dieser Betrag soll fällig werden, wenn man mit einem E-Scooter ohne Allgemeine Betriebserlaubnis unterwegs ist. Fahren ohne gültigen Versicherungsaufkleber soll 40 Euro kosten, ein Verstoß gegen die Beleuchtungsvorschriften 20 Euro. Wer auf "nicht zulässigen Verkehrsflächen" unterwegs ist oder verbotenerweise nebeneinander fährt, muss 15 Euro zahlen – mit Behinderung 20 Euro, mit Gefährdung 25 Euro, mit Sachbeschädigung 30 Euro.

Nach Angaben der Bundesregierung soll die Überprüfung der E-Tretroller "im Rahmen der Verkehrskontrollen" stattfinden. Den Ländern entstehe somit kein zusätzlicher Aufwand, heißt es in einer Antwort auf eine Anfrage der Grünen. Dabei gebe es "eine erweiterte Kontrollmöglichkeit", nämlich über das Fabrikschild am Fahrzeug, auf dem die Genehmigungsnummer der Allgemeinen Betriebserlaubnis angegeben werden muss.

Kontrollen "mit Augenmaß"

Gewerkschaftschef Malchow sagte, die Polizistinnen und Polizisten würden die Kontrollen "sicherlich mit Augenmaß" ausüben. "Wir befinden uns hier ja ganz häufig im Ordnungswidrigkeiten-Recht, da gibt es einen Ermessensspielraum." So sei es bei anderen Verkehrsverstößen auch, es komme immer auf die Situation an.

Grundsätzlich hält Malchow mehr Verkehrskontrollen für richtig, es fehle aber Personal. "Wir reden jedes Jahr von mehreren Tausend Verkehrstoten und vielen Zigtausend schwerstverletzten und verletzten Personen, und das hat ganz häufig mit Fehlverhalten zu tun." Mehr Kontrollen würden für mehr Sicherheit sorgen. "Aber wir haben dafür leider nicht die Kapazität."

Verkehrsrisiko

Wie Fußgänger und Radfahrer auch seien die Fahrer von E-Tretrollern Risiken ausgesetzt, sagte Malchow: "Übersehen zu werden, mit anderen zu kollidieren, die Gefahr besteht natürlich." Riskant sei vor allem der enge Raum, auf dem sich mehrere Verkehrsteilnehmer Platz teilen müssten. Der Radfahrer-Club ADFC fordert, auch mit Blick auf die neuen E-Tretroller die Radwege auszubauen.

Viele Politiker loben die Zulassung der neuen Flitzer als Baustein einer ökologischen Verkehrswende und modernen Mobilität. GdP-Chef Malchow sieht das zurückhaltend: "Das sind Spielgeräte", sagte er. Ob jemand dafür sein Auto stehen lasse, sei "die große Frage". Er glaube, dass um die Geräte "eher ein Hype" gemacht werde. (olb)



Quelle: https://heise.de/-4445003


PS: Na das geht ja nun wirklich nicht! Schließlich soll die "Polizei" ja die Bürger ausschnüffeln - so hat sich das der Horsti gedacht!!
Thema: App hört mit: Datenschützer verhängt DSGVO-Bußgeld gegen spanische Fußballliga
Muad'Dib

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App hört mit: Datenschützer verhängt DSGVO-Bußgeld gegen spanische Fußballliga 12.06.2019 20:49 Forum: Viren & Sicherheit


Der spanische Datenschützer kritisiert die intransparente Datenverarbeitung der App "La Liga", mit der der Ligaveband illegale Übertragungen finden wollte.





Wegen Datenschutzverstößen der "La Liga"-App hat die spanische Datenschutzbehörde AEPD den Ausrichter der beiden spanischen Profifußballligen mit einem Bußgeld von 250.000 Euro belegt. Die App habe den Zugriff auf Positionsdaten und Mikrofon des Handys nicht klar erläutert, erklären die Datenschützer.

Sie sehen darin einen Verstoß gegen das seit mit der europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) eingeführte Transparenzgebot. Der Ausrichter Liga Nacional de Fútbol Profesional (LFP), auch als "La Liga" bekannt, will die gleichnamige App zwar anpassen, hat aber zugleich Widerspruch gegen die Strafe angekündigt.

Zu wenig Transparenz

Ein Einverständniserklärung ist den Datenschützern nicht deutlich genug.


Hintergrund ist eine unsichtbare Funktion der App, mit der die Organisatoren der ersten beiden spanischen Ligen unlizenzierten Aufführungen der im Pay-TV übertragenen Spiele auf die Spur kommen wollte. Zu den Spielzeiten hat die App ein Sample der Umgebungsgeräusche genommen, um eventuell laufende Spielübertragungen zu entdecken, und das mit den Ortungsdaten kombiniert. Wie hierzulande bei Sky benötigen Betreiber von Gaststätten auch in Spanien besondere Lizenzen, um die Spiele öffentlich zeigen zu können.

Zwar müssen Nutzer die Nutzung zusammen mit der separat zu erteilenden Zustimmung zu den AGB explizit genehmigen und die Berechtigung für den Mikrofonzugriff lässt sich in den Android-Einstellungen auch widerrufen. Die App funktioniert laut La Liga auch ohne diese Berechtigungen. Dennoch kritisiert die Datenschutzbehörde, dass der Verwendungszweck der erhobenen Daten nicht transparent genug gemacht worden sei. La Liga hat nun angekündigt, die umstrittene Funktion aus der App zu entfernen.

La Liga widerspricht

Dennoch will der Liga-Ausrichter gerichtlich gegen die Entscheidung der AEPD vorgehen. La Liga argumentiert, die Datenschützer hätten die eingesetzt Technik nicht verstanden. Die App mache keinen Mitschnitt, sondern erfasse kurze Tonfragmente, die anschließend digital verarbeitet werden, wobei über 99 Prozent der Daten verworfen würden. Nur 0,75 Prozent der erfassten Daten würden benötigt, um relativ sicher einschätzen zu können, dass im Umfeld eine Übertragung stattfindet. Diese Werte würden dann gehasht und abgeglichen. Das sei nicht umkehrbar und Rückschlüsse auf Stimmen oder Gespräche seien unmöglich. Dies habe auch ein externes Gutachten bestätigt. (vbr)


Quelle: https://heise.de/-4445151
Thema: iPhone: Tracking per Background-App-Refresh
Muad'Dib

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iPhone: Tracking per Background-App-Refresh 12.06.2019 20:48 Forum: Viren & Sicherheit


Diverse iOS-App-Anbieter nutzen die Hintergrundaktualisierung, um Nutzerverhalten zu überwachen. Das hat ein Sicherheitsunternehmen gezeigt.





Eigentlich soll die iOS-Funktion Background-App-Refresh dazu dienen, dass Anwendungen auf iPhone und iPad ohne viel Leistungs- und Stromverbrauch Daten aktualisieren, Berechnungen ausführen oder Informationen aus dem Netz beziehen können. Der Sinn der Sache dabei: Ruft der Nutzer die App später wieder händisch auf, liegen aktuelle Daten vor. Wie ein Sicherheitsunternehmen nun herausgefunden hat, verwenden allerdings diverse Anwendungen den Background-App-Refresh zu etwas ganz anderem: Sie telefonieren zwecks Nutzertracking nach Hause.

Dauertelefonie nach Hause

Der Dienstleister Disconnect.me sammelte die Informationen Ende Mai auf dem iPhone eines Reporters der Washington Post. Dabei wurde festgestellt, dass dabei enorme Datenmengen verschickt werden. Das Gerät, auf dem diverse bekannte und beliebte Apps installiert waren, generierte im Monat 1,5 GByte an Traffic allein für das Tracking. Zu den betroffenen Programmen gehörten die von Spotify, Microsoft OneDrive, Nike, Yelp, Weather Channel und sogar die der Washington Post selbst. Mittels SSL-Proxy wurde festgestellt, dass dabei auch sensible Informationen wie E-Mail-Adressen, Ortsinfos, Telefonnummern oder IP-Adressen übertragen wurden. Manche App meldete sich alle fünf Minuten bei entfernten Servern.

Besonders gerne scheinen die Apps am Abend und in der Nacht aktiv zu werden – Disconnect.me stellte etwa Übertragungen um 4 Uhr morgens oder um Viertel vor 12 fest. Der Nutzer bekommt von alledem nichts mit. Oft basieren die Übertragungen auf in den Apps steckenden Analytics- und Tracking-SDKs, die Entwickler einbauen, um Informationen zur App-Nutzung zu erhalten. Nicht selten gelangen die Daten aber auch an Dritte, die sie zu Marketingzwecken verwenden können. Dabei geht es oft um zielgerichtete Werbung.

Mehr Daten, als Apple gibt

Die Apps erstellen dabei teilweise sehr genaue Profile des Nutzers, die über das hinausgehen können, was Apple in Form von (löschbaren) Ad-Identifiern anbietet. Dazu werden Daten der Bewegungssensoren erfasst, um Geräte eindeutig zu identifizieren. Zu den großen Profiteuren dieses Infoschatzes zählen auch Google und Facebook, die Analytics-Programme für Entwickler bieten. Zuvor gab es bereits Berichte, laut denen teils sensible medizinische Informationen an die großen Plattformen gehen, nur weil Entwickler deren Tools verwenden, um Nutzeranalysen zu erstellen.

Apple scheint die Probleme, die die in vielen Apps verbauten Tracking-SDKs verursachen können, bislang nur teilweise zu erfassen. In einer Stellungnahme hieß es, man entferne Apps aus dem App Store, die sich nicht an dessen Datenschutzvorgaben halten. Eine zentrale Möglichkeit, App-Tracking zu unterbinden, fehlt jedoch. Immerhin soll es künftig bei Kinder-Apps kein Tracking und keine Werbung von Dritten mehr geben. Diese Regelung will Apple mit iOS 13 umsetzen.
(bsc)



Quelle: https://heise.de/-4436845
Thema: RAMBleed-Attacke liest Speicher an beliebigen Adressen
Muad'Dib

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RAMBleed-Attacke liest Speicher an beliebigen Adressen 12.06.2019 20:44 Forum: Viren & Sicherheit


Sicherheitsforscher zeigen, wie verbesserte Rowhammer-Angriffe sämtliche Speicher-Schutzfunktionen über Seitenkanäle aushebeln.






Sicherheitsexperten von drei Universitäten demonstrieren mit ihrer "RAMBleed"-Attacke, wie Malware Daten aus vermeintlich geschützen Adressbereichen des Arbeitsspeichers ausliest. RAMBleed funktioniert sehr ähnlich wie die seit 2014 bekannten Rowhammer-Angriffe, bringt aber mehrere gefährliche Neuerungen: Daten können einfach ausgelesen werden, ohne andere Daten zu verändern. Außerdem trickst RAMBleed den Error Correction Code (ECC) aus, der den Arbeitsspeicher vor 1-Bit-Fehlern schützt.

RAMBleed nutzt zusätzliche Seitenkanäle, um Informationen zu ergattern, etwa vorhersagbare Latenzunterschiede beim Zugriff auf Speicherzellen, bei denen Bitfehler per ECC korrigiert wurden oder nicht. Außerdem leitet der Angriff den Inhalt geschützter Speicherbereiche indirekt durch Zugriffe auf benachbarte Speicherzellen ab: Damit kommt RAMBleed an geheime Daten, ohne jemals direkt die Speicherzellen auszulesen, die sie speichern. Das erschwert auch Schutzmaßnahmen gegen RAMBleed
Rowhammer steht für die Manipulation von Speicher-Zeilen (Rows) durch schnelle Zugriffe auf benachbarte Zeilen (Hammering).


Mit RAMBleed lassen sich theoretisch viele moderne Systeme angreifen, unabhängig von Betriebssystem und Prozessor. Proofs-of-Concept (PoCs) haben die Autoren des RAMBleed-Papers mit drei verschiedenen x86-Systemen unter Ubuntu 18.04 durchgeführt, jeweils mit Intel-Prozessoren (Core i5-4570, Core i7-6700, Xeon E3-1270) und mit DDR3-SDRAM, beim Xeon sogar mit ECC-Speicher. Die Autoren erwarten, dass der Angriff auch mit DDR4-SDRAM funktioniert.

Als Proof-of-Concept haben die RAMBleed-Autoren jeweils den geheimen RSA-2048-Schlüssel von OpenSSH 7.9 ausgelesen. Weil RAMBleed dazu sehr viele RAM-Zugriffe ausführt, muss der Angriff relativ lange laufen, nämlich rund 3 bis 4 Minuten lang.

Schutzmaßnahmen

Die Autoren des RAMBleed-Papers, das unter anderem mit Zuwendungen von Intel finanziert wurde, empfehlen einige Schutzmaßnahmen. Weil das Lesen der vermeintlich geschützten Speicherbereiche recht langsam vonstatten geht, kann es etwa helfen, sensible Daten möglichst rasch wieder aus dem RAM zu löschen. Außerdem schützt Speicherverschlüsselung (Memory Encryption), etwa AMDs SME oder Intels SGX.

Bestimmte Anti-Rowhammer-Maßnahmen wirken hingegen nicht gegen RAMBleed, etwa die angedachte Trennung der physischen Speicherbereiche von Kernel- und User-Spaces. Denn RAMBleed liest die Zellen mit sensiblen Informationen nicht direkt aus.

Rowhammer aufgebrezelt

Rowhammer-Angriffe verändern den Inhalt von Speicherzellen in einer bestimmten Zeile (Row) eines DRAM-Chips, indem sie mit sehr vielen Lesezugriffen auf benachbarten Zeilen "einhämmern" – siehe dazu auch der Artikel in der aktuellen c't 13/2019. Der Witz daran: Physisch – also im DRAM-Chip – benachbarte Speicherzellen können zu logischen Adressbereichen gehören, die das Betriebssystem unterschiedlichen Prozessen zugewiesen hat. Damit lässt sich etwa die Abschottung zwischen User- und Kernel-Space überwinden.

Es gibt verschiedene Rowhammer-Techniken, etwa Single- und Double-Side Rowhammer

Der Angreifer muss allerdings erst einmal herausbekommen, welche Adressbereiche überhaupt manipulierbar sind – denn das hängt vom individuellen System ab, also vom CPU-Typ, der Bestückung des Arbeitsspeichers, dem Typ der Speichermodule und der Speicherchips. Dann muss der Angriff Zugriffe direkt auf das RAM ausführen, also an Caches vorbei.

Hat die Malware schließlich für Rowhammer "empfindliche" Adressbereiche gefunden, muss sie Daten laufender Prozesse dorthin verschieben. Dafür kommen auch aus anderen Zusammenhängen bekannte Angriffstechniken ähnlich wie Heap Spraying zum Einsatz.

Um zusammenhängende, manipulierbare Adressbereiche unter Linux zu finden, haben sich die RAMBleed-Entdecker die Technik namens Memory Massaging (Speichermassage) ausgedacht. Außerdem nutzen sie Latenzen von DRAM-Chips beim Laden von Speicherzeilen in den Row Buffer als Seitenkanal: Latenzunterschiede verraten dabei, ob Zeilen in derselben SDRAM-Bank liegen oder in unterschiedlichen Banks. Um Daten dorthin zu verschieben, verwenden sie "Frame Feng Shui", deren Vorläufer wie Flip Feng Shui bereits in früheren Publikationen beschrieben wurden.

Siehe dazu auch in c't 13/2019, S. 110:

Speicherzellen umgehämmert, Weshalb „Rowhammer“-Angriffe auf den Arbeitsspeicher funktionieren können

(ciw)


Quelle: https://heise.de/-4444825
Thema: SandboxEscaper enthüllt fünften Win-Exploit, Microsoft patcht die übrigen
Muad'Dib

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SandboxEscaper enthüllt fünften Win-Exploit, Microsoft patcht die übrigen 12.06.2019 20:39 Forum: Viren & Sicherheit


Pünktlich zum Patchday hat Microsoft auch die 0-Day-Lücken des Hackers "SandboxEscaper" geschlossen. Alle bis auf eine.






Der Hacker (oder die Hackerin) SandboxEscaper, der bereits Ende Mai vier Zero-Day-Exploits für Windows veröffentlichte, hat seiner Sammlung bei GitHub am vergangenen Freitag weiteren Proof-of-Concept (PoC)-Code hinzugefügt.

Sein Blog umfasst nun außerdem eine Liste der CVE-Nummern der früheren Sicherheitslücken. Vergleicht man sie mit den vorhandenen CVE-Einträge in Microsofts Security Response Center (MSRC), wird deutlich, dass seit dem gestrigen Patchday Sicherheitsupdates für alle Lücken bereitstehen.

Microsoft schließt die Lücken

Im Einzelnen handelt es sich um folgende CVE-Nummern (nebst verlinkter Updates):

CVE-2019-0863: SandboxEscapers einziger "Non-Zero-Day": Die Lücke wurde bereits zum Mai-Patchday geschlossen; Microsoft bedankte sich bei "Polar Bear" alias SandboxEscaper.
CVE-2019-1069: Rechteausweitung via Aufgabenplanung (Juni-Patchday)
CVE-2019-1053: Sandbox-Escape aus Internet Explorer 11 (Juni-Patchday)
CVE-2019-1064: CVE-2019-0841-Bypass (Juni-Patchday)
CVE-2019-0973: Windows Installer Bypass (Juni-Patchday)

Die Reihenfolge der Exploits in der Liste entspricht jener, in der heise Security sie in der ersten Meldung zu SandboxEscapers Veröffentlichungen beschrieben hat.
Weiterer CVE-2019-0841-Bypass veröffentlicht

Bei der neu hinzugekommenen Sicherheitslücke handelt es sich nach Angaben in einer Readme-Datei in SandboxEscapers "polarbearrepo" wie schon bei CVE-2019-1064 um einen weiteren Bypass für CVE-2019-0841.

Den ursprünglichen Patch für CVE-2019-0841 veröffentlichte Microsoft bereits im April. Es handelt sich dabei um eine Lücke in Windows 10, Win 10, Server 2019 und Server 1709/180, die ausschließlich lokal ausnutzbar ist und eine Nutzerinteraktion in Gestalt der Ausführung einer "speziell gestalteten Anwendung“ erfordert. Obwohl Microsoft es in einer ersten Veröffentlichung für "eher unwahrscheinlich" befand, dass CVE-2019-0841 ausgenutzt wird, ist es sehr wahrscheinlich, dass das Unternehmen auch angesichts dieses zweiten Bypass in Kürze nachbessern wird.

Wie SandboxEscapers übrige Lücken kann auch diese nur zur Rechteausweitung und nicht etwa als initiales Einbruchswerkzeug missbraucht werden.

PoC-Code gelöscht – Polar Bear auf Reisen

SandboxEscapers "polarbearrepo" mit dem Exploit-Code wurde derweil von GitHub gelöscht. Eine Kopie ist allerdings noch über den Archivdienst archive.is verfügbar. ZDNet hat außerdem via Twitter eine Kopie des ursprünglich von SandboxEscaper bereitgestellten PoC-Videos veröffentlicht. Somit hätten potenzielle Angreifer wohl ausreichend Material, um den Exploit nachzubauen.

SandboxEscaper alias Polar Bear zeigt sich in seinem Blog derweil in Urlaubsstimmung. Zwischen Fotografien von Wanderstrecken quer durch Schweden, Island, Schottland und die französischen Alpen bleibt als einziger derzeit noch abrufbarer Blogeintrag das GIF eines Eisbären, der fröhlich über den Schnee rutscht. Vielleicht ist der Name des letzten bei GitHub veröffentlichten Exploits – "ByBear" – tatsächlich wörtlich zu nehmen.

Mehr zum Thema:

Hacker veröffentlicht vier Windows-0-Day-Lücken innerhalb weniger Tage
Patchday: Gefährliche Lücke in Aufgabenplanung von Windows 10 gepatcht

(ovw)


Quelle: https://heise.de/-4445318
Thema: 5G-Mobilfunk: Feldversuch im Hamburger Hafen abgeschlossen
Muad'Dib

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5G-Mobilfunk: Feldversuch im Hamburger Hafen abgeschlossen 12.06.2019 20:38 Forum: Off - Topic


Der Hafen nimmt etwa ein Zehntel der Fläche Hamburgs ein und eignet sich deshalb gut als Testumgebung für den industriellen 5G-Mobilfunkeinsatz.






Der Test des neuen Mobilfunk-Standards 5G im Hamburger Hafen ist nach Angaben der zuständigen Behörde und ihrer Projektpartner im Juni erfolgreich abgeschlossen worden. Es sei nachgewiesen worden, dass komplexe mobile Anwendungen aus dem industriellen Bereich mit jeweils unterschiedlichen Anforderungen in einem einzigen Netz zuverlässig funktionierten, teilte die Hafenbehörde Hamburg Port Authority (HPA) mit. Die HPA will ihre Erfahrungen und ihr Wissen mit 5G in weiteren Projekten vertiefen. "Wenn 5G offiziell startet, wären wir bereit hier auch komplexe Anwendungen umzusetzen."

Um die neuen Spezifikationen unter realen Bedingungen zu prüfen und zu erhärten, haben die Partner seit Beginn des Feldversuchs im Februar 2018 ein 5G-Testnetz mit zwei Zellen im 700-MHz-Bereich aufgesetzt, das weite Teile des Hamburger Hafens abdeckt. Die HPA hat zusammen mit den Partnern Telekom und Nokia Sensoren auf HPA-Schiffen installiert, die Bewegungs- und Umweltdaten aus großen Teilen des Hafengebiets lieferten. Zudem prüften die Projektpartner, wie sich die 5G-Technik nutzen lässt, um Verkehrsströme per Ampel zu steuern und Videoinformationen für Aug­men­ted Rea­li­ty (AR) zu übertragen.

Gebäudedaten auf AR-Brille

Da­mit lassen sich zusätzliche Ge­bäu­de­da­ten von künf­ti­gen oder ehe­ma­li­gen Bau­wer­ken in das Sichtfeld eines AR-Brillenträgers einblenden. Kurze Latenzen, die das 5G-Testnetz gewährleistet, sind dabei essentiell, damit aus der Ferne eingeblendete virtuelle Objekte dem Bild der realen Umwelt möglichst nicht wahrnehmbar nachhängen. Andernfalls stellt sich beim AR-Brillenträger umgehend Übelkeit ein. Detaillierte Ergebnisse des Feldversuchs hatte die HPA zusammen mit der Telekom und Nokia bereits Ende 2018 dem Fachpublikum vorgestellt.

Der Feldversuch im Rahmen eines EU-geförderten Projekts hatte Anfang Februar 2018 auf rund 8000 Hektar Hafengebiet begonnen. Die Hamburger Behörde, eine Anstalt des öffentlichen Rechts, ist Eigentümerin des Großteils der Hafengrundstücke. Sie erhoffte sich von der Zusammenarbeit Impulse für die Weiterentwicklung und Digitalisierung der Hafeninfrastruktur. Weil das große Testgebiet unter einer einzigen Leitung steht, eignet es sich gut als Industrieumgebung für Mobilfunkfeldversuche.

Der neue Mobilfunkstandard soll ab 2020 das heutige LTE-Netz zunächst ergänzen und mittelfristig ablösen. In ersten Implementierungen soll 5G bis zu zehn Gigabit pro Sekunde liefern, also rund zehn Mal schneller werden als heutige LTE-Netze. Damit eignet sich die Technik auch als Alternative zur Glasfaser. Vor allem aber lassen sich durch virtuelle Netze innerhalb des Hauptnetzes (Slicing) je nach Anwendung unterschiedliche Eigenschaften bedarfsweise schalten. In einem zweiten Testfeld im italienischen Turin stehen 5G-Anwendungen aus dem Multimediabereich im Mittelpunkt.

Siehe dazu auch:

5G-Mobilfunk im Feldversuch: Telekom, Nokia und Hamburger Hafen präsentieren erste Ergebnisse

(dz)


Quelle: https://heise.de/-4444272
Thema: 5G-Frequenzauktion geht bei 6,55 Milliarden Euro zu Ende
Muad'Dib

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5G-Frequenzauktion geht bei 6,55 Milliarden Euro zu Ende 12.06.2019 20:36 Forum: Off - Topic


Die ermüdende Bieterschlacht um die 5G-Frequenzen ist nach fast drei Monaten zu Ende. Doch wird die Auktion weiter für Diskussionen sorgen.





Bei 6,55 Milliarden war dann endlich Schluss: Die am 19. März begonnene Auktion der ersten Frequenzen für die nächste Mobilfunkgeneration 5G ist am Mittwochnachmittag zu Ende gegangen. Das hat ein Sprecher der Bundesnetzagentur gegenüber heise online bestätigt. Die Auktion endete mit Runde 497 bei einem Stand von 6.549.651.000 Euro. Damit ist die längste und auch eine der teuersten Frequenzauktionen der deutschen Geschichte zu Ende.

Alle der vier Wettbewerber haben Spektrum ersteigert. Im zuletzt so umkämpften, dür die nächste Mobilfunkgeneration 5G vorgesehenen 3,6-GHz-Band konnten die Telekom und Vodafone je 90 MHz ergattern, Telefónica Deutschland erhält 70 MHz und Newcomer 1&1 Drillisch 50 MHz. In diesem Band hatten alle vier über Wochen um einen 10-MHz-Block gerungen. Letztlich hat 1&1 dann nicht mehr weiter versucht, auch sechs Blöcke zu bekommen.

Von den zwölf Blöcken im 2-GHz-Band haben sich die Telekom und Vodafone je vier Blöcke sichern können, Telefónica und 1&1 je zwei. Diese Frequenzen sind schon in Verwendung. Die zur Auktion stehenden Nutzungsrechte gelten ab 2021 beziehungsweise 2026.

"Das Ende der Auktion ist zugleich der Startschuss für 5G in Deutschland", erklärte der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann. "Ich freue mich, dass vier Unternehmen Frequenzen ersteigert haben und beim 5G-Netzausbau in Wettbewerb treten." Nun liege es in der Hand der Unternehmen, "die Frequenzen zügig zu nutzen und die damit verknüpften Versorgungsauflagen zu erfüllen."

Mehr dazu in Kürze. (vbr)


Quelle: https://heise.de/-4445365
Thema: Messenger: Experten warnen vor Angriff auf Verschlüsselung
Muad'Dib

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Messenger: Experten warnen vor Angriff auf Verschlüsselung 12.06.2019 20:35 Forum: Off - Topic


Der Seehofer-Plan, dass Messenger-Anbieter die Verschlüsselung von Chats für Behörden öffnen sollen, würde das Sicherheitsniveau schlagartig senken.






Auf Initiative von Mozilla schlagen mehr als 100 Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft Alarm wegen der Forderung aus dem Bundesinnenministerium, die Verschlüsselung von Messengern aufzuweichen. In einem am Dienstag veröffentlichten Brief an das Ministerium warnen die Unterzeichner, dass die vorgeschlagene Reform das Sicherheitsniveau von Millionen deutscher Nutzer "schlagartig senken" würde und "neue Einfallstore für ausländische Nachrichtendienste und Internetkriminelle schaffen".

Seehofers Pläne

Innenminister Horst Seehofer will die Betreiber von Messengern laut einem Bericht zwingen, Ende-zu-Ende verschlüsselte Nachrichten ihrer Nutzer im Klartext an Sicherheitsbehörden zu liefern. Dabei können die Anbieter bei diesem Verfahren die Inhalte nicht einmal selbst einsehen. Statt mit überholten Ideen "20 Jahre erfolgreiche Kryptopolitik in Deutschland" zu konterkarieren, sollte das Ministerium "einen neuen sicherheitspolitischen Weg einschlagen", der die Arbeit der Polizei- und Sicherheitsbehörden tatsächlich verbessere.

Zu den Unterzeichnern des offenen Briefes gehören etwa auch der Bundesverband IT-Sicherheit (TeleTrusT), der CCC, Digitalcourage, die Digitale Gesellschaft, der eco-Verband der Internetwirtschaft, die FDP-nahe Friedrich-Naumann-Stiftung, die Gesellschaft für Informatik sowie Wikimedia.

Auch Datenschützer kritisieren

Die Europäische Akademie für Informationssicherheit und Datenschutz (EAID), die der frühere Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar leitet, spricht sich im Vorfeld der am Mittwoch in Kiel startenden Innenministerkonferenz (IMK) ebenfalls gegen das Vorhaben aus. Die Vorstellung, die dafür benötigten technische Überwachungsschnittstellen ließen sich rechtsstaatlich und datenschutzfreundlich gestalten, sei "wirklichkeitsfremd", moniert die Institution.

Um hochsensible Daten auch für die Industrie 4.0 zu übertragen, sei "eine sichere Ende–zu–Ende–Verschlüsselung unverzichtbar". Auch vor dem Hintergrund, dass der Gesetzgeber die Überwachungsmöglichkeiten mit Staatstrojanern bereits massiv erweitert habe, wäre die Initiative "verfassungsrechtlich hochgradig zweifelhaft". Auf dem Programm der IMK stehen auch nicht weniger umstrittene Überlegungen, Ermittlern den Zugriff auf Daten digitaler Sprachassistenten zu ermöglichen. (vbr)



Quelle: https://heise.de/-4444423



PS: Als nächstes kommt wohl "Verbot jeglicher Verschlüsselungssystem jedweder Art für den gemeinen Pöbel aka Bürger", erlaubt nur noch für die Gesetzesbrecher der Schnüffelfraktion.
Thema: Britische Behörden erhalten US-Auslieferungsantrag für Assange
Muad'Dib

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Britische Behörden erhalten US-Auslieferungsantrag für Assange 12.06.2019 20:29 Forum: Off - Topic


Die USA haben jetzt auch offiziell Großbritannien um die Auslieferung Julian Assanges gebeten, dem sie Spionage, Verschwörung und andere Straftaten vorwerfen.





Britische Behörden haben einen offiziellen Auslieferungsantrag für den Gründer der Enthüllungsplattform Wikileaks, Julian Assange, aus den USA erhalten. Das bestätigte das Innenministerium in London am Mittwoch. Bislang hatte nur ein vorläufiger Antrag vorgelegen. Über eine Auslieferung muss nun die britische Justiz entscheiden. An diesem Freitag soll die nächste Anhörung in dem Fall stattfinden. Erwartet wird, dass Assange daran per Videoschalte aus dem Gefängnis teilnehmen wird.

Die USA werfen Assange vor, der amerikanischen Whistleblowerin Chelsea Manning – damals noch Bradley Manning – geholfen zu haben, geheimes Material von US-Militäreinsätzen im Irak und in Afghanistan zu veröffentlichen. Insgesamt liegen 18 Anklagepunkte vor. Bei einer Verurteilung in allen Punkten drohen ihm 175 Jahre Haft.

Verhaftung nach jahrelangem Exil

Assange sitzt seit April im Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh im Osten der britischen Hauptstadt, nachdem ihm das Botschaftsasyl in der ecuadorianischen Landesvertretung entzogen worden war. Er hatte sich dort jahrelang verschanzt, um einer Auslieferung an Schweden zu entgehen. Dort wurde wegen Vergewaltigung gegen ihn ermittelt. Assange behauptete stets, die Vorwürfe in Schweden seien nur ein Vorwand, um ihn festnehmen und an die USA ausliefern zu können. 2017 hatte die schwedische Staatsanwaltschaft die Vorermittlungen eingestellt, weil es ihr nicht gelungen war, die Vorwürfe ausreichend zu untersuchen. Später wurden sie wieder aufgenommen.

Am 11. April dieses Jahres wurde Assange schließlich festgenommen, nachdem ihm die Regierung in Quito das Botschaftsasyl entzogen hatte. Nun befindet sich der Australier in Großbritannien in Haft, weil er mit der Flucht in die Botschaft gegen Kautionsauflagen verstoßen hatte. Am Dienstag hatte ihn dort der chinesische Künstler Ai Weiwei besucht, der sich besorgt über Assanges Gesundheitszustand äußerte. Ai Weiwei forderte Großbritannien und Europa auf, die Auslieferung des Wikileaks-Gründers zu stoppen. (syt)


Quelle: https://heise.de/-4444964


PS: Nicht erst seit Asterix & Obelix ist klar: Die Amis, die spinnen!!
Thema: Cyberpunk 2077 erscheint am 16. April 2020, E3-Trailer zeigt Keanu Reeves
Muad'Dib

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Cyberpunk 2077 erscheint am 16. April 2020, E3-Trailer zeigt Keanu Reeves 11.06.2019 20:40 Forum: Off - Topic


Neuer Trailer und Release-Datum: Cyberpunk 2077 erscheint im April 2020 und hat sogar einen digitalen Keanu Reeves im Gepäck.





Das von vielen Spielern heiß erwartete Action-Rollenspiel Cyberpunk 2077 soll am 16. April 2020 erscheinen. Dies kündigten die Entwickler von CD Projekt Red an und veröffentlichten im dem Zuge einen neuen Trailer. Er zeigt vornehmlich Zwischensequenzen in Spielgrafik. Dabei tritt auch ein digitales Abbild von Keanu Reeves auf, der im Spiel die Figur des Rockstars Johnny Silverhand verkörpert.

Cyberpunk 2077

In der Welt des Cyberpunk geht es hart zur Sache. Die Menschen putschen sich mit Implantaten und Drogen auf. Die USK wird das Spiel wohl erst ab 18 Jahren freigeben.


Im August 2018 hatte CD Projekt Red bereits einen 50-minütigen Trailer von Cyberpunk 2077 veröffentlicht, der tatsächliches Gameplay zeigt – dies stammt allerdings noch aus einer frühen Version des Spiels. Cyberpunk 2077 spielt in Night City, einer frei begehbaren Megastadt. Dabei steuert der Spieler einen gesetzlosen Söldner, "V" genannt". Er ist auf der Jagd nach einem Körperimplantat, das Unsterblichkeit verspricht. Auf seinem Streifzug durch die Stadt kann der Spieler seine Fähigkeiten stetig verbesssern – dabei soll auch der Spielstil des Charakters Einfluss auf die Spielumwelt haben.

E3: Vorstellung und Trailer von Cyberpunk 2077 (Quelle: Microsoft)
Cyberpunk 2077 läuft auf Windows-10-PCs und soll ab dem 16. April 2020 über die Online-Plattform GOG erhältlich sein. Überdies wird es Versionen für die Spielkonsolen Playstation 4 und Xbox One geben.

Die neuesten E3-Trailer und Live-Kommentare zu den Konferenzen finden Sie ständig aktualisiert auf unserer E3-Überblicksseite:

E3 2019: Die wichtigen Konferenzen und Trailer im Überblick

(mfi)


Quelle: https://heise.de/-4444128



PS: Wer hätte das gedacht. Seit Matrix kennt ihn wohl Jedermann, dabei war er schon 1995 als Cyberpunk unterwegs: JOHNNY MNEMONIC https://de.wikipedia.org/wiki/Vernetzt_%...Johnny_Mnemonic
Thema: Kommerz im All – ISS soll verstärkt Weltraumtouristen beherbergen
Muad'Dib

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Kommerz im All – ISS soll verstärkt Weltraumtouristen beherbergen 11.06.2019 20:33 Forum: Off - Topic


Schwerelos für 35.000 Dollar pro Nacht: Ab 2020 soll die ISS Touristen beherbergen. Zielgruppe sind nicht nur Superreiche, sondern auch die Wirtschaft.





Die US-Raumfahrtbehörde Nasa will Touristen ab 2020 in großem Stil und zu hohen Preisen auf der Raumstation ISS beherbergen. "Die Nasa öffnet die Internationale Raumstation für kommerzielle Möglichkeiten und vermarktet diese, wie wir es noch nie zuvor gemacht haben", sagte Finanzchef Jeff DeWit am Freitag in New York. Dabei sollen Missionen von bis zu 30 Tagen pro Gruppe möglich sein. Ein solcher Trip zur ISS ist allerdings nicht billig: Die Kosten liegen demnach bei etwa 35.000 Dollar (knapp 31.000 Euro) – pro Tag und ohne An- und Abreise. Den Transportpreis schätzte DeWit auf etwa 50 Millionen Dollar.

Die genauen Kosten werden von den privaten Raumfahrtunternehmen festgelegt, mit denen die Nasa zusammenarbeiten will. SpaceX und Boeing sollen die privaten Crews zur ISS rund 400 Kilometer über der Erde bringen und auch wieder nach Hause fliegen. Sie seien auch dafür verantwortlich, dass die Besatzungen die medizinischen Voraussetzungen und Trainingsstandards für einen Aufenthalt auf der ISS einhalten. Die Nasa plant, bis zu zwei private Missionen pro Jahr auf der Raumstation zu beherbergen.

Wirtschaftliche Strategie der NASA

Die neue Zielgruppe der Raumfahrtbehörde sind nicht nur Superreiche, sondern auch die Privatwirtschaft. So könnten die ISS-Labore für kommerzielle Interessen geöffnet werden und Werbefilme im Weltraum gedreht werden, hieß es. Zudem kündigte die Nasa an, dass die Möglichkeit geschaffen werde, ein kommerzielles Modul an die Station anzudocken.

Das erklärte Ziel der US-Raumfahrbehörde ist es, das Budget für ihre geplante Mondmission 2024, bei der das erste Mal eine Frau auf dem Erdtrabanten landen soll, zu steigern. Der Schritt markiert eine grundlegende Veränderung in der wirtschaftlichen Strategie der Nasa und wird DeWit zufolge die Lasten für die US-Steuerzahler vermindern.

Gesamtkosten – über 100 Milliarden Euro

Die USA tragen den Großteil der Kosten für die ISS von weit mehr als drei Milliarden Euro im Jahr. Die Gesamtkosten für Aufbau und Betrieb belaufen sich nach Schätzungen bereits auf deutlich über 100 Milliarden Euro.

Die künftigen Gäste auf der ISS werden nicht die ersten privaten Besucher sein. Der erste von bisher sieben Weltraumtouristen dort war 2001 der amerikanische Multimillionär Dennis Tito.

Roskosmos will 2021 wieder zwei Weltraumtouristen zur ISS schicken

Sieben Menschen haben sich bislang privat eine Reise ins All geleistet. Bald wollen private Firmen das anbieten. Roskosmos bietet derweil den Zugang zur ISS.

(bme)


Quelle: https://heise.de/-4442921



PS: Das wird nicht gut gehen.........
Thema: Kim Dotcom: Berufungsverfahren gegen Auslieferung in USA beginnt
Muad'Dib

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11.06.2019 20:18 Forum: Off - Topic


Passender Kommentar, passt wie die Faust aufs Auge!!


https://www.heise.de/forum/heise-online/...-34664501/show/
Thema: Kim Dotcom: Berufungsverfahren gegen Auslieferung in USA beginnt
Muad'Dib

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Kim Dotcom: Berufungsverfahren gegen Auslieferung in USA beginnt 11.06.2019 20:14 Forum: Off - Topic


Der deutsche Internet-Unternehmer soll in die USA ausgeliefert werden. Das Berufungsverfahren geht jetzt in die entscheidende Phase.





Der jahrelange Rechtsstreit um eine Auslieferung des deutschen Internet-Unternehmers Kim Dotcom an die USA ist am Montag in die vermutlich entscheidende Phase gegangen. Vor Neuseelands Oberstem Gerichtshof in Wellington begann das Berufungsverfahren, mit dem der 45-Jährige die Auslieferung noch verhindern will. Der Gründer der Internet-Plattform Megaupload lebt seit 2010 in Neuseeland. Die USA wollen ihn wegen Verletzung von Urheberrechten und Geldwäsche in großem Stil vor Gericht stellen. Bei einer Verurteilung droht ihm jahrzehntelange Haft.

Schillernde Figur

Dotcom gehört zu den schillerndsten Figuren der Internet-Szene. Er wurde 1974 unter dem Namen Kim Schmitz in Kiel geboren. Mitte der 1980er Jahre trat er erstmals in der Hacker-Szene in Erscheinung. Mit der Datentauschbörse Megaupload wurde er vielfacher Millionär. Das Unternehmen finanzierte sich durch Werbung und kostenpflichtige Zugänge für Abonnenten. Zeitweise gehörte die Seite zu den beliebtesten Websites weltweit. Nach Ermittlungen der US-Bundespolizei FBI wurde sie 2012 abgeschaltet.

Der Unternehmer lebt fast schon ein Jahrzehnt unter geändertem Namen in Neuseeland. Im Februar 2017 befand ein neuseeländisches Gericht, dass er in die USA ausgeliefert werden darf – nicht wegen Urheberrechtsverletzung, aber wegen Betrugs. Seither bestätigten zwei weitere Gerichte die Entscheidung. Dagegen wehrt sich Dotcom nun vor dem Obersten Gerichtshof. Es ist praktisch seine letzte juristische Chance: Falls er verliert, liegt die endgültige Entscheidung bei der neuseeländischen Regierung von Premierministerin Jacinda Ardern.

Zusammen mit Dotcom stehen drei weitere Megaupload-Verantwortliche vor Gericht. Ihnen droht ebenfalls die Auslieferung. An der Verteidigung ist auch Dotcoms Ehefrau Elizabeth (23) beteiligt. Das Verfahren dauert bis Freitag. Das Urteil fällt vermutlich aber erst in mehreren Wochen oder Monaten. (tiw)


Quelle: https://heise.de/-4443296
Thema: Wie die USA die Rede- und Pressefreiheit aushebeln wollen
Muad'Dib

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11.06.2019 20:02 Forum: Off - Topic


Wie es auch geht zeigen ausgerechnet die Russen....und führen ganz nebenbei die Amis vor!!

Russischer Journalist Golunow kommt frei
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