purzelbaum
unsere besten emails

Satclub-Thueringen

RSS feed for this site
Registrierung Suche Zur Startseite

Satclub-Thueringen » Suche » Suchergebnis » Hallo Gast [[Anmelden]|Registrieren]
Zeige Beiträge 1 bis 20 von 4.147 Treffern Seiten (208): [1] 2 3 nächste » ... letzte »
Autor Beitrag
Thema: Snowden wirbt um Asyl in Deutschland – geteiltes Echo deutscher Politiker
Muad'Dib

Antworten: 0
Hits: 16
Snowden wirbt um Asyl in Deutschland – geteiltes Echo deutscher Politiker Gestern, 12:15 Forum: Off - Topic


Snowden lebt seit Jahren im russischen Exil. Er würde weiterhin gern in einem anderen europäischen Land Asyl bekommen – Reaktionen aus Deutschland sind geteilt.






Der Whistleblower Edward Snowden, der eine ausufernde Internet-Überwachung durch westliche Geheimdienste enthüllte, würde immer noch gern politisches Asyl in Deutschland bekommen. "Ich glaube, dass jeder, der einigermaßen objektiv auf die Geschichte blickt, erkennen wird, dass, wenn Deutschland mich aufnehmen würde, es inzwischen nicht mehr als ein feindlicher Akt gegen die USA aufgefasst würde", sagte Snowden der Tageszeitung Die Welt.

Denn Asyl für ihn in der Europäischen Union "würde bedeuten, dass Europa für die Vereinigten Staaten eintritt, auch in Augenblicken, wenn diese gerade nicht für sich selbst und ihre Werte einstehen können", argumentierte Snowden.

Rückkehr in die USA eines Tages immer wahrscheinlicher

Der Ex-Geheimdienstler hatte 2013 Dokumente zu Ausspäh-Aktivitäten des US-Abhördienstes NSA und seines britischen Gegenparts GCHQ an Journalisten gegeben. Auf der Flucht über Hongkong wollte er nach eigenen Angaben nach Ecuador, strandete aber am Moskauer Flughafen, nachdem die US-Regierung seinen Reisepass annulliert hatte. Snowden bekam Asyl in Russland, nach einer Verlängerung aktuell bis 2020.

Er halte es für "immer wahrscheinlicher", dass er eines Tages in die USA zurückkehren könne, sagte Snowden zugleich dem Spiegel. Der Vorwurf von 2013, er habe die nationale Sicherheit gefährdet, sei "in sich zusammengefallen". Snowden gab diverse Interviews zur Veröffentlichung seiner Autobiografie "Permanent Record: Meine Geschichte" kommende Woche.

Unter Kanzlerin Merkel wohl kein Asyl

Der Süddeutschen Zeitung sagte Snowden, das wahrscheinlichste Szenario sei, dass seine Aufenthaltsgenehmigung verlängert werde. "Letztendlich hoffe ich aber weiterhin, dass mir eine andere Regierung politisches Asyl oder einen sicheren Aufenthalt in Europa gewährt." Er fügte dabei hinzu: "Unter Kanzlerin Angela Merkel wird dies wohl nicht mehr der Fall sein."

"Wir sehen einen neuen Aufstieg des Autoritarismus. Verbunden mit immer neuen Überwachungsmethoden ist das eine gefährliche Entwicklung", warnte Snowden im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung. "Überall haben Politiker und Unternehmer verstanden, dass sie Technologien nutzen können, um die Welt auf einem neuen Level beeinflussen zu können", sagte er dem Spiegel. In einem ersten Schritt gelte es, etwa für jeden Smartphone-Nutzer "sichtbar zu machen, wie sehr wir auf Schritt und Tritt verfolgt werden".

Snowden sei "wahrlich kein Held"

Der anhaltende Wunsch des US-amerikanischen Whistleblowers Edward Snowden nach Asyl ist bei deutschen Politikern auf ein geteiltes Echo gestoßen. SPD-Vize Ralf Stegner sagte der Welt am Sonntag, er habe sich bereits für eine Aufenthaltsgenehmigung für Snowden in Deutschland ausgesprochen, als diese Frage zum ersten Mal angestanden habe. Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter bezeichnete es als "Armutszeugnis für die westlichen Demokratien", dass sich Edward Snowden noch immer im autoritär regierten Russland verstecken müsse und von Putins Launen abhängig sei.

Ablehnende Stimmen zitierte die Welt am Sonntag dagegen aus der CDU. Der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Mathias Middelberg, sieht "nach wie vor keine Gründe für eine Aufnahme von Herrn Snowden in Deutschland". Er habe "keinen Zweifel, dass er ein rechtsstaatliches Verfahren bekäme, sollte er in die USA zurückkehren", sagte Middelberg. Der CDU-Außenpolitiker Jürgen Hardt wies darauf hin, dass der Verrat von Staatsgeheimnissen in jedem Land der Welt strafbar sei. "Selbst wenn der Verräter ehrenwerte Motive damit verbindet, gefährdet er die Sicherheit seines Landes und in unabsehbarer Weise auch das Leben von eigenen Agenten und Informanten". Snowden sei "wahrlich kein Held".


Verfolgung sei nicht politisch, sondern strafrechtlich

FDP-Vize Wolfgang Kubicki sagte der Welt am Sonntag: "Deutschland kann Edward Snowden kein Asyl gewähren, weil er von den Vereinigten Staaten nicht politisch, sondern strafrechtlich verfolgt wird." Linkspartei-Vorsitzende Katja Kipping meinte dagegen, es sei Snowden zu verdanken, dass einer der größten Geheimdienstskandale der Welt aufgedeckt worden sei. "Wir Linken haben vorgeschlagen, ihn dafür mit dem Friedensnobelpreis auszuzeichnen, und gefordert, ihm Asyl zu gewähren", sagte sie der Zeitung. (bme)



Quelle: https://heise.de/-4523368



P.S.: Das wäre eine einzigartige Möglichkeit dem ewiggefasel der Gegner Russlands mal Taten folgen zu lassen und zu zeigen wie robust die deutsche Demokratie wirklich ist!!! "rechtsstaatliches Verfahren" in den USA.... - wie verlogen ist denn dieser *onk Middelberg???
Thema: DSGVO-Sanktionen: Bundesdatenschützer kündigt härtere Gangart an
Muad'Dib

Antworten: 0
Hits: 20
DSGVO-Sanktionen: Bundesdatenschützer kündigt härtere Gangart an Gestern, 12:09 Forum: Off - Topic


In Deutschland werde es bei Datenschutzverstößen bald Bußgelder in Millionenhöhe geben, glaubt Ulrich Kelber. Bei Facebook & Co seien Entscheidungen überfällig.






Die deutschen Aufsichtsbehörden gewöhnen sich langsam aber sicher daran, den neuen breiten Rahmen an Sanktionen aus der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) auszuschöpfen. Die hiesigen Kontrolleure sähen ihren Hauptauftrag in der Beratung, betonte der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber am Freitag auf der Konferenz "Das ist Netzpolitik" in Berlin. Er stellte aber klar: Bei den Bußgeldern "werden wir auch in Deutschland welche in Millionenhöhe sehen". Die britischen Kontrolleure sind hier schon vorangegangen etwa mit einer Strafe in Höhe von 204 Millionen Euro für British Airways.

Die Bundesdatenschutzbehörde ist laut dem Informatiker gerade zusammen mit den Partnereinrichtungen der Länder dabei, einschlägige Leitlinien aufzustellen. Dies dauere seine Zeit, da sie "vor Gericht bestehen müssen". Mitte August wurde bekannt, dass die Berliner Datenschutzbeauftragte Maja Smoltczyk ein DSGVO-Bußgeld von rund 200.000 Euro gegen ein nicht genanntes Unternehmen und damit die bisherige Höchststrafe hierzulande verhängt hat. Bisher führte Baden-Württemberg die Rangliste mit 80.000 Euro an. Grund waren dort Gesundheitsdaten, die versehentlich ins Internet entfleuchten.

"Steueroase meets Datenschutzwüste"

Unzufrieden zeigte sich Kelber, dass es 16 Monate nach vollem Wirksamwerden der DSGVO zu "offensichtlichen Verstößen" internationaler datengetriebener Konzerne wie Facebook oder Google noch keine Entscheidung gebe. Dies liege an unterschiedlichen Auffassungen Europäischen Datenschutzausschuss (EDSA), in dem einschlägige Verfahren koordiniert werden. "Irgendwann in diesem Jahr werden wir Streit beginnen müssen", meinte der Praktiker. Vor allem im Vergleich zu den Kollegen in Irland, die vom Erfolg der Verordnung "nicht so überzeugt" seien, gebe es hierzulande andere Auffassungen. Dort hätten viele große Online-Unternehmen aus den USA aber ihren europäischen Hauptsitz.

Bei den laufenden Facebook-Verfahren verglich Kelber die Situation auf der Insel mit der Misere des Kraftfahrtzeug-Bundesamts, das hierzulande bei Autos auch nicht hart durchgreifen könne angesichts der starken Stellung der Industrie. Die Aussage "Steueroase meets Datenschutzwüste" in Bezug auf Irland sei nicht ganz zurückzuweisen. Aber auch dort dürften Anhörungen von Firmen nicht ewig dauern.

"Irreführende Linie" des Bundesinnenministeriums – mehr Daten, mehr IT

Im Sicherheitsbereich plädierte der Datenschützer dafür, ein Moratorium für Überwachungsgesetze einzuführen und die seit 11. September 2001 eingeführte "endlose Liste von Grundrechtseingriffen" zurückzubauen. Fast keine der einschlägigen Normen sei bisher evaluiert worden. Trotzdem fahre das Bundesinnenministerium weiter die "irreführende" Linie" mehr Daten, mehr IT. Bezeichnend sei auch, dass er gegenüber den Sicherheitsbehörden keine Anordnungsbefugnisse habe, bei Missständen also vor Gericht gehen müsste.

Quellcode von Staatstrojanern, mit denen Polizei und Geheimdienste heimliche Online-Durchsuchungen durchführen oder verschlüsselte Chats mithilfe der Quellen-Telekommunikationsüberwachung abhören dürfen, hat Kelber nach eigenen Angaben noch nicht gesehen. Einschlägige Untersuchungen fielen zum Teil aber in die Zuständigkeit der G10-Kommission des Bundestags. Ferner sei es an den Datenschutzbehörden der Länder, "große Testlabore" aufzubauen. Dafür fehlten dort aber meist die erforderlichen Mitarbeiter.

Reform des IFG – Förderung und besserer Schutz für Whistleblower

Um Vergehen bei den Sicherheitsbehörden auf die Spur zu kommen, "sind wir auf Whistleblower angewiesen", räumte der Experte daher ein. Diese sollten besser geschützt und gefördert werden. Für eine umfassende Reform des Informationsfreiheitsgesetzes (IFG) des Bundes sieht er derzeit wenig Chancen, da es dafür keine Verbündeten in der Regierung oder der Koalition gebe. Auch in Ländern bei anderen politischen Farben sei hier nicht alles gut, "was glänzt". Eventuell ließen sich aber zumindest Transparenzvorschriften ausbauen und die einschlägigen Vorgaben etwa mit denen aus dem Umweltinformationsgesetz besser synchronisieren. (bme)


Quelle: https://heise.de/-4523220


PS: Richtig so! Die geltenden Gesetze sollen maximal angewendet werden!!!
Thema: Drohnenangriff auf Ölraffinerie in Saudi-Arabien
Muad'Dib

Antworten: 0
Hits: 17
Drohnenangriff auf Ölraffinerie in Saudi-Arabien Gestern, 12:06 Forum: Off - Topic


Drohnen haben die größte Ölraffinerie Saudi-Arabiens angegriffen, die Flammen verursachen einen drastischen Produktionseinbruch.





Drohnenangriffe auf die größte Ölraffinerie in Saudi-Arabien verschärfen die Spannungen zwischen den USA und dem Iran. US-Außenminister Mike Pompeo machte den Iran direkt verantwortlich, obwohl sich zuvor die Huthi-Rebellen aus dem benachbarten Jemen zu den Angriffen bekannt hatten. Das gewaltige Flammenmeer in zwei Raffinerie-Komplexen des staatlichen Ölkonzerns Saudi Aramco führte nach dessen Angaben vom Sonntag zu einem drastischen Einbruch der Produktionsmenge.

Pompeo schrieb auf Twitter: "Inmitten der Rufe nach Deeskalation hat der Iran jetzt einen beispiellosen Angriff auf die Welt-Energieversorgung verübt. Es gibt keinen Beweis, dass die Angriffe vom Jemen kamen." Dagegen hatten die Huthis mitgeteilt, der Angriff mit zehn Drohnen sei von ihnen ausgegangen. Es sei der bislang größte in Saudi-Arabien gewesen – und eine "legitime Antwort" auf die anhaltende Militärkampagne der Saudis im Jemen. "Wir versprechen dem saudischen Regime, dass unsere nächste Operation größer und schmerzhafter sein wird", sagte ein Militärsprecher der Rebellen.

Bereits mehrere Drohnenangriffe

Saudi-Arabien führt im Jemen eine von den USA unterstützte Militärkoalition an, die gegen die Huthis kämpft. Diese werden wiederum vom Iran unterstützt und halten große Teile des Nordjemens inklusive der Hauptstadt Sanaa unter Kontrolle. In den vergangenen Monaten hatten die Huthis mehrmals Ölpipelines und Flughäfen in Saudi-Arabien mit Drohnen attackiert.

Pompeo forderte alle Nationen auf, die iranischen Angriffe "öffentlich und eindeutig" zu verurteilen. Die USA würden sicherstellen, dass der Iran für seine Aggression zur Rechenschaft gezogen werde. Das Weiße Haus teilte mit, US-Präsident Donald Trump habe dem saudischen Kronprinzen Mohammad Bin Salman in einem Telefonat "seine Unterstützung für Saudi-Arabiens Selbstverteidigung" angeboten. Die US-Regierung werde darauf hinwirken, dass die globalen Ölmärkte ausreichend beliefert würden und stabil blieben.

Kein Einbruch des Marktes

Die "terroristischen Attacken" vom Samstagmorgen hätten die Ölproduktion auf die Hälfte des üblichen Volumens einbrechen lassen, berichtete die staatliche saudische Nachrichtenagentur SPA unter Berufung auf das Energieministerium. Dabei handele es sich aber nur um einen vorübergehenden Effekt, der zudem durch die Einspeisung vorhandener Ölreserven in den Markt teils kompensiert werde. Saudi Aramco bezifferte den angriffsbedingten Mengenverlust auf 5,7 Millionen Barrel Öl pro Tag.

Die Drohnenattacken hatten zwei Raffinerie-Komplexe in Bakiak und Churais in Brand gesetzt. Die Flammen stiegen weithin sichtbar in den Nachthimmel und verursachten dichte Rauchschwaden, die sich bis zu 150 Kilometer über Saudi-Arabien ausbreiteten. Inzwischen seien die Brände unter Kontrolle, erklärte die Regierung in der Nacht zum Sonntag. Verletzte unter den Arbeitern der Raffinerie habe es nach bisherigen Erkenntnissen nicht gegeben.

Bakiak liegt rund 330 Kilometer nordöstlich der saudischen Hauptstadt Riad. Nach Angaben von Saudi Aramco handelt es sich bei dem Komplex um die größte Ölraffinerie des Konzerns. In Churais befindet sich eines der größten Ölfelder Saudi-Arabiens. Der UN-Sondergesandte für den Konflikt im Jemen, Martin Griffiths, äußerte sich "extrem besorgt" über die Entwicklungen. Solche Zwischenfälle stellten eine ernsthafte Bedrohung für die Stabilität der regionalen Sicherheit dar und würden den von den Vereinten Nationen geleiteten politischen Vermittlungsprozess gefährden. (emw)



Quelle: https://heise.de/-4523428


PS: Wer soll das eigentlich glauben?? Wenn nicht der Mossad dahinter steckt dann sind es andere Geheimdienste die ihre Gegner öffentlich an den Pranger stellen wollen, weil der Konflikt im Nahen Osten und am Horn von Afrika wohl anders nicht "gewonnen" werden kann...
Thema: ZDF: Sendungen länger in der Mediathek und Online-Only-Beiträge
Muad'Dib

Antworten: 0
Hits: 11
ZDF: Sendungen länger in der Mediathek und Online-Only-Beiträge Gestern, 12:03 Forum: Off - Topic


Statt nur ein Jahr lang, sollen einige Inhalte der Mediathek nun zwei Jahre und länger bereitstehen. Inhalte ausschließlich für Online sollen ausgebaut werden.





Das ZDF will Sendungen und Videos in seiner Mediathek künftig länger als bisher zum Abruf bereitstellen. So sollen nach einem neuen Konzept beispielsweise Magazine, Reportagen, Gesprächsrunden oder Kabarettsendungen künftig bis zu zwei Jahre statt wie bisher ein Jahr verfügbar sein. Zudem will der Sender mehr "Online-Only" oder auch "Online-First-Angebote" bereitstellen. So könnten etwa im Bereich Kultur und Wissenschaft "eigenständige Rubriken" entstehen. Das teilte der öffentlich-rechtliche Sender am Freitag in Mainz mit.

Länger verfügbar

Das Kinderangebot tivi.de soll künftig bis zu fünf Jahre abrufbar sein. Bislang gilt eine Grenze von zwei Jahren. Und auch Inhalte aus den Bereichen Wissenschaft, Technik, Theologie oder Ethik, politische Bildung, Umwelt, Arbeit und Soziales sowie bestimmte Kulturinhalte sollen bis zu fünf Jahre abrufbar sein.

Die zeitliche Beschränkung für die Mediathek werde aber nicht grundsätzlich abgeschafft. Unter anderem für fiktionale Inhalte wie Filme, Reihen und Serien sei eine Begrenzung auf bis zu 12 Monate vorgesehen. Sendungen von Großereignissen, Spiele der Fußball-Bundesliga oder angekaufte Spielfilme würden laut Konzept eine Verweildauer von bis zu 30 Tagen haben.

Beiträge bei Youtube und Online-Only

"Das neue Konzept orientiert sich an den Erwartungen der Nutzerinnen und Nutzer, die sich längere Verweildauern von Inhalten im ZDF-Onlineangebot wünschen", erklärte das ZDF. Es will auch verstärkt Inhalte in Plattformen wie Youtube einstellen und begründet dies damit, dass "der Programmauftrag auch in den immer stärker genutzten Onlinemedien erfüllt werden" soll.

Außerdem soll es auch Beiträge geben, die nur online abrufbar und auf Onlinemedien zugeschnitten sind. Dies habe der Sender nach eigenen Angaben bereits 2012 anlässlich der Übertragung der Olympischen Spiele ausprobiert. Damals wurden exklusive Livestreams angeboten. Laut ZDF könne man so auch Randsportarten "eine große Öffentlichkeit abseits von PayTV-Angeboten" bieten. Außerdem könne das Format "ZDFheute" online "Informationsangebote ohne zwingenden Sendungsbezug schneller und besser präsentieren". Für den Kindersender ZDFtivi sollen ebenfalls eigens produzierte Inhalte entwickelt werden – darunter auch "interaktive Shows" für Kinder.

Neuer Telemedienstaatsvertrag

Möglich sei das neue Konzept durch den neuen Telemedienstaatsvertrag, der Anfang Mai in Kraft getreten sei, erklärte das ZDF. Allerdings muss es, sobald "damit eine erhebliche Änderung des bestehenden Telemedienkonzepts verbunden ist", einen Drei-Stufen-Test bestehen. Dieses Verfahren hat der Fernsehrat bereits eingeleitet. (mit Material der dpa) / (kbe)


Quelle: https://heise.de/-4523550
Thema: Google stellt Chrome-Nutzer testweise auf DNS-over-HTTPS um
Muad'Dib

Antworten: 0
Hits: 69
Google stellt Chrome-Nutzer testweise auf DNS-over-HTTPS um 12.09.2019 13:54 Forum: Viren & Sicherheit


Google will DNS-over-HTTPS (DoH) in seinem Chrome-Browser testen. Der verwendete DNS-Provider soll bleiben, nur das Protokoll ändert sich. Auch Mozilla testet.






Google will DNS-over-HTTPS (DoH) im Chrome-Browser testen. Zuvor hatte bereits Mozilla angekündigt, DoH in Firefox zum Standard zu machen und das Protokoll grundsätzlich zu aktivieren. Google plant eine Implementierung in Chrome 78, dessen stabile Variante am 22. Oktober erscheinen soll.

Im Chromium-Blog weist Google auf die Vorteile von DoH hin: "Wie der Name schon sagt, sollen die wichtigsten Sicherheits- und Datenschutzvorteile von HTTPS auf DNS übertragen werden." Besonders geschützt sind Anwender, die sich in einem öffentlichen WLAN einloggen. DoH verhindert etwa, dass andere Nutzer des selben Netzes persönliche Informationen abgreifen. DoH sei ein guter Schutz vor Spoofing und Pharming-Attacken. Für das Experiment arbeitet Google mit ausgesuchten DNS-Providern zusammen, die DoH bereits unterstützen.

DNS-Anbieter bleibt, Protokoll wechselt


Der vom Nutzer bislang verwendete DNS-Anbieter soll bleiben, Chrome versucht lediglich auf den gleichwerten DoH-Dienst des Providers umzustellen. "Mit diesem Ansatz ändert sich der verwendete DNS-Dienst nicht, sondern nur das Protokoll", erklärt Google. Dadurch sollen bestehende DNS-Filter und Kinderschutz-Systeme aktiv bleiben.

Chrome 78 prüft, ob der verwendete DNS-Provider bereits DoH unterstützt. Derzeit sind das etwa Cleanbrowsing, Cloudflare, DNS.SB, OpenDNS, Quad9 sowie Google selbst. Die genannten Anbieter haben sich bereit erklärt, an Googles Experiment teilzunehmen. Chrome verwendet DoH wenn möglich, andernfalls arbeitet der Browser wie gehabt und sendet herkömmliche DNS-Anfragen. Der DoH-Test soll für "einen Bruchteil der Chrome-Anwender" und auf allen unterstützten Plattformen laufen – dazu zählen iOS und Linux derzeit nicht. Ein Opt-out ist über ein Chrome-Flag möglich. Admins können dazu eine Enterprise-Richtlinie verwenden.

Mozilla testet DoH in den USA

Mozilla hatte erst vor einigen Tagen angekündigt, DNS-over-HTTPS in Firefox zum Standard zu machen – zunächst aber nur in den USA. Die Nutzer müssen keinen Schalter umlegen, sondern profitieren automatisch von verschlüsselten DNS-Abfragen. DoH werde anfangs für einen kleinen Prozentsatz der Nutzer aktiviert, erklärte Mozilla. Die Entwickler arbeiten seit 2017 an DNS-over-HTTPS; seit Juni 2018 laufen erste Experimente im Firefox-Browser. (dbe)



Quelle: https://heise.de/-4520039
Thema: Updates verfügbar: Internetradios von Telestar erlaubten Fernzugriff
Muad'Dib

Antworten: 0
Hits: 59
Updates verfügbar: Internetradios von Telestar erlaubten Fernzugriff 12.09.2019 13:53 Forum: DVB-T / DAB+ Empfangstechnik


Web-Radios von Telestar-Digital, die hierzulande in vielen Elektronikmärkten verkauft werden, weisen zwei schwere Lücken auf. Ein Firmware-Update behebt sie.






Mehrere Internetradio-Modelle des deutschen Herstellers Telestar-Digital GmbH sind über zwei Sicherheitslücken sowohl lokal als auch aus der Ferne angreifbar. Über eine von ihnen könnten sich Angreifer Root-Zugriff zum eingebetteten Linux (BusyBox) auf den Geräten verschaffen. Die zweite ermöglicht das Fernsteuern der Geräte mittels speziell präparierter HTTP-Requests sowie das Mitlesen von Befehlen zum Zweck des Reverse Engineerings.

Für beide Lücken stehen Sicherheitsupdates des Herstellers bereit. Die Sicherheitsforscher vom Vulnerability Laboratory der Firma Evolution Security, die die Lücken entdeckt haben, stufen diese als kritisch ein und raten zum zügigen Aktualisieren. Da sie Proofs-of-Concept in Gestalt schriftlicher Schritt-für-Schritt-Exploit-Anleitungen und eines Videos veröffentlicht haben, besteht die Gefahr von Angriffen in freier Wildbahn in naher Zukunft.

Von beiden Lücken betroffen sind die folgenden Internetradio- beziehungsweise Multifunktions-Modelle von Telestar:

Dabman D10, i30 Stereo,
Imperial i110, i150, i200, i200-cd, i400, i450, i500-bt, i600 und
Bobs Rock Radio (ein Imperial-Modell, das vom Internetradio-Sender "RADIO BOB!" angeboten wird).

Firmware-Update verfügbar

In einem Blogeintrag auf der Website des Vulnerability Laboratory beschreiben die Forscher beide Lücken im Detail und erklären darüber hinaus auch, wie Gerätebesitzer ein Update vornehmen können.

Dazu müssen sie das Gerät zunächst auf Werkseinstellungen zurücksetzen und dann zunächst die gewünschte Sprache auswählen. Nach einmaligem Aus- und wieder Einschalten sollen sie ins Netzwerk-Setup wechseln und dort auf den Hinweis warten, dass neue Software bereitsteht. Nach dem Drücken auf "OK" sollte das Update beginnen; die Firmware TN81HH96-g102h-g103**a*-fb21a-3624 ist abgesichert.

Potenzielle Einfallstore für Schadcode

Die erste Lücke in Gestalt der bereits erwähnten Zugriffsmöglichkeit als Root-User (CVE-2019-13473) basiert laut Blogeintrag auf einem undokumentierten, permanent aktiven Telnet-Service (telnetd) der BusyBox. Der ist offenbar extrem schlecht gesichert: Den Forschern gelang der Login als "root" mit korrektem Passwort mittels automatisiertem Brute-Force nach eigenen Angaben innerhalb von rund zehn Minuten.
Im Video demonstrieren die Forscher die erste Lücke – und auch den Update-Vorgang.

Die zweite Lücke (CVE-2019-13474) betrifft den so genannten AirMusic-Service, der es mittels "AirMusic Control"-Apps für iOS und Android ermöglicht, die Internetradios via Smartphone zu bedienen. Laut Blogeintrag werden Befehle an die Radios unverschlüsselt via HTTP verschickt und können somit problemlos mitgelesen und analysiert werden. Vor allem aber erfordere das anschließende Senden eigener Befehle keinerlei Authentifizierung seitens eines Angreifers.

Schlimmstenfalls könnten beide Sicherheitslücken ausgenutzt werden, um Schadcode auf die Internetradios zu schleusen und sie beispielsweise zu Zombies in einem IoT-Botnetz zu machen. Somit sollten Nutzer den Rat der Forscher befolgen und die (für IoT-Geräte keineswegs selbstverständliche) Update-Möglichkeit nutzen.
(ovw)


Quelle: https://heise.de/-4519870
Thema: Hamburger Blue Port: Hobby-Fotografin sollte für Instagram-Bild zahlen
Muad'Dib

Antworten: 0
Hits: 70
Hamburger Blue Port: Hobby-Fotografin sollte für Instagram-Bild zahlen 12.09.2019 13:50 Forum: Off - Topic


Die Lichtinstallation Blue Port im Hamburger Hafen sorgt für Wirbel, nachdem eine Verwertungsgesellschaft eine Rechnung für ein Instagram-Foto versandte.





Blau erstrahlt noch bis zum 15. September der Hamburger Hafen dank des Projekts Blue Port. Seit 2008 taucht der Künstler Michael Batz die Elbe im Zentrum der Hafenstadt und die Bauwerke rundherum in mystisches Licht, das zu eigenen Fotoaufnahmen geradezu einlädt und die von Bewunderern oft über soziale Medien geteilt werden. Doch diesmal gab es dabei Ärger aufgrund des Urheberrechts, da solche Bilder von temporären Kunstaktionen streng genommen nicht unter die Panoramafreiheit fallen.

Kunstprojekt Blue Port in Hamburg


So rieb sich eine Hamburgerin verwundert die Augen, als sie nach der Veröffentlichung eines Schnappschusses auf Instagram eine Rechnung in Höhe von rund 28 Euro erhielt. Die Zahlungsaufforderung für die Lizenzgebühr verschickte laut einem Bericht der Hamburger Morgenpost die Verwertungsgesellschaft (VG) Bild-Kunst, die Batz und seine Rechte vertritt. Dieser erklärte gegenüber der Zeitung, er habe "natürlich überhaupt nichts dagegen", "dass vom Blue Port private Fotos gemacht werden". Bei Veröffentlichungen in sozialen Netzwerken sollten sich die Nutzer aber direkt an die VG Bild-Kunst wenden.

Instagram mit "eigenen Rechten"

Stein des Anstoßes: Plattformbetreiber wie Facebook mit der Tochter Instagram behalten sich eigene Rechte vor, wenn Mitglieder Fotos auf den Portalen hochladen. Batz als Schöpfer des Lichtkunstwerks wollte dafür einen Ausgleich, was viele Social-Media-Nutzer aber verunsicherte und empörte. Der Künstler baute daher am Mittwoch einen Hinweis auf der Webseite für die Touristenattraktion ein, dass "nach einer Vielzahl von Nachfragen bezüglich der Möglichkeit", Bilder vom Blue Port zu veröffentlichen, "aktuell zusammen mit Hamburg Tourismus eine Lösung gefunden worden" sei.


Demnach soll es nun erlaubt sein, dass Hobbyfotografen für eine "nicht-kommerzielle Nutzung auch Plattformen der Social Media verwenden können, ohne dass eine Lizenzierung durch die VG Bild-Kunst erforderlich ist". Batz betonte gegenüber heise online, dass Laien "keine Gebühren zahlen". In diesen Fällen sei keinerlei Lizenz erforderlich, also etwa auch kein Verweis auf eine Ausnahmegenehmigung oder die bestehenden Rechte wie etwa bei Creative Commons. Er wolle, dass alle Freude haben könnten an der Installation. Wer eigene Aufnahmen vom Blue Port aber kommerziell nutzen wolle, müsse sich weiterhin bei der VG Bild-Kunst um eine Freigabe bemühen. (anw)



Quelle: https://heise.de/-4521284



PS: Was für ein Schwachsinn. fb und diese Schmarotzer haben sich den Gesetzen zu unterordnen und nicht ihre PseudoAGBs kriminell anwenden dürfen!!!
Thema: Chrome 77: Nutzer können Links an andere Geräte senden
Muad'Dib

Antworten: 0
Hits: 37
Chrome 77: Nutzer können Links an andere Geräte senden 12.09.2019 13:47 Forum: Viren & Sicherheit


Chrome erleichtert die Weitergabe von Links vom PC ans Smartphone – und umgekehrt. Außerdem begrüßt der Web-Browser neue Nutzer nun etwas umfangreicher.






Google hat damit begonnen, die neue Chrome-Version zu verteilen. Das Update ist für Windows, macOS, Linux sowie für Android verfügbar. Auf den ersten Blick hat sich bei Chrome 77 nicht viel getan: Im Tab zeigt nun ein rotierendes Kreis-Symbol an, dass eine Webseite geladen wird. Praktisch ist die neue Option, Webseiten an andere Geräte zu schicken: Wer auf dem Smartphone seine Traumwohnung entdeckt hat, kann die Annonce einfach an seinen Desktop-Rechner schicken, um sich das Angebot am großen Bildschirm anzugucken.

Auf PCs und Macs klickt der Nutzer mit der rechten Maustaste auf einen Link und wählt im Kontextmenü die Option "Link an meine Geräte senden". (In der Android-Version ist die Option im Teilen-Menü zu finden.) Zusätzlich gibt es ein neues Icon in der Adressleiste, das derzeit aber noch nicht alle Nutzer zu sehen bekommen. Chrome unterstützt schon länger die Möglichkeit, offene und aktuelle Tabs über mehrere Geräte hinweg zu öffnen. Die neue Funktion zum Senden an ein Gerät macht die Sache aber etwas einfacher.

Als weitere Neuerung bietet Chrome nun eine ausführlichere Begrüßung für Nutzer, die den Browser zum erstem Mal installieren. Ein Assistent führt in mehreren Schritten durch die Personalisierung von Chrome. Nutzer können etwa ihre Lieblings-Web-Apps von Google aussuchen, die als Lesezeichen hinzugefügt werden. Jeder der Schritte lässt sich überspringen. Die interne Willkommens-Seite ist auch für Chrome-Veteranen unter chrome://welcome abrufbar.

Update stopft 52 Sicherheitslücken

Die Entwickler haben in Chrome 77 außerdem 52 Sicherheits-Bugs beseitigt – eine Sicherheitslücke gilt als kritisch. Angreifer können Schadcode ausführen und die Kontrolle übernehmen. Mit dem vorherigen Update hatte Google bei Chrome-Nutzern für Irritationen gesorgt: In der Adresszeile lässt der Browser einige Bestandteile der URL einfach weg, etwa das "www". Zudem soll das Kontextmenü wesentlich kürzer werden. Opfer der geplanten Verschlankung ist etwa der Befehl "Andere Tabs schließen". (dbe)


Quelle: https://heise.de/-4521490
Thema: Messenger Telegram löschte Nachrichten nicht verlässlich
Muad'Dib

Antworten: 0
Hits: 34
Messenger Telegram löschte Nachrichten nicht verlässlich 12.09.2019 13:46 Forum: Viren & Sicherheit


Ein Sicherheitsforscher hat in Telegram ein Privatsphären-Problem entdeckt: In einigen Fällen blieben gelöschte Nachrichten und Medien lokal erhalten.





Die Nachrichten-Löschfunktion des Messengers Telegram funktionierte nicht zuverlässig. So verschwanden nach einem Klick auf die Funktion zwar Nachrichten und Medieninhalte aus dem Chatverlauf, die Daten verblieben aber lokal auf dem Gerät und man konnte sie immer noch einsehen.

Das hat der Sicherheitsforscher Dhiraj Mishra herausgefunden, als er die Android-Version 5.10.0 (1684) analysierte. Die Ausgaben für iOS & Co. hat er nicht untersucht, er geht aber davon aus, dass auch diese betroffen sind, schreibt Mishra in einem Beitrag.

Ihm zufolge findet man vermeintlich gelöschte Bilder immer noch im internen Speicher unter /Telegram/Telegram Images/. Diese Verhalten trete bei Einzelchats, aber auch in Gruppen auf. So könnten alle Teilnehmer eigentlich gelöschte Nachrichten aus dem internen Speicher abrufen. In "Geheimen Chats" soll dieses Verhalten nicht aufgetreten sein.

Update

Mittlerweile ist die reparierte Version 5.11 in Google Play erschienen. Die Telegram-Entwickler haben dem Sicherheitsforscher für das Melden des Bugs eine Prämie von 2500 US-Dollar gezahlt. Die Löschfunktion wurde im März 2019 implementiert. (des)



Quelle: https://heise.de/-4518955
Thema: Nach DDoS-Angriff: Wikipedia bekommt Millionenspende für IT-Sicherheit
Muad'Dib

Antworten: 0
Hits: 38
Nach DDoS-Angriff: Wikipedia bekommt Millionenspende für IT-Sicherheit 12.09.2019 13:25 Forum: Viren & Sicherheit


Die Wikipedia erhält 2,5 Millionen US-Dollar von dem Mäzen Craig Newmark. Mit dem Geld soll der Schutz vor Cyberangriffen verbessert werden.





Wenige Tage nachdem die Wikipedia massiv durch einen Online-Angriff gestört wurde, erhält Wikipedia eine Millionen-Spende für Gegenmaßnahmen. Von der Stiftung des Medienunternehmers Craig Newmark kommen 2,5 Millionen US-Dollar, die in die Sicherheit der Plattform fließen sollen. Ziel sei auch, Informationen über die Nutzer besser zu schützen, teilte die Wikimedia-Stiftung am Dienstag mit.

Nach Angaben der Wikimedia-Stiftung sollen die zusätzlichen Mittel dazu verwendet werden, um mögliche Risiken bereits im Vorfeld zu erkennen und zu vereiteln. Dazu solle das IT-Sicherheitsteam der Wikimedia Foundation aufgestockt werden. Damit sei es unter anderem möglich, die Anwendungssicherheit, das Risikomanagement sowie die Reaktion auf Vorfälle zu verbessern. Das ist nach Ansicht von John Bennett, Leiter der IT-Sicherheit der Wikimedia Foundation auch notwendig: "Der anhaltende Erfolg der Wikipedia als Top-10-Website mit Hunderten von Millionen Nutzern macht sie zu einem Angriffsziel für Vandalismus, Hacking und andere Bedrohungen der Cybersicherheit, die der freien Wissensbewegung und der Community schaden."


Beschützer der Wikipedia

Craig Newmark hatte in den 90er Jahren die Anzeigen-Website Craigslist gegründet und wurde damit reich. Inzwischen ist er als Mäzen aktiv und spendete zuvor bereits fast zwei Millionen Dollar für Wikipedia-Projekte, wie die Online-Enzyklopädie weiter mitteilte. Die Intention seiner Unterstützung mit seiner neuerlichen Spende ist eindeutig: "Da Desinformation und andere Sicherheitsbedrohungen weiterhin die Integrität unserer Demokratie gefährden, müssen wir in Systeme investieren, die die Dienste schützen, die hart daran arbeiten, um der Öffentlichkeit genaue und vertrauenswürdige Informationen vor der Öffentlichkeit zu geben."

Unbekannte hatten am Freitag Wikipedia-Websites, darunter auch die deutsche Version, mit einem DDOS-Angriff für mehrere Stunden lahmgelegt. Bei solchen Attacken werden Server mit einer Flut sinnloser Anfragen überlastet und in die Knie gezwungen. (mit Material der dpa) / (olb)



Quelle: https://heise.de/-4519668
Thema: Mozilla reaktiviert "Test Pilot" und startet VPN-Dienst
Muad'Dib

Antworten: 0
Hits: 36
Mozilla reaktiviert "Test Pilot" und startet VPN-Dienst 12.09.2019 13:23 Forum: Viren & Sicherheit


Mozilla reaktiviert sein Testprogramm: Firefox-Nutzer in den USA dürfen einen VPN-Dienst testen. "Firefox Private Network" schützt die Privatsphäre im WLAN.





Mozilla reaktiviert sein "Firefox Test Pilot"-Programm. In dessen Rahmen werden verschiedene Experimente und unfertige Funktionen angeboten, die die Firefox-Nutzer ausprobieren können. Kommen die Experimente gut an, könnten sie eines Tages zu Hauptfunktionen des Firefox-Browsers werden. Das Ziel der Neuauflage des Programms ist es, auch Funktionen und Dienste testen zu lassen, die unabhängig vom Firefox-Browser sind. Zudem sollen die angebotenen Funktionen ausgefeilter und "nur einen Schritt von der allgemeinen Veröffentlichung entfernt" sein, erklärt Mozilla. Die Experimente sind also nicht mehr im Frühstadium und die Funktionen sollten stabiler laufen als frühere Experimente.

Mozilla startet "Firefox Private Network"

Zum Neustart des Testpiloten hat Mozilla das Projekt "Firefox Private Network" (FPN) ausgewählt. Es handelt sich dabei um eine Art VPN-Erweiterung, die den Traffic verschlüsselt. Die persönliche IP-Adresse wird verschleiert, was den Nutzer außerdem vor Werbe-Trackern schützt. Die nötigen Proxy-Server stellt der US-Anbieter Cloudflare bereit. Ist das Addon aktiv, baut es "eine sichere Verbindung zum nächsten Cloudflare-Rechenzentrum auf", um den Traffic über das Cloudflare-Netzwerk umzuleiten, erklärt die Datenschutzerklärung des Anbieters.

An oder aus: Das Firefox Private Network lässt sich einfach bedienen.


Der Service ist laut Mozilla während des Betatests "für einen begrenzten Zeitraum" kostenlos. Die Bedienung ist sehr simpel: Mit einem Schalter lässt sich das FPN jederzeit einfach an- und abschalten; weitere Einstellungsmöglichkeiten gibt es momentan nicht. Einen vollwertigen VPN-Dienst kann die die Erweiterung also nicht ersetzen – und das will sie auch gar nicht. Mozilla selbst verwendet den Begriff VPN auf der Produktseite nicht. Gedacht ist der Dienst vor allem für öffentliche WLAN-Access-Points. Einen Wermutstropfen gibt es aber: Zunächst ist das private Firefox-Netzwerk nur für US-Nutzer verfügbar. Die Erweiterung ist zudem auf Desktop-Geräte und Laptops beschränkt.

Der Testpilot startet, landet und startet

Das "Firefox Test Pilot"-Programm startete vor drei Jahren als Firefox-Addon. Zu den ersten Experimenten gehörten ein "Activity Stream", ein "Tab Center" und eine "Universal-Suche". Im Januar dieses Jahres beendete Mozilla das Programm – der Pilot musste landen.

Erfolglosigkeit war jedoch nicht der Grund dafür, denn mit dem Testprogramm konnte Mozilla eine loyale Gruppe an Nutzern gewinnen, die sich offen für Neues zeigte und wertvolles Feedback einschickte. Basierend auf diesem Input konnten die Entwickler die Funktionen und Dienste sinnvoll verbessern. Die Rückmeldungen haben auch geholfen, das Potenzial von Firefox-Funktionen zu ergründen. "In einigen Fällen wurden Projekte ganz zurückgestellt, weil sie nicht den Bedürfnissen unserer Nutzer entsprachen", schreibt Vice President of Product Marissa Wood im Mozilla-Blog. (dbe)


Quelle: https://heise.de/-4519709
Thema: Info Satellitennavigation: Galileo knackt Marke von einer Milliarde Nutzer auf Handys
Muad'Dib

Antworten: 0
Hits: 69
Satellitennavigation: Galileo knackt Marke von einer Milliarde Nutzer auf Handys 12.09.2019 13:21 Forum: News


Der Meilenstein basiert laut EU-Kommission auf der Zahl der weltweit verkauften Smartphones, die Galileo verwenden. Die tatsächliche Userzahl sei noch höher.






Passend zum 15. Jahrestag der in Prag sitzenden Global Navigation Satellite Systems Agency (GSA) am morgigen Dienstag soll das von ihr betriebene globale Navigationssatellitensystem Galileo eine Milliarde Nutzer weltweit auf dem Handy erreichen. Dies teilte die EU-Kommission am Montag mit. Der Meilenstein basiert demnach auf der Zahl der weltweit verkauften Smartphones, die auf die europäische GPS-Alternative setzen. Die tatsächliche Nutzerzahl sei größer, da in Europa etwa der Autonotruf eCall und digitale Lkw-Fahrtenschreiber auf Galileo zugriffen.

Heute fertigten 95 Prozent der Hersteller von Smartphone-Chips für die Satellitennavigation ihre Produkte so an, dass sie Galileo-Dienste ermöglichten, freut sich die EU-Kommission. Dem vorausgegangen sei mit dem Aufbau der Kernkomponenten für das System eine "wahrhaft europäische Anstrengung". Ursprünglich sollte Galileo schon 2008 starten, erste Dienste etwa für Such- und Rettungsrufe und ein öffentlich reguliertes Angebot für sicherheitsrelevante Zwecke bietet die GSA aber erst seit 2016 an. Damit ließ sich etwa die Ortungsgenauigkeit verunglückter Personen von 10 auf knapp 2 Kilometer verbessern. Darüber hinaus soll das System künftig Betroffenen bestätigen, dass Hilfe naht.

Galileo sorgte zuletzt mit einem rund einwöchigen Ausfall diverser Funktionen für Schlagzeilen. Eine Verkettung widriger Umstände einschließlich eines Software-Updates an einem der Steuerungszentren in Oberpfaffenhofen soll dazu geführt haben. Das System befindet sich derzeit noch im Probebetrieb, in dem Signale in Kombination mit anderen Satellitennavigationssystemen verwendet werden. Die letzten vier der insgesamt 30 Satelliten sollen Ende des kommenden Jahres ins All geschossen werden. Mit der vollen Einsatzfähigkeit soll Galileo den europäischen Arbeitsmarkt beleben, die EU als Sicherheits- und Verteidigungsfaktor aufwerten und neue Technologien wie Künstliche Intelligenz, Drohnen, automatisiertes Fahren oder das Internet der Dinge beflügeln. Die EU hat insgesamt bereits rund zehn Milliarden Euro in das Prestigeprojekt investiert.
(axk)


Quelle: https://heise.de/-4517434
Thema: Drastische Strafe für LG nach unzureichendem Kundensupport
Muad'Dib

Antworten: 0
Hits: 121
Drastische Strafe für LG nach unzureichendem Kundensupport 09.09.2019 17:36 Forum: Off - Topic


LG wurde von einem australischen Gericht zu einer hohen Geldstrafe verdonnert, weil das Unternehmen Kunden abgewimmelt hatte, deren OLED-TVs Einbrenner zeigten.





Der australische Gerichtshof hat LG Electronics zu einer Geldbuße in Höhe von 160.000 australische Dollar (etwa 99.000 Euro) verurteilt. Zwei Kunden hatten OLED-Fernseher des koreanischen Herstellers gekauft und diese hatten nach eineinhalb Jahren Burn-In-Effekte gezeigt. In der darauffolgenden Garantieabwicklung hatte sich der Kundendienst nach Einschätzung des Gerichts nicht angemessen verhalten.

Der Kundensupport sperrt sich

Der eigentliche Fall liegt bereits einige Jahre zurück. Es ging um zwei Kunden, die von LGs telefonischem Kundendienst abgewimmelt wurden, als sie eingebrannte Inhalte an ihren OLED-TVs reklamieren wollten. Daraufhin hatte die Wettbewerbs- und Verbraucherkommission Australiens (ACCC) der Niederlassung des koreanischen Herstellers LG Electronics im Dezember 2015 vorgeworfen, in beiden Fällen unvollständige Angaben zu Garantie und Schadensabwicklung für seine Geräte abzugeben. Die Klage des ACCC wurde im September 2017 in erster Instanz abgewiesen und im Juni 2018 vom Bundesgericht teilweise bestätigt.

Das australische Bundesgericht erklärte nun abschließend, LG habe den beiden Kunden gegenüber irreführende Erklärungen über ihre Rechte auf Verbrauchsgarantie abgegeben. Der LG-Kundendienst hatte die Kunden seinerzeit abgewimmelt mit dem Hinweis, dass der Hersteller nicht für die Burn-In-Probleme zuständig sei. Dies sei eine missverständliche Aussage gewesen, die nahe am Leugnen von Garantien für den Verbraucher insgesamt liege, befanden die Richter.

Falsche Verbraucherrechte suggeriert

In Australien haben Käufer auch nach Ablauf einer Herstellergarantie das Recht auf Geräte in akzeptabler Qualität. Haben sie fehlerhafte Produkte gekauft, besteht Anspruch auf Reparatur, Ersatz oder Rückerstattung im Rahmen der Verbrauchergarantien. Dies hatte der LG-Kundensupport aus Sicht der Richter nicht deutlich gemacht. Das Gericht hatte nicht beurteilt, ob ein Burn-In unter die Herstellergarantie fällt, sondern ob der LG-Kundensupport die beiden Geschädigten ausreichend über den fortdauernden Qualitätsanspruch gemäß australischem Verbrauchergesetz aufgeklärt hat.

In der Urteilsbegründung erklärte Richter Middleton nun, seiner Ansicht nach genügten die Erklärungen des obersten Gerichtshofs, dass LG gegen das Gesetz verstoßen hat. Die von ihm beschlossenen Geldstrafen verdeutlichten die Ablehnung des Verhaltens von LG unmissverständlich. LG sei jedoch anzurechnen, dass für die beiden Kunden keine zusätzlichen Kosten entstanden seien, da das Unternehmen die Arbeits- und Materialkosten für die nötige Reparatur übernommen hatte.

Burn-In-Probleme nicht neu

Das c't magazin hat sich in seiner Rubrik "Vorsicht Kunde" vor einiger Zeit mit einem vergleichbaren Fall befasst. Dabei hatte der Besitzer eines OLED-TVs vergeblich bei Hersteller LG eine Garantieabwicklung aufgrund eingebrannter Bilder am organischen Display eingefordert – LG hatte sie mit dem Hinweis abgelehnt, das Phänomen falle nicht unter seine Garantiebedingungen. LG behandelte den Fall kulant, nachdem sich c't eingeschaltet hatte; der Kunde bekam ein Ersatzgerät.

Eingebrannte OLEDs: LG 55C6V mit sichtbaren Bildfehlern

Am manchen OLEDs treten statische Artefakte auf, die wie ein Schatten im Bildhintergrund liegen. Was Besitzer eines OLED-Fernsehers gegen dieses Burn-In unternehmen können, haben wir im Beitrag Maßnahmen gegen das Einbrennen zusammengefasst. (uk)



Quelle: https://heise.de/-4516429
Thema: Info Satellitenprojekt EDRS: Europäische Datenautobahn im All
Muad'Dib

Antworten: 1
Hits: 132
Satellitenprojekt EDRS: Europäische Datenautobahn im All 09.09.2019 17:35 Forum: News





Anfang August hob eine Ariane-5-Rakete mit dem neuen Kommunikationssatelliten EDRS-C ab. Er sammelt Daten von anderen Satelliten per Laserkommunikation und überträgt sie nahezu in Echtzeit zum Boden.

Eigentlich sollte dieser Beitrag eine Reportage vom Weltraumbahnhof Kourou über den Start einer Ariane-5-Rakete werden, die den Kommunikationssatelliten EDRS-C in eine geostationäre Bahn bringt. Doch genauso wie sich die Bahn verspätet, muss man auch bei Raketenstarts mit „Verzögerungen im Betriebsablauf“ rechnen. Der erste Starttermin für die Ariane platzte, weil es eine Panne bei einem anderen Raketenstart gab: Eine Vega-Rakete stürzte nach zwei Minuten, in denen sie dem Morgenhimmel entgegeneilte, sang-, aber nicht klanglos ab.

Nach dem großen und teuren Feuerwerk war Ursachenforschung gefragt, und daher verschob Arianespace den Start der Ariane 5 mehrfach, sodass ein c’t-Trip zum Startgelände nicht mehr machbar war. Als die Ariane 5 schließlich am 6. August um 21:30 Uhr abhob, verfolgten wir den Start übers Internet.

Eine Ariane 5 ist vorher schon 104-mal ohne viel Aufhebens abgehoben – wieso also interessieren wir uns ausgerechnet für diesen Start? Vor allem deshalb, weil der neue Satellit EDRS-C die Datenübertragung im All enorm beschleunigt und sie beinahe in Echtzeit verfügbar machen soll. Ein Gewinn ist das vor allem für Nutzung der frei verfügbaren Daten der Sentinel-Erdbeobachtungssatelliten. Sie sammeln Bilder und Daten etwa zur Erforschung des Klimawandels, der Meere und der Atmosphäre. EDRS-C soll aber auch den Bedarf an schnell verfügbaren Daten für andere kommerzielle Kundschaft stillen, hoffen die Betreiber. Das Problem bisher: Die Daten flossen nur häppchenweise.


Die Erde wird von etlichen Satelliten umkreist. Viele davon fliegen auf niedrigen Bahnen, dementsprechend befinden sie sich nur kurz in den Empfangsbereichen von Bodenstationen in Europa. In diesen Zeitfenstern haben etwa die Sentinel-Satelliten nur zehn Minuten zum Abliefern ihrer gesammelten Daten. Bis sie nach einem weiteren Umlauf wieder im Empfangsbereich sind, vergehen bis zu 80 Minuten. So bleibt sehr wenig Zeit zum Übertragen.

Hier setzt das europäische Daten-Relaissystem (EDRS) an: Mit geostationären Satelliten spannt EDRS mit vorerst zwei Satelliten einen riesigen Empfangsbereich für niedrig fliegende Satelliten, Drohnen und sogar Flugzeuge auf. EDRS-Satelliten fangen ihre Daten auf und übertragen sie zum Boden – im Endausbau global und ohne begrenzende Zeitfenster für den Datenfluss. EDRS ist also eine klassische Relaisstation, nur eben im All. Die weitere Besonderheit ist, dass die Daten per Laserverbindung von Satellit zu Satellit gefunkt werden, was die Datenrate massiv erhöht. Für die via EDRS dauerhaft mit den Bodenstationen verbundenen Satelliten fällt noch ein Kollateralnutzen ab: Sie können vom Boden auch sehr kurzfristig mit neuen Befehlen gefüttert werden, etwa für Bahnmanöver oder Beobachtungsaufgaben.

Das Programm gehört unter dem damaligen Titel ARTES 7 zu einem Entwicklungsprogramm der Europäischen Raumfahrtagentur (ESA). Die US-amerikanische NASA unterhält vergleichbar dazu das Tracking and Data Relais Satellite-System (TDRS). Es hat aber keine Laserterminals.

Das europäische System macht Europa unabhängig von Bodenstationen anderswo. Eine globale Abdeckung wird schon mit drei Satelliten erreicht, von denen EDRS-A 2016 huckepack auf Eutelsat 9B in seine geostationäre Bahn (9 Grad Ost) gestartet ist. Über EDRS-A wurden bereits 23.000 Verbindungen mit mehr als einem Petabyte Datenvolumen abgewickelt, sagte Richard Franklin, der für die EDRS-Plattform die Nachrichtenübertragungstechnik bei Airbus Defense and Space verantwortet. Auf DVDs gespeichert, wären dafür mehr als 200.000 Silberscheiben nötig, was übereinandergestapelt der Höhe des Main Towers in Frankfurt entspricht.

Anfang August folgte EDRS-C, dessen Bahn bei 31 Grad Ost angesiedelt ist, sich also quasi oberhalb der Linie von Finnland, dem Schwarzen Meer, Ägypten und Ostafrika synchron mit der Erde mitdreht. EDRS-C wurde in Deutschland von OHB in Bremen gebaut, die dafür die bereits vorhandene SmallGEO-Plattform weiterentwickelten. Der nächste im Bunde, EDRS-D, soll ab etwa 2024 die Phase 2 von EDRS Global einläuten. EDRS-D bringt eine Verschlüsselungsmöglichkeit für Daten mit und erweitert die Abdeckung der europäischen Weltraumdatenautobahn (tolles Scrabble-Wort!) um den asiatisch-pazifischen Raum. EDRS-E folgt 2026.

Wer sich jetzt fragt, warum in der Aufzählung ein Satellit namens EDRS-B fehlt: Er wurde zwar konzipiert, aber nie gebaut.

Wer braucht sowas?

Schon das Pärchen EDRS-A und -C wird reichen, um ab Ende 2019 die Breitbandkommunikation zum Raumlabor Columbus der internationalen Raumstation ISS zu übernehmen. Ein Großkunde für den sogenannten SpaceDataHighway, der wie einige Autobahnen auf der Erde in Private-Public-Partnership zwischen der europäischen Raumfahrtagentur ESA und Airbus Defense and Space entstanden ist, wird das europäische Copernicus-Programm mit seinen Sentinel-Satelliten sein. Mit täglich mindestens 6 TByte Übertragungsvolumen haben sie einen bislang kaum stillbaren Bedarf an der Datenautobahn im Orbit.

Die Betreiber verwerten die Plattform auch kommerziell und stellen sie weiteren Kunden bereit, die Satellitendaten in nahezu Echtzeit benötigen. Dabei denken ESA und Airbus unter anderem an Reedereien, die damit ihre Schiffe verfolgen können.

Mit Laser funken

EDRS-A und auch EDRS-C übertragen Daten von Satellit zu Satellit unter anderem per Laserkommunikation, also optisch und damit auf Sicht. Damit erreicht man hohe Übertragungsraten. Im All gibt es kaum Fremdkörper, welche die Übertragung stören.

Vorläufer der Laserterminals flogen schon 2007 auf den LEO-Satelliten TerraSAR-X und NFIRE mit. Die bei EDRS genutzten Laserterminals baute die deutsche Firma Tesat, unterstützt vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Sie übertragen etwa 1,8 GBit pro Sekunde über Distanzen bis zu 45.000 Kilometer. Technisch möglich, aber noch nicht ausgereizt, sind Datenraten bis zu 7,2 GBit pro Sekunde.
Das Laserterminal LCT-135 für EDRS-A und -C (und andere Satelliten) wurde von der deutschen Firma Tesat gebaut. Es misst 60 mal 60 mal 70 Zentimeter und wiegt 53 Kilogramm.


Auch die Software, die für die Datenverbindung zwischen den Satelliten zuständig ist, stammt aus Deutschland. Prof. Felix Huber, Direktor des DLR-Raumflugbetriebs und Astronautentrainings: „Besonders stolz sind wir auf die Entwicklung eines vollautomatisierten Systems, welches die geplanten Links annimmt, verarbeitet, optimiert und überwacht. Dadurch ist unsere Schicht in der Lage, pro Relaissatellit bis zu hundert Verbindungen aufzubauen und parallel dazu Wartungen und gegebenenfalls Fehleranalysen durchzuführen.“

Wenn EDRS komplett in Betrieb ist, soll das Relaissystem täglich bis zu 40 Terabyte übermitteln und das etwa 15 Jahre lang. Die Laserterminals wirken wie maßgeschneidert auf die Sentinel-Satelliten des europäischen Kopernikus-Programms, denn sie haben auch Laserkommunikation an Bord.

Im Vergleich zu herkömmlichen Mikrowellenbändern verdreieinhalbfacht die Laserkommunikation die Downlink-Datenrate. Die Datenautobahn im Orbit greift allerdings bei der Übertragung der Daten zu den Bodenstationen auf herkömmliche Funktechnik zurück. Die Laserkommunikation taugt nämlich nicht für die Verbindung zum Boden. Ursache dafür ist, dass die Wellenfronten von Laserlicht beim Durchstoßen der Atmosphäre ziemlich in Unordnung geraten, sodass die Phasenintegrität des Signals verloren geht – beim ESA-Windsatellit Aeolus nutzt man diesen Effekt sogar für eine Erfassung der Wetterfronten.

Mit Mikrowellen-Funk zur Bodenstation

Für die Verbindung zum Boden nutzen EDRS-Satelliten Mikrowellen-Funk, und zwar S-Band-Signale (2 bis 4 Gigahertz) für die Telemetrie und Fernsteuerkommandos sowie das so genannte Ka-Band, also Frequenzen zwischen 26 und 40 Gigahertz. Das Ka-Band dient mit 400 Megahertz breiten Segmenten auch zum Datenaustausch mit anderen Satelliten, die kein Laserterminal (LCT) an Bord haben.

Weil die Daten übers Ka-Band mit 1,8 GBit pro Sekunde und damit nicht langsamer zur Bodenstation tröpfeln als sie per Laserkommunikation von den umlaufenden hereinströmen, staut sich in den EDRS-Satelliten der Datenstrom nicht, er muss also nicht gepuffert werden. Dennoch sprechen die Betreiber nur von „near real-time“-Daten.

Bei dieser Art der Übertragung gibt es keinen Zeitdruck, da die Bodenstationen dank der geostationären Bahn der EDRS-Satelliten stets im Empfangsbereich sind und es somit keine schmalen Empfangsfenster gibt. Einige der Bodenstationen befinden sich in Deutschland.

Unter dem luftleeren Raum

Für den Betrieb von EDRS-C und ihrer Payloads sowie für dessen Bodenstationen ist die DLR gemeinsam mit dem German Space Operations Center (GSOC) im bayerischen Oberpfaffenhofen verantwortlich. Bei GSOC arbeiten 100 Mitarbeiter für das sogenannte Bodensegment, also Stationen am Boden mit ganz unterschiedlichen Aufgaben. Noch besteht das Empfangsnetzwerk für EDRS aus vier Stationen, die vom GSOC aufgebaut wurden und ferngesteuert werden. Die beiden EDRS-Antennenschüsseln sind in der DLR-Bodenstation in Weilheim südwestlich von München. Weitere Stationen, auch als Redundanz, gibt es im belgischen Redu sowie in Harwell, England. Letztere ist nur für EDRS-A zuständig.
EDRS-C, hier beim Test der Antennen, ist kleinwagengroß und wiegt 3186 Kilogramm.
EDRS-C, hier beim Test der Antennen, ist kleinwagengroß und wiegt 3186 Kilogramm. (Bild: Airbus Space & Defense)

Wer EDRS-Kunde ist, darf die Daten auch direkt empfangen, also mit eigenen Stationen. Dafür braucht man einen Spiegel mit mindestens 6,80 Meter Durchmesser. Eine solche Nutzerstation steht im italienischen Ort Matera und wird von e-GEOS sowie dem Satellitenbetreiber SES im Rahmen des Sentinel-Programms betrieben, welches der Hauptnutzer des EDRS-Systems ist.

Den Missionsbetrieb steuert der Auftraggeber Airbus Defense and Space selbst, und zwar in Ottobrunn. Doch bevor hier alle an den Knöpfen drehen und sich die Wissenschaftler über eintreffende Daten hermachen konnten, musste die Rakete erst mal in den Orbit.

Hoch mit dem Ding

In der Missionsbeschreibung für den nüchtern „VA249“ durchnummerierten Start heißt es: Eine Ariane 5 ECA (siehe Bild) soll eine Nutzlast in Form zweier Satelliten namens Intelsat 39 und EDRS-C mit insgesamt 10.661 Kilogramm vom Ariane Startplatz ELA-3 in Kourou in 33 Minuten und genau 31 Sekunden auf einen geostationären Zielorbit von 250 Kilometer (erdnächster Punkt) bis 35.786 Kilometer (erdfernster Punkt) bei einem Neigungswinkel von 4,5 Grad bringen.

ARIANE 5 ECA

Die beiden Satelliten schnuppern nach einer Schiffsreise schon im Juni 2019 die südamerikanische Tropenluft. Auf der Straße geht es weiter zum Startgelände. Im Juli folgt das Betanken der Satelliten – im Orbit brauchen sie Energie für Bahnmanöver – bevor sie in ihr Tragegestell Sylda (Système de Lancement Double Ariane) eingebaut werden: der schwerere Intelsat 39 oben und EDRS-C unten. Ende Juli verschrauben Monteure das Ganze dann mit der Rakete und Ingenieure inspizieren sie. Erst am 5. August, also einen Tag vorm Start, wird die Rakete vom Montageplatz zur Startrampe gerollt.

Vier Sekunden vorm Start übernehmen die beiden Bordrechner in der Ariane 5 ECA, die die Flugbahn von Ariane 5 kontrollieren sollen. Beim Start hebt die Rakete etwa 7 Sekunden nach dem Zünden der Triebwerke ab. Nach ziemlich genau 197,2 Sekunden trennt sich Ariane 5 ECA von der im All unnützen Verkleidung der Satelliten, zuvor hat sie schon die beiden leeren Feststoffraketen (EAP) abgeworfen, die Hauptstufe (EPC) folgt und platscht in einen gesicherten Bereich des Golfs von Guinea.

Nach einer knappen halben Stunde haben die Ariane-Verantwortlichen im Kontrollzentrum in Kourou keinen Grund mehr zum Nägelkauen: Die beiden Satelliten sind abgetrennt und die finalen Bahnmanöver der beiden Himmelskörper waren nicht mehr ihr Problem.

„Nach dem Start der Ariane-5-Rakete und dem Aussetzen des Satelliten in einer Geo-Transferbahn gilt es zunächst, eine stabile Verbindung mit dem Satelliten zu bekommen. Dies ist am Anfang die größte Herausforderung“, sagt EDRS-Projektleiter Ralf Faller am GSOC. Alles klappt: EDRS-C funkt erste Lebenszeichen an die Bodenstationen in Deutschland und ist damit für die nächste Etappe vorbereitet.

Dr. Stefan Voegt, EDRS-C Projektleiter bei der OHB System AG, erklärt: „Mit Abtrennung von der Rakete muss unser Satellit sich aus eigener Kraft, sprich mit dem eigenen chemischen Antrieb, in den geostationären Orbit einschießen. EDRS-C steuert zunächst eine zugewiesene Testposition an, die er nach ungefähr zwei Wochen erreicht haben wird und auf der er über einige Wochen hinweg kalibriert und nach und nach hochgefahren wird“. Dann wird er an seinen eigentlichen „Dienstort“ auf 31° Ost rund 36.000 Kilometer über dem Äquator manövriert. Hier wird der Satellit in Betrieb genommen (Commissioning), schrittweise ins System eingegliedert und hoffentlich 15 Jahre lang funktionieren.

Ausguck

EDRS-C hat den Empfangsbereich für Erdbeobachtungsdaten in nahezu Echtzeit stark erweitert; mit EDRS-D und -E wird in den nächsten Jahren sogar eine weltweite Abdeckung erreicht. Damit kann man dann die Wirkungen eines Schmetterlingsschlages in der Südsee auf das Wetter hierzulande nahezu live in den Daten wiederfinden – und damit vielleicht auch Verspätungen der Deutschen Bahn besser vorhersagen. (mil)


Dieser Beitrag stammt aus c't 19/2019.
Thema: Mozilla aktiviert DNS-over-HTTPS für Firefox-Nutzer
Muad'Dib

Antworten: 0
Hits: 108
Mozilla aktiviert DNS-over-HTTPS für Firefox-Nutzer 09.09.2019 17:32 Forum: Viren & Sicherheit


Nach erfolgreichen Tests will Mozilla noch im September DNS-over-HTTPS (DoH) für alle Firefox-Nutzer freischalten. Dies geschieht zunächst in den USA.





DNS-over-HTTPS (DoH) wurde in der Vergangenheit kontrovers diskutiert. Noch im September will Mozilla DoH nun zum Standard machen und es nach und nach grundsätzlich aktivieren – zunächst aber nur in den USA. Firefox-Nutzer müssen dann keinen Schalter umlegen, sondern profitieren automatisch von verschlüsselten DNS-Abfragen. DoH werde anfangs für einen kleinen Prozentsatz der Nutzer aktiviert. Wenn das problemlos verläuft, "werden wir Bescheid geben, wenn wir für einen hundertprozentigen Einsatz von DoH bereit sind", erklärt Mozilla.

In jüngsten Experimenten habe es laut Mozilla keine Probleme gegeben. DoH standardmäßig zu aktivieren, sei daher der nächste Schritt und könnte eines Tages das herkömmliche DNS großflächig ablösen. Wenn Firefox DoH aktiviert, erhalten die Nutzer einen Hinweis darauf – und die Möglichkeit, es abzuschalten (opt-out).

DoH schützt Privatsphäre

Bei aktiviertem DNS-over-HTTPS verschlüsselt Firefox die DNS-Daten, was die Privatsphäre der Nutzer besser schützt als unverschlüsselte DNS-Abfragen. Allein diese Metadaten lassen nämlich viele Rückschlüsse über Online-Aktivitäten zu. Zudem sind unverschlüsselte DNS-Abfragen durch Man-in-the-Middle-Attacken verwundbar, ein Angreifer kann den Traffic also manipulieren. DoH hingegen schützt vor DNS-Hijacking und Spoofing, zudem lässt sich DoH-Traffic schwer zensieren.

Es gab jedoch lautstarke Kritik, die sich gegen Mozillas Partner Cloudflare richtete, der DoH-DNS-Server betreibt. Firefox ließ bei aktivem DoH sämtliche Domain-Auflösungen von dem Dienst erledigen. Dieser können den Traffic zu Geschäftszwecken analysieren, was die Privatsphäre gefährde, so die Kritiker. Mozilla räumte daraufhin ein, dass die Konzentration "alles andere als ideal" sei. DoH birgt außerdem Gefahren, da es eine bewährte, stabile Infrastruktur weitgehend umkrempelt.

Fallback-Modus für Problemfälle

Mozilla jedenfalls sei nach vielen Experimenten nun soweit, einen verlässlichen Dienst mit guter Performance anbieten zu können. Die Entwickler hätten "wichtige Bereitstellungsprobleme" erkannt und abgemildert, sodass "die meisten Nutzer" von den höheren Schutzmaßnahmen des verschlüsselten DNS-Traffics profitieren würden. Nicht jede Abfrage wird HTTPS nutzen, Mozilla plant einen "Fallback Modus". Wenn irgendwas schiefgeht oder die Heuristiken anschlagen, greift Firefox auf herkömmliche DNS-Abfragen zurück, um die korrekte Adresse zu finden.


Sind Kontrollsysteme für Kinder aktiv, will Firefox diese erkennen und DoH abschalten. Auf diese Weise bleiben Kinder beim Surfen weiterhin geschützt. Auch auf etwaige Enterprise-Policies soll Firefox reagieren und DoH gegebenenfalls deaktivieren. "Wenn eine Unternehmensrichtlinie DoH ausdrücklich zulässt, was wir für großartig fänden, werden wir das auch respektieren", schreibt die Technische Leiterin Selena Deckelmann, die bei Firefox für Privacy und Sicherheit zuständig ist.

70.000 Firefox-Nutzer haben DoH aktiviert

Mozilla arbeitet seit 2017 an DNS-over-HTTPS; seit Juni 2018 laufen erste Experimente im Firefox-Browser. Mit ihnen wollten die Entwickler sicherstellen, dass Performance und Nutzererfahrung stimmen. Das Fazit: DNS-over-HTTPS ist praxistauglich. "Wir sind sehr überrascht und begeistert von den mehr als 70.000 Benutzern, die sich bereits entschieden haben, DoH in Firefox explizit zu aktivieren", schreibt Deckelmann. (dbe)



Quelle: https://heise.de/-4516719
Thema: Vivaldi veröffentlicht Mobil-Browser für Android
Muad'Dib

Antworten: 0
Hits: 93
Vivaldi veröffentlicht Mobil-Browser für Android 09.09.2019 17:27 Forum: Off - Topic


Vivaldi hat einen Browser für Android vorgestellt. Auch auf mobilen Geräten will der Browser vor allem mit Funktionsreichtum und Konfigurierbarkeit glänzen.





Vivaldi Technologies hat die Beta-Version eines Browsers für Android-basierte Mobilgeräte vorgestellt. Der mobile Vivaldi will sich vor allem über Einstellbarkeit und eine große Anzahl an eingebauten Funktionen von der Konkurrenz absetzen. Außerdem soll er die Privatsphäre seiner Nutzer respektieren.

Tatsächlich bringt der mobile Vivaldi – gerade für eine erste Beta-Version – vergleichsweise viele Funktionen mit. Manches davon, wie etwa der eingebaute Notizblock, bieten andere Browser nicht einmal in ihren Desktop-Varianten. Hinzu kommen üblichere Funktionen wie Manager für Lesezeichen und Browserverlauf, ein privater Modus und die Möglichkeit verschiedene Suchmaschinen in die Browser-UI zu integrieren. Für die Suchanbieter und für Lesezeichen lassen sich "Spitznamen" vergeben, um sie dann über diese Kürzel zu nutzen – zumindest bei Mobilbrowsern ist diese Funktion ungewöhnlich. Gleiches gilt für die Möglichkeit Screenshots von Webseiten anzufertigen. Das ist praktisch, wenn man mehr als nur den aktuell sichtbaren Ausschnitt ablichten will.

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm

Vivaldi Android ist konzeptionell seinem großen Desktop-Bruder nachempfunden. Auch der unterscheidet sich durch seine – noch deutlich größere – Funktionsvielfalt von der Konkurrenz. Optisch ähneln sich die beiden Varianten ebenfalls sehr und Vivaldi-Desktop-Nutzer werden sich schnell zurechtfinden. Wie der Desktop-Vivaldi passt die mobile Variante die Farbe der UI der jeweils geöffneten Webseite an. Insgesamt wirkt das Benutzerinterface allerdings schon jetzt relativ voll, insbesondere auf Geräten mit eher kleinen Displays.


Für Anwender mit mehr als einem Gerät bringt Vivaldi für Android eine Sync-Funktion mit, die ihn mit anderen Instanzen seiner selbst verbindet. Unter anderem Tabs und die erwähnten Notizen können damit von einem Gerät zum anderen mitgenommen werden. Das ist besonders dann hilfreich, wenn man auch die Desktop-Version des Browsers nutzt. Die Verbindung läuft dabei – wie auch bisher schon zwischen Desktop-Instanzen – ausschließlich über Vivaldi-Server und vor allem ist sie Ende-zu-Ende verschlüsselt.

Vivaldi Android Beta läuft auf Android-Geräten ab Version 5 (Lollipop) und kann über Google Play heruntergeladen werden. An einer Benutzeroberfläche speziell für Tablets wird laut den Entwicklern noch gearbeitet. (syt)



Quelle: https://heise.de/-4515851
Thema: Reichweite für Digitalradio DAB+ steigt in Deutschland weiter
Muad'Dib

Antworten: 1
Hits: 127
Reichweite für Digitalradio DAB+ steigt in Deutschland weiter 09.09.2019 17:26 Forum: DVB-T1/2 News / DAB+ News


In Sachen Reichweite kann der Digitalradiostandard DAB+ deutlich zulegen. Die Hoffnungen der DAB+-Befürworter ruhen insbesondere auf Autoradios.





Das Digitalradio DAB+ hat in Deutschland im vergangenen Jahr kräftig zugelegt. Inzwischen können 22,7 Prozent aller Haushalte in der Bundesrepublik DAB+ empfangen. Vor einem Jahr lag der Wert noch bei 17 Prozent. Das geht aus dem aktuellen Digitalisierungsbericht der Medienanstalten hervor, der am Montag veröffentlicht wurde. "DAB+ wird ein Erfolg, wenn es von den Hörerinnen und Hörern als Bereicherung empfunden wird, nicht nur als neuer technischer Standard", sagte der Intendant des Deutschlandradios, Stefan Raue.

Im System-Wettkampf der unterschiedlichen digitalen Ausspielungswege konnte DAB+ laut Digitalisierungsbericht bei dem Empfangsgeräten mit plus 34 Prozent stärker zulegen als das Internet-Radio (plus 13 Prozent). Bei den Empfangsgeräten dominiert aber weiterhin das UKW-Radio mit 92 Prozent, das auf hohem Niveau stagniert.

UKW-Abschaltung unrealistisch

Vor diesem Hintergrund ist die von machen Sender-Verantwortlichen gewünschte Abschaltung der UKW-Übertragung wie in Norwegen auf absehbare Zeit nicht realistisch. Befürworter verweisen auf eine größere Sendervielfalt und bessere Klangqualität. Ulrich Liebenow, Betriebsdirektor des MDR, verwies zuletzt darauf, dass die Hörfunkverbreitung nur zehn Prozent der UKW-Sendeleistung benötigt.
"DAB+ ist mit dem geringen Strombedarf viel ökologischer als UKW."

DAB+ ist in den Bundesländern recht unterschiedlich verbreitet. An der Spitze steht schon traditionell Bayern. Hier stieg die Haushaltsdurchdringung von 22,3 auf 29,7 Prozent. Große Zuwächse verzeichnet der Digitalbericht vor allem für Niedersachsen von 14,1 Prozent auf 21,9 Prozent. Ausgerechnet in diesem Bundesland hatte sich der Landtag auf Antrag der FDP-Fraktion gegen eine weitere Förderung von DAB+ ausgesprochen und auf den neuen schnellen Mobilfunkstandard 5G als Übertragungsweg verwiesen.


MDR-Manager Liebenow betonte, die Übertragung der Radiosignale sei für die Hörer viel teurer als DAB+. Während bei DAB+ nur ein Anteil von 5 Cent pro Monat aus dem Rundfunkbeitrag anfalle, lägen die Empfangskosten bei 40 Minuten Radiohördauer pro Tag beim Mobilfunk durchschnittlich bei knapp vier Euro. Außerdem gebe es erhebliche Funklöcher.

Anschub durch Autoradios

Einen großen Schub erhoffen sich die DAB+-Befürworter aus dem Automobilmarkt. Im November 2018 hatte das Europäische Parlament für die Übernahme des neuen European Electronics Communication Codes (ECC) gestimmt. Danach müssen Autoradios in Neuwagen künftig neben UKW den digitalen terrestrischen Radioempfang ermöglichen. Die Vorschrift muss bis Anfang 2020 umgesetzt werden. Derzeit sind 6,6 Millionen Autos in Deutschland mit DAB+ ausgestattet.

(axk)



Quelle: https://heise.de/-4517219
Thema: Massiver DDOS-Angriff auf Wikipedia
Muad'Dib

Antworten: 0
Hits: 134
Massiver DDOS-Angriff auf Wikipedia 08.09.2019 11:23 Forum: Off - Topic


IoT-Geräte dürften einen DDOS-Angriff auf Wikimedia ermöglicht haben. Zunächst in Deutschland und dann überall war auch Wikipedia zeitweise unerreichbar.





Unbekannte Täter haben die Server des spendenfinanzierten Wikimedia-Projekts, zu dem auch die Online-Enzyklopädie Wikipedia gehört, sabotiert. Freitag um etwa 20 Uhr begann ein massiver DDOS-Angriff, der etwa neun Stunden dauern sollte. Zunächst stiegen die Latenzen für Nutzer auf den Amerika-Kontinenten stark an, dann wurden die deutschsprachigen Angebote gestört.

In der Folge sorgte die mutwillige Sabotage für Ausfälle bei allen Sprachversionen Wikimedias. In den frühen Morgenstunden war dann Schluss. Über ein neu eingerichtetes Twitter-Konto begründeten die mutmaßlichen Täter ihre Online-Randale damit, "neue Geräte testen" zu wollen.

Courtesy of Internet of Things

Den Angaben zu Folge nutzen sie Geräte des Internet der Dinge (IoT). Immer mehr Verbraucher und Unternehmen nehmen vernetzte Geräte in Betrieb, die sich durch mangelhafte Sicherheitsmaßnahmen auszeichnen und kaum Updates erfahren. Das hilft Verbrechern ungemein, die fremde IoT-Geräte für ihre Zwecke missbrauchen, ohne dass die Eigentümer davon etwas mitbekommen.


Häufig besteht die beste Abhilfe darin, vernetzte Dinge offline zu nehmen und dem Recycling zuzuführen. Die Wikipedia-Saboteure haben ihre IoT-Gerätearmee inzwischen auf diverse Streamingdienste losgelassen. (ds)



Quelle: https://heise.de/-4516131
Thema: BKA an Bord: EU treibt europaweiten Abgleich von Gesichtsbildern voran
Muad'Dib

Antworten: 0
Hits: 124
BKA an Bord: EU treibt europaweiten Abgleich von Gesichtsbildern voran 08.09.2019 11:22 Forum: Off - Topic


Der Prümer Vertrag regelt den Austausch von Gen- und Fingerabdruckdaten in der EU. Nun soll er erweitert werden. Das BKA ist bei den Vorarbeiten involviert.





Die EU will den Strafverfolgungsbehörden ihrer Mitgliedsstaaten den Abgleich biometrischer Daten künftig deutlich erleichtern und diese Praxis ausweiten. Einbezogen werden dürften dabei unter anderem Fahndungsfotos oder Lichtbilder in polizeilichen Datenbanken, die eine automatisierte Gesichtserkennung unterstützen könnten. Dazu soll der 2007 geschlossene Vertrag von Prüm ausgebaut werden, der die EU-weite Zusammenarbeit zur Bekämpfung von Terrorismus, grenzüberschreitender Kriminalität und als illegal eingestufter Migration regelt.

Im Bereich der Biometrie sind die Prümer Beschlüsse derzeit auf DNA- und Fingerabdruckdaten beschränkt. Die EU-Kommission hat beim Beratungs- und Dienstleistungshaus Deloitte aber bereits eine Machbarkeitsstudie für ein erweitertes Prüm-Verfahren in Auftrag gegeben. Der Endbericht soll zwar erst im November vorliegen. Als Zwischenergebnis raten die Experten etwa dazu, den Vertrag auf "neue Datenkategorien" auszudehnen.

Der Ministerrat hat parallel bereits "Fokusgruppen" etwa zum europaweiten Austausch von Gesichtsbildern eingesetzt, die Österreich leitet. Unter der Ägide des estnischen Justizministeriums prüfen polizeiliche Forensik-Abteilungen aus Finnland, Lettland, Schweden und den Niederlanden im Projekt Telefi ("Towards the European Level Exchange of Facial Images") mögliche technische Verfahren. Die Kommission finanziert diese Untersuchungen mit einer halben Million Euro, wie aus einer einschlägigen Übersicht aus dem Jahr 2018 (PDF) hervorgeht.

Bundesregierung bestätigt Beteiligung

Die Bundesregierung hat jetzt in einer heise online vorliegenden Antwort auf eine Anfrage der Bundestagsfraktion "Die Linke" erklärt, dass auch deutsche Behörden die weder vom EU-Parlament noch vom Rat bislang befürwortete Initiative zum Prüm-Ausbau mit vorantreiben. Das federführende Innenministerium schreibt dazu: "Mitarbeiter des Bundeskriminalamtes beteiligten sich an durch die Firma Deloitte im Auftrag der EU-Kommission durchgeführten Workshops (bisher zwei, ein weiterer soll im September dieses Jahres folgen) sowie an den Fokusgruppen im Rat zu den Themenfeldern DNA-, Fingerabdruck- und Gesichtsbilddatenaustausch".

Es handle sich noch um "Vorüberlegungen", so Regierung und verweist dabei auf einen offenen Diskussionsprozess. Bisher sei auch nicht untersucht worden, ob "eine Vernetzung von nationalen polizeilichen Datenbeständen mit Gesichtsbildern möglich wäre". Das Bundeskriminalamt (BKA) bringe jedoch seine Erfahrungen aus dem von ihm schon eingesetzten Gesichtserkennungssystems und dessen allgemeiner Leistungsfähigkeit in die Arbeitsgruppen mit ein. Lichtbilder seien dabei bislang nicht übermittelt worden.

Linksfraktion sieht Gefahr für Bürgerrechte und Datenschutz

Der EU-Experte der Linksfraktion, Andrej Hunko, warnt vor der sich abzeichnenden Initiative für ein "Next Generation Prüm", da der europaweite Abgleich von Gesichtsbildern "aus Sicht von Bürgerrechten und Datenschutz hochproblematisch" sei. Länder wie Spanien könnten das System ihm zufolge etwa nutzen, um politische Gegner zu verfolgen. Schon jetzt hätten immer mehr Beamte Zugriff auf die polizeilichen Informationssysteme, die häufig missbraucht würden. Das wäre auch bei der Gesichtserkennung möglich.

Deutlich wird laut Hunko ferner, "dass viele Facetten der europäischen Überwachung auf das BKA zurückgehen". Die Behörde durchsuche seit 2008 mehrere Millionen Lichtbilder in der Inpol-Datenbank. Darin landeten mit einer erkennungsdienstlichen Behandlung auch Personen, "die keine Straftat begangen haben". Das System sei etwa von der Hamburger Polizei in Ermittlungen nach dem G20-Gipfel genutzt worden. Eine dafür angelegte Referenzdatei hat der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar für rechtswidrig erklärt.

EU-weite Datenbank für terroristische Aktivitäten

Gerade eingeführt hat die EU ein neues "Terrorismusregister" bei der Staatsanwaltschaft Eurojust. Dabei handelt es sich um eine EU-weite Datenbank für terroristische Aktivitäten, die laut der Kommission "auch die steigendende Bedrohung durch nicht-dschihadistischen Terrorismus einschließlich rechts- und linksextremistischer Gruppierungen in Europa erfasst".

Einbezogen werden laut Bundesregierung etwa Aktenzeichen, Kontaktdaten der übermittelnden Staatsanwaltschaft, Name des Beschuldigten, Aliase, Geburtsdatum, Straftatbestand und Verfahrensstadium. Bei abgeschlossenen Verfahren kommen etwa Urteile mit Tenor sowie Informationen zu Rechtshilfeersuchen dazu. Es geht vor allem darum, "Querverbindungen zu entdecken und Verfahren zu koordinieren". Aus Deutschland werde der Generalbundesanwalt Daten übermitteln.

Ein US-Bundesrichter in Virginia hat derweil eine nicht-öffentliche Anti-Terror-Datei des FBI und anderer Sicherheitsbehörden ausgebremst. Er erklärte die "Terrorism Screening Database" (TSDB) für verfassungswidrig, da Personen auf der Liste keine angemessene Möglichkeit hätten, Widerspruch einzulegen. Es finde keine unabhängige Prüfung eines Eintrags durch eine neutrale Instanz statt, beklagte Richter Anthony Trenga. Betroffene würden nicht einmal darüber informiert, dass sie in der Datenbank landeten, auf der unter anderem die "No Fly"-Liste der US-Regierung basiert. Die Kriterien für die Aufnahme in die Datei seien auch zu vage. Knapp 20 Muslime hatten 2016 gegen das weitgehende Instrument geklagt. (ssi)



Quelle: https://heise.de/-4516153


PS: "ganz toll!" ... Es werden mal wieder Unmassen an personenbezogenen Daten generiert OHNE das auch nur ansatzweise die Berechtigungen endlich gereglt sind und die mutmaßlich dann wohl Berechtigten überhaupt fähig sind konform der geltenden rechtlichen Grundlagen damit auch umzugehen!!!
Thema: Update Indiens Mondmission: Kein Kontakt zu Landemodul
Muad'Dib

Antworten: 0
Hits: 132
Indiens Mondmission: Kein Kontakt zu Landemodul 08.09.2019 11:18 Forum: News


Fast wäre Indien die 4. Nation geworden, die ein Objekt kontrolliert auf dem Mond aufsetzen konnte. Doch kurz vor dem Ziel ist die Funkverbindung abgerissen.






Ihr Ziel einer sanften Landung auf dem Mond hat die indische Weltraumagentur ISRO knapp verfehlt. 2,1 Kilometer vor Erreichen der Mondoberfläche ist der Funkkontakt zum indischen Mondlandemodul Vikram ("Der Tapfere") abgerissen. Bis dahin sei alles wie geplant verlaufen, teilte die ISRO mit: "Die Daten werden analysiert."

Vikram hat wohl das gleiche Schicksal ereilt wie die gescheiterte private israelische Mondlandung mit dem Fahrzeug Beresheet ("Am Anfang"). Dieses war im April unkontrolliert aufgeschlagen, nachdem die Verbindung 150 Meter über der Mondoberfläche abgerissen war. Davor war während des Landeanflugs der Antrieb ausgefallen.


Der konnte zwar wieder in Gang gesetzt werden, doch versagte dann die Funkverbindung. Damit bleiben die Sowjetunion, die Vereinigten Staaten von Amerika und die Volksrepublik China bis auf Weiteres die einzigen Nationen, die eine Mondlandung geschafft haben.

Indien wird Mond aus dem Orbit erforschen

Vikram war von der unbemannten indischen Mondsonde Chandrayaan-2 zum Erdtrabanten gebracht worden und hatte am Mittwoch einen elliptischen Mondorbit erreicht. Ziel der rund 126 Millionen Euro teuren Mission ist die kartographische Erfassung der Mondoberfläche und die Erforschung ihrer Zusammensetzung sowie die Suche nach Wasser. In Vikram verstaut war unter anderem das Fahrzeug Pragyan ("Weisheit"), das auf der Mondoberfläche rund 500 Meter hätte zurücklegen können.

Während die Forschung auf der Oberfläche für etwa zwei Wochen vorgesehen war, soll Chandrayaan-2 im Mondorbit ein bis zwei Jahre Dienst verrichten. Der Orbiter hat eine Reihe von Messgeräten an Bord: Radar, Infrarotspektrometer, Röntgenspektrometer, Massenspektrometer, Kameras und Antennen.
(ds)


Quelle: https://heise.de/-4516120
Zeige Beiträge 1 bis 20 von 4.147 Treffern Seiten (208): [1] 2 3 nächste » ... letzte »

Views heute: 8.916 | Views gestern: 59.840 | Views gesamt: 144.044.951


Partner


Satclub Thüringen seit 01.07.1992 = Online seit Tage

Hier The Satlinklist
Bord Blocks: 193.337 | Spy-/Malware: 13.816 | Bad Bot: 1.514 | Flooder: 141
CT Security System Pre 6.0.1: © 2006-2007 Frank John
  Forensoftware: Burning Board 2.3.6, entwickelt von WoltLab GmbH .: Impressum :.