purzelbaum
unsere besten emails

Satclub-Thueringen

RSS feed for this site
Registrierung Suche Zur Startseite

Satclub-Thueringen » Suche » Suchergebnis » Hallo Gast [[Anmelden]|Registrieren]
Zeige Beiträge 1 bis 20 von 4.432 Treffern Seiten (222): [1] 2 3 nächste » ... letzte »
Autor Beitrag
Thema: Seehofer hält 5G in Deutschland ohne Huawei vorerst für unmöglich
Muad'Dib

Antworten: 1
Hits: 5
Heute, 10:21 Forum: Off - Topic


siehe: Seehofer: 5G-Netz ohne Huawei kurzfristig wohl nicht machbar


Unser Bundeshorsti hat wohl seinen Winterschlaf beendet, würde ich sagen.......
Thema: Kartellamt will Änderung bei TV-Ausschreibung für Bundesliga
Muad'Dib

Antworten: 1
Hits: 62
Heute, 10:03 Forum: "Alles zum Fussball in Deutschland"


Das klingt dochmal vernünftig.

Fussbalfans werden ja derzeit nur mit mindestens 3 Abos glücklich: sky, dazn und eurosport 2 hd xtra. Das ist unzumutbar!!
Thema: Handel mit Zugangsdaten: FBI beschlagnahmt Website WeLeakInfo
Muad'Dib

Antworten: 0
Hits: 5
Handel mit Zugangsdaten: FBI beschlagnahmt Website WeLeakInfo 19.01.2020 19:34 Forum: Virenabwehr, Sicherheit, Datenschutz & Updates


Hacker hatten per Abo Zugriff auf angeblich 12 Milliarden Datensätze. Die Website WeLeakInfo verkaufte Zugangsdaten und wurde nun vom FBI beschlagnahmt.





Das amerikanische FBI hat in Zusammenarbeit mit der niederländischen Polizei, dem Bundeskriminalamt und der britischen Kriminalpolizei die Website WeLeakInfo.com beschlagnahmt. Die Website soll nach eigenen Angaben mehr als 12 Milliarden illegal erworbene Nutzerdatensätze zum Kauf angeboten haben. In dem Zusammenhang hat die niederländische Polizei einen 22-jährigen Mann aus Arnheim festgenommen. Im Zuge der Ermittlungen war nach Angaben der Polizei auch in Nordirland ein 22-jähriger Mann festgenommen worden.


Auf der Website WeLeakInfo gab es für 2 US-Dollar pro Tag unbegrenzten Zugriff auf alle Datensätze, die neben Passwörtern auch die zugehörigen E-Mailadresse enthalten haben sollten, das berichtet ZDNet. Auf der Website, die inzwischen "The domain has been seized" anzeigt, sollten dem Bericht zufolge Zugangsdaten auf mögliche Sicherheitslücken überprüft werden können, ähnlich der Leak-Datenbank "Have I Been Pwned" des australischen Sicherheitsforschers Troy Hunt.

Kostenpflichtiges Abo

Anders als bei "Have I been pwned", wo auch Regierungen nach Datenlecks suchen, wurden die Daten aber anscheinend nicht zur Überprüfung der Nutzersicherheit ausgewertet, sondern für den Verkauf in einer Datenbank gespeichert. Zur angeblichen Überprüfung, ob die eigenen Zugangsdaten im Internet bereits bekannt und im Umlauf sind, muss man auf ähnlichen, noch aktiven Websites die E-Mailadresse und das zugehörige Passwort zusammen eingeben, die laut ZDNet anschließend kostenpflichtig an dritte veräußert wurden.

Um Zugriff auf die Daten zu bekommen, musste ein kostenpflichtiges Abonnement auf WeLeakInfo abgeschlossen werden. Ob der oder die Betreiber hinter der Website die Daten der Abonnenten gleich mit verhökert haben und ob die verkauften Daten ausschließlich aus der angeblichen "Leak-Überprüfung" stammen, geht aus dem Bericht von ZDNet nicht hervor. Ebenso ist nicht bekannt, ob die Daten tatsächlich auf mögliche Sicherheitsprobleme überprüft und entsprechende Hinweise dem Nutzer mitgeteilt wurden.

Weiterhin gefährlich

Abonnenten von WeLeakInfo können mit den illegal erworbenen Informationen aus den Datensätzen versuchen, im Ausschlussverfahren Zugriff auf mögliche Konten bei verschiedenen Anbietern zu bekommen. Sollten Nutzer nach der Überprüfung auf WeLeakInfo Ihre E-Mail-Passwort-Kombination nicht geändert haben, weil Sie vielleicht in gutem Glauben, mit Ihren Daten sei alles in Ordnung, keine Veranlassung dazu sahen, sind die Informationen weiterhin wertvoll für Kriminelle. (bme)


Quelle: https://heise.de/-4641513
Thema: Thüringer Innenminister Maier will Radikale in Gamerforen enttarnen
Muad'Dib

Antworten: 0
Hits: 32
Thüringer Innenminister Maier will Radikale in Gamerforen enttarnen 19.01.2020 19:30 Forum: Off - Topic


Der neue Vorsitzende der Innenminister-Konferenz will, dass Betreiber sozialer Netzwerke oder Gaming-Plattformen Extremisten identifizieren können.





Extremisten sollen sich nach dem Willen des thüringischen Innenministers Georg Maier (SPD) in sozialen Netzwerken oder auf Gaming-Plattformen nicht mehr in der Anonymität verstecken können. "Da sehe ich noch ein großes Betätigungsfeld", sagte Maier der Deutschen Presse-Agentur. Thüringen hat in diesem Jahr den Vorsitz der Innenministerkonferenz, damit ist Maier ihr Vorsitzender.

Identifizierungspflicht eine "wirklich gute" Idee

Maier stellte sich hinter einen Vorstoß seines niedersächsischen Kollegen Boris Pistorius (SPD), der gefordert hatte, dass soziale Netzwerke in der Lage sein müssten, ihre Nutzer zu identifizieren. "Ich finde die Idee wirklich gut", sagte Maier. "Es ist in Ordnung, wenn die Leute nicht ihre Klarnamen dort angeben im Netz. Aber der Netzbetreiber beziehungsweise der Plattformbetreiber muss wissen, wer sich dahinter befindet."

"Wir müssen noch viel besser verstehen, wo sich Menschen radikalisieren", sagte Maier. Rechtsextremisten nutzen nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden zum Teil auch Gaming-Plattformen für den weltweiten Austausch.

Der Verdächtige des antisemitischen Anschlags von Halle, der zwei Menschen tötete, war in Gamer-Foren unterwegs und veröffentlichte einen Ablaufplan des geplanten Attentats, der sich wie eine Anleitung zu einem Computerspiel liest.

Kein Generalverdacht gegen Gamer

Es gehe ihm keinesfalls um einen Generalverdacht gegen Gamer, betonte Maier. Allerdings müsse die Politik sich mit diesen Fragen beschäftigen: "Welche Plattformen sind besonders gefährlich? Wo sind Plattformbetreiber in der Verantwortung? Wo müssen wir sie auch gesetzlich noch stärker heranziehen, in die Verantwortung nehmen? Wie können wir sicherstellen, dass wir dann eben auch an die Namen kommen?"


Auch in Thüringen würden Kommunalpolitiker zur Zielscheibe, sagte Maier – insbesondere wenn sie sich für ein Verbot rechtsextremistischer Veranstaltungen einsetzten. "Da wurden Gegenstände in die Wohnung geworfen, durch die geschlossene Scheibe." Auch er selbst erfahre Anfeindungen von Rechtsextremisten. Im Landtagswahlkampf seien Plakate mit Hakenkreuzen und SS-Runen beschmiert worden und mit Begriffen wie "Dreckschwein" und "Volksverräter". Auch sein CDU-Mitbewerber habe ähnliche Erfahrungen machen müssen. (tiw)


Quelle: https://heise.de/-4641447



PS: Maier? Noch nie was von dem gehört! Scheint so als haben wir mal wieder einen neuen der sich nur profilieren will. Wie kann man denn sonst so einen Blödsinn abgeben?! Wieder ein Politiker der glaubt sich übers Gesetz stellen zu können und nicht gerafft hat WIE das internet funktioniert!!
Scheinbar ist das die Hetzkampagne "Killerspiele 2.0" ...
Thema: Dreckswetter?
Muad'Dib

Antworten: 67
Hits: 28.260
19.01.2020 15:36 Forum: FUN


Nee, eigentlich den zum rodeln und auf die fresse fliegen....
Thema: Missing Link: Lithium-Ionen-Batterien – Ein Fundament der digitalen Ära
Muad'Dib

Antworten: 2
Hits: 44
19.01.2020 15:35 Forum: Off - Topic


Ichnehme an weil es generell um Lithium-Ionen Batterien geht, nicht um das neumodische Zeugs was Du genannt hast....
Thema: Windows on ARM: Microsoft kündigt Snapdragon-Notebooks ab 300 US-Dollar an
Muad'Dib

Antworten: 0
Hits: 6
Windows on ARM: Microsoft kündigt Snapdragon-Notebooks ab 300 US-Dollar an 19.01.2020 11:11 Forum: Hardware (inkl. Firmware)


Das JP.IK Turn T101 soll das günstigste Notebook mit Microsofts Always-On-Betriebssystem Windows on ARM und LTE-Unterstützung werden.





Microsoft hat in einem Blog-Beitrag die ersten zwei Windows-on-ARM-Notebooks mit Qualcomms Achtkern-Prozessor Snapdragon 7c angekündigt. Das JP.IK Turn T101 und das Positivo Wise N1212S kosten mit 300 beziehungsweise 575 US-Dollar deutlich weniger als bisherige Geräte mit Windows on ARM. Die Notebooks sind für Schüler primär in Entwicklungsländern gedacht, wo sie mit günstigen Chromebooks konkurrieren.

Die Ankündigung fand beiläufig in Microsofts Blog zur kommenden Education-Messe Bett 2020 statt, die ihre Pforten vom 22. bis 25. Januar in London öffnet. Die genauen Spezifikationen sind derzeit nicht bekannt. Das JP.IK Turn 101 dürfte sich aber an das Schwestermodell Turn 201 halten: Dieses hat 2 bis 4 GByte LPDDR3L-RAM, 32 bis 128 GByte günstigen eMMC-Speicher und ein 11,6 Zoll großes IPS-Display mit 1366 × 768 Pixeln – statt eines ARM-Prozessors steckt allerdings ein Intel Atom x5-Z8350 im Notebook.

Always-On mit LTE-Konnektivität

Im sogenannten Education-Markt kommt es auf die Nutzung grundlegender Apps wie einen Internet-Browser und Schreibprogramme an. Für den mobilen Einsatz kommen die Snapdragon-Notebooks mit einem SIM-Kartenschacht und LTE-Unterstützung daher. Das Fehlen vieler 64-Bit-Apps bei Windows on ARM dürfte in dem Einsatzgebiet weniger ärgerlich sein als bei Oberklasse-Geräten wie Microsofts eigenem Surface Pro X, Samsungs Galaxy Book S oder Lenovos Yoga 5G (jeweils für über 1000 Euro). Auch sind niedrige Preise in Entwicklungsländern wichtiger als die Performance – vor allem das JP.IK Turn T101 könnte deswegen für Interesse sorgen.

Weitere Details zu Windows on ARM und günstigen Education-Notebooks dürften in der kommenden Woche auf der Bett 2020 folgen. (mma)


Quelle: https://heise.de/-4641018


PS: Dieser künstlich verdreifachte m$ Preis wird viele potentielle Käufer abschrecken. Was bezweckt m$ damit? Einfach eine divergente strategische Entscheidung, dabei hätte diese Technologie so viel mehr zu bieten!!

Die haben nur Angst vor RISC-V!!!


Ich denke dabei wehmütig an "die guten alten Zeiten" zurück, als ACORN Risc Computing (heute ARM) mit Archimedes und RiscPC die Computerwelt mit RISC Technologie revolutionierten! Damals kannte niemand "Schmartfones", die Leistung der genutzten Prozessoren in den Nokia Kloppern war unterirdisch und die Abwärme von potenten CPUs/GPUs gigantisch hoch!!! Nur durch das RISC Konzept konnten überhaupt die altbackenen Handies abgelöst werden durch "Smartphones".
Das sollte nie vergessen werden.
Zum Glück ein Bereich den m$ nicht gerafft hat! Denn ein RiscPC braucht kein fuckn windows!

https://de.wikipedia.org/wiki/Risc_PC

wikipedia: "Der Risc PC ist ein auf RISC-Technik basierender Computer der Firma Acorn. Wie sein Vorgänger, der Acorn Archimedes, besitzt er eine ARM-CPU, als Betriebssystem wird RISC OS in Version 3.5 oder neuer verwendet. Der erste Risc PC wurde 1994 mit einem ARM610-Prozessor vorgestellt, der mit 30 MHz getaktet war; ein Jahr später erschien ein Modell mit ARM710 (40 MHz). 1996 war der deutlich schnellere StrongARM-Prozessor (bis zu 287 MHz) für den Risc PC verfügbar."
Thema: EU-Kommission bringt Verbot automatisierter Gesichtserkennung ins Spiel
Muad'Dib

Antworten: 0
Hits: 59
EU-Kommission bringt Verbot automatisierter Gesichtserkennung ins Spiel 19.01.2020 10:59 Forum: Off - Topic


In einem Entwurf für ein Weißbuch zu Künstlicher Intelligenz wird ein temporärer Bann biometrischer Gesichtserkennung in öffentlichen Räumen ins Auge gefasst.





Der von der EU-Kommission geplante Regulierungsrahmen für die menschlichen und ethischen Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz (KI) könnte dazu führen, dass automatisierte Gesichtserkennung in der Öffentlichkeit zeitweise verboten wird. Dies geht aus dem Entwurf für ein Weißbuch hervor, den die US-Zeitung Politico veröffentlicht hat. Ein Bann könne drei bis fünf Jahre dauern und für private wie staatliche Akteure gelten.

In der Zwischenzeit sollte eine gründliche Methodik entwickelt werden, um die Folgen des Biometrieverfahrens abzuschätzen sowie mögliche Schritte fürs Risikomanagement auszumachen und zu entwickeln, heißt es in dem White Paper. Dies würde die Rechte der Bürger absichern und potenziellen Missbrauch der Technik verhindern.

Sollte die Kommission das Weißbuch mit entsprechenden Auflagen beschließen, wäre dies ein Rückschlag für den Plan von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), an 135 Bahnhöfen und 14 Flughäfen Systeme zur Videoüberwachung mit automatisierter Gesichtserkennung zu installieren. Ein Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen forderte gerade auch ein Verbot der "Hochrisikotechnologie", da diese hohe Falscherkennungsraten aufweise und etwa Frauen und Farbige diskriminiere.

Ausnahmen nur per Gericht

Ausnahmen von dem temporären Bann wären etwa für den Bereich Forschung und Entwicklung sowie "für Sicherheitszwecke" nötig. Letztere müssten gerichtlich angeordnet werden, Gesichtserkennung zur Gefahrenabwehr und Strafverfolgung würde also nicht freigegeben.

Die Autoren des Weißbuchs sprechen zudem von einer weitreichenden Maßnahme, die den Erfolg der Technik insgesamt behindern könnte. Die Kommission ziehe es daher derzeit vor, Vorgaben aus der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) vollständig umzusetzen. Dieser zufolge dürfen Menschen nicht Gegenstand einer rein maschinenerzeugten Entscheidung wie Profiling sein.

Die Palette der in dem Papier aufgezeigten Handlungsmöglichkeiten ist breit gefasst. Sie reicht von einem Selbstregulierungsansatz mit einem Logo-Programm für vertrauenswürdige KI über sektorenspezifische Auflagen etwa für die öffentliche Verwaltung bis hin zu verpflichtenden Vorschriften für "Hochrisiko-Anwendungen" etwa im Gesundheits- und Transportwesen sowie Polizei und Justiz.

"Gefahren der KI zu wenig berücksichtigt"

Gefahren von Künstlicher Intelligenz für die Cybersicherheit, die Privatsphäre und den Schutz persönlicher Daten habe der EU-Gesetzgeber bislang nicht ausreichend adressiert, ist dem Dokument zu entnehmen. Hier und bei den Haftungsregeln müsse nachgebessert werden. Zu einer möglicherweise erweiterten Verantwortung auch von KI-Entwicklern und Produzenten bleiben die Verfasser aber noch vage. Von Schranken für tödliche autonome Waffensysteme, wie sie eine hochrangige Expertengruppe auf EU-Ebene bereits forderte, ist bislang keine Rede.

Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager soll das fertige Weißbuch dem Zeitplan nach Ende Februar öffentlich vorstellen. Im Anschluss ist eine Konsultation vorgesehen, bevor einzelne, in der Regel mehrere Jahre dauernde Gesetzesinitiativen folgen könnten. Das Weißbuch soll von Mitte Dezember stammen, der neue, als sehr industrienah geltende Binnenmarktkommissar Thierry Breton könnte noch nicht involviert gewesen sein. (anw)


Quelle: https://heise.de/-4641094


PS: Endlich eine sinnvolle Initiative zum Thema!!!
Thema: Seehofer: 5G-Netz ohne Huawei kurzfristig wohl nicht machbar
Muad'Dib

Antworten: 0
Hits: 31
Seehofer: 5G-Netz ohne Huawei kurzfristig wohl nicht machbar 19.01.2020 10:50 Forum: Off - Topic


Der Bundesinnenminister lehnt pauschale Handelsbeschränkungen ab, nur weil "etwas passieren könnte". Der 5G-Netzausbau würde sich um Jahre verschieben.





Bundesinnenminister Horst Seehofer ist gegen einen Ausschluss des chinesischen Telekomausrüsters Huawei beim 5G-Ausbau in Deutschland. "Ich bin dagegen, ein Produkt aus dem Markt zu nehmen, nur weil die Möglichkeit besteht, dass etwas passieren könnte", sagte der CSU-Politiker der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Samstag). "Ich bin gegen globale und pauschale Handelsbeschränkungen." Würden chinesische Anbieter ausgeschlossen, würde sich der Netzausbau um mehrere Jahre verschieben, meint Seehofer.

Zusätzliche Sicherheitsnetze einziehen

"Ich sehe nicht, dass wir ein 5G-Netz in Deutschland ohne Beteiligung von Huawei kurzfristig errichten können." Wenn erforderlich, könnten noch zusätzliche Sicherheitsnetze eingezogen werden. Bei dem Thema sei er sich "ganz einig mit der Bundeskanzlerin", so Seehofer.

Huawei ist einer der führenden Ausrüster von Mobilfunk-Netzen. Bereits seit Monaten wird aber darüber diskutiert, ob der Konzern vom 5G-Ausbau in Deutschland ausgeschlossen werden sollte. Besonders Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte sich gegen eine Sonderregelung nur für Huawei eingesetzt. Unter den Christdemokraten gibt es aber Bestrebungen, Huawei vom deutschen 5G-Markt fernzuhalten. Es wird befürchtet, dass Huawei den chinesischen Geheimdiensten über seine Technik Spionage- oder Sabotageaktivitäten ermöglichen könnte.

Bericht: Seehofer will wegen Huawei das TKG ändern

Der FDP-Bundestagsabgeordnete Manuel Höferlin sieht "ein schwer kalkulierbares Sicherheitsrisiko". "Der Innenminister und die Kanzlerin sollten die vielen Warnungen aus ihrem Umfeld und von den Nachrichtendiensten nun endlich ernst nehmen und ihre Haltung überdenken", sagte der Digital- und Innenexperte in Berlin. "Ich fordere die Regierung dazu auf, sich in Brüssel dafür einsetzen, dass chinesische Unternehmen, deren Produkte der Kern von Überwachung, Bespitzelung und Unterdrückung sind, zukünftig kein Geld mehr auf dem europäischen Binnenmarkt verdienen."

[Update 13:35 Uhr] Absatz mit der Aussage von Manuel Höferlin hinzugefügt. (tiw)
Schwerpunkt: 5G - Das Netz der Zukunft

Dieser Schwerpunkt zeigt, was der neue Mobilfunkstandard kann, für wen er sinnvoll ist und warum Wissenschaftler vor den 5G-Strahlen warnen.


Quelle: https://heise.de/-4641308



PS: Bundeshorsti strikes back! großes Grinsen Wo hatte der alte Mann seine Gehirnwindungen geparkt um jetzt mit dieser "Erleuchtung" zu glänzen?!?
Thema: Eimerweise hochsensible Daten: Schwerwiegender Leak bei LiveCam-Pornowebsites
Muad'Dib

Antworten: 0
Hits: 3
Eimerweise hochsensible Daten: Schwerwiegender Leak bei LiveCam-Pornowebsites 19.01.2020 10:47 Forum: Virenabwehr, Sicherheit, Datenschutz & Updates


Ein S3-Bucket hat es in sich: Ein Betreiber von LiveCam-Pornowebsites stellt vertrauliche Dokumente und intime Details der "Models" offen in eine Cloud.





Ein Vertriebsnetz für Porno-Websites, die sich auf kostenpflichtige Streams von Live-Kameras spezialisiert haben, hat eine riesige Sammlung mit hochsensiblen Daten der beteiligten Sexarbeiterinnen und Sexarbeitern frei im Internet zugänglich aufbewahrt. Das Affiliate-Unternehmen mit dem vielsagenden Namen "PussyCash" hat in einem offenen S3-Bucket in der Amazon-Cloud eine Sammlung persönlicher Daten samt Bildern von über 4000 Beteiligten vorgehalten. Das haben Security-Spezialisten von vpnMentor aufgedeckt.

Ausweise, Kreditkarten, Körpermaße und Piercings...

Der knapp 20 Gigabyte große Objektspeicher des Amazon-Cloud-Dienstes Simple Storage Service (S3) enthielt laut dem Bericht von vpnMentor mehr als 875.000 Dateien, darunter Videos, Marketingmaterialien, Screenshots von Videochats sowie ZIP-Archive mit gesammelten Daten zu jeweils einer dort tätigen Personen. Enthalten sind Fotos bzw. Scans von Pässen, Personalausweisen, Führerscheinen, US-Militärausweisen, Sozialversicherungsausweisen, Kreditkarten, Eheschließungs- und Geburtsurkunden – also nahezu alle Dokumente, die eine moderne bürgerliche Existenz vollständig enthüllen.

Doch damit nicht genug: Enthalten waren in dem Leak außerdem die gescannten Verträge, in denen die Frauen und Männer bei dem Affiliate-Netz als "Models" beschäftigt werden, sowie schematische Körperdarstellungen mit etwaigen Piercings, Tattoos und Narben samt Angaben zu diversen Körpermaßen. Manche der "Models" hielten ihre Ausweise auch selbst ins Bild. Betroffen sind Sexarbeiter aus zahlreichen Ländern in aller Welt. Wie vpnMentor schreibt, sind manche Daten 15 bis 20 Jahre alt, andere erst wenige Wochen. Die Inhalte stammen demnach hauptsächlich von der LiveCam-Website imlive.com, andere Daten verweisen jedoch auf den Eigentümer des S3-Bucket, das Affiliate-Unternehmen "PussyCash", das auf seiner Website selbst keine pornografischen Inhalte anbietet.

Zögerliche Reaktion

Die Security-Spezialisten fanden die offene Datensammlung am 3. Januar und informierten am folgenden Tag "PussyCash" sowie das zugehörige Unternehmen "ImLive". Da es zunächst keine Reaktion gab, setzten sie am 7. Januar Amazon in Kenntnis – am selben Tag reagierte dann auch "ImLive" und teilte mit, man werde sich um die Angelegenheit kümmern und sie an das Technikteam von "PussyCash" weiterreichen. Zwei Tage später war der S3-Bucket nicht mehr offen zugänglich. Von "PussyCash" hat vpnMentor bislang keine Antwort erhalten, auch nicht von dessen Datenschutzbeauftragtem.

Der Eigentümer beider Unternehmen hat seinen Sitz in Andorra – da dieser Staat kein EU-Mitglied ist, greift hier die EU-Datenschutzgrundverordnung nicht. Durch diese könnten Behörden derartige Datenschutzverstöße mit teils empfindlichen Geldbußen ahnden.

Im November vergangenen Jahres hatten offen zugängliche Logdateien eines spanischen Betreibers von Porno-Websites die Identität von Millionen Betrachtern und der Sexarbeiterinnen ("Camgirls") zumindest indirekt – etwa über E-Mail-Adressen oder Nutzernamen – enttarnt. Im vorliegenden Fall ist die Enthüllung der Identität jedoch total und die Auswirkungen für die Betroffenen könnten katastrophal sein; sie könnten etwa Opfer von Mobbing, Stalking oder Erpressung werden. 2015 war es im Zuge der Enthüllung von Nutzern des Seitensprung-Portals "Ashley Madison" mutmaßlich zu einem damit zusammenhängenden Selbstmord gekommen. (tiw)


Quelle: https://heise.de/-4641374
Thema: Klimawandel, the final frontier: Enterprise-Captain will lieber die Erde retten
Muad'Dib

Antworten: 0
Hits: 30
Klimawandel, the final frontier: Enterprise-Captain will lieber die Erde retten 19.01.2020 10:44 Forum: Off - Topic


Patrick Stewart, Darsteller von Captain Picard, ist für einen Rückzug aus dem All und die Rettung des Heimatplaneten. Er outet sich als Fan von Greta Thunberg.





Fernsehstar Sir Patrick Stewart (79) hat sich kurz vor Beginn der neuen Star-Trek-Serie eindringlich dagegen ausgesprochen, dass die Menschheit weiter das Weltall erkundet. "Das Problem ist doch Folgendes: Meiner Ansicht nach ziehen die Regierungen der USA, Russlands, Großbritanniens und anderer Staaten ihren Nutzen aus der Raumfahrt und der Erforschung des Alls", sagte Stewart in Berlin. "Das geschieht zur Ablenkung."

Geld aus der Raumfahrt lieber für den Planeten verwenden

Stewart betonte: "Unser Planet braucht all das Geld, das man bisher in die Nasa und das russische Raumfahrtprogramm steckt. Wir müssen die Erde besser und stärker machen. Wir sind im Begriff zu verschwinden. Da ist die Erwärmung der Erde. Auch wenn Leute euch einreden wollen, das sei nicht wahr: Es ist wahr!" Der Brite hatte schon in der Vergangenheit für einen Rückzug aus dem All plädiert.

Stewart drückte in Berlin große Sympathien für die Klimaschützerin Greta Thunberg (17) aus. "Ich bin ein Riesen-Fan von ihr. Greta ist eine bemerkenswerte junge Frau. Bemerkenswert, dieser Mut, die Entschlossenheit, der Eigensinn und der Humor." Stewart weiter: "Wir erleben nach meinem Empfinden zurzeit dunkle Tage, aber ein Mensch wie dieser kann wie eine Kerze leuchten", so Stewart über die junge Schwedin. "Und das Licht flackert wieder, wo wir schon dachten, es würde in all dem Morast endgültig ersticken."

Von "The Next Generation" zu "Picard"

Der 79-jährige Stewart wurde in den 80er und 90er Jahren mit der Science-Fiction-Serie "Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert" ("Star Trek: The Next Generation") (ab 64,97 €) in der Rolle des Captain Jean-Luc Picard weltweit eine Kultfigur.

Die neue Streaming-Serie "Star Trek: Picard" knüpft daran an. Sie startet am 24. Januar auf Amazon Prime Video. Den Fans von früher sind noch die Gesichter der Mitwirkenden Brent Spiner (70) als Android namens Data und Jeri Ryan (51) als blonde Borg-Drohne Seven of Nine bekannt. In Berlin fand am Freitagabend die Deutschland-Premiere statt. (tiw)


Quelle: https://heise.de/-4641389
Thema: Vorratsdatenspeicherung: CSU-Sprecher fordert neue EU-Initiative
Muad'Dib

Antworten: 0
Hits: 21
Vorratsdatenspeicherung: CSU-Sprecher fordert neue EU-Initiative 19.01.2020 10:43 Forum: Off - Topic


Nach dem EuGH-Gutachten gegen das allgemeine Protokollieren von Nutzerspuren drängt der CSU-Innenexperte Volker Ullrich auf neue Vorgaben aus Brüssel.





Der innen- und rechtspolitische Sprecher der CSU im Bundestag, Volker Ullrich, hat sich dafür ausgesprochen, Konsequenzen aus den Schlussanträgen des Generalanwalts beim Europäischen Gerichtshof (EuGH), Campos Sánchez-Bordona, gegen die Vorratsdatenspeicherung in Belgien, Frankreich und Großbritannien zu ziehen. Entscheidend ist für den Abgeordneten, dass Deutschland eine Initiative für eine neue EU-Richtlinie zum Protokollieren von Verbindungs- und Standortdaten ergreift.

Unterschiedslose Speicherung nicht mit Grundrechtecharta vereinbar

"Das sollte Teil des Programms der EU-Ratspräsidentschaft sein", erklärte Ullrich gegenüber dem "Handelsblatt". Eine solche Richtlinie sei notwendig, "damit es Rechtssicherheit und gleiche Rechtsanwendung in Europa bei diesem Thema gibt". Deutschland steht im zweiten Halbjahr 2020 an der Spitze des EU-Ministergremiums, über das sich die Mitgliedsstaaten in gemeinsame Gesetzgebungsverfahren mit dem Parlament und der Kommission einbringen.

Sánchez-Bordona konstatierte in seinen Gutachten zu vier nationalen Fällen am Donnerstag, dass eine Pflicht zur allgemeinen und unterschiedslosen Speicherung von Verkehrsdaten aller Teilnehmer nicht mit der EU-Grundrechtecharta vereinbar ist. Auch der Terrorismus rechtfertige entsprechende Eingriffe nicht.

Sicherheit gewährleisten, aber auch Grundrechte beibehalten

"Wenn sich der Rechtsstaat allein auf die Wirksamkeit konzentriert, verliert er die Eigenschaft, die ihn auszeichnet, und kann im Extremfall selbst zu einer Bedrohung für den Bürger werden", schreibt der Gutachter. Würden staatliche Stellen mit unangemessen weitreichenden Instrumenten zur Verbrechensbekämpfung ausgestattet, mit denen sie die Grundrechte ignorieren oder entkräften könnten, "lässt sich nicht mehr gewährleisten, dass sich ihr unkontrolliertes und uneingeschränktes Handeln nicht letztlich zum Nachteil der Freiheit aller wendet".

Zugleich meint Sánchez-Bordona aber, dass eine Pflicht zum Protokollieren von Nutzerspuren "nützlich" sei, um die nationale Sicherheit zu gewährleisten und Kriminalität zu bekämpfen. Daher spricht sich der Spanier für eine temporäre "begrenzte und differenzierte Speicherung" bestimmter Kategorien von Daten aus, die für "die wirksame Verhütung und Kontrolle der Kriminalität" sowie für die nationale Sicherheit absolut unerlässlich seien. Berechtigte Behörden dürften zudem nur nach einer vorherigen Kontrolle durch ein Gericht oder eine unabhängige Verwaltungsstelle auf die Informationen zugreifen. Missbrauch sei verfahrensrechtlich auszuschließen, Betroffene müssten benachrichtigt werden.

Vorratsdatenspeicherung als Notstandsgesetz "nicht ausgeschlossen"

Der Generalanwalt hält zudem eine allgemeine Vorratsdatenspeicherung im Rahmen einer Art Notstandsgesetzgebung nicht für ausgeschlossen. Eine solche Vorschrift ist für den Juristen "in bestimmten, durch eine unmittelbar bevorstehende Bedrohung oder eine außergewöhnliche Gefahr gekennzeichneten Ausnahmesituationen" kurzzeitig mit den entsprechenden Rechtsschutzgarantien denkbar.

Der Innenexperte der FDP-Bundestagsfraktion, Konstantin Kuhle, plädiert für eine "moderate" Form der Datenspeicherung. Die große Koalition sollte einen Vorschlag machen, mit dem bei bestimmten Anlässen oder verdächtigen Personengruppen mitprotokolliert werde, aber nicht bei allen unbescholtenen Bürger, regte der Liberale an: "Eine solche differenzierte Lösung wäre auch ein guter Schritt für die innere Sicherheit." Die FDP warb bislang für einen Quick-Freeze-Ansatz, bei dem Provider Verkehrsdaten auf Zuruf von Ermittlern gleichsam einfrieren müssten.

Warnung vor "Überwachungseifer der Regierungen"

Die Bürgerrechtsorganisation Digitalcourage warnte angesichts der nur "in weiten Teilen grundrechtefreundlichen Position des Generalanwalts" vor dem "Überwachungseifer der Regierungen". Diese würden "jede Lücke für Massenüberwachung ausnutzen, "wenn der EuGH in seinem Urteil nicht ausreichend konsequent ist".

Der EU-Abgeordnete Patrick Breyer kritisierte, dass Sánchez-Bordona mit seinem Eintreten für eine "vermeintlich 'gezielte' Vorratsdatenspeicherung" auf "Fake News der Überwachungsideologen" hereingefallen sei. Tatsächlich sei durch das umstrittene Instrument "kein einziger terroristischer Anschlag" verhindert worden. Laut Kriminalstatistik habe die Vorratsdatenspeicherung nirgendwo einen statistisch signifikanten Einfluss auf die Aufklärung von Straftaten. Der Pirat appellierte an den EuGH, seine Rechtsprechung zum Schutz der Privatsphäre und Kommunikationsfreiheit von 500 Millionen Europäern zu verteidigen.

Die Luxemburger Richter hatten 2014 und 2016 geurteilt, dass eine anlasslose Vorratsdatenspeicherung unvereinbar mit den Grundrechten der Gemeinschaft ist, und die einschlägige Richtlinie gekippt. Trotzdem sucht der Ministerrat immer wieder nach Optionen, wieder im Interesse der Strafverfolgung oder der Gefahrenabwehr im großen Stil auf Verkehrsdaten zugreifen zu können. Die neue EU-Innenkommissarin Ylva Johansson befand nach anfänglicher Skepsis im Dezember, "dass wir Rechtsvorschriften für die Vorratsdatenspeicherung benötigen". (tiw)


Quelle: https://heise.de/-4641397


PS: Ganz neue Töne a la "Sicherheit gewährleisten, aber auch Grundrechte beibehalten" und dann gleich danach wieder dummlaberei: Vorratsdatenspeicherung als Notstandsgesetz "nicht ausgeschlossen. Die ham ne Meise!
Thema: Missing Link: Lithium-Ionen-Batterien – Ein Fundament der digitalen Ära
Muad'Dib

Antworten: 2
Hits: 44
Missing Link: Lithium-Ionen-Batterien – Ein Fundament der digitalen Ära 19.01.2020 10:39 Forum: Off - Topic


Lithium-Ionen-Batterien sind eine wissenschaftliche Meisterleistung und die Messlatte für zukünftige Batterietechnik. So schnell werden sie nicht abgelöst.





Diese Artikel wurde zuerst abgedruckt im Physik Journal 12, 2019.


Die Entwicklung leistungsfähiger elektrochemischer Energiespeicher – sprich Batterien – ist ein entscheidender Baustein für das Entstehen einer vernetzten, mobilen und nachhaltigen Gesellschaft. Der Chemie-Nobelpreis 2019 für Akira Yoshino, M. Stanley Whittingham und John B. Goodenough, die wesentlich zur Realisierung von Lithium-Ionen-Batterien beigetragen haben, würdigt die hohe Bedeutung dieser Technik.

Eine Grundlage der Digitalisierung

Die bahnbrechenden Arbeiten der Chemie-Nobelpreisträger und vieler weiterer Forscher über die vergangenen Jahrzehnte haben die Grundlagen für Batterien (Gemäß der internationalen Begrifflichkeit wird hier von "Batterien" gesprochen, auch wenn der Begriff "Akku" als wiederaufladbare Batterie lange üblich war. Zudem unterscheiden wir hier nicht zwischen einer Batterie und einer Batteriezelle.) gelegt, ohne die Smartphones, Tablets oder batterie-elektrische Fahrzeuge in ihrer heutigen Form nicht denkbar wären. Die Entwickler der Lithium-Ionen-Batterie haben damit unsere Gesellschaft nachhaltig verändert.

Leistungsfähige Batterien haben sich als ein strategisch wichtiger Baustein für die globale und nationale wirtschaftliche Entwicklung herausgestellt. Noch vor etwa zehn Jahren trieb hauptsächlich die Verbreitung tragbarer Elektronik und Kommunikation die Weiterentwicklung an. Diese wurde daher mit Nachdruck in Asien verfolgt, während das Thema in Europa stark vernachlässigt oder sogar belächelt wurde. Inzwischen besteht ein genereller gesellschaftlicher Konsens, welcher der Batterie eine zentrale Rolle in der Dekarbonisierung der Energieversorgung sowie in der lokal emissionsfreien Mobilität zuweist.

Zudem sind Batterien dringend nötig, um zeitliche Inkompatibilitäten in der Sektorenkopplung zu puffern. Die zeitlich flexible Ladung und Entladung von Fahrzeugbatterien gemäß der Verfügbarkeit regenerativ erzeugter Energie ist ein Beispiel für die Kopplung der Sektoren "Energie" und "Verkehr". Dabei sind die Fahrzeuge selbst integraler Bestandteil einer dezentralen und schwankenden Energieerzeugung.

Die Autoren

Egbert Figgemeier leitet die Arbeitsgruppe für Alterung und Lebensdauerprognosen von Batterien am FZ Jülich und ist Professor an der RWTH Aachen. Er hat vorher zehn Jahre in der chemischen Industrie Materialien für Batterien, Brennstoff zellen und Solarzellen entwickelt.

Moritz Teuber hat Materialwissenschaften studiert und über die Alterung von Doppelschichtkondensatoren promoviert. Er arbeitet an der RWTH Aachen als Gruppenleiter unter Egbert Figgemeier und Dirk Uwe Sauer.

Der dringende Bedarf einer Technik (Technology-Pull) ist stets begleitet durch entsprechende technische Durchbrüche (Technology-Push). Ein Beispiel ist die Lithium-Ionen-Technik, bei der ein unerwartet starker Preisverfall aufgetreten ist: Innerhalb von weniger als zehn Jahren hat sich der Preis für Lithium-Ionen-Batterien von über 1000 €/kWh auf deutlich weniger als 150 €/kWh verringert]. Die plötzliche Verfügbarkeit von Batterien mit hoher Leistungs- und Energiedichte hat die erfolgreiche Einführung mobiler elektrischer Anwendungen (Autos, Nutzfahrzeuge, kabellose Werkzeuge, Pedelecs usw.) in den vergangenen Jahren stark befeuert. Dadurch ist der Batteriemarkt förmlich explodiert und wird über viele weitere Jahre zweistellige Wachstumsraten aufweisen.

Motiviert durch den Bedarf an noch höherwertigen Batterien bei geringeren Kosten ist eine lebhafte Forschungs- und Entwicklungslandschaft entstanden, die durch die massive öffentliche Forschungsförderung angetrieben wird. In der Folge ist die Zahl wissenschaftlicher Veröffentlichungen in den vergangenen 10 bis 15 Jahren nahezu exponentiell gewachsen.

Sehr häufig entscheiden die Kosten über eine Batterietechnik. Aus diesem Grund sind Blei-Säure-Batterien immer noch stark in ihren angestammten Märkten (z. B. die unterbrechungsfreie Stromversorgung oder die Starterbatterie in Autos) vertreten, obwohl Lithium-Ionen-Zellen ihnen technisch überlegen sind.

Technische Spezifikationen

Die aktuelle Technologie (rot) muss viele Anforderungen erfüllen, die idealerweise alle gleichzeitig optimiert werden (blau). In der Realität beschränkt sich die Weiterentwicklung meist auf einzelne Aspekte einer Batterie (gestrichelt).


Ob sich eine Batterie eignet, hängt von ihrer Zielanwendung ab. In der Regel gilt es, verschiedene Eigenschaften wie Sicherheit, Kosten, Leistung, Energie, Lebensdauer oder Zuverlässigkeit abhängig von den Anforderungen parallel zu betrachten. Bei einer Fahrzeugbatterie sind beispielsweise die typischen Anforderungen in puncto Kosten noch recht weit von der realistischen Entwicklung entfernt. Eine solche Multiparameteroptimierung ist mitunter sehr komplex und wird in der öffentlichen Diskussion sehr unpräzise geführt. In der Betrachtung innovativer Batterietechnik ist es häufig üblich, nur auf eine einzelne verbesserte Eigenschaft zu verweisen.

Bei den zentralen Leistungsparametern eingängiger Speichertechnik ist es wichtig, Energiedichte und spezifische Energie zu unterscheiden: Denn neue Materialien mit hoher spezifischer Energie (Wh/kg), aber geringen Dichten (kg/l) lassen sich mitunter nicht in Batterien mit hohen Energiedichten (Wh/l) überführen. Zum Beispiel hat Graphit als typisches Anodenmaterial eine Dichte deutlich größer als 2 kg/l, Silizium-Nanopulver dagegen von wesentlich kleiner als 1 kg/l. Daher relativiert sich der Vorteil der hohen spezifischen Kapazität von Nanopulver.

Die verschiedenen kommerziellen Speichertechnologien besitzen unterschiedliche Parameter, die hier angegeben sind für Batteriezellen. Bei einzelnen Parametern handelt es sich um mittlere Werte.

Der Zusammenhang schränkt die Brauchbarkeit vieler Nanopulver in Volumen-beschränkten Anwendungen stark ein, also in tragbaren elektronischen Geräten und häufig auch in Fahrzeugen. Die Vermischung dieser Begrifflichkeiten führt immer wieder zu falschen Erwartungen und zu einer erschwerten technischen Beurteilung von wissenschaftlichen Ergebnissen innovativer Materialien.

Neben Energie und Energiedichte ist die Leistung bezogen auf Volumen oder Gewicht eine zentrale Eigenschaft einer Batterie. Auch hier gilt es, zwischen Volumen und Masse zu differenzieren. Gleichzeitig hängt die Leistung bei allen Batterietypen vom Ladezustand ab und kann daher stark variieren. Zum Beispiel zeichnen sich Blei-Säure-Batterien durch die kurzfristige Verfügbarkeit hoher Ströme beim Startvorgang eines Verbrennungsmotors aus, während Lithium-Ionen-Batterien über weite Ladezustände dauerhaft hohe Leistungen abrufen können.

Eine andere weniger beachtete Charakteristik von Batterien ist ihre Ladungs- und Energieeffizienz. Erstere ist das Verhältnis der gespeicherten elektrischen Ladungen zu den bei der Entladung verfügbaren Ladungen. Im Idealfall ist dieser Wert gleich 1, während kleinere Werte auf chemische Nebenreaktionen der Ladungsträger hinweisen. Die Energieeffizienz beschreibt die Verluste bei einem Lade-Entlade-Zyklus und entscheidet über die Energiebilanz in der Anwendung. Zum Beispiel kann der schlechte Wirkungsgrad von Blei-Säure-Batterien dazu führen, dass die Anwendung als Speicher kombiniert mit einer Photovoltaikanlage nicht mehr wirtschaftlich ist.

Auch die Sicherheit, Betriebstemperatur, der Wartungsbedarf oder die Lebensdauer spielen bei der Wahl eines geeigneten Energiespeichers für die Anwendung eine wichtige Rolle. Bei der Lebensdauer wird zwischen kalendarischer und zyklischer Alterung unterschieden, wobei erstere die Degradation ohne das Beaufschlagen von Strom beschreibt und zweitere die Abhängigkeit von der Batterienutzung.

Lithium-Ionen-Batterien

Chemische Elemente lassen sich beliebig zu elektrochemischen Energiespeichern kombinieren. Dabei bestimmen die elektrochemische Spannungsreihe und die Atommasse Spannung und spezifische Kapazität und somit die maximal speicherbare Energie. Elemente wie Lithium oder Fluor sind aufgrund ihres geringen Gewichts und der gleichzeitig niedrigen beziehungsweise hohen elektrochemischen Potentiale sehr interessant. Nachteilig bei ihrer Nutzung ist ihre hohe Reaktivität im elementaren Zustand, weshalb selten die Reinform (z. B.metallisches Lithium) zum Einsatz kommt, sondern die Speicherung in einer Matrix (Interkalation) oder in anderen chemischen Formen (Konversion) bevorzugt ist. Dies reduziert zwar die Energiedichte, steigert aber die Sicherheit und Langlebigkeit beträchtlich. In bahnbrechender Weise ist das bei der Lithium-Ionen-Batterie gelungen.

Materialien für Lithium-Ionen-Batterien

Für die einzelnen Elemente der Lithium-Ionen-Batterie können verschiedene Materialien zum Einsatz kommen.
Die Lithiumionen (grün) lagern sich in graphitischen (a) bzw. oxidischen Strukturen (b) ein. Dazwischen befindet sich der Separator in der Lithium-Ionen-Batterie (c). Der Elektrolyt tränkt beide Elektroden und den Separator.

In ersten Arbeiten zeigte Stanley Whittingham in den 1970er-Jahren am Beispiel von TiS2, dass sich Lithium reversibel und mit hoher Effizienz einlagern lässt. Sie waren richtungsweisend für die weitere Entwicklung. Whittingham prägte auch die Abgrenzung der Begrifflichkeit von Interkalations- und Konversionsmaterialien. Analog dazu identifizierte John Goodenough mit TiS2 ein Material, das Lithiumionen bei sehr hohen Potentialen in seine Struktur reversibel einbauen kann und heute in Milliarden von Batteriezellen verbaut ist. Die Entwicklungen von Whittingham und Goodenough ließen die Aktivitäten zur Entwicklung von Kathodenmaterialien förmlich explodieren.

Zu der Zeit gingen die Forscher allerdings noch davon aus, dass Lithiummetall die ideale Anode wäre und sich auch für wiederaufladbare Batterien stabilisieren ließe. Nach einem spektakulär gescheiterten Kommerzialisierungsversuch der Firma MoliEnergy wurde die Entwicklung einer Lithium-Metall-Batterie aber weitgehend eingestellt. Damit war die intensive Suche nach einem alternativen Anodenmaterial eröffnet. Sie führte zu Graphit als Material der Wahl. Allerdings hat es einige Jahre gedauert, um geeignete Elektrolytmischungen zu finden. Die Herausforderung dabei war, dass organische Lösungsmittel bei den sehr niedrigen elektrochemischen Potentialen nicht stabil sind. Die Entdeckung, dass bestimmte organische Elektrolyte eine Passivierungsschicht bilden, die den weiteren Abbau des Elektrolyten stoppt und gleichzeitig eine genügend hohe Ionenleitfähigkeit besitzt, brachte den Durchbruch.

Letztlich war es eine Arbeitsgruppe um den Japaner Akira Yoshino bei der Firma Asahi Kasei, welche die verschiedenen gefundenen Komponenten zu einer modernen Lithium-Ionen-Batterie zusammenfügte. Lithium-Ionen-Zellen zeichnen sich durch die sehr hohe Spannung aus, die von der niedrigen Potentiallage von Lithium in Graphit herrührt. Das ist einerseits ein großer Vorteil, da die Potentialdifferenz zur Gegenelektrode – die Spannung – so maximiert wird. Allerdings bedeutet dies gleichzeitig, dass durch unerwartete Überspannungen schnell ein Wert von Null und niedriger erreicht wird: Dabei bildet sich thermodynamisch bevorzugt metallisches Lithium anstelle der Interkalation. Dies kann die Energiedichte verringern und birgt die Gefahr von Kurzschlüssen.

Dieses Problem kann zum Beispiel durch Kombination von hohen Ladeströmen und niedrigen Temperaturen auftreten, weshalb die Ladeströme bei Elektrofahrzeugen im Winter begrenzt werden. Einzelne Batteriezellen lassen sich zusammenschalten, um größere Energieinhalte, Spannungen und Ströme zu realisieren. Dabei ist wichtig, dass jede einzelne Zelle möglichst identische elektrische Eigenschaften aufweist, um die Belastung gleichmäßig zu verteilen. Hierin besteht eine der großen Herausforderungen der Batterieproduktion.

Eine weitere wichtige Eigenschaft von Batterien ist ihre Ruhespannung abhängig von der Lithiumaufteilung auf die Elektroden beziehungsweise vom Ladezustand. Dieser Zusammenhang zwischen Klemmspannung, der Anzahl der Lithiumionen auf der jeweiligen Elektrode und dem Ladezustand ist für die Diagnostik wichtig. Entscheidend ist vor allem das Kathodenmaterial an der positiven Elektrode, da dieses häufig variiert. Auf der negativen Elektrode werden fast immer Graphit mit Zusätzen oder Titanate eingesetzt. Für das Kathodenmaterial Lithium-Eisenphosphat (LiFePO4) ist es diagnostisch herausfordernd, die Spannung eindeutig einem Ladezustand zuzuordnen, da der Potentialverlauf hier sehr flach ohne besondere Merkmale ist. Weit verbreitete Oxide wie Nickel-, Mangan- oder Kobaltoxid zeigen hingegen eine ausgeprägtere Steigung, sodass Spannung und Ladezustand oft eindeutig zusammenhängen.

Da sich der Zusammenhang mit der Alterung teilweise stark verändert, ist es schwierig, den Ladezustand allein anhand der Batteriespannung über die gesamte Lebensdauer einzuschätzen. Ein Beispiel für diese Problematik ist der Handyakku. Oft verzichten Hersteller auf komplexe Diagnostik, was mit der Zeit zu einer zunehmenden Fehleinschätzung des Ladezustands führt: So schaltet sich ein mehrere Jahre altes Mobiltelefon bereits bei vermeintlich 30 Prozent Ladezustand ab. Das ist für Elektrofahrzeuge und die Frage nach Restreichweite nicht akzeptabel und erfordert daher entweder eine dedizierte Implementierung vieler Messdaten oder die Nachführung des Batteriezustands mit Diagnostikalgorithmen und Simulationen.

Schwerpunkte der Batterieforschung

Da sich die Entwicklung der Batterien immer an den Anforderungen der Anwendung ausrichtet, kommen die führenden Unternehmen aus der Elektronik-Industrie, wo die Batteriekompetenz eine erfolgreiche Produktentwicklung bedingt. Die akademische Forschung zielt neben der Entwicklung neuer Materialien und Systeme auch darauf ab, Degradationsmechanismen aufzuklären und Batterien theoretisch zu modellieren. Dies dient dazu, die Eigenschaften der Batterien über die Lebensdauer exakt zu beschreiben.

Grundsätzlich wird an allen Komponenten der Lithium-Ionen-Batterie intensiv geforscht mit folgenden Schwerpunkten: Entwicklung von Lösemittel-freien Elektrolyten, Ersatz von Kobalt in der Kathode und Steigerung der Kapazität der Anode durch hochkapazitive intermetallische Materialien. Zudem wird mit hohem Einsatz an Alternativen zum Lithium durch leichter verfügbare Elemente geforscht. Diese Techniken stehen aber noch am Anfang, sodass noch unklar ist, ob sie kommerziell wettbewerbsfähig sein können.

Festkörperelektrolyte

Die Entwicklung von festen Elektrolyten für Lithium-basierte Batterien hat in den letzten Jahren eine sehr hohe Aufmerksamkeit in der öffentlichen Diskussion und in der Wissenschaft erhalten. Festkörperelektrolyte bieten mehr Sicherheit und die Möglichkeit, bestimmte Elektrodenanordnungen mit hoher Energiedichte einfacher zu konstruieren. Das Argument der Sicherheit wird maßgeblich "befeuert" durch Berichte zu explodierenden Smartphones, brennenden Elektrofahrzeugen oder Vorfällen in anderen Anwendungen. Ein Beispiel ist der Batteriebrand im Boeing Dreamliner vor einigen Jahren.

Bei der Beurteilung ist aber zu berücksichtigen, dass mehrere Milliarden Lithium-Ionen-Zellen im Markt sind und die Anzahl der Vorfälle im Verhältnis dazu verschwindend gering ist. Als Festkörperelektrolyt kommen organische Polymere, die Lithiumionen leiten, oder Keramiken infrage. Polymere lassen sich vergleichsweise einfach herstellen und verarbeiten. Allerdings ist ihre Ionenleitfähigkeit so begrenzt, dass sie den Anforderungen an die Leistungsdichte nur bei erhöhten Temperaturen genügt. Während für tragbare Elektronikgeräte die Ionenleitfähigkeit bisweilen ausreichen würde, sind für automobile Anwendungen höhere Temperaturen nötig, die einen breiten Einsatz momentan verhindern. Batterien dauerhaft auf über 50 °C zu beheizen, ist konstruktionstechnisch schwierig und der Energieeffizienz des Fahrzeugs abträglich.
Die Leitfähigkeit klassischer Flüssigelektrolyte (blau), Polymerelektrolyte (orange) und keramischer Festelektrolyte (rot) hängt von der Temperatur ab.

Festelektrolyte auf keramischer Basis werden sehr intensiv erforscht und konnten in den letzten Jahren einige wissenschaftliche Durchbrüche verzeichnen. Dabei stand insbesondere die Ionenleitfähigkeit im Vordergrund, die sich durch neue Strukturen um einige Zehnerpotenzen steigern ließ. Für bestimmte Sulfide und Thiophosphate (Li7P3S11 und Li10GeP2S12) bewegt sich die ionische Leitfähigkeit in der gleichen Größenordnung wie bei Flüssigelektrolyten.

Als Achillesferse hat sich allerdings die thermodynamische Instabilität der Keramiken gegenüber Lithiummetall erwiesen. Denn Keramiken sind nicht per se thermodynamisch stabil, sodass Zwischen- schichten notwendig scheinen, um sie zu stabilisieren. Dies ist eine der Hürden, welche die kommerzielle Nutzung von Batterien auf Keramikbasis in den nächsten Jahren verhindern dürfte. Weitere Schwachstellen von Keramiken sind die mechanische Stabilität der Grenzschichten zum Metall und die anspruchsvolle Verarbeitung.

Kobalt-freie Kathodenmaterialien

Die Entwicklung von LiCoO2 als Kathodenmaterial durch John Goodenough gilt als einer der wesentlichen Durchbrüche der Lithium-Ionen-Batterie. Denn LiCoO2 ist in der Lage, bei hohen Potentialen beim Entladen der Zelle Lithiumionen aufzunehmen und wieder abzugeben. Zudem ist dieser Interkalationseffekt fast hundertprozentig reversibel. Dies bildet die Basis für die Langlebigkeit von Lithium-Ionen-Batterien. LiCoO2 wurde in der ersten kommerziellen Zelle von Sony eingesetzt und ist nach wie vor die Hauptkomponente in Batterien für tragbare Elektronik.

Andere Anwendungen wie im Automobilsektor streben Materialien mit einem niedrigeren Kobaltgehalt an. Denn dort gilt es, das Sicherheitsprofil bei erhöhten Temperaturen sowie die Kosten zu optimieren. Andere Elemente könnten die Kosten senken und die Ressourcennachhaltigkeit verbessern, denn die Materialkosten machen fast 70 Prozent der Gesamtkosten aus – ein großer Teil geht auf Kobalt zurück.

Dabei gab es deutliche Erfolge: Metallmischoxide, die aus gleichen Teilen Ni, Mn und Co (NCM111) bestanden und nur noch 33 Prozent des Kobaltgehalts früherer Lithium-Ionen-Batterien enthielten, dominierten schon in der ersten Generation Elektrofahrzeuge.Mittlerweile werden Materialien der Zusammensetzung 622 (60 % Ni, 20 % Co, 20 % Mn) und 532 eingesetzt, was die Menge an Kobalt deutlich reduziert und einen wichtigen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit bedeutet. Zurzeit befindet sich auch das Material NCM811 mit nur noch 10 % Kobaltgehalt in einem späten Entwicklungsstadium. Erste Anwendungen mit hohen Ansprüchen an die Energiedichte sind im Einsatz, und die Anwendung in batterieelektrischen Fahrzeugen der nächsten Generation ist höchst wahrscheinlich.

NMC-Materialien mit abnehmendem Co-Gehalt sind generell leichter thermisch zersetzbar und weniger langzeitstabil. Vollständig kobaltfreie Kathoden sind ebenfalls in der Entwicklung und teilweise auch im kommerziellen Einsatz, beispielsweise Lithium-Eisen-Phosphat (LiFePO4), das aber aufgrund der geringeren Energiedichte nicht in Elektrofahrzeugen zum großindustriellen Einsatz kommt.

Hoch-kapazitative Anoden

Neben der Entdeckung von LiCoO2 war der zweite wesentliche Durchbruch der Lithium-Ionen-Technik die Entdeckung des Graphits als Material, um Lithiumionen bei niedrigen Potentialen einzulagern. Neben der genannten Problematik der Lithiummetallabscheidung bei diesen niedrigen Potentialen bieten organische Elektrolyte nicht die notwendige thermodynamische Stabilität. Allerdings bilden die Zersetzungsprodukte an der Graphitoberfläche eine Ionen-leitfähige Passivierungsschicht, die eine beachtliche Langzeitstabilität von bis zu mehreren tausend Lade- und Entladezyklen gewährleistet. Verglichen mit anderen Techniken, die weniger als hundert Zyklen schaffen, war dies ein wichtiger Durchbruch.

Da die Kapazität zur Lithium-Ionen-Einlagerung bei Graphit auf maximal 350 mAh/g begrenzt ist, wurden zahlreiche andere Elemente und Materialien untersucht, die eine wesentlich höhere Kapazität versprechen. Viele Metalle wie Al, Sn, Bi oder Co bilden Mischmetalle mit Lithium und könnten somit Graphit ersetzen. Leider sind diese Mischmetallbildungen sehr häufig nicht reversibel oder zumindest kinetisch gehemmt, was die praktische Anwendung stark einschränkt.

Daher hat sich in den letzten Jahren die Forschung stark auf Silizium fokussiert. Dieses Element verspricht sowohl hohe Kapazitäten als auch akzeptable Langzeitstabilitäten. In einigen kommerziellen Zellen wird Silizium mittlerweile zur Kapazitätssteigerung im Verbund mit Graphit eingesetzt. Das wesentliche Problem ist dabei die große Volumenänderung von bis zu 200 % bei der Einlagerung von Li, was viele Degradationsmechanismen nach sich zieht.

Zusammenfassung

Getrieben von der Notwendigkeit der Elektrifizierung des Individualverkehrs und der Umstellung auf regenerative Energieformen ist das öffentliche, wirtschaftliche und wissenschaftliche Interesse an Batterien enorm gestiegen. Trotz bestehender Herausforderungen haben Lithium-Ionen-Zellen unsere Welt bereits signifikant verändert. Die Nobelpreisträger der Chemie im vergangenen Jahr haben dazu bahnbrechende Arbeiten geleistet. Die Batterieentwicklung erfordert sowohl die Entdeckung neuartiger Materialien, innovativer Prinzipien als auch eine innovative Systemintegration, wie sie Akira Yoshino geleistet hat. Damit steht die Lithium-Ionen-Batterie exemplarisch für die Übertragung akademischer Ergebnisse in ein anwendungsreifes Produkt.

Die Entwicklung der Lithium-Ionen-Batterie als wesentlicher Baustein der Elektrifizierung des Automobils beinhaltet eine gewisse Ironie, da Stanley Whittingham grundlegende Arbeiten in den 1970er-Jahren bei der Ölfirma Exxon durchführte. Exxon hatte im Rahmen der Ölkrise – wie viele andere Firmen – die Forschung und Entwicklung im Bereich regenerativer Energien verstärkt. Dies legte während der Ölkrise die Grundlagen für heute wichtige Technik – auch für die Photovoltaik.

Trotz der immensen wissenschaftlichen Anstrengungen ist die Entwicklung leistungsstärkerer Batterien eher ein evolutionärer als revolutionärer Prozess. Momentan liegen die Schwerpunkte für Lithium-Ionen-Batterien darauf, den Co-Gehalt zu verringern und die Energiedichte sukzessive zu steigern – unter Beibehaltung von Lebensdauer, Kosten und Sicherheit. Die Entwicklung neuartiger Batterietypen unter Vermeidung von flüssigen – volatilen – Elektrolyten befindet sich hinsichtlich der Konkurrenzfähigkeit und Reife noch in einer frühen Phase.

Egbert Figgemeier und Moritz Teuber: Bedeutsame Batterien. Physik-Journal. 2019. 12/2019. 28-33. Copyright Wiley-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA. Reproduced with permission. (mho)


Quelle: https://heise.de/-4640496
Thema: "Gigafactory" in Brandenburg: Demos gegen und für Tesla-Ansiedlung
Muad'Dib

Antworten: 0
Hits: 26
"Gigafactory" in Brandenburg: Demos gegen und für Tesla-Ansiedlung 19.01.2020 10:32 Forum: Off - Topic


Die geplante Tesla-Ansiedlung in Grünheide spaltet die Bürger. Kritiker fürchten um Natur und Wasser. Befürworter wollen gestalten statt verhindern.





Mit Trillerpfeifen und bunten Transparenten haben am Samstag in Grünheide (Oder-Spree) nach Polizeiangaben rund 200 Menschen gegen die Ansiedlung des US-Elektroautobauers Tesla demonstriert. Das waren mehr Teilnehmer als erwartet. Laut Polizei war eine Demonstration gegen die geplante Fabrik mit bis zu 100 Teilnehmern angemeldet worden. "Keine Großfabrik im Wald" und "Geheim verhandelt – Umwelt verschandelt" stand auf Plakaten. Die Bürger protestierten damit gegen die Rodung des Waldes für das große Gelände, auf dem die Fabrik gebaut werden soll.

Eine Demo gegen Waldrodung, eine andere für Teslas Fabrik

An einer weiteren Demo für die Tesla-Ansiedlung nahmen in der Gemeinde dagegen circa 30 Menschen teil, wie die Polizei auf Nachfrage mitteilte. Nach Angaben der Veranstalter waren es jedoch rund 50 Teilnehmer, darunter zahlreiche Familien mit Kindern. Auf Transparenten stand "Elon, ich möchte ein Auto von Dir" oder "Gestalten statt verhindern." Einige Bewohner aus Grünheide waren mit ihren Tesla-Fahrzeugen gekommen.

In Grünheide bei Berlin sollen vom Sommer 2021 an Elektroautos der Typen Model 3 und Y gebaut werden. Der Vorstand hat den Kaufvertrag mit dem Land bisher noch nicht gebilligt. Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) sagte dazu am Samstag der Deutschen Presse-Agentur, es könne sein, das Tesla noch auf ein weiteres Gutachten zum Kaufpreis warte.

Gegner sehen Trinkwasserversorgung gefährdet

"Warum muss das alles so holterdiepolter gehen", sagte ein Tesla-Gegner einem dpa-Reporter in Grünheide. Das gehe alles viel zu schnell. Ein anderer Demonstrant ergänzte: "Da kommt ein Milliardär aus den USA und wedelt mit den Geldscheinen und auf einmal ist in Brandenburg alles möglich". Die Gegner des Baus der Tesla-Fabrik befürchten unter anderem auch, dass die Trinkwasserversorgung gefährdet sein könnte. Das Gelände der geplanten Fabrik liegt in einer Trinkwasserschutzzone.

Als ein Zug von Tesla-Gegnern an den Befürwortern vorbeilief, kam es kurzzeitig zu verbalen Auseinandersetzungen. Beide Seiten beschimpften sich gegenseitig. Die Polizei war mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort. Die Lage beruhigte sich anschließend wieder.

Wirtschaftsminister kritisiert "Beharrungsmentalität"

Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) äußerte in der Märkischen Oderzeitung (Samstag) Unverständnis für die Tesla-Skeptiker. Die Bereitschaft, Veränderungen mitzutragen, sei nicht überall gegeben, sagte er dem Blatt. "Wir haben eine große Beharrungsmentalität". Die Leute wollten, dass ihre Kinder nicht mehr für gute Jobs wegziehen müssen. Es solle zu Hause gute Jobs geben – aber nicht in Form einer Fabrik, nicht vor der eigenen Haustür, so Steinbach.

Auch in den nächsten Tagen sollen die Demonstrationen von Tesla-Gegnern weitergehen, unter anderem mit einem Waldspaziergang. Von den Befürwortern hieß es hingegen, die Demonstration für Tesla sei eine einmalige Aktion gewesen, die ein Zeichen setzen sollte, dass Menschen im Ort den Autobauer willkommen heißen. (tiw)


Quelle: https://heise.de/-4641409



PS: Wer soll es den Demonstranten verdenken. Demonstrieren ist ein Grundrecht in diesem Land - und das sollten die Politgeier mal ihre Fresse halten!
Thema: GeForce RTX 2060: Preise sinken auf 300 Euro
Muad'Dib

Antworten: 0
Hits: 1
GeForce RTX 2060: Preise sinken auf 300 Euro 19.01.2020 10:30 Forum: Hardware (inkl. Firmware)


Nvidia senkt die Preisempfehlung für die GeForce RTX 2060 um 50 Euro und reagiert somit frühzeitig auf AMDs Vorstellung der Radeon RX 5600 XT.





Nvidia verlangt für die Founders Edition der GeForce RTX 2060 nunmehr 320 statt 370 Euro (-14 Prozent). Die Modelle der Kartenhersteller sind in den vergangenen Wochen ebenfalls günstiger geworden: Gainwards GeForce RTX 2060 Pegasus und Inno3Ds GeForce RTX 2060 Twin X2 kosten jeweils 300 Euro. EVGA hat kürzlich die GeForce RTX 2060 KO Gaming für 320 Euro vorgestellt. Viele weitere Versionen sind für 320 bis 350 Euro erhältlich.

Die Preissenkungen der GeForce RTX 2060 kommen wahrscheinlich nicht ganz zufällig. AMD stellt am Dienstag, den 21. Januar, die Radeon RX 5600XT als Konkurrent zur GeForce GTX 1660 Ti vor. Die Radeon-Grafikkarte startet ab 280 US-Dollar; hierzulande dürfte es Herstellerkarten folglich ab rund 300 Euro geben. Mit den jüngsten Preissenkungen konkurriert AMD also nicht nur mit der GeForce GTX 1660 Ti (ab 275 Euro), sondern auch mit dem nächstschnelleren Modell GeForce RTX 2060.

Nvidias Radeon-Konter haben Tradition

Bisher hat Nvidia auf jede RX-5000-GPU von AMD mit einer neuen Grafikkarte reagiert. Auf die Radeon RX 5700 XT und RX 5700 folgten die SUPER-Versionen der GeForce RTX 2080, RTX 2070 und RTX 2060. Gegen die Radeon RX 5500 XT hat Nvidia die GeForce GTX 1660 SUPER und GTX 1650 SUPER gestellt. Infolgedessen verkaufen Händler inzwischen 12 unterschiedliche Grafikkarten innerhalb von Nvidias Turing-Generation (RTX 2000, GTX 1600). Für ein 13. Modell zwischen GeForce RTX 2060 und GTX 1660 Ti ist die Performance-Lücke vermutlich zu klein, sodass eine Preissenkung als Alternative logisch erscheint.

Die GeForce GTX 1660 Ti wirkt derweil zunehmend unattraktiv. Die kaum langsamere GeForce GTX 1660 SUPER ist bereits ab 230 Euro erhältlich. Wer etwas mehr Geld ausgeben möchte, kann direkt zur schnelleren GeForce RTX 2060 greifen. Willkommener Bonus: Nvidia stattet das Modell anders als die GeForce GTX 1660 Ti mit Raytracing-Rechenkernen aus, sodass Käufer die hübschen Grafikeffekte zumindest einmal ausprobieren können.
(mma)


Quelle: https://heise.de/-4640792
Thema: Jenoptik stoppt Verkaufspläne für Militärtechnik-Sparte
Muad'Dib

Antworten: 0
Hits: 33
Jenoptik stoppt Verkaufspläne für Militärtechnik-Sparte 19.01.2020 10:07 Forum: Off - Topic


Der Technologiekonzern wollte seine Militärgeschäfts-Sparte verkaufen, hat sich nun aber dagegen entschieden. Die Angebote seien zu niedrig gewesen.





Der Thüringer Technologie-Konzern Jenoptik hat Verkaufspläne für sein Militärgeschäft auf Eis gelegt. Der Vorstand habe beschlossen, den Verkaufsprozess für die Sparte Vincorion zu stoppen, teilte der Technologiekonzern am Freitagabend in Jena mit. Die vorliegenden Angebote seien zu niedrig. Sie entsprächen im Ergebnis nicht dem im Geschäftsjahr 2019 bestätigten Potenzial von Vincorion und damit nicht den Erwartungen von Jenoptik. Die Sparte soll nun als eigenständige Beteiligung weitergeführt werden.

Angebote entsprachen nicht den Vorstellungen

Vincorion umfasst die Fertigung von Wehrtechnik – dazu gehören Komponenten für Schützenpanzer und Kampfjets – sowie den mechatronischen Bereich von Jenoptik. Von den rund 4000 Jenoptik-Beschäftigten arbeiten nach Unternehmensangaben circa 800 Mitarbeiter bei der Militärtechnik-Sparte.

Im Sommer 2019 hatte Jenoptik den Verkaufsprozess gestartet – nach eigenen Angaben, um sich auf sein Kerngeschäft mit Lasern, Messtechnik und optischen Systemen zu konzentrieren. Einnahmen aus dem Verkauf sollten in das Auslandsgeschäft vor allem in Amerika und Asien gesteckt werden.

Mitte November hatte sich Unternehmenschef Stefan Traeger mit Blick auf die Veräußerungspläne noch optimistisch gezeigt. "Es gibt mehrere Interessenten aus verschiedenen Bereichen", hatte er bei der Vorlage der Geschäftszahlen für die ersten drei Quartale gesagt. "Wir sind da eigentlich gut unterwegs." (tiw)


Quelle: https://heise.de/-4641340


PS: Was für eine verlogene Farce!!!! Widerlich. Bezeichnungen wie "Kriegstreiber", "Defätisten" und "Menschenfeinde" sind hier wirklich angebracht.
Thema: "Smile" hat Geburtstag
Muad'Dib

Antworten: 1
Hits: 76
19.01.2020 09:59 Forum: Geburtstagsgrüße und andere Feierlichkeiten


Hallo Smile,


Alles Gute zu Deinem Ehrentag! Ein halbes Jahrhundert ist schon was.

Thema: Dreckswetter?
Muad'Dib

Antworten: 67
Hits: 28.260
19.01.2020 09:57 Forum: FUN


Manche bezahlen dafür viel Kohle.... Augenzwinkern
Thema: 36C3: Wie Assange in der Botschaft überwacht wurde
Muad'Dib

Antworten: 0
Hits: 58
36C3: Wie Assange in der Botschaft überwacht wurde 16.01.2020 19:42 Forum: Off - Topic


Der ehemalige CCC-Sprecher Andy Müller-Maguhn zeigt in seinem Vortrag, wie umfassend der Wikileaks-Aktivist in der ecuadorianischen Botschaft überwacht wurde.





Bereits unter dem ehemaligen ecuadorianischen Präsidenten Rafael Correa, der dem Australier Julian Assange politisches Asyl in der Botschaft seines Landes in London gewährt hatte, wurden Assange und seine Besucher mit Hilfe von Überwachungskameras ausspioniert. Unter seinem Nachfolger Lenin Moreno wurde die Qualität der Kameras erheblich verbessert und um eine bis dahin fehlende Aufzeichnung der Gespräche ergänzt. Auch die Kontrollen wurden erheblich verschärft: Alle Seiten der Pässe der Besucher wurden fotgrafiert, die IMEI-/IMSI-Nummern ihrer Mobiltelefone notiert, andere Aufnahmegeräte wurden während des Besuches konfisziert.

Diese Folie aus dem Vortrag zeigt, wie umfassend die Überwachung war.


Vor vollem Haus erläuterte der ehemalige CCC-Sprecher Andy Müller-Maguhn die technischen Aspekte der Überwachung in der ecuadorianischen Botschaft. In ihr lebte Julian Assange von Juni 2012 bis April 2019. Im Jahre 2017 wurde noch unter Rafael Correa die spanische Firma Undercover Global beauftragt, die "Security" der Botschaft zu besorgen. Der Wachdienst umfasste nicht nur die Kontrolle bzw. das Durchsuchen der Besucher, sondern auch die Kamerüberwachung der Umgebung und Überwachung in den Räumen der Botschaft, zu denen Assange Zutritt hatte.

Bis Ende 2017 wurden nur Bilder aufgezeichnet, danach wurden Kameras mit leistungsfähigen Mikrofonen installiert und die Feuerlöscher in den Räumen verwanzt. Berichte von Undercover Global (UC Global) gingen unter dem Codenamen "Operation Hotel" an den ecuadorianischen Geheimdienst SENAIN, wobei Assange als "Gast" bezeichnet wurde und der Botschafter als "Hoteldirektor". Gegen eine mögliche Überwachung setzte der "Gast" ein Gerät ein, das weißes Rauschen produzierte. Das führte dazu, dass Spezialfolien auf die Fenster geklebt werden mussten, um mit Hilfe von Laser-Mikrofonen die Überwachung fortführen zu können.

Müller-Maguhn, der Juilan Assange häufiger besuchte und damit selbst Opfer der Überwachungsmaßnahmen wurde, zeigte geleakte Kamerabilder seiner Besuche, aber auch Bilder aus dem Botschaftsalltag oder von einer fröhlichen Feier in der Botschaft. Diese wurden nur vor Ort und nicht im Videostream des Vortrags gezeigt, um die Privatsphäre der Feiernden zu schützen.

Streaming-Server für "Freunde"

UC Global begann Ende 2017 damit, einen Streaming Server einzurichten, auf denen Ecuador und andere Zugriff hatten. "Connexiones Streaming (una para ecuador, una para nosostros y otra para X)", heißt es in einer auf dem 36C3 gezeigten E-Mail von David Morales, dem Geschäftsführer von UC Global. Aus dem Kontext weiterer Mails ergibt sich Müller-Maguhn zufolge, dass damit "unsere amerikanischen Freunde" gemeint seien: UC Global verwertete die Überwachungsarbeit mehrfach und verkaufte die Aufnahmen an die CIA. Die Zusammenarbeit mit diesen Freunden ging offenbar soweit, dass man bei UC Global darüber spekulierte, ob man nicht einfach "aus Versehen" die Tür der Botschaft offenlassen sollte, damit ein Kidnapping durchgeführt werden könnte. Im April 2018 übernahm die Firma PROM Security die Organisation der Security in der Botschaft. Auch bei dieser Firma will man Anzeichen dafür gefunden haben, dass überwacht wurde.

Aktuell ermittelt die spanische Justiz gegen UC Global. Dort geht es unter anderem um Videoschaltungen, in denen Assange zu den Überwachungsmaßnahmen befragt wurde. Die Ermittlungen wurden aufgenommen, als David Morales versuchte, das Video-Material für 3 Millionen Dollar an den derzeitigen WikiLeaks-Chef Kristinn Hrafnsson zu verkaufen. Eines dieser Verkaufsgespräche wurde von der Polizei abgehört, nachdem Hrafnsson einen spanischen Anwalt kontaktiert hatte. (jo)


Quelle: https://heise.de/-4623932
Thema: 36C3: Vertraue keinem Bluetooth-Gerät – schon gar nicht im vernetzten Auto
Muad'Dib

Antworten: 0
Hits: 4
36C3: Vertraue keinem Bluetooth-Gerät – schon gar nicht im vernetzten Auto 16.01.2020 19:41 Forum: Virenabwehr, Sicherheit, Datenschutz & Updates


Bei Chips zur drahtlosen Datenübertragung etwa via Bluetooth gibt es massive Sicherheitslücken. Bei geteilten Antennen lässt sich etwa WLAN ausknipsen.






Jiska Classen von der Forschungsgruppe für Mobilfunksicherheit der TU Darmstadt hat am Samstag auf dem 36. Chaos Communication Congress (36C3) in Leipzig auf massive Sicherheitslücken beim drahtlosen Datenverkehr hingewiesen. Alle Protokollstacks für die mobile Kommunikation seien kaputt, überschrieb die Doktorandin ihren Vortrag. Bei der gar nicht auf den Nahbereich beschränkten Near Field Communication (NFC) seien Studenten nach dem von Max Maaß aufgedeckten "NFCGate" sogar von dritter Seite gebeten worden, Tests zum Nachweis weiterer darin enthaltener Schwachstellen zu stoppen.

Pairing-Schlüssel aus internem Speicher auslesen

Nachdem Classen und ihre Kollegen bereits voriges Jahr auf der Hackerkonferenz Denial-of-Service-Angriffe auf Bluetooth-Chips von Broadcom demonstriert hatten, mit denen sich etwa das iPhone 6 und das Nexus 5 blockieren ließen, verwies die Sicherheitsforscherin diesmal auf Möglichkeiten zum Ausführen von Code auf solchen Basiskomponenten für eine drahtlose Netzwerkverbindung. So sei es immer möglich, dass ein einschlägiger Broadcom-Chip beim Host Schlüssel fürs sogenannte Pairing abfragen könne. Vielfach befänden sich diese sogar schon direkt auf dem internen Speicher.

Wer diese Schlüssel für das Zusammenschalten von Bluetooth-Geräten habe, könne damit alle erdenklichen Sicherheitsmechanismen brechen wie die Smart-Lock-Funktion von Android. Mit dieser lassen sich Smartphones automatisch entsperren, wenn ein "vertrauenswürdiges Gerät" über die Nahfunktechnik in Reichweite ist. Man sollte sich daher zweimal überlegen, ob man Bluetooth etwa im Auto vertrauen wolle. Über diese Schwachstelle könne es möglich sein, auch auf andere Ebenen wie etwa die für Applikationen überzugreifen.

Reset-resistente Exploits

Exploits zum Ausnutzen von Sicherheitslücken auf Broadcom- oder Cypress-Chips erweisen sich Classen zufolge oft als äußerst hartnäckig. Schon in den zugehörigen Dokumentationen sei nachzulesen, dass ein gängiges Reset über die standardisierte HCI-Schnittstelle "nicht notwendigerweise" auch die Hardware zurücksetze. Es empfehle sich also in so einem Fall, sein betroffenes Mobiltelefon neu zu booten oder gegebenenfalls gleich in den Mixer zu werfen.

Um einschlägigen Angriffsflächen auf die Spur zu kommen, setzt die Forschungsgruppe meist auf Fuzzing. Dabei werden an das zu testende System über eine oder mehrere Eingabeschnittstellen ständig Zufallsdaten gesendet, um dessen Robustheit automatisiert auf den Zahn zu fühlen. Classens Kollege Jan Ruge hat für effektiveres Fuzzing ein "Frankenstein" getauftes Modul gebaut, um die Bluetooth-Firmware mit der gleichen Geschwindigkeit wie in normaler Hardware zu emulieren und so realistische Tests für komplette Protokollstapel durchführen zu können.


"Super-proprietäre" Verfahren mit Schwachstelle

Frankenstein erstelle als normales Board einen umfangreichen Snapshot der zu testenden Technik inklusive Firmware, RAM und der Hardware-Register, erläuterte Classen anhand eines kurzen Demo-Videos. Dadurch seien etwa Probleme beim Schlüsselaustausch oder bei der Heap-Konfiguration für gewisse Arten von Datenpaketen erkennbar. Der Emulator könne auch an echte Host-Systeme wie Linux angeschlossen werden und dortige Schwachstellen einbeziehen. Sie arbeite aktuell daran, damit weitere Hardware wie ein Samsung S10 oder ein MacBook zu verknüpfen, womit sie aber zunächst einmal zwei Systeme per "Hard Brick" außer Gefecht gesetzt habe.

Ausfindig machen konnte die Sicherheitsforscherin zusammen mit einem Kollegen bereits, dass Schwachstellen in Chips etwa von Broadcom mit geteilten Antennen für die Synchronisation von Bluetooth und WLAN mit recht weitreichenden Folgen ausnutzbar sind. Um eine "Koexistenz" zwischen beiden drahtlosen Übertragungsprotokollen hinzubekommen und diese parallel mit unterschiedlichem Datenverkehr verwenden zu können, kommen ihr zufolge "super-proprietäre" Verfahren zum Einsatz. Wie sich herausgestellt habe, lasse sich über einen Bug aber Bluetooth via Wifi komplett ausschalten, was auch andersherum funktioniere.

Hersteller lassen sich mit Bugfixes oft viel Zeit

Broadcom sei mittlerweile dabei, die Schwachstelle zu beheben, berichtete Classen. Mit iOS 13 sollte sie eigentlich auch auf betroffenen iPhones wie SE, 7, 8, X und XR geschlossen sein, da die Expertin und ihr Partner in den Credits für das einschlägige Sicherheitsupdate vom September auftauchten. Trotzdem sei es nach wie vor möglich, über diesen Ansatz Apple-Geräte zum Absturz zu bringen. Generell ließen sich die Hersteller viel Zeit, um gemeldete Lücken zu fixen.

Überdies gebe es noch tonnenweise andere Bluetooth-Stacks etwa in drahtlosen Kopfhörern, Fitness-Trackern oder sonstigen vernetzten Geräten, die auch nicht wasserdicht sein dürften. Nutzer sollten daher auf umfangreich abgesicherte WLAN-Installationen oder IT-Systeme setzen, die über keine Schnittstelle für die Netzwerk-Kommunikation verfügten. Sie selbst schreibe Texte gegebenenfalls auf einem uralten PowerBook, das in diese Kategorie falle. (tiw)


Quelle: https://heise.de/-4624388
Zeige Beiträge 1 bis 20 von 4.432 Treffern Seiten (222): [1] 2 3 nächste » ... letzte »

Views heute: 13.837 | Views gestern: 36.281 | Views gesamt: 150.722.682


Satclub Thüringen seit 01.07.1992 = Online seit Tage

  Forensoftware: Burning Board 2.3.6, entwickelt von WoltLab GmbH .: Impressum :.