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Thema: Dobrindt sieht keine Mitverantwortung am Scheitern der Pkw-Maut
Muad'Dib

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Dobrindt sieht keine Mitverantwortung am Scheitern der Pkw-Maut 16.01.2021 16:27 Forum: Off - Topic


Ex-Minister Dobrindt sagt im Untersuchungsausschuss zur Pkw-Maut aus. Im Kern geht es um Verhandlungen mit der EU-Kommission.





Der frühere Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hat Vorwürfe über eine Mitverantwortung am Scheitern der Pkw-Maut zurückgewiesen. Dobrindt verwies in der Nacht zum Freitag als Zeuge im Untersuchungsausschuss des Bundestags auf einen Ende 2016 mit der EU-Kommission erzielten Kompromiss zum deutschen Pkw-Maut-Modell. Die Kommission habe "quasi einen Stempel" für die Europarechtskonformität gegeben, sagte Dobrindt. Die Maut habe damit umgesetzt werden können.

Die Opposition dagegen sieht eine Mitverantwortung Dobrindts am Scheitern der Pkw-Maut. Dobrindt sagte, das Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH), das die Maut "vom Tisch gewischt" habe, habe ihn sehr überrascht. Der EuGH hatte die deutsche Pkw-Maut im Sommer 2019 für europarechtswidrig erklärt – sie sei diskriminierend für Autobesitzer aus anderen EU-Ländern.

Mit Blick auf seinen Amtsnachfolger Andreas Scheuer (CSU) sagte Dobrindt, in seiner Zeit als Bundesminister habe er politische Verantwortung getragen. Jeder Minister sei für seine Entscheidung selbst verantwortlich. Die Rolle Scheuers steht im Zentrum bei der Aufarbeitung der gescheiterten Maut, die Opposition wirft ihm schwere Fehler zulasten der Steuerzahler vor.

Kritik von der Opposition und EU-Beamten

FDP-Obmann Christian Jung sagte, Dobrindt habe die komplette politische Verantwortung für das Pkw-Maut-Desaster auf Scheuer geschoben. Grünen-Obmann Oliver Krischer sprach von deutlichen "Rissen" im CSU-Gebäude, es seien Absetzbewegungen von Scheuer erkennbar. Dobrindts Argumentation, die Kommission habe einen europarechtlichen "Freibrief" geliefert, sei weit hergeholt. Dies sei von einem Zeugen widerlegt worden.

Der frühere Kabinettchef von Ex-EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, Martin Selmayr, hatte als Zeuge ausgesagt, dass die EU-Kommission 2017 das Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland in Sachen Pkw-Maut eingestellt habe, sei keine Garantie für Rechtssicherheit gewesen. Krischer sagte, Dobrindt habe mit seiner Aussage versucht, seine eigene Verantwortung als "Architekt der Maut" wegzuschieben. Das EuGH-Urteil bezog sich auf das Modell, für das Dobrindt als Verkehrsminister Ende 2016 grünes Licht der EU-Kommission erhalten hatte. Die Pkw-Maut war auf Drängen der CSU in den schwarz-roten Koalitionsvertrag von 2013 gekommen. Dobrindt war von 2013 bis 2017 Verkehrsminister und ist seitdem CSU-Landesgruppenchef.

Mitverantwortung Dobrindts?

Unions-Obmann Ulrich Lange (CSU) sagte, Dobrindt habe keine Schuld in Richtung Scheuer geschoben, sondern sein Handeln in seiner Amtszeit beschrieben. Es habe bei der Pkw-Maut von Anfang an engen Kontakt mit der EU-Kommission gegeben. Die Opposition sieht eine Mitverantwortung Dobrindts am Scheitern der Pkw-Maut. Unter seiner Führung seien die Maut-Gesetze durch Bundestag und Bundesrat gebracht worden, hieß es.

Entgegen vielstimmiger Rechtsmeinungen seien die Maut-Gesetze als rechtskonform deklariert worden. Krischer sagte, Dobrindt habe die Pkw-Maut eingefädelt und grundlegende Weichen gestellt, die nachher zum "juristischen Totalschaden" vor dem Europäischen Gerichtshof geführt hätten. Dobrindt sagte zur Amtszeit Scheuers seit 2018, die Maut sei gesetzt gewesen, es habe einen festen Umsetzungsauftrag für den zuständigen Bundesminister gegeben, egal wie dieser heiße.

Im Zentrum der Untersuchung: Verkehrsminister Scheuer

Im Zentrum des Ausschusses steht, dass das Verkehrsministerium unter Scheuer Ende 2018 Verträge zur Erhebung und Kontrolle der Maut geschlossen hatte – bevor endgültige Rechtssicherheit bestand. Die Opposition wirft Scheuer schwere Fehler etwa im Haushalts- und Vergaberecht vor.

Die vorgesehenen Betreiber fordern 560 Millionen Euro Schadenersatz, nachdem der Bund die Verträge direkt nach dem Urteil gekündigt hatte. Scheuer weist die Vorwürfe zurück. Er soll am 28. Januar erneut als Zeuge im Untersuchungsausschuss befragt werden.

Entlastende Aussagen

Vor Dobrindt hatte ein wichtiger Zeuge Scheuer erneut entlastet. Dabei geht es um Aussagen von Managern der späteren Betreiberfirmen. Sie hatten ausgesagt, Scheuer bei einem Treffen im November 2018 angeboten zu haben, mit dem Abschluss von Verträgen zu warten, bis der Europäische Gerichtshof entscheidet. Der frühere Verkehrsstaatssekretär Gerhard Schulz sagte im Ausschuss, er sei "sehr sicher überzeugt", dass es ein solches Angebot nicht gegeben habe. Das hatte Schulz bereits in einer Zeugenaussage im Oktober ausgesagt – und untermauerte es nun noch.

Auch nach Einsicht in Akten habe sich seine Erinnerung "zur Gewissheit" verdichtet, dass es ein solches Angebot nicht gegeben habe. Als Grund für die anderslautenden Aussagen der Manager vermutete Schulz das laufende Schiedsverfahren zwischen dem Bund und den Firmen. Scheuer hatte im Oktober ausgesagt: Ein Angebot der Betreiber zu einer Verschiebung eines Vertragsschlusses bis zu einem EuGH-Urteil habe es nach seiner Erinnerung nicht gegeben. Die Opposition zweifelt die Glaubwürdigkeit des Ministers an.
(tdi)


Quelle: https://heise.de/-5025490



PS: ach, der Do*** ist auch nur so ein brülliger Mitläuferschauspielergeselle wie der gescheuerte And**** aus dem Voralpenland.
Man fragt sich wirklich: Welche Lüge ist die grösste???
Thema: Kein Prozess gegen Ex-VW-Chef Winterkorn wegen Marktmanipulation
Muad'Dib

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Kein Prozess gegen Ex-VW-Chef Winterkorn wegen Marktmanipulation 16.01.2021 16:22 Forum: Off - Topic


Das Verfahren gegen Ex-VW-Chef Martin Winterkorn wegen Marktmanipulation im Abgasbetrug ist eingestellt. Der Abgasbetrugsprozess soll Ende Februar beginnen.





Nach der Einstellung des Strafverfahrens gegen die aktuelle VW-Spitze wegen Marktmanipulation im Dieselskandal findet der entsprechende Prozess gegen Ex-Konzernchef Martin Winterkorn nicht statt. Dies teilte das Landgericht Braunschweig am heutigen Freitag mit.

An dem ab Ende Februar geplanten Betrugsprozess wegen manipulierter Diesel-Abgaswerte halte man jedoch fest. Laut Planung soll die Hauptverhandlung am 25. Februar 2021 beginnen und dürfte bis Frühjahr 2023 dauern.

Marktmanipulation vergleichsweise harmlos

Das Gericht begründete seine Entscheidung damit, dass die mögliche Strafe, die auf Winterkorn schon in dem Betrugsverfahren zukommen könnte, deutlich höher sein dürfte als beim Vorwurf einer zu späten Information der Finanzwelt über die Folgen der gefälschten Emissionsdaten der Fahrzeuge. Eine Einstellung komme "in Betracht, wenn die zu erwartende Strafe im Hinblick auf die Straferwartung wegen einer anderen Tat nicht beträchtlich ins Gewicht fällt". Die Wirtschaftsstrafkammer nehme dies an – im sogenannten Nox-Verfahren könne die Teilstrafe erheblich schwerer ins Gewicht fallen.

Winterkorn war – ebenso wie der heutige VW-Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch und der aktuelle Vorstandschef Herbert Diess – im September 2019 von der Braunschweiger Staatsanwaltschaft wegen Marktmanipulation angeklagt worden. Die Ermittler warfen ihnen vor, Anleger zu spät über die finanziellen Risiken der Abgasaffäre ins Bild gesetzt zu haben. Nachdem die Manipulationen an Millionen Dieselmotoren im September 2015 öffentlich bekannt geworden waren, stürzte der VW-Aktienkurs zeitweise ab – Investoren sehen sich getäuscht und fordern in einem Zivilprozess Milliarden-Schadenersatz.

Deal für Diess und Pötsch

Im Fall von Diess und Pötsch zahlte Volkswagen jeweils 4,5 Millionen Euro an die niedersächsische Justiz. Das Landgericht hatte sich mit den Beteiligten im Rahmen des nichtöffentlichen Zwischenverfahrens auf die Einstellung unter Auflagen verständigt.

Wegen gesundheitlicher Probleme des früheren Volkswagen-Konzernchefs könnte das öffentliche Verfahren (Az.: 6 KLs 23/19), bei dem Winterkorns Rolle in der Diesel-Abgasaffäre untersucht werden soll, mit Verspätung beginnen.
(fpi)


Quelle: https://heise.de/-5025671


PS: Pfui! Geld- & Machtgeil aber dann keine Verantwortung übernehmen. WIDERLICH!
Thema: WhatsApp schiebt Einführung der neuen Datenschutzregeln auf
Muad'Dib

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WhatsApp schiebt Einführung der neuen Datenschutzregeln auf 16.01.2021 16:19 Forum: Off - Topic


WhatsApp schreckte seine Nutzer mit Änderungen beim Datenschutz auf – und zieht jetzt die Notbremse: Es soll sich gar nicht so viel verändern.





WhatsApp verschiebt die Einführung der neuen Datenschutzregeln nach Kritik und einer Abwanderung von Nutzern um gut drei Monate. Bisher sollte man bis zum 8. Februar den neuen Bedingungen zustimmen, wenn man den zu Facebook gehörenden Chatdienst weiterhin nutzen wollten. Jetzt soll die neue Datenschutzrichtlinie erst vom 15. Mai an gelten, wie WhatsApp am Freitag mitteilte.

Bessere Kommunikation mit Unternehmen

Laut einem WhatsApp-Blogbeitrag geht es bei den Änderungen vor allem darum, bessere Möglichkeiten für Kommunikation mit Unternehmen zu schaffen. An der sogenannten Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, mit der Chat-Inhalte nur für die teilnehmenden Nutzer, aber nicht einmal für WhatsApp selbst im Klartext sichtbar sind, werde nicht gerüttelt. Es sei auch keine erweiterte Datenweiterleitung an Facebook vorgesehen. Außerhalb der EU fließen einige WhatsApp-Nutzerdaten an Facebook zu Werbezwecken oder zur Verbesserung von Produkten – allerdings bereits seit dem Jahr 2016.

WhatsApp ist mit mehr als zwei Milliarden Nutzern der weltweit erfolgreichste Chatdienst gefolgt vom Facebook Messenger (1,3 Milliarden). In den vergangenen Wochen hatten WhatsApp-Rivalen wie Telegram, Signal oder Threema einen starken Zulauf gemeldet – weil Nutzer WhatsApp nach der Ankündigung der neuen Datenschutzrichtlinie verließen. WhatsApp beklagte die Ausbreitung falscher Informationen über die Änderungen, welche man bis Mitte Mai verstärkt ausräumen wolle. Allerding war nicht die Rede davon, von den geplanten Änderungen und der Datenweitergabe womöglich etwas zurückzunehmen.

Geldverdienen ist das Ziel

Dass WhatsApp auch ein Kanal für die Kommunikation zwischen Unternehmen und ihren Kunden werden soll, ist schon seit einiger Zeit eine zentrale Idee dafür, wie Facebook schließlich Geld mit dem Chatdienst verdienen könnte. Das Online-Netzwerk hatte WhatsApp im Jahr 2014 für rund 22 Milliarden Dollar gekauft. Eine weitere Überlegung war Werbung im sogenannten Status-Bereich der App, in dem Nutzer für einen Tag Fotos für ihre Kontakte veröffentlichen können. Dies wurde aber auf Eis gelegt.

Die Gründer von WhatsApp, Jan Koum und Brian Acton, verließen Facebook vor einigen Jahren. Laut Medienberichten gab es Meinungsverschiedenheiten mit Facebook-Chef Mark Zuckerberg. Acton ist ein zentraler Geldgeber für die Signal-App – die auf dieselbe Verschlüsselungstechnologie wie WhatsApp setzt. Nach dem Datenskandal um Cambridge Analytica schloss sich Acton Aufrufen an, Facebook zu verlassen.

Mark Zuckerberg stellte zugleich schon vor einiger Zeit den Plan vor, Facebook insgesamt verstärkt auf komplett verschlüsselte Kommunikation auszurichten. Auch sollen WhatsApp, der Facebook Messenger und die Chatfunktion von Instagram sich eine technische Plattform teilen. Aktuell fordern die US-Regierung und mehr als 40 Bundesstaaten eine Zerschlagung Facebooks mit einer Abspaltung von WhatsApp und Instagram. Eine gemeinsame technische Infrastruktur würde solche Vorhaben erschweren.
(tiw)


Quelle: https://heise.de/-5026474


PS: Typisch fb: Erst klammheimlich gesetzeswidrigen Müll reindrücken und wenn es Keiner merkt dann läuft's...
Thema: ||| Aktuelle Covid19 Lage |||
Muad'Dib

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Hits: 24.024
15.01.2021 10:45 Forum: Off - Topic


Ich würde sagen diese Statistik spiegelt nur die "Alterspyramide" in D. wider, denn nachweislich werden Frauen älter als Männer.
Thema: Kurz nach Kauf schon kaputt: Forderung nach längerer Gewährleistung
Muad'Dib

Antworten: 1
Hits: 86
Kurz nach Kauf schon kaputt: Forderung nach längerer Gewährleistung 12.01.2021 17:10 Forum: Off - Topic


Smartphones, Autos, Waschmaschinen - gefühlt gehen solche Produkte immer schneller kaputt. Die Verbraucherschutzministerin möchte einschreiten.





Die Waschmaschine geht kaputt – und der Blick in die Quittung zeigt: Gewährleistung gerade abgelaufen. Solche ärgerlichen Situationen sollen Verbraucher künftig seltener erleben. Justizministerin Christine Lambrecht setzt sich für längere Gewährleistungsfristen ein. "Verbraucherinnen und Verbraucher dürfen bei hochwertigen Produkten zurecht erwarten, dass diese langfristig nutzbar sind", sagte die SPD-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur. Mit ihren Forderungen geht Lambrecht deutlich über das hinaus, was bisher in der schwarz-roten Bundesregierung vorgesehen ist.

Längere Gewährleistungsfrist gefordert

Derzeit gilt in Deutschland eine einheitliche Gewährleistungsfrist von zwei Jahren – wenn das gekaufte Produkt innerhalb der ersten sechs Monate kaputt geht, geht man automatisch davon aus, dass es schon beim Kauf mangelhaft war, später muss der Käufer dies nachweisen. Das Justizministerium hat einen Gesetzentwurf vorgelegt, nach dem dieser Zeitraum auf ein Jahr verlängert werden soll.

Verbraucherschützern und auch Lambrecht ist das aber nicht genug. Zwei Jahre Gewährleistung seien etwa bei Autos oder hochpreisigen Elektrogeräten nicht sachgerecht, sagte die Ministerin. Stattdessen solle sich die Frist nach der zu erwartenden Lebensdauer der Produkte richten.

Eine längere Gewährleistung könnte den Herstellern einen wirtschaftlichen Anreiz geben, besonders langlebige und gut reparierbare Produkte zu entwickeln, erwartet Lambrecht. "Damit würden wir einer Wegwerf-Mentalität entgegentreten und eine moderne, nachhaltige Kreislaufwirtschaft stärken."

Bessere Qualität erreichen

Verbraucherschützer sehen das ähnlich. "Längere Gewährleistungsfristen erhöhen natürlich den Druck auf die Wirtschaft, wirklich Qualität zu produzieren", sagte der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), Klaus Müller, der dpa. Es gebe in der Gesellschaft den breiten Wunsch, mit dem Konsum zur Nachhaltigkeit beitragen. "Erstens, weil wir sehen, welches Müllaufkommen wir produzieren. Zweitens, weil es schlicht eine Kostenbelastung ist, wenn Dinge, die ich gekauft habe, zu schnell kaputt gehen." Auch wer seine Elektrogeräte gebraucht kaufe, wisse dann: "Das Ding ist nicht nach anderthalb, zwei Jahren defekt". Zumindest Waschmaschinen hätten nach seinem Eindruck früher deutlich länger gehalten, sagte Müller.

Einer Studie des Öko-Instituts für den vzbv zufolge könnte man 3,7 Milliarden Euro pro Jahr sparen, wenn allein Waschmaschinen, Fernseher, Notebooks und Smartphones länger genutzt würden. Hierbei wird etwa für Waschmaschinen eine Lebensdauer von 17 Jahren (statt durchschnittlich 12 Jahren) oder für Notebooks von 10 Jahren (statt von 5 Jahren) unterstellt. "Das wäre ein Wahnsinns-Konjunkturprogramm und man würde gleichzeitig vier Millionen Tonnen klimaschädlicher Treibhausgase einsparen", betonte der Verbraucherschützer.

Recht auf Reparatur

Das Gegenargument, Produkte mit längerer Gewährleistung müssten teurer verkauft werden, lässt Müller nicht gelten. Ein Gutachten zeige, dass Elektrogeräte in EU-Ländern mit längeren Gewährleistungsfristen nicht teurer seien als in Deutschland. Zu einer längeren Gewährleistungsfrist gehöre auch das auf EU-Ebene bereits beschlossene Recht auf Reparatur.

Lambrecht plant zudem eine Update-Pflicht für Verkäufer digitaler Produkte. Smartphones oder Tablets müssten auch lange nach dem Kauf noch problemlos und sicher nutzbar sein. Gesetzlich geregelte Zeitspannen sieht sie zunächst aber nicht vor. Müller schlug vor, auch die Updatepflicht an der Lebensdauer der Produkte zu orientieren.
(mho)


Quelle: https://heise.de/-5018255



PS: Da werden die Marketinggeier und Salesman(ager) aber jammern...
Thema: Cyberattacken: Auch deutsche Behörden nutzten SolarWinds-Software – nur welche?
Muad'Dib

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Cyberattacken: Auch deutsche Behörden nutzten SolarWinds-Software – nur welche? 12.01.2021 17:05 Forum: Off - Topic


15 deutsche Ministerien und Bundesämter nutzten laut Bundesregierung Software von SolarWinds. Aber ob es das gehackte Orion-Tool war, sagt die Regierung nicht.





Auch in Deutschland könnten Behörden vom Hack auf die Netzwerksoftware der Orion-Reihe vom Anbieter SolarWinds betroffen sein. Demnach nutzen oder nutzten 15 Ministerien und Bundesämter zumindest teilweise oder "vereinzelt" Produkte der US-Firma, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf Anfrage des Bundestagsabgeordneten Manuel Höferlin (FDP) hervorgeht, die heise online vorliegt. Darunter sind der zentrale IT-Dienstleister des Bundes, ITZ Bund, das Bundesverkehrsministerium, das Kraftfahrt-Bundesamt, das Robert Koch-Institut, das Deutsche Patent- und Markenamt, das Bundeskriminalamt und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).

Völlig offen lässt die Liste, ob es sich auch um die gehackte Software aus dem SolarWinds-Portfolio handelt, die zum Einsatz kam. Im Falle des ITZ Bund sei es nur eine "unkritische Version" einer Server-Software gewesen und nicht das gehackte SolarWinds Orion, erklärte inzwischen der Direktor des ITZ Bund, Alfred Kranstedt, gegenüber dem Spiegel. Folglich sei man nicht betroffen. Der Spiegel hatte zuerst über das Thema berichtet.

"Keine unberechtigten Zugriffe"

Zur Frage, ob bei den genannten Einrichtungen eventuell unbefugte Zugriffe auf sensible Daten verübt wurden, erklärte die Bundesregierung: "Nach derzeitigem Kenntnisstand der Bundesregierung hat es über das Sunburst genannte Schadprogramm in der Software SolarWinds Orion keine unberechtigten Zugriffe auf Systeme der Bundesverwaltung gegeben." Die Liste der genannten Einrichtungen erhebe aber noch "keinen Anspruch auf Vollständigkeit" und sei unter "hohem Ressourcenaufwand und umfangreichen Abstimmungen" erstellt worden.

Zu einem Einsatz von SolarWinds-Tools beim Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) und beim Bundesnachrichtendienst (BND) machte die Bundesregierung keine Angaben. "Dies könnte einen Nachteil für die wirksame Aufgabenerfüllung des BfV sowie des BND und damit für die Interessen der Bundesrepublik Deutschland bedeuten", lautet die Begründung in der Antwort.

Beschwerde über Rechercheaufwand

FDP-Politiker Höferlin kritisierte, die Bundesregierung habe "bis heute noch nicht die leiseste Ahnung, wo und in welchem Ausmaß die deutsche IT-Sicherheit betroffen ist. Statt sich um die Integrität der eigenen Systeme und die Auswirkungen auf die IT-Sicherheit in ganz Deutschland zu sorgen, beschwert sie sich sogar noch über den Rechercheaufwand zu meiner Anfrage."

Die von den Angreifern eingesetzte Malware Sunburst war mindestens seit dem Frühjahr über verseuchte Updates für die Netzwerkmanagement-Plattform Orion von SolarWinds auf Systeme von bis zu 18.000 Kunden des Dienstleisters gelangt. Dort hatte der Schädling eine Hintertür installiert und so die Übernahme infizierter Systeme aus der Ferne in die Wege geleitet. Hinter den Attacken soll dieselbe Gruppe stecken, die zuvor auch erfolgreich die IT-Sicherheitsfirma FireEye attackiert hatte. Unter den Betroffenen befanden sich mehrere US-Ministerien und Behörden, aber auch Firmen wie Microsoft.

Russland im Verdacht

US-Geheimdienste und -Sicherheitsbehörden gehen inzwischen davon aus, dass wahrscheinlich Russland hinter der Cyber-Attacke steckt. Bereits Ende Dezember hatten Justizminister Barr und Außenminister Pompeo Moskau beschuldigt. Laut den US-Diensten sei nur eine viel kleinere Zahl der 18.000 Betroffenen durch nachfolgende Angriffe gezielt kompromittiert worden. So seien weniger als zehn US-Regierungsbehörden betroffen. Man arbeite noch daran, alle Opfer in der Privatwirtschaft ausfindig zu machen.

Das US-Justizministerium teilte etwa mit, es sei Angreifern geglückt, hauseigene Office-365-Mailboxen anzuzapfen und damit den Mailverkehr von drei Prozent der rund 100.000 Mitarbeiter abzugreifen.

Im Falle Microsofts konnten die Angreifer wohl so weit in die Netzwerke des Softwareunternehmens eindringen, dass sie Zugriff auf Quellcode erlangten. Der Schaden halte sich aber in Grenzen, erklärte Microsoft. Weder die eigene Sicherheit noch die der Kunden sei gefährdet, Hinweise, dass Programme des Unternehmens danach zum Angriff auf Dritte genutzt wurde, gebe es keine.

JetBrains-Software als Einfallstor?

Berichte vom Wall Street Journal und der New York Times legen nahe, dass US-Dienste inzwischen eine mögliche Verbindung des Falls mit der in Tschechien beheimateten Softwarefirma JetBrains untersuchen. Demnach könnte diese ihrerseits kompromittiert worden sein und als Einfallstor zu SolarWinds gedient haben – konkret sei das unter Entwicklern beliebte Tool Teamcity unter Verdacht. Es dient während der Softwareentwicklung im Team dazu, durchgeführte Änderungen kontinuierlich in die Code-Basis zu integrieren (Continuous Integration) und zu testen.

JetBrains-Chef Maxim Shafirov erklärte, dass seine Firma weder in irgendeiner Weise am Hack beteiligt gewesen sei noch Kenntnis über Untersuchungen von Sicherheitsdiensten oder Behörden habe. SolarWinds sei zwar Kunde und nutze auch Teamcity, habe aber bezüglich des Hacks keinen Kontakt zu JetBrains aufgenommen. Man achte auf Sicherheitsupdates und informiere transparent über diese, sagte Shafirov. Sollte Teamcity für den Hack genutzt worden sein, könne dies auch an einer Fehlkonfiguration des komplexen Tools gelegen haben und nicht unbedingt an einer Sicherheitslücke.

Zu den Cyber-Attacken via SolarWinds:

Mutmaßlich staatlichen Hackern war es gelungen, SolarWinds Orion-Plattform zu kompromittieren und einen Trojaner in offizielle Updates einzuschmuggeln. SolarWinds vertreibt Netzwerk- und Sicherheitsprodukte, die mehr als 300.000 Kunden weltweit einsetzen. Darunter befinden sich viele Fortune 500-Unternehmen, Regierungsbehörden wie das US-Militär, das Pentagon und das Außenministerium.

(axk)


Quelle: https://heise.de/-5005975



PS: Das Irrste daran ist das Masterpasswort: "Solarwinds123" großes Grinsen *krank* :-D

Und von "Keine unberechtigten Zugriffe" zu sprechen obwohl die Angreifer mit eigenen (gefälschten) Zertifikaten eingedrungen sind zeugt nur von absoluter DUMMHEIT!
Thema: Millionen-Bußgeld wegen Videoüberwachung gegen notebooksbilliger.de
Muad'Dib

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Millionen-Bußgeld wegen Videoüberwachung gegen notebooksbilliger.de 12.01.2021 16:59 Forum: Off - Topic


Der Elektronikhändler notebooksbilliger.de soll 10,4 Millionen Euro Bußgeld zahlen, weil er laut Landesdatenschutzbehörde Mitarbeiter mit Kameras überwacht hat.





Die Landesbeauftragte für Datenschutz (LfD) Niedersachsen Barbara Thiel hat ein Bußgeld in Höhe von 10,4 Millionen Euro gegen den Elektronikhändler notebooksbilliger.de (NBB) verhängt. Das Unternehmen habe über mindestens zwei Jahre seine Beschäftigten per Video überwacht, ohne dass dafür eine Rechtsgrundlage vorgelegen habe. Die unzulässigen Kameras hätten unter anderem Arbeitsplätze, Verkaufsräume, Lager und Aufenthaltsbereiche erfasst.

Gegenüber c't verwehrte sich Firmengründer Arnd von Wedemeyer gegen die Vorwürfe. NBB nutze Kameras, um den Warenfluss bei Lagerung, Verkauf und Versand der Produkte zu verfolgen. Bei verschwundener oder beschädigter Ware würden die gespeicherten Aufzeichnungen allenfalls nachträglich auf Hinweise untersucht. Dieses Vorgehen sei bei Versand- und Logistikunternehmen Standard. Überdies habe man in dem seit 2017 laufenden Verfahren eng mit der LfD kooperiert, "um eine vollständige Compliance mit der DSGVO auch aus Sicht der Behörde sicherzustellen".

Generalverdacht unzulässig

Insbesondere das Motiv, mit Kameraüberwachung Diebstähle zu verhindern, kritisierte die Landesdatenschutzbeauftragte massiv. Eine Videoüberwachung zur Aufdeckung von Straftaten sei nur rechtmäßig, wenn sich ein begründeter Verdacht gegen konkrete Personen richte. Nur dann könne es zulässig sein, diese zeitlich begrenzt mit Kameras zu überwachen. Bei NBB sei die Videoüberwachung aber weder auf einen bestimmten Zeitraum noch auf konkrete Beschäftigte beschränkt. Hinzu sei gekommen, dass die Aufzeichnungen in vielen Fällen 60 Tage gespeichert wurden "und damit deutlich länger als erforderlich".

Laut LfD waren auch Kundinnen und Kunden von der unzulässigen Videoüberwachung betroffen, da einige Kameras auf Sitzgelegenheiten im Verkaufsraum gerichtet gewesen seien. In einer Mitteilung der Behörde heißt es dazu: "In Bereichen, in denen sich Menschen typischerweise länger aufhalten, zum Beispiel um die angebotenen Geräte ausgiebig zu testen, haben die datenschutzrechtlich Betroffenen hohe schutzwürdige Interessen. Das gilt besonders für Sitzbereiche, die offensichtlich zum längeren Verweilen einladen sollen. Deshalb war die Videoüberwachung durch notebooksbilliger.de in diesen Fällen nicht verhältnismäßig."

Höchstes ausgesprochenes Bußgeld

10,4 Millionen Euro sind das bisher höchste Bußgeld, das die LfD Niedersachsen ausgesprochen hat. Die DSGVO sieht Geldbußen von bis zu 20 Millionen Euro oder bis zu 4 Prozent des gesamten weltweit erzielten Jahresumsatzes eines Unternehmens vor. Das Unternehmen notebooksbilliger.de aus der niedersächsischen Kleinstadt Sarstedt ist nach Erhebungen aus dem Jahre 2018 der umsatzstärkste Online-Elektronikhändler Deutschlands, noch vor Mediamarkt.de, Saturn.de oder Alternate. In 2019 verzeichnete das Unternehmen einen Jahresumsatz von knapp einer Milliarde Euro. Die 10,4 Millionen Euro wären also etwa ein Prozent davon.

Der Bußgeldbescheid ging bereits im Dezember 2020 bei NBB ein. Gegenüber c't erklärte von Wedemeyer, dass man bereits Einspruch gegen den Bescheid bei der Behörde eingelegt habe, der nun von der Landesdatenschutzbehörde geprüft wird. Bleibt die Behörde bei ihrer Bewertung und der Bußgeldhöhe, geht das Verfahren vor Gericht.

Guter Ruf gefährdet

NBB-Geschäftsführer Oliver Hellmold zeigt sich in einer Mitteilung empört: "Wir sind ein überschaubarer Mittelständler und kein anonymer Großkonzern. In unseren Lagern und Versandzentren arbeiten kleine Teams, da benötigen Vorgesetzte keine Videoaufnahmen, um Mitarbeiter beurteilen zu können. Sofern die Datenschutzbeauftragte Niedersachsen etwas anderes suggeriert, ist dies grob falsch und gefährdet unseren guten Ruf." Offenbar solle "hier auf Kosten unseres Unternehmens ein Exempel statuiert werden, das mit notebooksbilliger.de nur wenig zu tun hat. Es geht darum, ein möglichst abschreckendes Bußgeldregime in Sachen Datenschutz zu etablieren."

Die LfD Barbara Thiel sieht das anders: "Wir haben es hier mit einem schwerwiegenden Fall der Videoüberwachung im Betrieb zu tun", erklärte sie. Die immer wieder vorgebrachte, angeblich abschreckende Wirkung der Videoüberwachung rechtfertige keinen dauerhaften und anlasslosen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte der Beschäftigten: "Wenn das so wäre, könnten Unternehmen die Überwachung grenzenlos ausdehnen. Die Beschäftigten müssen aber ihre Persönlichkeitsrechte nicht aufgeben, nur weil ihr Arbeitgeber sie unter Generalverdacht stellt", so Thiel. Videoüberwachung sei ein besonders intensiver Eingriff in das Persönlichkeitsrecht, da damit theoretisch das gesamte Verhalten eines Menschen beobachtet und analysiert werden könne.

[Update]
notebookbilliger.de hat einen FAQ-Beitrag zum Bußgeldverfahren veröffentlicht.
(hob)


Quelle: https://heise.de/-5018458
Thema: ||| Aktuelle Covid19 Lage |||
Muad'Dib

Antworten: 196
Hits: 24.024
12.01.2021 13:10 Forum: Off - Topic


Zitat:
Original von playboy
Schöne, neue Handywelt...
... Datenschutz interessiert ohnehin niemanden mehr und nun geht es ans Eingemachte - die Bewegungsdaten der Menschen!



Frag mal den Merz. Das wird dem seine 1. Amtshandlung: Mielke Operation 5.0!
Thema: Abschluss der Untersuchungen zur Pkw-Maut – Scheuer wird erneut befragt
Muad'Dib

Antworten: 2
Hits: 91
Abschluss der Untersuchungen zur Pkw-Maut – Scheuer wird erneut befragt 12.01.2021 13:08 Forum: Off - Topic


Nach einem Jahr Maut-Untersuchungsausschuss sollen nun drei Sitzungen aufeinander folgen. Nach den wichtigsten Zeugen wird auch Verkehrsminister Scheuer gehört.





Der Untersuchungsausschuss des Bundestags zur gescheiterten Pkw-Maut geht nach mehr als einem Jahr Arbeit auf die Zielgerade. Zwar sieht die Opposition Vorwürfe gegen Verkehrsminister Andreas Scheuer erhärtet. Der CSU-Politiker aber ist immer noch im Amt. Er weist Vorwürfe zurück.

In dieser Woche sind drei Sitzungen des U-Ausschusses geplant. Am Montag kommt unter anderem ein Abteilungsleiter aus dem Verkehrsministerium. Am Donnerstag soll der frühere Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) befragt werden, der von 2013 bis 2017 im Amt war – bis ihm Scheuer folgte.

Der aktuelle Verkehrsminister soll zum Abschluss der Zeugenbefragungen Ende Januar erneut gehört werden. Danach wird der Abschlussbericht geschrieben. "Die letzten und politisch wichtigsten Befragungen folgen jetzt", sagte der Ausschussvorsitzende Udo Schiefner (SPD): "Ich bin gespannt auf diesen Endspurt."

Problematisch gelaufen ist vor allem die Vergabe

Darum geht es: Der Ausschuss soll das Verhalten des Verkehrsministeriums und seiner nachgeordneten Behörden seit Unterzeichnung des Koalitionsvertrages zwischen CDU/CSU und SPD 2013 im Zusammenhang mit der Vorbereitung und Einführung der später gescheiterten Pkw-Maut aufklären. Es geht vor allem um das Vergabeverfahren, die spätere Kündigung der Verträge zur Erhebung und Kontrolle und die daraus resultierenden Folgen.

Es handelt sich also nicht um einen Untersuchungsausschuss gegen Scheuer. Auch deswegen hatte Schiefner zu Beginn der Arbeit im Dezember 2019 davor gewarnt, das Gremium zu einer "politischen Show-Bühne" zu machen. Dennoch stand die Rolle Scheuers im Vordergrund – und das offenkundige Ziel der Opposition, seinen Rücktritt zu erreichen. Weswegen der CSU-Abgeordnete Michael Frieser im Bundestag schimpfte, die Opposition wolle nur Zirkus und nicht die Suche nach der Wahrheit.

"Bisher hat der Ausschuss allerdings keine überraschenden Erkenntnisse gewonnen", sagte Unions-Obmann Ulrich Lange (CSU). "Vorwürfe der Opposition haben sich nicht bestätigt."

Die Grünen befürchten "größtmögliche Schadenssumme"

Das sieht die Opposition völlig anders. Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer sagte, um die Maut umzusetzen, habe Scheuer systematisch und bewusst Haushalts- und Vergaberecht gebrochen – und Verträge zur Umsetzung der Pkw-Maut völlig übereilt und ohne genauere Kenntnis der Schadenssumme gekündigt. "Der Effekt: Die größtmögliche Schadenssumme kann entstehen."

FDP-Obmann Christian Jung sprach von einer Reihe "offenkundiger Verstöße" nicht nur gegen Europarecht, sondern ebenso gegen Haushalts- und Vergaberecht. Deswegen könnte am Ende der Bewertung eine Feststellung zwischen Organisationsverschulden, fehlenden Kontrollmechanismen und Verantwortungsmissbrauch stehen. Der Linke-Obmann Jörg Cezanne meinte: "Im Rahmen der bisherigen Aufarbeitung des Mautdesasters wurde deutlich, dass die Minister Dobrindt und Scheuer die CSU-Ausländermaut ohne Rücksicht auf Verluste durchsetzen wollten."

...

Und Scheuer ist noch im Amt. Zwar hat er durchaus etwas auf der Habenseite in seiner Amtszeit – zum Beispiel deutlich mehr Geld für die Schiene oder eine Einigung unter deutscher EU-Ratspräsidentschaft auf neue Maut-Regeln für Lastwagen. Dazu kommt aber neben der Pkw-Maut etwa der Schlamassel um den neuen Bußgeldkatalog, der wegen eines Formfehlers in der Straßenverkehrsordnung immer noch außer Vollzug ist. Krischer sagte, Scheuers Verfehlungen bei der Maut reichten für mindestens drei Rücktritte. Jung meinte: Nur die Corona-Krise habe Scheuer vor einem Rausschmiss gerettet.
(fpi)


Quelle: https://heise.de/-5019872


PS: Ein schauderliches Defitistenspielchen!!!
Eine Person in Deutschland, die Straftaten begangen hat, muss angezeigt und angeklagt werden. Alles andere ist GESETZESBRUCH.
Thema: Funkstörungen: Bundesnetzagentur schritt 2020 in über 3500 Fällen ein
Muad'Dib

Antworten: 0
Hits: 79
Funkstörungen: Bundesnetzagentur schritt 2020 in über 3500 Fällen ein 11.01.2021 09:44 Forum: Off - Topic


Prüfer haben auch während der Coronakrise tausende Funkstörungen und elektromagnetische Unverträglichkeiten vor Ort aufgeklärt und beseitigt.





Der Prüf- und Messdienst (PMD) der Bundesnetzagentur rückte im vorigen Jahr in gut 3500 Fällen aus, um Funkstörungen sowie elektromagnetische Unverträglichkeiten aufzuklären und zu beseitigen. Dies bedeutet oft, dass etwa wild funkende Endgeräte und WLAN-Router außer Betrieb genommen werden müssen.

Jede vierte Störung betraf laut Bundesnetzagentur einen sicherheits- oder systemrelevanten Funkdienst, wie ihn etwa Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben betreiben, zum Beispiel den Flugfunk. Allein in den öffentlichen Mobilfunknetzen bearbeitete der PMD rund 460 Störungen, um eine hohe Verfügbarkeit der Netzinfrastruktur für Handys sicherzustellen.

2019 hatten die Kontrolleure noch in fast 4000 Fällen aktiv werden müssen, 2018 in rund 4700. Dass der PMD im vorigen Jahr weniger oft eingriff, könnte an einem weiter verringerten Störungsaufkommen trotz steigender Frequenznutzungen oder an Einschränkungen und dem Setzen von Prioritäten während der Coronakrise liegen. Für 2019 hatte die Behörde auch noch separat ausgewiesen, dass der PMD in über 1200 Fällen auch Störungen im privaten Umfeld etwa rund um WLAN, DSL-Anschlüsse oder Geräte wie drahtlose Kopfhörer, Autoschlüssel und Garagentoröffner beseitigt hatte.

Einsatzgebiete

Die Prüfer sind immer dann gefragt, wenn Beeinträchtigungen von Funk- und Telekommunikationsdiensten keine betrieblichen Ursachen haben, sondern durch ungewollte oder unzulässige Funkaussendungen oder andere elektromagnetische Effekte verursacht werden. Der PMD kontrolliert auch, ob Versorgungsverpflichtungen im Mobilfunk umgesetzt und Grenzwerte der elektromagnetischen Umweltverträglichkeit eingehalten werden. Seine Mitarbeiter suchen auch nach Frequenznutzungen ohne Zuteilung.

Der PMD ist an 19 Standorten im Bundesgebiet mit Messfahrzeugen vertreten, betreibt ein Messlabor für die Marktüberwachung und eine Satellitenmessstelle. Verbraucher und Unternehmen können unter 04821/89 55 55 oder an funkstoerung@bnetza.de kostenlos eine Funkstörung melden. Verursacher von Funkstörungen müssen ebenfalls keine Kosten befürchten, soweit sie keine direkte Schuld daran trifft. Wer allerdings gezielt Jammer oder Handy-Killer einsetzt, um den Empfang zu erschweren oder zu unterbrechen, könnte dagegen bei einem PMD-Einsatz mit Kosten von über 1000 Euro belastet werden. Nicht zugelassene Repeater, DVB-T-Antennen, vergessene Hausantennenverstärker, verirrte DECT-Basisstationen oder Baby-Phones führen bei den großen Netzbetreibern dazu, dass sie eigene "Strahlenjäger" oder externe Teams aussenden.
(anw)


Quelle: https://heise.de/-5005508



PS: Härter Strafen wären endlich mal angebracht! Nicht für Unbedarfte oder Oma & Opa von nebenan, sondern für die die immer wieder vorsätzlich solche Straftaten begehen und damit alle Anderen wissentlich schädigen, egal ob direkt oder indirekt!
Thema: Kampf um CDU-Vorsitz: Merz will Nutzer der Corona-Warn-App orten
Muad'Dib

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Kampf um CDU-Vorsitz: Merz will Nutzer der Corona-Warn-App orten 11.01.2021 09:40 Forum: Off - Topic


Die drei Kandidaten für die CDU-Spitze sagten in C-Netz-Talks, wie sie die Digitalisierung wuppen wollen. Friedrich Merz ist gegen "rechtsfreie Räume" im Netz.





Die Politik und das Recht in Deutschland sind "viel zu viel auf den individuellen Datenschutz ausgerichtet". Dies beklagte Friedrich Merz, der aktuell für den CDU-Vorsitz kandidiert, in einer am Sonntag veröffentlichten Gesprächsrunde mit dem Verein C-Netz, der CDU und CSU nahesteht. So komme es auch, dass die Corona-Warn-App der Bundesregierung "wirkungslos" sei: Sie registriere nur, wer sich mit dem Virus infiziert habe, erlaube eine "Nachverfolgung" der Betroffenen aber nicht.

"Seltsame" Prioritäten

Ein solches Tracking sei einer der entscheidenden Erfolgsfaktoren im Kampf gegen Covid-19 in asiatischen Ländern wie Südkorea und Japan, meinte Merz in dem rund einstündigen Videotalk. "Wir schicken Faxe in Gesundheitsämter", kritisierte der Jurist, der 2018 schon einmal an die CDU-Spitze wollte. Ein "zentraler Datenspeicher" bei der Tracing-App, gegen den sich die Bundesregierung bewusst entschieden hatte, wäre da "viel effizienter". Es mute seltsam an, wenn die Nutzer den US-Herstellern der großen Smartphone-Betriebssysteme und deren dezentralem Ansatz zum Verfolgen von Infektionsketten mehr vertrauten als dem Staat.

Die Gesellschaft müsse abwägen, ob ihr der Daten- oder der Gesundheitsschutz wichtiger sei, forderte Merz. Wenn er mit seinem Handy aus seiner Heimat im Sauerland in die Niederlande reise, werde er dort von seinem Provider begrüßt, spielte er darauf an, dass die Mobilfunkbetreiber Standortdaten der Nutzer auswerten. "Warum kann nicht das Gesundheitsamt wissen, wo ich bin?", plädierte er für eine vergleichbare Lokalisierung der CWA-Anwender durch die Behörden.

"Ich hab damit keine Probleme."

Der 65-Jährige bezeichnete sich als "überzeugten Föderalisten", aber bestimmte Dinge wie die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung "können Sie nicht der untersten Ebene überlassen". So sei die Justiz in Nordrhein-Westfalen (NRW) inzwischen weitgehend digitalisiert, arbeite etwa mit Großbildschirmen in Gerichtssälen und führe die E-Akte ein. So etwas funktioniere aber nur, wenn man etwa die Entscheidung, welches System wann eingeführt werde, nicht jedem Ministerium überlasse.

CDU-Kandidaten reif für Digitalministerium

Einig ist sich Merz mit den Teams um Armin Laschet und Norbert Röttgen, die ebenfalls die CDU führen und gegebenenfalls den Kanzlerkandidaten stellen wollen, dass an einem Digitalministerium beim Bund kein Weg mehr vorbeiführt. Es brauche eine solche operative Zuständigkeit, um etwa über wichtige Weichenstellungen in den nächsten Jahren wie die Beteiligung an europäischen Cloud-Lösungen zu entscheiden. Fest steht für ihn, dass in Deutschland und Europa wieder Technologien bis zur Marktreife entwickelt werden sollten, "die auf der Welt führend sind".

Um mehr Begeisterung für Startups und technologische Durchbrüche zu erzeugen, sollten Gründer Gewinne steuerlich begünstigt vereinnehmen können, "wenn sie in Deutschland bleiben". Eine deutsche DARPA hält Merz dagegen nicht für nötig, um Sprunginnovationen voranzutreiben. Hier "muss man nicht alles in eine Hand legen. Wir wissen nicht, was der nächste große Zyklus sein wird." Besser sei es, viele Dinge zu erforschen und auszuprobieren.

Aus der Rezo-Debatte über die "Zerstörung der CDU" im Umfeld etwa der umkämpften EU-Urheberrechtsrichtlinie und damit verknüpfter Upload-Filter hat Merz offenbar wenig mitgenommen. Er sieht in der Copyright-Diskussion die großen Plattformen als "Medienunternehmen des 21. Jahrhunderts" mit verantwortlich für die Inhalte, die Nutzer über sie verbreiten. Auch das Netzwerkdurchsetzungsgesetz sei in diesem Sinne "aus guten Gründen gemacht worden".

"Keine rechtsfreien Räume"

"Wenn wir eine Qualitätskultur wollen", dann dürfe es auf den Plattformen "auch in Zukunft nicht alles umsonst" geben, unterstrich der in Umfragen führende Kandidat. Urheber hätten einen Anspruch auf angemessene Vergütung. Für ihn gelte der Obersatz: "Auch das Internet und Social-Media-Kanäle sind keine rechtsfreien Räume."

Die gleiche Ansicht vertrat mit Ellen Demuth in ihrem "Digitalcheck" die "Chefstrategin" von Norbert Röttgen. Momentan übertrügen sich noch zu viele Fantasien etwa über Gewaltanwendung und Hass aus den sozialen Netzwerken in die reale Welt. Strafbare Äußerungen auf den Plattformen müssten geahndet, die Betreiber stärker in die Pflicht genommen werden. Zu tief dürfe der Staat hier aber nicht eingreifen, da die Meinungsvielfalt auf jeden Fall gewährleistet und ein Overblocking verhindert werden müsse.

...

Angesichts des Missbrauchs sozialer Medien und anderer Internetforen "für Hass, Antisemitismus, Verschwörungstheorien und ganz gezielte Fälschungen" warb Laschet für "Lehrstühle, die sich mit ethischen Fragestellungen beschäftigen". Die Diskussion zu diesem Aspekt sei besonders heikel. Der 59-Jährige betonte: "Wir müssen einen gesellschaftlichen Konsens erzielen", dass staatliche Einflussnahme in diesem Bereich "im Interesse aller" sei. Laschet hatte zusammen mit seinem Teampartner Jens Spahn vorige Woche bereits einen 10-Punkte-Plan für die Wahl des neuen Vorsitzenden während des CDU-Online-Parteitags am 15. und 16. Januar veröffentlicht und dabei einen Fokus auf die Digitalisierung gelegt.
(mho)


Quelle: https://heise.de/-5019618



PS: Wer als Jurist so einen Müll ablässt hat doch von der EDV Realität keinen Plan!!!
Thema: Corona-Pandemie: Einmal erreichte Immunität könnte Jahre halten
Muad'Dib

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Corona-Pandemie: Einmal erreichte Immunität könnte Jahre halten 11.01.2021 09:37 Forum: Off - Topic


Eine neue Studie legt nahe, dass Abwehrzellen gegen SARS-CoV-2 nach Impfung oder überstandener Infektion über einen längeren Zeitraum im Körper aktiv bleiben.






Wer sich von einer COVID-19-Erkrankung erholt hat, ist womöglich auch acht Monate nach der Infektion gegen das Coronavirus immun. Zu diesem Ergebnis ist eine neue Studie gekommen. Die Interpretation der Resultate liefert ein erfreuliches Signal: Die Immunität gegen das Virus hält womöglich mehrere Jahre an. Solle sich dies bestätigen, lindert das Ängste, dass die Corona-Impfung mehrfach wiederholt werden müsste, um die Pandemie in den Griff zu bekommen.

Angst vor schlechtem Immungedächtnis

"Es gab ursprünglich viele Bedenken, ob das Virus vom Immunsystem gut erinnerbar wäre", sagt Shane Crotty, Virologe und Professor am La Jolla Institute für Immunologie in Kalifornien und Co-Autor des neuen Papers. "Stattdessen scheint das Immungedächtnis hier ziemlich gut zu sein."

Die vergangene Woche im Wissenschaftsmagazin Science veröffentlichte Studie kontrastiert mit früheren Ergebnissen, die nahelegten, dass die Immunität gegen Covid-19 nur von kurzer Dauer sein könnte, sodass Millionen derer, die schon eine Infektion durchgemacht haben, dem Risiko einer erneuten Ansteckung ausgesetzt wären.

Diese Zwickmühle wäre nicht überraschend gewesen, da Infektionen mit anderen Coronaviren – etwa den berühmten jährlichen Erkältungen – in der Regel Antikörper produzieren, die recht schnell wieder schwinden. Doch nach der neuen Studie sollten Wiederansteckungen nur für einen kleinen Prozentsatz der schon immunen Bevölkerung zu einem Problem werden.

Impfung und Infektion: B-Zellen bleiben vorhanden

Das gilt offenbar sowohl für zuvor infizierte und gesundete als auch für geimpfte Menschen. Tatsächlich legt die Studie allerdings auch nahe, dass eine kleine Anzahl von genesenen Personen keine langanhaltende Immunität entwickelt. Doch Impfungen sollten dieses Problem ausgleichen, indem eine Herdenimmunität im Großteil der Bevölkerung erwirkt wird.

Crottys Paper untersuchte Blutproben von 185 Männern und Frauen, die sich von Covid-19 erholt haben – die meisten davon nach einer leichten Infektion, obwohl sieben Prozent auch im Krankenhaus aufgenommen wurden. Jede Person gab mindestens eine Blutprobe, je zwischen sechs Tagen und acht Monaten nach Auftritt der ersten Symptome. 43 der Proben wurden nach sechs Monaten genommen.

Das Team, das die Untersuchung durchführte, berechnete die Grade unterschiedlicher immunologischer Marker, die zusammenarbeiten, um eine Wiederansteckung zu verhindern: Antikörper (die Krankheitserreger für den Körper markieren, damit sie vom Immunsystem entweder zerstört oder in ihrer Aktivität neutralisiert werden), B-Zellen (die Antikörper produzieren) und T-Zellen (die infizierte Zellen töten).

Mäßige Abnahme nach acht Monaten

Das Wissenschaftlerteam fand heraus, dass Antikörper nach acht Monaten mäßig im Körper abnahmen, wenngleich es graduell starke Unterschiede zwischen Individuen gab. Die Anzahl der T-Zellen nahm hingegen nur bescheiden ab und die Menge der B-Zellen blieb stetig oder nahm teilweise auf – bislang ungeklärte – Weise sogar zu.

Das bedeutet, dass freie Antikörper zwar abnehmen, doch die Komponenten, die ihre Produktion wieder ankurbeln und einen Angriff auf das Coronavirus koordinieren können, in beachtlicher Menge vorhanden bleiben.

Crotty meint, dass der gleiche Mechanismus, der zu einem Immungedächtnis nach einer Infektion führt, auch die Basis für eine Immunität nach einer Impfung bildet – es darf also von derselben Entwicklung bei geimpften Menschen ausgegangen werden.

Vergleich mit anderen Coronaviren

Allgemein gilt die Immunität bei anderen Coronaviren als nicht gerade herausragend. Allerdings zeigt ein Vergleich mit SARS – sozusagen dem Vorgänger oder Cousin des neuen Coronavirus –, dass entsprechende T-Zellen bis zu 17 Jahre Körper verbleiben. Das gibt Anlass zur Hoffnung, dass die Immunität gegen Covid-19 womöglich jahrzehntelang anhalten könnte.

Die La-Jolla-Studie ist allerdings nicht perfekt, was auch die Forscher um Crotty einräumen. So wäre es besser gewesen, jedem Probanden mehrere Blutproben abzunehmen. "Immunität variiert von Person zu Person und Individuen mit einem ungewöhnlich schwachen Immungedächtnis könnten immer noch anfällig sein für eine Wiederansteckung", warnt der Virologe.

Man könne keine sicheren Schlussfolgerungen über eine Immunität gegen Covid-19 ziehen, ehe Jahre vergangen sind. "Dafür ist es einfach zu früh." Trotzdem seien die Ergebnisse ein guter Indikator dafür, dass eine funktionierende und langfristige Impfkampagne die Pandemie beenden könne.
(bsc)


Quelle: https://heise.de/-5019069



PS: Auweia! Das hört sich an wie eine Sagrotan Werbung! "...können BIS ZU 99,9% aller Viren entfernt werden"... wer soll das glauben??
Thema: Abgasbetrug: Verschiebt sich der Winterkorn-Prozess?
Muad'Dib

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Abgasbetrug: Verschiebt sich der Winterkorn-Prozess? 10.01.2021 13:17 Forum: Off - Topic


Möglicherweise wird die mit Spannung erwartete Verhandlung gegen den früheren Volkswagen-Konzernchef Winterkorn verschoben.





Der ab Ende Februar geplante Betrugsprozess gegen Martin Winterkorn könnte wegen gesundheitlicher Probleme des früheren Volkswagen-Konzernchefs verschoben werden. Das Landgericht Braunschweig erklärte am Freitag (8. Januar 2021) auf Anfrage, dass sich die zuständige Kammer zur Verhandlungsfähigkeit des inzwischen 73-jährigen Angeklagten gutachterlich beraten ließ. Das öffentliche Verfahren (Az.: 6 KLs 23/19), bei dem Winterkorns Rolle in der Diesel-Abgasaffäre untersucht werden soll, könnte damit erst verzögert starten. Zu konkreten Details und Fristen äußerte sich das Gericht jedoch nicht.

Aus Winterkorns Umfeld hieß es, die Möglichkeit einer Verschiebung bestehe durchaus. Letztlich müsse aber die Braunschweiger Wirtschaftsstrafkammer über die weitere Terminierung entscheiden. Zuvor hatten die Süddeutsche Zeitung und der Norddeutsche Rundfunk über die Entwicklung berichtet. Nach bisheriger Planung soll die lange vorbereitete Hauptverhandlung am 25. Februar 2021 beginnen, sie dürfte sich bis mindestens ins Frühjahr 2023 ziehen.

Kosten für Volkswagen bislang: 30 Milliarden Euro

Im Oktober 2020 hatte das Landgericht bereits eine erste Terminübersicht erstellt, die nun jedoch ins Wanken geraten könnte. Winterkorn soll inzwischen im Rollstuhl sitzen. Berichten zufolge soll er zudem vor einer wichtigen Operation stehen, die den Zeitablauf im Gerichtssaal zusätzlich durcheinanderbringen könnte. Bei dem Abgasbetrugs-Prozess sind noch vier weitere Führungskräfte wegen des Vorwurfs des gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs angeklagt. Der Betrug kostete den Konzern bis heute weit über 30 Milliarden Euro an juristischen Ausgaben.

Chronologie des Abgas-Skandals

Mitte September 2015: Die US-Umweltschutzbehörde EPA beschuldigt den Volkswagen-Konzern, Diesel-PKWs der Baujahre 2009 bis 2015 mit einer Software ausgestattet zu haben, die die Prüfungen auf US-amerikanische Umweltbestimmungen austrickst. Zu ähnlichen Untersuchungsergebnissen ist auch das California Air Resources Board (CARB) gekommen. Beide Behörden schicken Beschwerden an VW.

Winterkorn war kurz nach dem Auffliegen der Manipulationen zurückgetreten. Er sei sich "keines Fehlverhaltens bewusst", sagte er damals. Vor einem Untersuchungsausschuss des Bundestags betonte er ebenfalls, zuvor nichts von illegalen Täuschungen gewusst zu haben. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig klagte ihn nach langwierigen Ermittlungen dennoch an. Zwischenzeitlich hatten auch Gerüchte über eine mögliche Einstellung des Verfahrens die Runde gemacht, weil die Ankläger bei einigen Punkten nacharbeiten mussten.

Marktmanipulation

Winterkorn muss sich außerdem auf einen Prozess wegen mutmaßlicher Marktmanipulation einstellen. Termine hierfür waren zuletzt noch nicht bekannt. Ein Marktmanipulationsverfahren gegen den aktuellen Volkswagen-Konzernchef Herbert Diess sowie gegen den früheren Finanzvorstand und heutigen Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch wurde gegen die Zahlung von 9 Millionen Euro eingestellt.
(mfz)


Quelle: https://heise.de/-5018738


PS: Bäh! Jetzt kommt die Nummer wieder: Der arme, alte Mann muss wegen seinem schlechten Gesundheitszustand geschont werden. BÄH!!
Das hatten wir schon beim Mielke Verbrecher!!
Thema: Ex-Trump-Berater: YouTube löscht den "War Room" von Steve Bannon
Muad'Dib

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Ex-Trump-Berater: YouTube löscht den "War Room" von Steve Bannon 10.01.2021 13:12 Forum: Off - Topic


Nach einem Videotalk mit Donald Trumps Anwalt Rudy Giuliani zum Sturm auf das Kapitol zog YouTube beim Kanal des Ex-Breitbart-Chefs Steve Bannon den Stecker.




Nach Twitter und Facebook geht auch YouTube seit dem Angriff von Anhängern des amtierenden US-Präsidenten Donald Trump auf das Kapitol teils entschlossener gegen rechtsextreme Verschwörungsschwurbler vor. So hat die Google-Tochter am Freitag den Podcast "War Room" von Steve Bannon von der Plattform verbannt, der zuvor viele Abonnenten hatte. Die Betreiber des Videoportals werfen dem früheren Chefstrategen Trumps vor, wiederholt gegen die Geschäftsbedingungen verstoßen zu haben.

Giuliani: "Trump sollte Staatsgeheimnisse öffentlich machen"

Der Rauswurf erfolgte wenige Stunden nach einem Videogespräch zwischen Bannon und dem persönlichen Anwalt Trumps, Rudy Giuliani. Dieser hatte dabei den gewaltsamen Sturm des rechten Mobs auf den Sitz des US-Kongresses verteidigt. Der republikanische Ex-Bürgermeister von New York gab "den Leuten, die die Unterdrückung durchführen", Mitschuld an den größtenteils für die sozialen Medien arrangierten Vorfälle vom Mittwoch.

Zugleich erklärte Giuliani, die Zeit der "Harmonie" sei vorbei, Trump sollte die letzten Tage seiner Präsidentschaft nutzen, um Staatsgeheimnisse als nicht mehr vertraulich einzustufen und so öffentlich zu machen.

Kanal-Löschung nach vorherigen Abmahnungen

YouTube führte vorigen Monat eine sogenannte Three-Strikes-Regel ein und reagierte damit auf die von Trump und rechten Kreisen angestoßene Kampagne zu angeblichem Wahlbetrug zugunsten der Demokraten und ihrem Kandidaten Joe Biden ("Stop the Steal"). Laut der Vorgabe besteht der "erste Schlag" aus einer einwöchigen Zwangspause für einen Kanalbetreiber, der zweite aus einer zweiwöchigen. Bei einem dritten Verstoß wird das Konto entfernt.

Eigentlich sollte es eine Übergangsperiode bis zur Amtseinführung Bidens am 20. Januar geben. Die Plattform beendete diese Frist nach dem Überfall auf die Gesetzgeber mit fünf Toten aber vorzeitig. Ein YouTube-Sprecher erklärte nun, dass man Bannons War Room und einen damit verknüpften weiteren Kanal des langjährigen Chefs der als rechtsradikal eingestuften Seite "Breitbart News" im Einklang mit der neuen Regel gelöscht habe. Zuvor seien planmäßig mehrere Abmahnungen erfolgt, was aber erneut zu problematischen Beiträgen geführt habe.

"Köpfe auf Spießen als Warnung an die Bürokraten"

Schon im November hatte Bannon während der US-Präsidentschaftswahl in seinem Podcast Enthauptungsfantasien gegenüber FBI-Chef Christopher Wray und dem Immunologen und Corona-Regierungsberater Anthony Fauci freien Lauf gelassen. Wenn er an der Macht wäre, würde er deren Köpfe aufspießen und sie an "zwei Ecken des Weißen Hauses stellen als Warnung an die Bürokraten", ließ der 67-Jährige durchblicken und löste so ein breites Echo bei QAnon-Verschwörungserzählern aus. YouTube sperrte daraufhin nur den Beitrag selbst und zählte Bannon an, Twitter löschte sein Konto schon damals ganz.

Am Freitag und Samstag tauchten noch "Klone" des "War Room" auf YouTube auf. Das Unternehmen reagierte in der Regel aber schnell und kündigte die einschlägigen Konten, da diese gegen die Richtlinie gegen "Identitätsdiebstahl" verstoßen hätten. In Apples AppStore ist Bannons Podcast ebenfalls nicht mehr verfügbar. Andere auf solche Audio- und Videobeiträge spezialisierte Plattformen wie "Odysee" werben dagegen damit, dass sie den "War Room" weiter im Angebot haben.

Aufwiegler mit "Blut an seinen Händen"

Die neue Mitarbeitervertretung der Google-Mutter Alphabet kritisierte YouTube am Donnerstag dafür, die "verstörenden Ereignisse" rund ums Kapitol nicht ernst genug zu nehmen. Sie beklagte vor allem, dass der Netzwerkbetreiber Trump nach wie vor eine öffentliche Plattform biete. YouTube löschte zwar ein Video des Noch-Präsidenten, in dem dieser erneut von Wahlbetrug gesprochen und die Aufrührer gelobt hatte: "Wir lieben Euch. Ihr seid etwas sehr Besonderes." Sein Konto sperrte die Firma aber nicht – im Gegensatz zu Facebook und mittlerweile auch Twitter.

"Wir wissen, dass soziale Medien die faschistische Bewegung, die in den Vereinigten Staaten wächst, ermutigt haben", erklärte die Gewerkschaft. "Wir sind uns besonders darüber im Klaren, dass YouTube, ein Produkt von Alphabet, eine Schlüsselrolle bei dieser wachsenden Bedrohung gespielt hat." Darauf hätten die Führungskräfte des Videoportals "nur unzureichend reagiert". Die hauseigenen Richtlinien gegen Hass und Extremismus müssten endlich stringent durchgesetzt werden. Beobachter von "Media Matters for America" betonten, YouTube hätte das Bannon-Konto schon längst sperren müssen. Der Aufwiegler habe "Blut an seinen Händen".
(bme)


Quelle: https://heise.de/-5019390


PS: Der Giuliani ist schon eine echte Lachnummer!

Tritt auf wie ein Wurzeltroll, Berggnom oder Der Pinguin und speit für seinen Geldschmierer Donald "Joker" Trump Gift und Galle in die Massen!
Thema: Spionage: Britisches Gericht schränkt massenhaftes GCHQ-Hacking ein
Muad'Dib

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Spionage: Britisches Gericht schränkt massenhaftes GCHQ-Hacking ein 10.01.2021 13:06 Forum: Sicherheit, Datenschutz, Virenabwehr & Updates


Der britische Geheimdienst GCHQ darf künftig nicht mehr auf Basis breiter allgemeiner Gerichtsanordnungen in technische Geräte wie Smartphones eingreifen.





Der britische High Court, der bedeutende Fälle in erster Instanz behandelt, hat in einem Urteil vom Freitag die bisherige breite Befugnis der Spionagebehörde GCHQ für internationale Cyberangriffe eingegrenzt. Der Geheimdienst darf demnach nicht mehr im Ausland auf Basis allgemeiner, nicht auf spezifische Maßnahmen ausgerichteter Gerichtsanordnungen – etwa per Staatstrojaner – in Smartphones, Computer und ganze Netzwerke eindringen.

Konkrete Spionageziele benennen

Die Richter stellten auf Klage der Bürgerrechtsorganisation Privacy International hin fest, dass Abschnitt 5 des Intelligence Services Act (ISA) von 1994 es Sicherheitsbehörden wie Geheimdiensten nicht erlaubt, sich auf solche breiten "thematischen" Durchsuchungsbefehle zum Hacken von IT-Systemen und Kommunikationsnetzen zu stützen. Konkrete Ziele der Spionage müssten in entsprechenden Anordnungen klar benannt werden. Nur so könnten die grundlegenden Verfassungsprinzipien des Vereinigten Königreichs und die Bestimmungen des allgemeinen britischen Rechts eingehalten werden.

In dem Urteil untermauert der High Court das Prinzip, dass ein Durchsuchungsbefehl nicht so weit gefasst sein darf, dass er den Ausführenden einen erheblichen Ermessensspielraum einräumt. Er kann sich etwa nicht auf eine ganze Klasse von Gegenständen, Personen oder Verhaltensweisen erstrecken wie etwa "alle Mobiltelefone, die von einem Mitglied einer kriminellen Vereinigung benutzt werden". Vielmehr müssen etwa die Namen, Standorte oder Kennungen Verdächtigter angegeben werden.

Gegen Ermächtigung zu Massenüberwachung

Laut dem britischen Überwachungsgesetz "Investigatory Powers Act" von 2016 darf der GCHQ massive Eingriffe in technische Gerätschaften vornehmen. Die britische Regierung hatte 2018 die Parole ausgegeben, dass der Geheimdienst diese zunächst für Einzelfälle in Ausnahmen vorgesehene Kompetenz öfter anwenden solle und damit erneut Proteste bei Datenschützern ausgelöst.

Privacy International geht seit vielen Jahren gegen diese Ermächtigung zur Massenüberwachung vor. Die Beschwerdeführer hatten sich 2014 zunächst an das zuständige nationale Gericht gewandt, das Investigatory Powers Tribunal (IPT). Dieses hatte die Klage 2016 zurückgewiesen, aber erstmals die massiven, von Edward Snowden publik gemachten GCHQ-Spionageaktivitäten bestätigt und "ernsthafte Fragen" damit verknüpft.

Berufung ist möglich

Die Aktivisten verfolgten ihr Anliegen weiter durch die Instanzen. 2019 gab ihnen schließlich der Supreme Court weitgehend Recht. Das oberste britische Gericht urteilte, dass Entscheidungen des IPT vom High Court überprüft werden können und das Prinzip der Rechtsstaatlichkeit gewährt werden muss. Privacy International wandte sich daraufhin erneut an die zuständige Instanz und erstritt nun die Klarstellungen. Der IPT beziehungsweise die britische Regierung können dagegen noch in Berufung gehen. Tun sie dies nicht, müssen sie die Anordnungspraxis einschränken.

2018 hatte der Supreme Court schon entschieden, dass die britischen Geheimdienste GCHQ, MI5 und MI6 sich jahrelang illegal massenhaft Zugang zu Daten von Internetnutzern verschafft hatten. Caroline Wilson Palow, Justiziarin von Privacy International, sprach angesichts der Ansage vom High Court nun von einem historischen Sieg. Dieser übertrage 250 Jahre alte Rechtsprinzipien in die Neuzeit. Die Regierung sei viel zu lang mit den viel zu breiten Anordnungen durchgekommen.
(tiw)


Quelle: https://heise.de/-5019452


PS: Alles gut und schön - nur WER kontrolliert das???
Thema: Falsch angekreuzt: Justiz rudert bei Staatstrojaner-Statistik zurück
Muad'Dib

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Falsch angekreuzt: Justiz rudert bei Staatstrojaner-Statistik zurück 10.01.2021 13:02 Forum: Off - Topic


Die Polizei hat 2019 offenbar weniger oft IT-Systeme gehackt, als zunächst offiziell angegeben. Zuständige waren wohl mit den Fragebögen überfordert.





Im Dezember veröffentlichte das Bundesamt für Justiz (BfJ) erstmals Statistiken dazu, wie häufig Ermittler von Bund und Ländern von ihrer 2017 eingeführten Befugnis Gebrauch machten, Internet-Telefonate und Messenger-Kommunikation bei Verdacht auf eine Vielzahl von Straftaten zu überwachen sowie heimliche Online-Durchsuchungen durchzuführen. Demnach setzten Fahnder Staatstrojaner 2019 380-mal ein. Die Zahl der Maßnahmen, die mit hohem Aufwand und tiefen Grundrechtseingriffen verknüpft sind, ist aber offenbar zu hoch.

Falsch interpretiert

Die Justizministerien und Staatsanwaltschaften der Länder beharrten zwar zunächst auf ihren Angaben, heißt es in einem Bericht von WDR und NDR. Schließlich hätten sie teils aber eingeräumt, versehentlich falsche Angaben gemacht zu haben. Man müsse in Sachen Quellen-Telekommunikationsüberwachung "deutlich zurückrudern", erklärte dem Bericht zufolge etwa ein Sprecher der Bremer Staatsanwaltschaft.

Die gemeldeten Fälle seien überprüft worden. Dabei habe sich herausgestellt, dass ein Dezernent "die Bögen offenbar missinterpretiert hat. Wir haben im Ergebnis keine Umsetzung." Auch in Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen teilten Staatsanwaltschaften mit, sie hätten tatsächlich keine solchen Überwachungen veranlasst. Die hessischen und sächsischen Justizressorts äußerten erhebliche Zweifel an den Zahlen und wollten eine Revision veranlassen. Aus dem Saarland hieß es, es handele sich um eine "fehlerhafte statistische Erfassung". Die dortigen Zuständigen hatten zunächst 12 Anordnungen gemeldet, von denen 24 durchgeführt worden seien, was keinen Sinn ergibt.

Sebastian Fiedler vom Bund deutscher Kriminalbeamter kritisierte das Schludern: "Den Justizverwaltungen hätte auf den ersten Blick auffallen müssen, dass die Zahlen so nicht stimmen können." Diese komplizierte Form der Überwachung gelinge in der Praxis nur selten. Für die deutsche Polizei sei die Quellen-TKÜ "kein Alltags-Werkzeug".
(kbe)


Quelle: https://heise.de/-5019148
Thema: Windows 7: Bund ließ sich Extra-Support 2020 fast 2 Millionen Euro kosten
Muad'Dib

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Windows 7: Bund ließ sich Extra-Support 2020 fast 2 Millionen Euro kosten 08.01.2021 14:57 Forum: Off - Topic


In den Ministerien und Behörden des Bundes laufen noch mindestens 63.479 Rechner mit dem veralteten Betriebssystem Windows 7.





Die Zahl der Computer in den Bundesministerien und den nachgeordneten Behörden, die noch mit Windows 7 betrieben werden, ist deutlich höher als bislang angenommen. Im zweiten Gang geht die Bundesregierung nun von "mindestens 63.479 Clients" aus, auf denen noch das Betriebssystem läuft, das Microsoft seit 14. Januar 2020 nicht mehr kostenlos mit Sicherheitsupdates unterstützt. Vor einem Jahr war das federführende Bundesinnenministerium (BMI) noch auf 33.000 einschlägige IT-Arbeitsplätze gekommen.

Problem größer als bekannt

Schon damals war aber klar, dass das Support- und Migrationsproblem deutlich größer sein dürfte: in der früheren Übersicht waren fünf der 14 Bundesministerien gar nicht aufgelistet. Offenbar handelte es sich dabei just um die Ressorts, bei denen Windows 7 noch eine besonders wichtige Rolle spielt.

Mit der deutlich angestiegenen Menge der Rechner, für die der Bund für weitere Sicherheitsupdates über Microsofts Extended Security Update-Program (ESU) Geld in die Hand nehmen muss, haben sich auch die dafür nötigen Ausgaben mehr als verdoppelt: Rechnete die Bundesregierung hier zunächst für 2020 mit Gebühren in Höhe von 800.000 Euro, landete sie laut einer heise online vorliegenden aktuellen Antwort auf eine Anfrage des Grünen-Bundestagsabgeordneten Konstantin von Notz letztlich bei 1,9 Millionen Euro. Bis 2023 sollen "mindestens rund 2,51 Millionen Euro Kosten entstehen".

Die Verteilung der betroffenen Computer auf die einzelnen Ressorts und größere Behörden schlüsselte die Regierung gegenüber Netzpolitik.org genauer auf. Im Kanzleramt und den Bundesministerien sind insgesamt rund 18.000 Menschen beschäftigt. Nicht mitgezählt sind dabei die Mitarbeiter in den vielen nachgeordneten Behörden. Zu den besonders personalstarken Ressorts gehören das Auswärtige Amt und das Bundesverteidigungsministerium. Letzteres führt die Rangliste der Ressorts, auf denen noch PCs mit Windows 7 in Betrieb sind, so auch mit 27.326 entsprechenden Arbeitsplätzen an.

Kein Windows 7 nur im Bildungsministerium

Das Innenministerium folgt auf Rang 2 mit 12.935 Rechnern, die Extra-Support benötigen, das Auswärtige Amt belegt Platz 3 mit 10.700 solcher Computer. Das Ministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur muss noch für 5000 Arbeitsplätze einen gesonderten Support-Obolus an Microsoft entrichten, die Ressorts für Landwirtschaft und Gesundheit je für rund 1700, die Beauftragte für Kultur und Medien für 1500. Beim Wirtschaftsministerium sind es 1118 Rechner. In allen anderen Bereichen der Regierung und der ihr unterstellten Verwaltung liegt die Zahl unter 1000. Das Bundesbildungsministerium hat als einziges keine PCs mit Windows 7 mehr im Einsatz.

Die Angaben könnten nach wie vor unvollständig sein, gibt die Regierung zu bedenken. Die Behörden und Ressorts seien für eine zeitgerechte Umstellung auf Windows 10 nach Auslaufen des Supports von Windows 7 selbst verantwortlich. Zentral werde dazu nicht Buch geführt. Die Ressortabfrage sei noch immer nicht "von allen beantwortet" worden.

Bewusst keine Auskünfte gibt das BMI aus Geheimhaltungsgründen zur IT-Infrastruktur beim Bundesnachrichtendienst (BND) und beim Bundesamt für Verfassungsschutz. Teils lässt sich derweil aus Stellenanzeigen erkennen, dass etwa das Bundesamt für Verbraucherschutz noch gezielt nach drei Fachinformatikern mit gründlichen Kenntnissen der Systeme Windows 7 und 10 sucht.

Abhängigkeit als Problem

Die Verfasser einer Studie im Auftrag des BMI waren schon 2019 zum Schluss gekommen, dass insbesondere die Abhängigkeit von Microsoft-Produkten "zu Schmerzpunkten bei der Bundesverwaltung" führen. Dies stehe "im Widerspruch zu den strategischen Zielen der IT des Bundes". Innenminister Horst Seehofer (CSU) hatte damals angekündigt, Gespräche mit Software-Anbietern führen und Alternativ-Programme prüfen zu wollen. Dabei sollte der Einsatz freier Software eine wesentliche Rolle spielen.

Im neuen Plan zur schleppenden IT-Konsolidierung ist von Open Source allerdings keine Rede. Das Verteidigungsministerium bleibt bei den darin aufgezeichneten, bis 2028 laufenden vier Wellen zur Harmonisierung von Rechner- und Serverstrukturen sowie der Verlagerung von Diensten in die Cloud zudem genauso außen vor wie etwa das Auswärtige Amt.
(mho)


Quelle: https://heise.de/-5018119



PS: So leicht hat m$ noch nie mit altem softwareklimbim Kohle verdient!!

Die Lobbyisten in Berlin, München etc. haben "hervorragende Arbeit" geleistet...
Thema: ||| Aktuelle Covid19 Lage |||
Muad'Dib

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08.01.2021 14:32 Forum: Off - Topic


Man, das wird noch ein Elend geben mit den Impfungen - wenn sie denn dann überhaupt kommen.
Es liegt in der Natur des Menschen sich bereichern zu wollen, materiell und ideell. Und das wird darauf auch zutreffen... Augen rollen
Thema: EU plant eigenes Satelliten-Internet
Muad'Dib

Antworten: 2
Hits: 136
08.01.2021 10:15 Forum: Off - Topic


Genauso ist es...
Thema: Kommentar zum Sturm aufs Capitol: Schluss mit Twitter, Facebook & Co.
Muad'Dib

Antworten: 2
Hits: 166
08.01.2021 10:15 Forum: Off - Topic


Ich sag dazu nur, das hört doch bei TUI nicht auf.

BER, grad eröffnet, wie lange hat das gedauert, und gleichmuss wieder subventioniert werden: Salamitaktik der Politgeier!
Lufthansa mit all ihren nebengesellschaften: Wären die nicht unterstützt worden gäbe es in Europa keine Fluggesellschaften mehr. großes Grinsen

Und die Subventionspolitik in D und das kaputtgesparte "Gesund"heitssystem sind seit Jahrzehnten ein GRAUEN!

Noch mal zu Trump: Da er selbst weiss wie sehr das gemeine Volk in US an seinen Lippen hängt hat er ohne jeden Zweifel bewusst und absichtlich diese Arschkarte gezogen und den Pöbel angestachelt - wohlgemerkt, den Pöbel. Ich will nicht wissen was das für abgedrehte Penner waren die da gewalttätig wurden.
Solche Leute die mit den Demokraten die "böse Fratze" des Kommunismus verbinden und den Untergang an die Wand malen!
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