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Zum Ende der Seite springen Hackerangriff: BSI wusste schon länger vom Datenleck – das BKA nicht
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großes Grinsen Hackerangriff: BSI wusste schon länger vom Datenleck – das BKA nicht Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

An der Aufklärung des Hackerangriffs auf Politiker und Prominente sind nun BSI, BKA, Verfassungsschutz, BND und Bundespolizei beteiligt.


Das Bundeskriminalamt (BKA) hat nach eigenen Angaben erst in der Nacht zum Freitag von der Veröffentlichung der großen Menge persönlicher Daten von Politikern und Prominenten erfahren. Das teilte die Behörde allen Bundestagsabgeordneten in einem Schreiben mit, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Dagegen war der massive Hack von Daten dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bereits seit Wochen bekannt. Sein Präsident, Arne Schönbohm, sagte am Freitag dem Fernsehsender Phoenix, dass man schon sehr frühzeitig im Dezember mit einzelnen betroffenen Abgeordneten dementsprechend gesprochen hätte.

Es seien auch Gegenmaßnahmen eingeleitet worden. Unter anderem sei ein Spezialteam für Hilfestellungen bei Betroffenen (Mobile Incident Response Team) losgeschickt worden. "Von daher gab es schon frühzeitig bestimmte Aktionen", sagte Schönbohm.

Am Donnerstagabend war bekannt geworden, dass ein Unbekannter über ein Twitter-Konto im Dezember massenweise persönliche Daten veröffentlicht hat, darunter Handynummern und private Chat-Protokolle. Hunderte Politiker im Bund, in den Ländern und in den Kommunen sind betroffen, darunter Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU). Auch Daten von Schauspielern und Journalisten wurden veröffentlicht.

Aufklärung mit großer Mannschaft

Das BKA warnt die Abgeordneten in seinem Schreiben: "Es ist in Betracht zu ziehen, dass die betroffenen Personen nicht nur im direkten zeitlichen Zusammenhang Ziel beispielsweise von (anonymen) Beleidigungen und Bedrohungen oder vereinzelt Sachbeschädigungen werden können." Die Links zu den Daten seien zwar aktuell nicht mehr zugänglich. "Es ist jedoch davon auszugehen, dass bereits Kopien heruntergeladen wurden und beispielsweise über WhatsApp oder andere offen zugängliche Internetseiten weiter verbreitet worden sind."

An der Aufklärung sind nun offenbar BSI, BKA, der Verfassungsschutz, der Auslandsgeheimdienst BND und die Bundespolizei beteiligt. BSI-Chef Schönbohm machte außerdem deutlich, dass bei der Abwehr solcher Angriffe noch einiges zu tun sei. "Es ist ein kontinuierlicher Prozess. Und da werden wir alle gemeinsam – Staat, Wirtschaft und Gesellschaft – noch besser werden müssen, um es den Angreifern schwieriger zu machen." Zugleich versuchte er der Illusion einer völligen Sicherheit vorzubeugen. "Das ist ein normales Einhergehen mit der Digitalisierung, dass wir immer wieder auch erfolgreiche Angriffe haben. Wir haben auch jeden Tag eine Vielzahl von Wohnungseinbrüchen", erklärte der BSI-Chef.

Cyber-Sicherheitsrat mahnt

Der Cyber-Sicherheitsrat Deutschland hat als Konsequenz aus dem Hackerangriff einen Ausbau der Cyber-Abwehrkapazitäten angemahnt. Ziel müsse sein, Angriffe schneller zu entdecken sowie Cyberkriminelle effektiv zu identifizieren und strafrechtlich verfolgen zu können, sagte der Präsident des Cyber-Sicherheitsrats, Hans-Wilhelm Dünn. Der Vorfall zeige, wie akut und ernst die Gefahren aus dem Cyberraum seien. Nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch gegenüber politischen Systemen – insbesondere Demokratien – und der Gesellschaft könne die voranschreitende, weltweite Vernetzung für solche Kampagnen missbraucht werden und großen Schaden anrichten.

Der im August 2012 gegründete Cyber-Sicherheitsrat Deutschland ist ein politisch neutraler Verein, der Unternehmen, Behörden und politische Entscheidungsträger im Bereich Cyber-Sicherheit berät. Dünn forderte, Betreiber von Instant-Messaging- und Mikrobloggingplattformen sowie sozialen Netzen müssten sich stärker für die Unterbindung derartiger schmutziger Aktionen einsetzen. In der "Rheinischen Post" forderte er darüber hinaus eine Überarbeitung und Erweiterung des sogenannten Netzwerkdurchsetzungsgesetzes. Mit der Veröffentlichung der ersten Unterlagen über einen Account mit mehreren Tausend Followern wäre eine Art Frühwarnmechanismus wünschenswert gewesen.

Das seit 1. Januar 2018 in vollem Umfang geltende Netzwerkdurchsetzungsgesetz schreibt vor, dass Online-Plattformen klar strafbare Inhalte binnen 24 Stunden nach einem Hinweis löschen müssen – und in weniger eindeutigen Fällen eine Woche Zeit haben.

[Update, 05.01., 13:30: Die SPD zeigt sich unterdessen beunruhigt über das Eingeständnis des BSI, schon seit Dezember über den Datenmissbrauch informiert gewesen zu sein. So sagte Burkhard Lischka, der innenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, der Deutschen Presse-Agentur: "Sollte sich herausstellen, dass das BSI schon vor Wochen von Veröffentlichungen gehackter Daten wusste, ohne die anderen Sicherheitsbehörden zu informieren, ist dies vollkommen inakzeptabel und wirft kein gutes Licht auf die Zusammenarbeit unserer Sicherheitsbehörden im Bereich der Cybersicherheit."

Auch die Opposition fordert Aufklärung. "Wenn dies so ist, stellen sich viele Fragen", schrieb Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau von der Linkspartei auf Twitter an das BSI und das Bundesinnenministerium gerichtet. Die Grünen-Abgeordnete Tabea Rößner stimmt hier zu: "Allerdings. Deshalb brauchen wir auch dringend Sondersitzungen der Gremien." Ihre Fraktion hat bereits eine Sondersitzung des Innenausschusses beantragt und eine Sitzung der für IT-Fragen zuständigen Bundestagskommission (IuK-Kommission).

Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main, deren Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) die Ermittlungen führt, arbeitet nach eigenen Angaben mit Hochdruck an der Aufklärung. Aus ermittlungstaktischen Gründen würden derzeit aber keine weiteren Auskünfte gegeben, teilte ein Sprecher am Samstag mit.] (ane)



Quelle: https://heise.de/-4266052

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Festnahme nach Datenklau bei Politikern und Prominenten Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Nach dem Online-Angriff auf Politiker und Prominente ist ein 20-Jähriger in Hessen vorläufig festgenommen worden.

Der nach dem Online-Angriff auf Politiker und Prominente vorläufig festgenommene 20-Jährige aus Mittelhessen ist in vollem Umfang geständig. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Sicherheitskreisen.

Zudem will sich Innenminister Horst Seehofer am frühen Nachmittag vor der Hauptstadtpresse äußern. Zuvor hatte der CSU-Politiker betont, er werde die Bevölkerung "nur mit belastbaren Fakten und nicht mit Vermutungen" informieren. Neben ihm auf dem Podium sollen der Präsident des Bundeskriminalamts (BKA), Holger Münch, und der Chef des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Arne Schönbohm, sitzen.

Seehofer hatte sich am Montag von Münch und Schönbohm auf den aktuellen Stand der Ermittlungen bringen lassen. Rund 1000 Politiker, Prominente und Journalisten sind nach Angaben des Innenministeriums von dem Online-Angriff betroffen. Etwa 50 Fälle seien schwerwiegender, weil größere Datenpakete wie Privatdaten, Fotos und Korrespondenz veröffentlicht worden wurden. Das BSI habe schon im vergangenen Jahr von fünf Fällen gewusst - ohne einen Zusammenhang zu erkennen.

Nach einem Bericht des Redaktionsnetzwerkes Deutschland (RND/Dienstag) bekamen Opfer der Online-Attacken in den vergangenen Tagen Anrufe mit Nummern aus Russland. Die Anrufer blieben aber anonym. Sicherheitskreise zweifelten, ob die Anrufe von den Urhebern des Angriffs kamen und nicht möglicherweise von Trittbrettfahrern, um einen Verdacht auf russische Nachrichtendienste zu lenken, meldet der RND.

Mit seiner zögerlichen Reaktion auf den Skandal hatte sich Seehofer viel Kritik eingehandelt. Tagelang höre man nichts von Seehofer, dabei sei dieser der politisch Verantwortliche, sagte Linken-Chef Bernd Riexinger am Montag. Auch die SPD nimmt den Minister in die Pflicht. "Beim BSI herrscht Kommunikationswirrwarr, und diese Behörde untersteht dem Bundesinnenminister", sagte der SPD-Innenexperte Burkhard Lischka der "Passauer Neuen Presse" (Dienstag). Lischka beklagte zugleich die Zersplitterung der für die IT-Sicherheit zuständigen Behörden und forderte eine bessere Koordination und klare Verantwortlichkeiten.

Im Gegensatz zu Lischka stellte sich der CDU-Innenpolitiker Phlipp Amthor hinter das BSI. "Es ist unsachlich und greift zu kurz, jetzt einseitige Kritik am BSI zu üben", sagte Amthor der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Die Behörde habe die gesetzliche Aufgabe, die IT-Sicherheit der Staatsorgane des Bundes zu schützen. Der Schutz der privaten Kommunikation von Amtsträgern gehöre bisher hingegen nicht zu den gesetzlichen Aufgaben des BSI. An die Kritiker des BSI appellierte Amthor, lieber eine personelle Stärkung der Behörden zu unterstützen.

Forderungen nach strukturellen Änderungen kamen neben Lischka auch von der Opposition. Der Fraktionschef der Linken im Bundestag, Dietmar Bartsch, sagte der "Heilbronner Stimme": "Struktur, Aufgaben und Kommunikation von BSI, BKA und Geheimdiensten müssen neu bestimmt werden." Schleswig-Holsteins Minister für Digitalisierung, Jan Philipp Albrecht (Grüne), forderte ein beim BSI und den Ermittlungsbehörden angesiedeltes eigenes Ermittlungs- und Analysepersonal mit direkten Durchgriffsmöglichkeiten bei Anbietern wie Twitter. Außerdem müssten auch technisch nicht versierte Nutzer in die Lage versetzt werden, Mindeststandards einzuziehen. Albrecht sprach in der "Rheinischen Post" von "Sicherheitsgurten" und "Streifenpolizisten" für das Internet.

Der vom Datenklau besonders betroffene Grünen-Parteichef Robert Habeck hatte am Montag angekündigt, sich als Konsequenz aus dem Ärger um Wahlkampf-Tweets und den Datendiebstahl von Twitter und Facebook zu verabschieden. Der Soziale-Medien-Forscher Wolfgang Schweiger sieht darin eine Zäsur für die Politik im Internet. "Zum ersten Mal gibt ein Politiker zu, dass das Tempo, die Direktheit und Spontaneität in den sozialen Medien für ihn persönlich gefährlich sind", sagte der Professor für Kommunikationswissenschaft der "Augsburger Allgemeinen".

Quelle:

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08.01.2019 10:47 Fritz Müller ist online E-Mail an Fritz Müller senden Beiträge von Fritz Müller suchen Nehmen Sie Fritz Müller in Ihre Freundesliste auf

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