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Geschrieben von Whitebird am 25.08.2025 um 11:15:

traurig Um Bußgelder einzutreiben: Städte lassen Luft aus Autoreifen

Um Bußgelder einzutreiben: Städte lassen Luft aus Autoreifen
25.08.2025 - 10:01
Von: Lysann Mosch


In Zittau werden sogenannte Ventilwächter eingesetzt, um säumige Zahler unter Druck zu setzen. Die Geräte blockieren Autoreifen – wer trotzdem losfährt, riskiert einen Platten. Andere Städte in Sachsen nutzen die umstrittene Methode bereits seit Jahren.

Seit März 2025 greift Zittau im Osten Deutschlands auf ein ungewöhnliches Instrument zurück: Ventilwächter, kleine Geräte, die an Autoreifen angebracht werden. Sobald das betroffene Auto bewegt wird, entweicht langsam Luft, bis der Reifen nach etwa 500 Metern platt ist. Das Ziel ist es, Schuldner so zum Handeln zu zwingen.

Die Stadt betont, dass die Maßnahme nur als letztes Mittel zum Einsatz kommt, wenn andere Versuche zur Eintreibung gescheitert sind. Laut Zittau sei die Methode erfolgreich, konkrete Zahlen nennt die Verwaltung aber nicht. Fest steht: Das Problem ist groß, insgesamt gibt es rund 16.800 offene Forderungen im Wert von zwei Millionen Euro.


Ventilwächter: Maßnahme gilt als sehr effektiv

Auch andere Städte in Sachsen kennen das Verfahren laut dem MDR. Dresden nutzt Ventilwächter bereits seit 2005 als Alternative zu Parkkrallen, weil sie leichter und schneller anzubringen sind. In Görlitz kamen 2024 sechs Geräte zum Einsatz, fast alle führten dazu, dass die Betroffenen ihre Schulden beglichen.


ADAC warnt vor dem Einsatz von Ventilwächtern

Die Einführung sorgt dennoch für Aufregung. ADAC und Verkehrswacht warnen: Wenn ein Reifen während der Fahrt Luft verliert, könnte das eine Gefahr für Fahrer und andere Verkehrsteilnehmer darstellen. Die Stadt Zittau hält jedoch dagegen. Betroffene würden im Vorfeld informiert, und an den Autos selbst kleben Warnhinweise. Wer trotz Hinweises losfährt, trage die Verantwortung selbst.

In den sozialen Netzwerken wird außerdem diskutiert, ob das Verfahren vor allem einkommensschwache Bürger zusätzlich unter Druck setzt. Die Stadt verweist darauf, dass Schuldner jederzeit Ratenzahlungen oder Stundungen vereinbaren können, wenn sie sich melden.


Ventilwächter dienen sonst als Diebstahlschutz

In Dresden kamen im vergangenen Jahr 60 Ventilwächter zum Einsatz, in 47 Fällen führten sie zum schnellen Begleichen der Außenstände. Auch in Görlitz zeigen die Erfahrungen, dass das Mittel wirkt. Städte wie Leipzig verzichten bisher darauf, obwohl dort die Schuldenlast ebenfalls hoch ist.

Interessant ist, dass Ventilwächter auch außerhalb der Verwaltung eine Rolle spielen könnten. Fachleute verweisen darauf, dass die Geräte als Diebstahlschutz eingesetzt werden können: Ist der Ventilwächter aktiv, kann ein gestohlenes Fahrzeug nicht weit bewegt werden. Damit könnten die kleinen Geräte in Zukunft nicht nur für Kommunen, sondern auch für Privatnutzer eine Option sein.

quelle: chip.de



Geschrieben von Muad'Dib am 27.08.2025 um 13:37:

 

Es ist zwar schön wenn Bussgelder "eingetrieben" werden, aber sowas ist ganz klar eine Gefährdung der Allgmeinheit, der allgemeinen Sicherheit und klarer Verstoß gegen die StVO!
Mal abgesehen davon, dass man sich an fremdem Eigentum nicht vergreifen darf.........



Geschrieben von Whitebird am 27.08.2025 um 13:58:

 

und trotzdem machen die das und schieben die ausrede vor, sie hätten dem betroffenen ja seine "straftat" in form von knöllchen?? mitgeteilt. unglücklich

und was ist, wenn einer appetit auf knöllchen hat?




Geschrieben von Muad'Dib am 27.08.2025 um 15:52:

 

Genau da sind wir wieder beim deutschen Behörden- und Ämterwahnsinn angekommen....

Was die maximal heranziehen können ist das "OwidG" und das beinhaltet keine Straftaten, nur Ordnungswidrigkeiten.... Genau genommen machen sie sich selbst durch ihr handeln STRAFBAR.
Bemerkt jemand die IRONIE?? Zwar wurde das OwidG verschärft und es gibt mittlerweile Strafen bis € 500.000, aber das ändert nichts an dem Unterschied zwischen Ordnungswidrigkeit und Straftat!

Beamten-DÜNNSCHISS: "Laut Zittau sei die Methode erfolgreich, konkrete Zahlen nennt die Verwaltung aber nicht."

Ich habe letzten Monat direkt an der FH Bushaltestelle einen Kleinbus mit Parkkralle gesehen - nach circa 2 Wochen war er dann verschwunden. Ich persönlich finde das die sinnvollere Methode.

Unglaublich - aber möglich in Deutschland: Fahrzeugdiebstahl wird mit Bussgeld-nichtzahlung gleichgestellt........................



Geschrieben von femi am 27.08.2025 um 19:46:

 

Billigend in Kauf nehmen, dass jemand verletzt oder gar ums Leben kommt geschockt

Hier haben sie die Unart Strassengräben extra noch auszugraben, natürlich ohne Abdeckungen.
Kommt jemand von der Fahrbahn ab, ist ein Überschlag unausweichlich.
Die Polizei unternimmt natürlich nichts dagegen, aber wehe du bist nicht angeschnallt, dann ist alles schrecklich und gefährlich.
Alles nur Heuchler und Geldeintreiberei.


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