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Geschrieben von Whitebird am 23.04.2026 um 13:50:
RTL/SKY diverse (3)
RTL/SKY diverse (3)
Keine Einwände: RTL darf und wird Sky Deuschland übernehmen
Von Manuel Weis -22. April 2026, 18:58
Im Laufe des ersten Halbjahres wollte RTL Deutschland die Übernahme von Sky Deutschland über die Bühne bringen. Dafür war die Zustimmung der EU-Kommission notwendig. Die gibt es jetzt: Die Kommission hat keine Vorbehalte. Ab wann Sky offiziell zu RTL gehört.
Es ist die größte Veränderung des deutschen Fernsehmarktes seit Jahrzehnten: Es gib keine Hürden mehr für die Übernahme von Sky Deutschland durch RTL Deutschland. Am Mittwoch hat nun auch die EU-Kommission grünes Licht gegeben – und zwar vollkommen ohne Vorbehalte. Untersucht worden seien Auswirkungen des Deals auf Kunden, Lieferanten und Wettbewerber. In der angemeldeten Form würde das Vorhaben den Wettbewerb nicht erheblich beeinträchtigen.
Das Closing des Deals ist derzeit für den 1. Juni geplant – dann wird Sky Deutschland also in den Händen von RTL Deutschland liegen. Vereinbart ist, dass RTL Deutschland für Sky Deutschland rund 150 Millionen Euro bezahlt. Im Gegenzug erhält RTL das komplette Unternehmen, inklusive Tochterfirmen (etwa Sky Media). Es entsteht somit der größte deutsche private Medienanbieter und die Nummer drei im Streaming-Sektor. In Deutschland haben dann nur Netflix und Prime mehr Kunden. Ziel des neuen Unternehmens ist es dann auch, mit den ganz Großen in Konkurrenz zu treten. RTL+ hat derzeit rund sieben Millionen aktive Abonnenten, Sky um die fünf Millionen – zusammen kommen sie laut RTL-Mitteilung auf 12,3 Millionen Kunden.
Das sagen die Verantwortlichen
Neuer CEO von Sky Deutschland wird in den kommenden Wochen Stephan Schmitter, der weiterhin auch Chef von RTL Deutschland bleibt. Während er also beide Unternehmen führt, sollen – so hieß es bis zuletzt – beide Standorte und auch die bekannten Marken erhalten bleiben. Die Nutzungsrechte der geschützten Marke Sky hat RTL jedenfalls mit erworben. Heben will RTL mit dem Zukauf aber auch Synergien, bald sollen jährlich dreistellige Millionen-Summen gespart werden – wie genau das passieren soll, darüber wurde bisher noch nicht gesprochen. Ohnehin haben sich alle Beteiligten zuletzt mit Blick auf das noch laufende Prüfverfahren kaum geäußert.
Jetzt ist zu erwarten, dass RTL in den kommenden Wochen auch kommunikativ auf das Gaspedal treten wird, denn es gibt schon einige Fragen. Wie soll der Vertrieb von Sky und RTL+ künftig aussehen? Welche strategischen Änderungen plant Schmitter für das neu erworbene Sky? Antworten dürften, das sickerte zuletzt schon durch, vor August zu erwarten sein – dann startet die neue Bundesliga-Saison. In einem ersten Statement blieb Schmitter noch eher vage: „Unser Ziel ist es, dem Publikum über alle Kanäle hinweg ein innovatives und überzeugendes lokales Angebot zu bieten – von unabhängigen Nachrichten über Premium-Unterhaltung bis hin zu Live-Sport. Wir wollen spannende Inhalte für alle Budgets und Fanherzen liefern und dabei unsere Zuschauer in den Mittelpunkt unseres Handelns stellen. Ich freue mich sehr darauf, gemeinsam mit den großartigen Teams in München und Köln die Zukunft des Streamings zu gestalten.“
Dana Strong, CEO der Sky-Group, erklärt: „Sky Deutschland hat in den vergangenen drei Jahren erhebliche Fortschritte und eine starke operative Performance erzielt und erreicht so viele Kunden wie nie zuvor. Darauf aufbauend schafft der Zusammenschluss mit RTL neue Chancen für beschleunigtes Wachstum und stärkt das Geschäft langfristig.“ Barny Mills, scheidender Sky-Deutschland-CEO, teilt mit: „Mit dieser Genehmigung können RTL und Sky Deutschland nun zusammen als gemeinsames Unternehmen ihr volles Potenzial realisieren. Ich danke dem Sky DACH-Team für die sehr guten Ergebnisse und den erfolgreichen Turnaround. Das Unternehmen geht aus einer Position der Stärke in diese nächste Phase und ist damit gut für anhaltenden Erfolg als Teil von RTL aufgestellt.“
Und Thomas Rabe, CEO der RTL Group, erklärt: „Durch den Zusammenschluss von RTL und Sky Deutschland werden wir unsere Möglichkeiten verbessern, in Deutschland und ganz Europa in Inhalte, Technologie und Talente zu investieren. Die RTL Group ist überzeugt, dass inländische Zusammenschlüsse notwendig sind, um langfristig mit globalen Plattformen konkurrieren zu können. Der Erwerb von Sky Deutschland ist ein wichtiger erster Schritt in diese Richtung. Wir freuen uns nun darauf, gemeinsam mit den Sky-Deutschland-Teams das volle Potenzial des zusammengeführten Unternehmens auszuschöpfen.“
quelle: digitalfensehen.de
Geschrieben von Whitebird am 23.04.2026 um 13:53:
Nach dem 150-Millionen-Deal: Wie könnte RTL das neue Sky umkrempeln?
Nach dem 150-Millionen-Deal: Wie könnte RTL das neue Sky umkrempeln?
Von Manuel Weis -22. April 2026, 20:02
Die Tinte ist trocken, die Kartellwächter haben genickt: RTL Deutschland übernimmt Sky Deutschland für rund 150 Millionen Euro. Bis zum 1. Juni soll das Closing abgeschlossen sein. Mit über 12,3 Millionen Streaming-Kunden entsteht ein neuer Machtfaktor im deutschen Markt. Doch was bedeutet der Deal für Abonnenten von Sky, Wow und RTL+? Wir analysieren die vier entscheidenden Punkte, an denen sich Sky unter dem RTL-Dach verändern könnte.
Alle kartellrechtlichen Bedenken sind ausgeräumt: Für den Kaufpreis von 150 Millionen Euro (plus eventuelle Zuzahlungen, die vom künftigen RTL-Group-Aktienkurs abhängen) wird RTL Deutschland neuer Eigentümer von Sky Deutschland. Das Closing soll in den kommenden Wochen und bis spätestens 1. Juni über die Bühne gehen. Für 12,3 Millionen Streaming-Kundinnen und Kunden, die RTL Deutschland dann mit den Angeboten RTL+, Wow und Sky haben wird, dürfte sich in der Folge etwas verändern. Denn auch wenn darüber bisher nicht gesprochen wurde – ganz ohne Veränderung würde der Deal freilich keinen Sinn machen. Sowohl RTL als auch Sky haben sich bis dato natürlich offiziell nicht im Detail zu den gemeinsamen Plänen geäußert, aber Beobachter und Branche hatten rund zehn Monate Zeit, über nahende Änderungen zu spekulieren. Was also könnte passieren?
- Sky als Teil von Bundles: Schluss mit der Einzelkämpfer-Rolle
Bisher agierte Sky Deutschland aus einem Selbstverständnis heraus, das in den Nuller Jahren und auch noch in den Zehner Jahren wuchs. Man war der einzige und größte Pay-Anbieter des Landes, verstand sich später auch als Aggregator für andere Streaming-Dienste. Mit Blick auf die Kundenzahlen war Sky zuletzt längst nicht mehr die Eins – Netflix ist weit schneller gewachsen und auch RTL+ hatte (auch wegen des deutlich niedrigeren Preises) deutlich mehr Kundinnen und Kunden. Erreicht wurden diese schnellen Zuwächse nicht zuletzt auch über Bundle-Angebote, mit denen sich bekanntlich nicht nur bares Geld sparen lässt, sondern die die Buchung von mehreren Streamern auch vereinfachen.
Sky hat zwar bisher schon Bundle-Angebote mit Netflix oder Paramount+ angeboten – oder war über Wow Teil eines Super-Sport-Bundles. Diesen Weg wird Sky unter dem RTL-Dach vermutlich stärker gehen – und das fortsetzen, was zuletzt begonnen wurde. Sky bietet Einzelsportarten inzwischen zum Einzelkauf etwa bei YouTube, Sportdeutschland oder Onefootball an – warum also soll Sky Sport als Themenwelt künftig nicht auch über die Telekom oder RTL+ vertrieben werden? RTL+ und Sky werden, daran besteht unter Brancheninsidern kein Zweifel, über kurz oder lang deutlich zusammenwachsen. Es gilt das Credo: Gut ist, was Kunden bringt.
- Die Hardware-Frage: Streaming statt teurer Receiver
Die vergangenen Monate brachte RTL damit, RTL+ auf die neue und einheitliche Bedrock-Plattform umzuziehen. Ob diese Plattform irgendwann auch die Grundlage für Sky wird, hat in Köln und Gütersloh bisher zwar noch niemand gesagt, auszuschließen ist es jedenfalls nicht. Wie lange die bisherige Sky-Hardware von RTL unterstützt wird? Mindestens so lang, wie es die Verträge mit den Kundinnen und Kunden vorsehen – das ist klar. Ob RTL aber auch in einigen Jahren noch auf die bisherige (kostspielige) Hardware setzen wird? Niemand kann das ganz genau sagen. RTL-Group-CEO Thomas Rabe jedenfalls gab schon mal den Weg vor. Die Zukunft ist das Streaming, daran ließ er keinen Zweifel. Auch Sky dürfte in drei bis fünf Jahren noch mehr Streamer sein als heute – und womöglich weniger Aggregator, wenngleich der wunderbar laufende Sky Stream in der Tat eine Bereicherung im Wohnzimmer ist.
- Programmstrategie: Fokus auf schwarze Zahlen
Der vielleicht kniffligste Punkt: Unter den Sky-CEOs Devesh Raj und Barny Mills wurde insbesondere Sky Sport mit seinem erstklassigen Bundesliga-Angebot gestärkt. Die Marke Sky Sport wurde auf Hochglanz poliert, teils auch dank Comcast-Hilfe fanden neue Sportrechte den Weg zu Sky. Das Sportangebot von Sky ist daher heute vielfältiger als noch vor knapp einem Jahrzehnt. Aber Sky hat seine eigenen Grenzen zu spüren bekommen. Mit globalen Riesen wie Paramount+ hat man bei der Champions-League-Rechtevergabe nicht mithalten können. Anzunehmen, dass auch ein gemeinsames RTL/Sky wenig ausrichten kann, wenn ein globaler Streamer irrsinnige Summen auf den Tisch legt. Für RTL und Sky wird es künftig darum gehen, schwarze Zahlen zu schreiben. Aufstrebende Streamer sehen Live-Sport als Marketing-Invest zum Aufbau des eigenen Business an. Stephan Schmitter als nächster Sky-CEO wird mit seinem Münchner Team – ähnlich wie bisher – Antworten auf diese Problemstellung finden müssen. Denn das neue Sky wird wie das bisherige Sky wesentlich mit den Bundesliga-Rechten verbunden sein. Und darüber hinaus? Hatte Sky vor einigen Jahren natürlich für Wirbel gesorgt, weil man die eigenproduzierte Fiction beendete, sich bei Originals auf Non-Fiction konzentrierte – und auch im Filmbereich unter den immer neuen Streamern zu leiden hatte. Den Kundenzahlen, das hat RTL nun deutlich gemacht, hat dies nicht geschadet. Wachstum war mit der bisherigen Strategie gegeben – und dennoch ist es denkbar, dass sich Sky unter dem RTL-Dach künftig abseits der Bundesliga breiter aufstellt – in den Cases, die beiden Firmen nutzen. Für die Produzentenlandschaft kann das eine Chance sein.
Nicht wenige waren der Überzeugung, dass RTL kein gesteigertes Interesse an einem Erhalt der Marke Sky haben werde. Das ist aber, wie aus Köln und Gütersloh schon gesagt wurde, Unsinn. Sky ist als Premium-Pay-Anbieter bestens bekannt und positioniert. Thomas Rabe hat recht, wenn er sagt, dass es recht dumm wäre, diese Marke aufzugeben. So lange es sich rechnet, macht es also Sinn, die Marke in Lizenz weiter zu nutzen – RTL hatte auch bisher keine allzu ablehnende Haltung gegen andere Brands, wie Vox seit Jahrzehnten beweist. Ob das gleiche auch für Wow gilt (das nach der RTL-Übernahme endlich auch Now heißen könnte – die Markenrechte lagen immer bei RTL…) steht auf einem anderen Blatt. Schnellschüsse sind aber auch bei Wow, das prima Wachstum zeigt, nicht zwingend zu erwarten. Zumindest mittelfristig spricht daher einiges dafür, dass an der bisherigen Markenarchiektur nicht gerüttelt wird.
quelle: digitalfensehen.de
Geschrieben von Whitebird am 23.04.2026 um 13:55:
Direkt nach Sky-Übernahme: RTL-Chef kündigt Fußball-Rechte-Hammer an
Direkt nach Sky-Übernahme: RTL-Chef kündigt Fußball-Rechte-Hammer an
Von Manuel Weis -22. April 2026, 20:25
Grünes Licht für die Übernahme von Sky Deutschland durch RTL Deutschland. Beide Unternehmen wachsen im Sommer zusammen. Bei „RTL Aktuell“ hat Stephan Schmitter, RTL-Chef und künftiger Sky-Deutschland-Chef, schon erste Schritte verraten. Welche Rechte Sky neu bekommt – und wo RTL und RTL+ profitieren sollen.
Ab Sommer agieren Sky Deutschland und RTL Deutschland unter einem Dach. Die EU-Kommission hat die Übernahme von Sky Deutschland durch RTL Deutschland am Mittwochnachmittag genehmigt. Stephan Schmitter, CEO von RTL Deutschland und künftig auch Chef von Sky Deutschland, hat im Studio von „RTL Aktuell“ am Mittwochabend erste Veränderungen verraten.
Bundesliga-Offensive: Mehr Fußball für alle
Man habe „ganz ganz viel vorbereitet“ und werde alles Schritt für Schritt in den kommenden Wochen bekannt geben. Schmitter machte aber klar, dass RTL mehr von der Bundesliga haben will. „Wir werden so viele Spiele wie nie zuvor – der ersten und zweiten Bundesliga – im Free-TV zeigen“, erklärte er – ohne ins Detail zu gehen. Nicht alle Spiele hat Sky überhaupt für eine Free-TV-Verwertung gekauft. Die Topspiele am Samstagabend um 18.30 Uhr dürfen etwa gar nicht im Free-TV laufen, das würde die „Sportschau“ schwächen. Denkbar sind aber Zweitligaspiele oder Freitags-Matches, wobei Schmitter künftig den weiter hohen Preis von Sky durch Exklusivität wird rechtfertigen müssen. Nach „Bild“-Infos ist es erlaubt, dass Sky pro Saison bis zu zehn Erstligaspiele im Free-TV zeigt. Schmitter sagt zwar, dass Live-Sport kein reines Luxusgut sein dürfe, er muss sich aber im Klaren sein, dass Sky in bisheriger Form mit Sport-Exklusivität Geld verdient hat. Auch deshalb sagt Schmitter bei „Bild“: „Sky ist und bleibt die Heimat der Bundesliga.“
Synergien bei DFB-Pokal und Europa League
Schmitter stelle klar, dass man den DFB-Pokal künftig auch auf RTL+ zeigen wolle. Der Fernsehmacher ließ offen, ob es sich dabei um alle Spiele handele – oder nur um einige. Er ließ auch offen, ob die Übertragungen alle Sky-gebranded sein werden. Schon bekannt war, dass RTL ja auch Free-TV-Rechte am Pokal erworben hat. Der Pokal werde auf beiden Portalen, also bei RTL+ und Sky, zu sehen sein, meinte Schmitter. Im Gegenzug soll Sky verstärkt Europa-League-Sender werden. „Dann wird der Donnerstag zum Fußballtag“, sagte Schmitter. Kleiner Haken: Die Europa-League-Rechte hält RTL nur noch bis Sommer 2027, dann übernimmt DAZN. Zur Formel1, bei der RTL zuletzt schon eng mit Sky zusammenarbeitete, sagte Schmitter noch nichts. Hier gab es zuletzt Gerüchte, es gäbe Probleme mit einer Free-TV-Verbreitung, die dann auch im Ausland empfangbar ist und Rechte anderer Unternehmen beschneidet.
Grundsätzlich ist Schmitter der Meinung, jetzt die Augenhöhe zu Netflix, Amazon und YouTube zu haben. Bei „RTL Aktuell“ erklärte Schmitter: „Es ist extrem wichtig, dass es jetzt ein Gegengewicht gibt gegen die amerikanischen Medienplattformen. Das ist wichtig für den Medienstandort Deutschland und den Medienstandort Europa. Ich glaube, es ist super wichtig, dass wir unsere Position ausspielen und die demokratischen Strukturen gegen das, was aus Amerika von anderen Plattformen kommt, auch stärken.“
quelle: digitalfensehen.de
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