Geschrieben von Whitebird am 10.06.2026 um 14:47:
Mark Zuckerbergs Handynummer plötzlich im Netz
Mark Zuckerbergs Handynummer plötzlich im Netz
Durch einen Bug beim Passwort-Reset von Instagram ließen sich zeitweise Rufnummern anderer Nutzer abgreifen. Auch Zuckerberg blieb nicht verschont.
9. Juni 2026 um 12:45 Uhr / Marc Stöckel
Bei Instagram hat es offenbar eine Datenpanne gegeben, durch die Angreifer die E-Mail-Adressen und Handynummern von registrierten Nutzern der Plattform abgreifen konnten. Wie
Hackread berichtet, wurden die Daten durch einen Bug in der Passwort-Reset-Funktion des Dienstes offengelegt. Auch eine Rufnummer von Meta-Chef Mark Zuckerberg
soll dabei sein.
Wer bei Instagram sein Passwort zurücksetzen will, muss zunächst seine Handynummer, E-Mail-Adresse oder den Nutzernamen angeben. Anschließend wird ein Passwort-Reset-Link per SMS oder E-Mail angeboten.
Dabei werden Rufnummern und E-Mail-Adressen angezeigt, üblich ist jedoch eine zensierte Form, bei der die meisten Buchstaben und Ziffern ausgeblendet sind. Aufgrund eines Fehlers sollen die Daten zeitweise vollständig und unzensiert dargestellt worden sein.
Somit brauchte ein Angreifer lediglich den Nutzernamen und konnte damit an alle beim jeweiligen Konto hinterlegten E-Mail-Adressen und Rufnummern gelangen.
Daten prominenter Nutzer geleakt
Laut einem
X-Beitrag des International Cyber Digest konnte durch das Datenleck ein bisher nicht öffentlich bekannter Tiktok-Account des französischen Fußballspielers Kylian Mbappé aufgedeckt werden. Die mit Christiano Ronaldo liierte Georgina Rodríguez hat
den Recherchen zufolge ebenfalls einen geheimen Tiktok-Account sowie ein Konto bei der Wein-App Vivino.
In einem
X-Beitrag eines Nutzers namens Scot ist zudem ein Screenshot mit drei E-Mail-Adressen und einer Rufnummer des Meta-CEO Mark Zuckerberg zu sehen. "Das passiert, wenn man die Experten entlässt und sich beim Betrieb der Kerninfrastruktur auf eine hirnlose KI verlässt. Die Sicherheit bei Meta ist ein einziger Zirkus", warf Scot dem Social-Media-Konzern vor.
Meta hat seine Security nicht im Griff
Laut Scot hat Meta den Fehler innerhalb weniger Stunden nach Bekanntwerden gefixt. Bei einem Test der Golem-Redaktion ließ sich das Problem folglich nicht mehr nachvollziehen. Wie die bereits genannten Beispiele verdeutlichen, kursieren jedoch nun zahlreiche Screenshots mit Daten oft prominenter Instagram-Nutzer im Netz.
Dies ist bei Instagram schon die zweite Sicherheitspanne binnen weniger Tage. Erst kürzlich wurde bekannt, dass sich der Meta-AI-Supportassistent von Angreifern dazu verleiten ließ, bei den Konten fremder Nutzer eine neue E-Mail-Adresse einzutragen und einen Passwort-Reset einzuleiten.
Berichten zufolge sind dadurch über 20.000 Instagram-Konten gekapert worden.
quelle: golem.de