Geschrieben von Whitebird am 18.08.2026 um 14:51:
Illegaler Streamingdienst mit Millionen von Nutzern gibt auf
Illegaler Streamingdienst mit Millionen von Nutzern gibt auf
Cineby ist mit über 160 Millionen Aufrufen pro Monat einer der beliebtesten Piraterie-Streamingdienste. Nun will der Betreiber seine Server abschalten.
18. August 2026 um 11:49 Uhr / Marc Stöckel
Der Betreiber von Cineby, einem beliebten illegalen Streamingdienst mit zuletzt über 160 Millionen Aufrufen pro Monat, ist offenbar besorgt wegen möglicher juristischer Konsequenzen aufgrund seines Angebots. Wie das Nachrichtenportal
Torrentfreak berichtet, hat Cineby auf seiner Website angekündigt, den Dienst zum 26. August vollständig einzustellen. Auch Partnerportale wie Cineplay und Fmovies+ sollen betroffen sein.
Cineby gehörte laut Bericht zuletzt zu den populärsten Piraterie-Streamingdiensten der Welt. Doch dieser Erfolg scheint nun zu Ende zu gehen. "Cineby und alle damit verbundenen Dienste werden am 26. August ihren Betrieb einstellen. Es war eine gute Reise, aber nun ist es an der Zeit, aufzuhören", heißt es in der Ankündigung des Betreibers.
Die Website bleibe bis zur Abschaltung noch verfügbar, der Betrieb sei aber möglicherweise instabil. Support werde dafür nicht mehr geboten. Wer also beim Streaming Probleme feststellt, muss sich damit abfinden. "Nach dem 26. August wird die Seite dauerhaft abgeschaltet. Alle Server werden heruntergefahren und jedes Nutzerkonto wird gelöscht", heißt es abschließend in der Meldung.
Cineby-Nachfolger sind zu erwarten
Warum Cineby sowie die Partnerportale Cineplay und Fmovies+ ausgerechnet jetzt den Betrieb einstellen, geht aus der Ankündigung nicht hervor. Laut Torrentfreak könnte die Einstellung aber auf den zunehmenden Druck seitens der Justiz, Strafverfolgungsbehörden und Rechteinhaber zurückzuführen sein.
Die Motion Picture Association (MPA), ein Verband der großen US-amerikanischen Filmproduktionsgesellschaften, soll Cineby im Herbst 2025 als "berüchtigte Piraterie-Operation" eingestuft haben, ebenso wie zahlreiche andere Streamingdienste. Zudem soll der Zugang zu Cineby in mehreren Ländern wie dem Vereinigten Königreich, Kanada und Indien in den letzten Monaten per Gerichtsbeschluss gesperrt worden sein.
Wie es für regelmäßige Nutzer des Streamingdienstes nun weitergeht, bleibt abzuwarten. Es ist aber anzunehmen, dass einige Akteure um den Google-Traffic von Cineby buhlen werden, indem sie gleichnamige Dienste lancieren und darauf hoffen, dass Anwender diese über Suchmaschinen auffinden. Für Nutzer ist also Vorsicht geboten, denn nicht selten wird auf diesem Wege auch Schadsoftware in Umlauf gebracht.
vollständiger Text >>>quelle: golem.de