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Thema: Playstation 5: Neue Firmware-Version schaltet M.2-Slot frei
Muad'Dib

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PlayStation 5: Anforderungen an SSDs zur internen Speichererweiterung Heute, 11:03 Forum: Hardware (inkl. Firmware)





Sony nennt jetzt Anforderungen an die M.2-SSDs, die künftig zur direkten Erweiterung des internen Speicherplatzes der PlayStation 5 genutzt werden können. Zunächst wird die Option aber erst im Rahmen der Closed Beta eingeführt. Bis zum offiziellen Update können sich die Anforderungen noch ändern.


PCIe 4.0 x4 muss, 5.500 MB/s und mehr empfohlen

Die somit vorläufigen „Anforderungen an M.2 SSDs für PS5-Konsolen“ grenzen den Einsatz auf M.2-SSDs mit PCIe 4.0 x4 als Schnittstelle ein. Dass langsamere SATA-Modelle außen vor bleiben, war zu erwarten, denn die SSD soll bestmöglich mit der Geschwindigkeit der eigenen SSD der PS5 mithalten. Dennoch nennt Sony keine pauschale Mindestanforderung an die möglichen Transferraten und gibt nur die Empfehlung, dass die SSD 5.500 MB/s oder mehr beim Lesen schaffen soll.

Die meisten PCIe-4.0-SSDs der ersten Generation scheitern an dieser Marke allerdings knapp, denn die mit Phison-E16-Controller bestückte Garde erreicht maximal 5.000 MB/s. Die neueren PCIe-4.0-SSDs der Oberklasse kommen wiederum auf 7.000 MB/s und mehr. Beispiele dafür finden sich weiter unten.

Die NVMe-Funktion Host Memory Buffer (HMB) wird von der PS5 zudem nicht unterstützt, heißt es in den FAQ.


Standardformate bis 110 mm Länge

Unterstützt werden die M.2-Formate 2230, 2242, 2260, 2280 und 22110, wobei M.2-2280 der gängigste Formfaktor ist. Die „22“ steht für die Breite von 22 mm. Die letzten Ziffern stehen jeweils für die Länge der M.2-SSD. Der Anschluss muss den sogenannten M-Key, eine genau platzierte Lücke in den Kontakten, für PCIe-kompatible M.2-SSDs aufweisen. Der B-Key steht für reine SATA-SSDs, die somit auch mechanisch inkompatibel sind. Da ohnehin nur PCIe-4.0-SSDs erlaubt sind, stellt sich die Frage nach dem Anschlusstyp aber nicht. Die Speicherkapazität darf 250 GB bis 4 TB betragen. Ob dies nur ein Richtwert anhand der gängigen Modelle im Markt oder aber eine tatsächliche Limitierung ist, die etwa kommende 8-TB-Modelle ausschließt, gilt es abzuwarten. Bisher sind herkömmliche M.2-SSDs mit PCIe 4.0 nur mit bis zu 4 TB erhältlich.


Flache Kühler möglich

Die Gesamtstruktur der M.2-SSD inklusive etwaigem Kühler darf bis zu 25 mm breit sein und muss eine Höhe von 11,25 mm unterbieten. Damit kämen auch M.2-SSDs mit flachen Kühlkörpern in Frage. Allerdings muss als weitere Einschränkung beachtet werden, dass auch die Höhe der Elemente ober- und unterhalb der Platine passen muss. Beidseitig bestückte Module werden unterstützt, doch muss die Höhe oberhalb der Platine weniger als 8 mm und unterhalb der Platine weniger als 2,45 mm betragen. Um dies zu veranschaulichen hat Sony folgende Hilfsgrafiken veröffentlicht.


Limitierungen für M.2-SSDs mit Kühler (Bild: Sony)


Sony weist ausdrücklich darauf hin, dass stets die Spezifikationen der SSD beim Hersteller genau geprüft werden sollten und im Zweifel dieser bezüglich der Kompatibilität befragt werden sollte. Zudem wird darauf hingewiesen, dass auch SSDs, die die mindestens empfohlenen 5.500 MB/s übertreffen, Spiele nicht immer genauso schnell laden können, wie die interne „Ultra-High-Speed-SSD“ der PlayStation 5.


Diverse SSDs kommen in Frage

M.2-PCIe-SSDs mit PCIe 4.0 x4 und mindestens 5.500 MB/s beim Lesen gibt es inzwischen eine ganze Reihe von diversen Herstellern. Seagate hat die Gunst der Stunde ergriffen und zum Marktstart der FireCuda 530 SSD in Neuseeland deren Kompatibilität zur PS5 sowohl in der normalen Ausführung als auch in der Variante mit Kühlkörper bestätigt. Von einer offiziellen Zertifizierung, wie dies an mancher Stelle gedeutet wird, ist im Statement des Seagate-Managers aber keine Rede. Es wäre wünschenswert, dass eine offizielle Kompatibilitätsliste für M.2-SSDs für die PS5 geführt werden wird.

Weitere Modelle, die laut den Eckdaten der Hersteller die Anforderungen erfüllen, wären zum Beispiel die Patriot Viper VP4300 (Test), die PNY XLR8 CS3040 (Variante ohne Kühler), die Samsung 980 Pro (Test) oder die WD Black SN850 (Test), die auch in der Fassung mit Kühler passen sollte.

Die Adata XPG Gammix S70 wäre mit 15 mm Höhe aufgrund des Kühlers wiederum zu hoch. Das gleiche gilt für die Corsair MP600 Pro (Test), die sogar auf 23 mm kommt. Mit 11,4 mm Bauhöhe scheitert die Gigabyte Aorus Gen4 7000s sehr knapp am Höhenlimit von 11,25 mm.

Die Redaktion dankt ComputerBase-Leser Jan W. für den Hinweis.



Quelle/link: https://www.computerbase.de/2021-07/play...hererweiterung/
Thema: Playstation 5: Neue Firmware-Version schaltet M.2-Slot frei
Muad'Dib

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Playstation 5: Neue Firmware-Version schaltet M.2-Slot frei Heute, 08:11 Forum: Hardware (inkl. Firmware)


Die Playstation 5 bekommt endlich die Möglichkeit, den Speicher zu erweitern: Sony testet eine neue Firmware-Version, die den M.2-Slot freischaltet.




Bislang hatte der M.2-Slot der PS5 keine Funktion. Bald soll man endlich den Speicher der Konsole erweitern können. (Bild: heise online)



Sony testet ein Firmware-Update für die Playstation 5, das dem M.2-Slot der Spielkonsole endlich eine Funktion gibt: Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Beta-Programms können nun erstmals den Speicherplatz ihrer Spielkonsole vergrößern. Ein künftiges Software-Update soll die Möglichkeit der Speichererweiterung dann für alle Nutzer der PS5 verfügbar machen.

Unter der rechten Seitenplatte befindet sich bei allen Modellen der Playstation 5 ein Steckplatz für M.2-Kärtchen. Dieser Slot war bislang aber schlicht nutzlos: Dort eingesteckte SSDs verhinderten den korrekten Start der Sony-Spielkonsole. Im Test von heise online bootete die Konsole zwar mit eingesteckter M.2-SSD (Samsungs SSD 980 Pro), verweigerte dann aber doch mit dem Hinweis den Dienst, man solle die Zusatz-SSD entfernen.


Playstation 5: Die nächste Generation des Spielens

Für das Beta-Programm kann man sich auf Sonys Webseite registrieren. Auch Deutsche können teilnehmen – Voraussetzung ist eine PS5. Um zum Beta-Programm zugelassen zu werden, muss man über 18 Jahre alt sein. Außerdem soll man sich verpflichten, Sony Feedback über neue Funktionen zu geben.


Strenge SSD-Anforderungen

Sony hatte stets betont, dass die Funktionalität für den M.2-Slot nachgereicht werden solle. Nicht jede SSD kann aber genutzt werden: Sony setzt PCIe-Gen4-Speichermedien mit Übertragungsgeschwindigkeiten von 5,5 GByte/s voraus, die mit dem eingebauten Speicher Schritt halten können. Außerdem empfiehlt das Unternehmen, SSDs nur mit Kühlkörper zu betreiben. Auf seiner US-Webseite gibt Sony einen Überblick über die weiteren Anforderungen, die eine SSD erfüllen muss, um mit der PS5 zu funktionieren.

Die Playstation 5 kommt mit 825 GByte NAND-Flash-Speicher, von denen sich lediglich 695 GByte für Spiele und andere Dateien nutzen lassen. Mehr als eine Handvoll moderner Blockbuster-Titel kann also nicht gleichzeitig auf einer Konsole installiert sein. Seit April lassen sich Spiele auch auf externen Speichermeiden ablegen – allerdings nur zur Sicherheitsverwahrung, starten kann man sie von dort nicht.

Microsofts Xbox Series X nutzt im Gegensatz zu Sony einen proprietären Steckplatz für die Speichererweiterung, der gemeinsam mit Seagate entwickelt wurde. Die Auswahl bei den Speicherkarten ist dementsprechend klein, es gibt nur ein 1-TByte-Modell von Seagate. Einen Vorteil hat das System der Series X aber gegenüber der PS5: Es gab bereits zum Launch die Möglichkeit, den Speicher zu erweitern.
(dahe)




Quelle: https://heise.de/-6150738
Thema: 10 Jahre Digitalradio DAB+: Reichweite steigt kontinuierlich
Muad'Dib

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10 Jahre Digitalradio DAB+: Reichweite steigt kontinuierlich Heute, 08:08 Forum: DVB-T1/2 News / DAB+ News


Die privaten Radio-Veranstalter in Deutschland standen lange Zeit DAB+ skeptisch gegenüber. 10 Jahre nach dem Start lockt aber eine stetig wachsende Reichweite.



Zehn Jahre nach dem Start des Digitalradios DAB+ in Deutschland sind mehr als zehn Millionen Haushalte in Deutschland mit einem geeigneten Empfangsgerät ausgestattet. Damit kann über ein Viertel der Haushalte mittlerweile Radio über den digitalen Empfangsweg hören, wie das Digitalradio Büro Deutschland zum Jubiläum des Sendestarts am 1. August 2011 mitteilte. Die exakten Zahlen für 2021 werden im September im Digitalisierungsbericht der Medienanstalten veröffentlicht.


Zweiter Anlauf klappt besser

DAB+ ist der zweite Anlauf zur Digitalisierung des Hörfunks in Deutschland: Erste Digitalisierungsversuche in den 90er-Jahren mit Digital Audio Broadcasting (DAB) überzeugten die Menschen in Deutschland kaum, auch weil im DAB-Radio nur die Sender zu hören waren, die man bislang schon in ordentlicher Qualität über UKW empfangen konnte. Das Digitalradio dümpelte deshalb jahrelang vor sich hin. Erst auf Drängen der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) wurde zur IFA 2011 die verbesserte Technologie DAB+ eingeführt. DAB+ verwendet das innovative Codierungsverfahren AAC, das vom Fraunhofer Institut entwickelt wurde und inzwischen weltweit zum Beispiel bei Musikdiensten wie iTunes und Spotify eingesetzt wird.

2013, zwei Jahre nach dem Start von DAB+, waren knapp 1,8 Millionen Haushalte in Deutschland mit DAB+-Geräten ausgestattet. In diesem Jahr wird erstmals die Schwelle von zehn Millionen Haushalten überschritten. "Wir können zum 10-jährigen Jubiläum erfreut feststellen: DAB+ ist im Markt angekommen und auch nicht mehr wegzudenken", erklärte die rheinland-pfälzische Staatssekretärin für Medien und Digitales und Koordinatorin der Rundfunkkommission der Länder, Heike Raab. Nun gehe es darum, die Empfangbarkeit von DAB+ für alle zu ermöglichen und gleichzeitig einen allgemein akzeptierten Übergang von UKW zu DAB+ für die Veranstalter zu schaffen.


Deutlich mehr Vielfalt

Das größere Interesse an DAB+ hat auch mit der Programmvielfalt zu tun, die seit dem Start vor zehn Jahren erheblich ausgeweitet wurde. Zum Start 2011 wurden 14 Programme bundesweit einheitlich digital ausgestrahlt. Inzwischen sind mit einer zweiten Programmplattform nun bis zu 29 Sender bundesweit via DAB+ zu empfangen. Dazu kommen viele regionale und lokale Stationen, in Bayern allein 71.

Mit der gestiegenen Reichweite und den im Vergleich zu UKW geringeren technischen Übertragungskosten wird DAB+ auch verstärkt für private Radioveranstalter interessant. So wird die zweite bundesweite Plattform ("Bundesmux") vom Konsortium "Antenne Deutschland" betrieben. Die Digital-Staatsministerin im Bundeskanzleramt, Dorothee Bär (CSU), verwies vor diesem Hintergrund auf die nationalen Vermarktungschancen auch beim Privatradio: "Der Bund kann im Rahmen seiner Verantwortung für die Frequenzpolitik unterstützen und die Akteure von Bund, Ländern und Medien zusammenbringen. Von allen Akteuren würde ich mir noch mehr Mut und vor allem mehr Optimismus in Bezug auf die Programme beziehungsweise die Marktchancen wünschen."

Das Digitalradio Büro Deutschland, eine Gemeinschaftsinitiative von ARD, Deutschlandradio, privaten Radioveranstaltern, Geräteherstellern und Netzbetreibern, wies am Freitag weiterhin darauf hin, dass DAB+ wegen seines geringen Strombedarfs die umweltfreundlichste und nachhaltigste Form des Radios sei. Dank einer technischen Innovation des Fraunhofer Instituts könne DAB+ nun zu einem wichtigen Faktor beim Bevölkerungsschutz werden: Mit Hilfe der "Electronic Warning Function" (EWF) sollen DAB+-Radios die schnelle und zuverlässige Warnung der Bevölkerung im Katastrophenfall ermöglichen.
(mho)



Quelle: https://heise.de/-6151336
Thema: Schaut ihr Olympia 2020 und wenn ja, wie?
Muad'Dib

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Schaut ihr Olympia 2020 und wenn ja, wie? 28.07.2021 17:35 Forum: Off - Topic


Diesmal geht es um Olympia 2020 alias Tokyo 2020 im Jahre 2021....
Thema: Ryzen 7 5700G mit integrierter Grafik im Test: Sparsame Zen-3-CPUs für Büro-PCs
Muad'Dib

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Ryzen 7 5700G mit integrierter Grafik im Test: Sparsame Zen-3-CPUs für Büro-PCs 28.07.2021 08:58 Forum: Hardware (inkl. Firmware)


Mit den Ryzen-5000-CPUs lassen sich leistungsfähige Ryzen-Systeme mit bis zu acht Kernen bauen, die dank integrierter GPU ohne teure Grafikkarten auskommen.







AMD hat PC-Bastler lange auf die modernen Kombiprozessoren Ryzen 5000G "Cezanne" warten lassen. Weil die Vorgänger Ryzen 4000G mit Zen-2-Architektur Herstellern von Komplett-PCs vorbehalten waren, blieben Endkunden lediglich die beiden Vierkerner Ryzen 3 3200G und 3400G mit betagter Zen+-Technik. Das ändert sich nun mit dem Sechskerner Ryzen 5 5600G für 220 Euro und dem Achtkerner Ryzen 7 5700G für 320 Euro. Letzteren konnten wir vorab eingebaut in einem Komplett-PC kaufen und einzeln testen.

Die zwei Ryzen-Typen mit integrierter Radeon-Grafik sind nicht als separate zweite Serie parallel zu den Ryzen 5000X ohne GPU gedacht, sondern schließen auch einige Lücken im Angebot. Der Achtkerner Ryzen 7 5700G liegt zwischen dem Ryzen 5 5600X (6 Kerne, 280 Euro) und dem Ryzen 5800X (8 Kerne, 380 Euro). Der Sechskerner Ryzen 5 5600G rundet die Zen-3-Familie nach unten ab. Die neuen Kombi-CPUs laufen auf einem AM4-Mainboard mit A520-, B550-, X570-, B450- oder X470-Chipsatz und haben eine Thermal Design Power von 65 Watt.

Die Ryzen-5000G-Prozessoren für Desktop-PCs sind eng verwandt mit den Mobilprozessoren der Serien Ryzen 5000U und 5000H und verwenden das identische, in 7-Nanometer-Technik gefertigte Halbleiter-Die. Hauptneuerung ist die Zen-3-Architektur der CPU-Kerne, die deshalb bei gleichem Takt 17 Prozent schneller rechnen. Statt zwei getrennter Core Complexes (CCX) mit je vier Kernen gibt es nun nur noch eines mit acht. Dadurch entfallen die Latenzunterschiede bei der Kern-zu-Kern-Kommunikation. Innerhalb eines CCX sind die Antwortzeiten zudem deutlich geringer als zu einem Kern in einem anderen CCX.




Gleiches gilt für ältere 3D-Spiele wie Dirt Rally von 2015, wo er eine Bildrate von 67 fps bei hoher Qualität schafft.
Zum Vergleich: Die deutlich schwächere UHD-750-Grafik des Core i5-11600K ist nur etwa halb so schnell.




Der ganze Artikel in der c't 17/2021 ab 31.7. im Handel.
Thema: Britisches Gericht erklärt Vorratsdatenspeicherung für rechtswidrig
Muad'Dib

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Britisches Gericht erklärt Vorratsdatenspeicherung für rechtswidrig 27.07.2021 18:51 Forum: Off - Topic


Das Investigatory Powers Tribunal hat geurteilt, dass ein lange gültiges Gesetz zum massenhaften Sammeln von Nutzerspuren unvereinbar mit EU-Recht war.



Später juristischer Erfolg für Privacy International (PI) im Kampf gegen die Vorratsdatenspeicherung. Das für die Sicherheitsbehörden zuständige britische Gericht, das Investigatory Powers Tribunal (IPT) hat in einem Urteil vom Donnerstag auf Klage der Bürgerrechtsorganisation hin entschieden, dass die Befugnis für die Polizei und Geheimdienste zum anlasslosen massenhaften Erheben und Aufbewahren von Verbindungs- und Standortdaten im Telecommunications Act von 1984 nicht vereinbar war mit dem EU-Recht.

EuGH-Urteil auch nach Brexit bindend

Das IPT vollzieht mit dem Beschluss ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom Oktober nach. Dieser hatte damals zum wiederholten Mal festgestellt, dass das flächendeckende und pauschale Protokollieren elektronischer Nutzerspuren in der EU nicht zulässig ist. Ein solches tief in die Grundrechte einschneidendes Instrument beiße sich mit der Richtlinie zum Datenschutz in der elektronischen Kommunikation (E-Privacy). Die britischen Richter hatten den Fall zuvor dem EuGH vorgelegt.

Für das Tribunal sei das EuGH-Urteil auch nach dem Brexit bindend, heißt es in dem aktuellen Londoner Richterspruch. Die Entscheidung der Luxemburger Kollegen sei während der Übergangsperiode ergangen. Das Austrittsabkommen mit der EU sehe vor, Urteile aus diesem Zeitraum anzuerkennen. Man setze so auch den Willen des britischen Parlaments um.

Massenhaftes Datensammeln zu weit gefasst

Das IPT verweist in seinen Ausführungen auf die Hinweise des Klägers, dass der Wortlaut des einschlägigen Abschnitts 94 des britischen Telekommunikationsgesetzes "außergewöhnlich weit gefasst" gewesen sei. "Er erlaubte es, Anordnungen zu treffen, die eine allgemeine und unterschiedslose Übermittlung von Kommunikationsdaten vorsahen." Das Gesetz habe weder die materiellen noch die verfahrensrechtlichen Voraussetzungen für die Verwendung massenhaft erhobener Nutzerspuren festgelegt.

Der Gesetzgeber hat laut dem Gericht auch keine "objektiven Kriterien" festgelegt, um die Umstände und Bedingungen zu definieren, unter denen Sicherheits- und Nachrichtendiensten Zugang zu diesen Daten gewährt werden solle. Es habe daher nicht nachgewiesen werden können, dass Abschnitt 94 "unbedingt erforderlich" gewesen sei. Zum maßgeblichen Zeitpunkt habe zudem eine Genehmigung der zuständigen Staatsministerin ausgereicht. Die Richter monieren: Offensichtlich habe diese "nicht als unabhängig von der anfragenden Behörde bezeichnet werden" können.


Über Folgen noch nicht entschieden

"Wir möchten betonen, dass wir heute nicht entschieden haben, welche Folgen diese Erklärung hat", ist dem Urteil zu entnehmen. "Dies ist nach wie vor eine Streitfrage zwischen den Parteien und wird zu einem späteren Zeitpunkt geprüft werden", wenn es um die allgemeinere Frage der Rechtsmittel gehe. Eine Berufung sei nur möglich, wenn noch eine wichtige Grundsatz- oder Praxisfrage zu behandeln wäre.

Wie es mit der Vorratsdatenspeicherung in Großbritannien generell weitergeht, ist ebenfalls noch offen. Die relevanten Bestimmungen sind bereits durch das Überwachungsgesetz Investigatory Powers Act von 2016 mit Wirkung zum 22. Februar 2019 aufgehoben worden. Damit hat der Gesetzgeber den Sicherheitsbehörden unter anderem die Lizenz erteilt, selbst zu Hackern zu werden und wiederum massenhaft Überwachungsdaten zu sammeln. Provider müssen damit auch technische Schutzmaßnahmen beseitigen, wenn staatliche Stellen Zugriff auf Inhalte verlangen.


Geheime Datenerfassung war unrechtmäßig

Das oberste Berufungsgericht, der High Court, hatte 2018 bereits eine Klausel zur Vorratsdatenspeicherung im Notstandsgesetz DRIPA (Data Retention and Investigatory Powers Act) gekippt. Die britische Regierung verwies in ihrer Eingabe vor dem IPT aber zugleich darauf, dass der EuGH in seinen jüngsten Urteilen zum verdachtsunabhängigen Protokollieren von Nutzerspuren auch in Belgien und in Frankreich den Einsatz des Werkzeugs in Ausnahmefällen erstmals für möglich erachte. Dies gelte etwa, wenn sich ein Staat einer ernsthaften Bedrohung seiner nationalen Sicherheit gegenübersieht, die sich als tatsächlich und gegenwärtig oder vorhersehbar erweist.

Trotz der verbliebenen Fragezeichen begrüßt PI den Beschluss: Für die Bürgerrechtler ist das wichtigste Ergebnis des Urteils, "dass eine jahrzehntelange geheime Datenerfassung für unrechtmäßig erklärt wurde". Sechs Jahre nach dem Einleiten der ursprünglichen Klage herrsche in diesem Punkt zumindest Rechtssicherheit.

Auch nach dem erreichten "Meilenstein" ist die Auseinandersetzung für PI aber noch lange nicht vorbei. Man habe das IPT bereits gebeten, den Fall im Lichte neuer Erkenntnisse über Geheimdienstaktivitäten im Graubereich weiter zu verfolgen. Parallel hat die Organisation beantragt, die zunächst geheim gehaltenen abweichenden Meinungen zweier Richter zu veröffentlichen.
(tiw)



Quelle: https://heise.de/-6147032




PS: Jetzt, nach Brexit und jahrelangem Spionieren des GCHQ kommt so ein Urteil....
Die spinnen, die Briten!!!!
Thema: Starlink & Co.: Ruf nach Debatte über Satelliten-Konstellationen bei der UNO
Muad'Dib

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Starlink & Co.: Ruf nach Debatte über Satelliten-Konstellationen bei der UNO 27.07.2021 18:47 Forum: Off - Topic


SpaceX baut mit enormer Geschwindigkeit sein Satelliteninternet-Projekt Starlink auf. Die Folgen für die Astronomie könnten Thema bei der UNO werden.



Eine Gruppe von Astronomen und Astronominnen setzt sich dafür ein, dass Satelliten-Konstellationen wie Starlink bei den Vereinten Nationen auf der Agenda landen, bevor die Einschränkungen für die Himmelsbeobachtung zu gravierend werden. Das berichtet das US-Wissenschaftsmagzin Nature unter Berufung auf Piero Benvenuti, einen ehemaligen Generalsekretär der Internationalen Astronomischen Union (IAU). Gemeinsam mit anderen hat der es demnach bereits geschafft, das Thema in einem Unterkomitee des Ausschusses für die friedliche Nutzung des Weltraums (COPUOS) auf die Tagesordnung setzen, nun soll auch der gesamte Ausschuss darüber beraten. Ziel sei eine gemeinsame Vorstellung davon, wie der unregulierte Weltraum fair genutzt werden könne.


Zehntausende Satelliten geplant

Verantwortlich für die Sorgen in der Astronomiegemeinde sind Raumfahrtunternehmen wie SpaceX und OneWeb, die bereits damit begonnen haben, weltumspannende Satellitennetzwerke für den Internetzugang aufzubauen. Vor allem SpaceX legt dabei ein enormes Tempo vor und hat für Starlink bereits mehr als 1700 Satelliten gestartet. Weitere Mega-Konstellationen sind angekündigt. Immer größer wird deshalb die Befürchtung, dass die Astronomie, aber auch die einfache Himmelsbeobachtung durch die rasch wachsende Zahl von Satelliten in niedrigen Orbits beeinträchtigt werden würde. Vor allem, wenn die Satelliten noch nicht an ihrer endgültigen Position angelangt sind, sind sie am Himmel teilweise deutlich sichtbar und hatten sogar Fachleute mit ihrer Helligkeit überrascht. Vor den Folgen hat nicht nur die IAU, sondern etwa auch die Europäische Südsternwarte ESO gewarnt.



Durch Debatten in Gremien der Vereinten Nationen sollen nun nicht Astronomen und Astronominnen gegen Satellitenbetreiber ausgespielt werden, versichert Benvenuti gegenüber Nature. Stattdessen gehe es darum, einen Konsens über die Nutzung des Weltraums zu erzielen, der alle Interessen berücksichtigt. Denn selbst wenn sich Unternehmen wie SpaceX an – selbst auferlegte – Vorgaben zur Minimierung der Sichtbarkeit der Satelliten halten, werden diese für Observatorien sichtbar sein und einige geplante Riesenteleskope könnten in ihrer Arbeit drastisch eingeschränkt werden. Gleichzeitig gibt es keine weltweit verbindlichen Vorgaben dazu, inwieweit Satelliten den Nachthimmel überhaupt verändern dürfen. Auch die UN habe zwar keine Befugnisse, solche Regeln zu erlassen, aber dort könnten sich Nationen auf gemeinsame Regeln einigen.


Technische Lösungen

Benvenuti und die anderen hoffen nun darauf, dass das Thema bei der nächsten Sitzung des UN-Ausschusses für die friedliche Nutzung des Weltraums ab dem 25. August zur Sprache kommt und weisen auf die Dringlichkeit hin, schreibt Nature. Während ein internationales Regelwerk auch im besten Fall aber erst in Jahren Wirklichkeit werden dürfte, baut SpaceX seine Konstellation weiterhin mit großer Geschwindigkeit aus.

Auch deswegen wird in der Forschungsgemeinde ebenfalls auf technische Lösungen gesetzt, also etwa Datenbanken über die Satellitenbahnen, um betroffene Himmelsregionen meiden zu können. Außerdem werde an Software gearbeitet, um die Spuren der Satelliten aus Aufnahmen entfernen zu können. Andere versuchten derweil, die Perspektiven indigener Gemeinschaften einzubeziehen, die tiefe kulturelle Beziehungen zum Sternenhimmel hätten, die von den Satelliten ebenfalls betroffen seien.


Immer mehr Satelliten im Orbit: ESA nennt Entwicklung unhaltbar
In dem Artikel sind interaktive Grafiken eingebunden, die über den Berliner Dienstleister Datawrapper erstellt und ausgeliefert werden. Zum Datenschutz bei Datawrapper siehe deren Datenschutzerklärung. Persönliche oder personenbeziehbare Daten von Lesern der interaktiven Chats werden nicht gesammelt.
(mho)


Quelle: https://heise.de/-6141450
Thema: Statistik der Woche: Milliardenschäden durch Starkregen
Muad'Dib

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Statistik der Woche: Milliardenschäden durch Starkregen 27.07.2021 18:45 Forum: Off - Topic


Die Flutkatastrophe im Westen und Süden Deutschlands war nur eines von zahlreichen Unwettern. Die Schäden nehmen zu, wie unsere Infografik zeigt.



Die Starkregenereignisse in Rheinland-Pfalz, NRW und Bayern zeigen, wie gefährlich Extremwetter auch in Deutschland werden kann. Der Blick zurück macht deutlich, welche Auswirkungen große Niederschlagsmengen haben können.


6,7 Milliarden Euro Schaden hat allein Starkregen zwischen 2002 und 2017 laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) an Wohngebäuden verursacht.


Besonders verheerend war etwa eine Starkregenserie im Frühsommer 2016, die Sachschäden in Höhe von über einer Milliarde Euro verursachte. Extreme Regenereignisse kommen regelmäßig vor, wie die Infografik von Statista und Technology Review zeigt.


Dass die daraus resultierende Bedrohung wirklich uns alle betrifft, zeigt eine weitere Statistik des GDV. Dieser zufolge fallen rund zwei Drittel der Häuser in Deutschland in die Starkregengefährdungsklasse.






Statistik der Woche: Milliardenschäden durch Starkregen

In einer Gegend mit "hoher Gefährdung" befinden sich rund zwölf Prozent der Adressen. Die vom aktuellen Hochwasser betroffenen Städte Wuppertal und Hagen zählen zu den fünf Großstädten mit dem höchsten Anteil an besonders gefährdeten Gebäuden. (bsc)



Quelle: https://heise.de/-6141184
Thema: Nützliches Ergänzungs-Update von AVM: FritzOS 7.28 für die Fritzbox 7590
Muad'Dib

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Nützliches Ergänzungs-Update von AVM: FritzOS 7.28 für die Fritzbox 7590 27.07.2021 18:35 Forum: Software & OS (inkl. Updates/Fixes/Patches)


Nur noch wenige Fritzbox-Modelle warten noch auf FritzOS 7.26 oder 7.27. Derweil erhält das Spitzenmodell ein Zwischen-Update, das manches wieder glatt zieht.






Etwas unerwartet liefert die Berliner Firma AVM das nächste FritzOS-Update für ihr Spitzenmodell Fritzbox 7590, während Updates auf FritzOS 7.26 respektive 7.27 für die Modelle 6890 LTE und 6850 LTE ausstehen. Beide LTE-Modelle haben allerdings am 23.07.21 erneut eine verbesserte Beta-Version erhalten. Anders als in einer älteren Fassung dieser Meldung genannt, ist für die Cable-Modelle 6591 und 6660 die Release-Version von FritzOS 7.27 bereits veröffentlicht. Insgesamt stehen zurzeit Laborversionen für sechs Modelle zur Verfügung: 7530 AX (13.07.2021), 7530 (23.07.2021), 6890 LTE (23.07.2021), 6850 LTE (23.07.2021), 6591 Cable und 6660 Cable (12.07.2021).

Laut der Kurzbeschreibung zum Update für das Modell 7590 verbessert FritzOS 7.28 die Stabilität des Routerbetriebssystems und der WLAN-Funktionen – Einzelheiten dazu nennt AVM nicht.


Optimierungen

Außerdem bringt das Update Anpassungen an die veränderte Authentifizierung für die Google-Dienste Telefonbuch und Kalender, optimiert die Interoperabilität mit Online-Telefonbüchern, die gemäß CardDAV ausgelegt sind, verbessert die Behandlung von Rufumleitungen bei SIP-Trunks und entfernt einen Fehler in der SMB-Implementierung, der Freigabezugriffe mancher macOS-Geräte verhinderte.


Fritzbox 7590: FritzOS-Update 7.27 fürs Noch-Topmodell

In der Folge konnte der in den Finder integrierte SMB-Client, den Apple auf Macs mit Big Sur ausliefert, nicht mehr auf Netzlaufwerke der Fritzbox zugreifen. Als Auswege für macOS-Nutzer blieben der Zugriff auf die NAS-Freigabe über den Browser oder als letzter Notnagel das Umstöpseln des USB-Laufwerks an den Mac.


Sicherheit

Verbesserungen der Sicherheitsfunktionen seien grundsätzlich Bestandteil eines jeden FritzOS-Updates, notiert AVM im Changelog, weshalb die Aktualisierung grundsätzlich empfehlenswert sei.

Das neue Sonderheft c't Fritzbox bündelt zahlreiche Praxisartikel zu den Themenfeldern Sicherheit, Heimnetz, WLAN- und Telefonie-Optimierung. Einer der Hauptartikel handelt umfassend ab, wie man den Router gegen spezialisierte Fritzbox-Angreifer wirksam abdichtet.


[Update]: 25.07.21, 10:43, Liste der Fritzbox-Modelle und FritzOS-Versionen aktualisiert, neue Laborversion für die LTE-Modelle ergänzt (dz)


Quelle: https://heise.de/-6146228
Thema: Spyware-Skandal in Frankreich: Macron leitet Krisentreffen zur Pegasus-Affäre
Muad'Dib

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Hits: 24
Spyware-Skandal in Frankreich: Macron leitet Krisentreffen zur Pegasus-Affäre 27.07.2021 18:32 Forum: Off - Topic


In Frankreich befasst sich nun der Staatspräsident persönlich mit den neuen Vorwürfen gegen die NSO Group. Macrons Handy könnte angezapft worden sein.




(Bild: Tatoh/Shutterstock.com)



Nach Medien-Enthüllungen zur Überwachungssoftware Pegasus untersucht Frankreich nun die Vorwürfe. Staatschef Emmanuel Macron leitete am Donnerstag ein Sondertreffen des Rates für nationale Sicherheit und Verteidigung, wie Kreise des Präsidentenpalastes bestätigten. "Der Staatspräsident nimmt das Thema sehr ernst und verfolgt die Fortschritte der Untersuchung genau", hieß es.


Macron persönlich Spyware-Ziel

Macron und mehrere Regierungsmitglieder waren nach Informationen der Tageszeitung Le Monde 2019 mögliche Ziele der Überwachungssoftware Pegasus des israelischen Anbieters NSO. Eine von Macrons Mobilfunknummern stehe auf einer Liste eines marokkanischen Sicherheitsdienstes für eine mögliche Ausspähung.

Falls sich die Sachverhalte als richtig erweisen sollten, seien "sie natürlich sehr schwerwiegend", hieß es weiter aus den Kreisen. Es gebe aber bisher keine Gewissheit, deshalb sei Vorsicht angebracht. Élyséekreise hatten bereits nach der Veröffentlichung mitgeteilt, die Medieninformationen bedeuteten nicht, dass Macrons Handy tatsächlich ausgespäht wurde. Marokko dementierte jegliche Beteiligung an der Überwachung von Personen des öffentlichen Lebens.

Pegasus nutzt Sicherheitslücken in Smartphone-Software, um weitreichenden Zugriff auf Daten zu erlangen. Regierungssprecher Gabriel Attal sagte im Radiosender France Inter, die Mobiltelefone des Staatschefs würden regelmäßig ausgewechselt.


NSO widerspricht

Die Nummern der französischen Staatsspitze gehören zu einem Datensatz mit mehr als 50.000 Telefonnummern, die ein internationales Journalistenkonsortium gemeinsam mit den Organisationen Forbidden Stories und Amnesty International auswertete, so Le Monde. Die Nummern sollen den Berichten zufolge offenbar von Kunden von NSO als potenzielle Ausspähziele ausgewählt worden sein. NSO hatte die Vorwürfe zurückgewiesen und einzelne Details aus den Berichten bestritten.

Nach einem weiteren Bericht von Le Monde fanden sich auf der Liste auch rund 30 Journalisten und Chefs von Medienunternehmen in Frankreich. Nach einer Anzeige von zwei Journalisten und der Verlagsgesellschaft der Online-Plattform Mediapart hatte die Pariser Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufgenommen.
(mho)



Quelle: https://heise.de/-6145908
Thema: Amazon-RPG "New World" löst Grafikkartendefekte aus
Muad'Dib

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Amazon-RPG "New World" löst Grafikkartendefekte aus 27.07.2021 18:29 Forum: Hardware (inkl. Firmware)


Insbesondere wer eine GeForce RTX 3090 FTW3 von EVGA besitzt, sollte die Beta von "New World" meiden.




(Bild: Amazon Games)



Die Beta-Version von Amazons Rollenspiel "New World" steht im Zusammenhang mit defekten Grafikkarten. Im Forum des Herstellers EVGA und auf Reddit lassen sich Berichte finden, dass Desktop-PCs nach dem Spielstart einen Blackscreen anzeigen, die Grafikkartenlüfter voll aufdrehen und sich die Rechner im Anschluss nicht mehr starten lassen. Vor allem ein Modell scheint betroffen: EVGAs GeForce RTX 3090 FTW3.


Die Foren anderer Hersteller und etwa das AMD-Subreddit sind bei dem Thema still, was auf ein modellspezifisches Problem hindeutet. EVGA sind die Defekte bekannt, man untersuche die Ursachen. Auf Anfrage von heise online schrieb ein deutscher Vertreter, dass sich Betroffene an den Support wenden und einen Rücksendeprozess einläuten sollen. Nvidia hat auf eine Anfrage bislang nicht reagiert.


Heissgelaufen

Über die Ursachen lässt sich derzeit nur spekulieren. Amazon Games limitiert bei der Menüdarstellung von "New World" die Fps nicht, sodass Grafikkarten beim Rendern der simplen 2D-Elemente Tausende Bilder pro Sekunde berechnen und dadurch ungewöhnlich heiß laufen. Das ist eine schlechte Praxis, sollte aber im Normalfall zu keinen Hardware-Defekten führen. Für solche Fälle gibt es Sicherheitsmechanismen wie eine Taktdrosselung und Notabschaltung.

Schon zur Vorstellung der GeForce RTX 3090 und GeForce RTX 3080 häuften sich jedoch Berichte über Defekte, die im Zusammenhang mit der GPU-Stromversorgung standen. Alte Revisionen könnten sich noch im Umlauf befinden.


Patch für "New World"

Amazon Games schreibt in einer Stellungnahme, dass nur eine kleine Anzahl betroffen und die Beta von "New World" sicher sei. "Um die Spielerschaft weiter zu beruhigen", bringt das Studio trotzdem einen Patch, der die Fps im Menü limitiert.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte abwarten, bis die Ursache geklärt ist, und "New World" bis dahin gegebenenfalls meiden. Ein viel beachteter Reddit-Thread zum Thema lässt sich hier finden, eine Diskussion im EVGA-Forum hat bereits mehrere Hundert Beiträge.

[Update, 22.07.21, 13:20 UhrFreude Die Ausführung zu den Fps im Spielmenü präzisiert.
(mma)


Quelle: https://heise.de/-6145035




PS: ...und das bei den Preisen für ne 3090... Toll!
Thema: Warnsystem: Bundesregierung will offenbar Cell Broadcast einführen
Muad'Dib

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Warnsystem: Bundesregierung will offenbar Cell Broadcast einführen 27.07.2021 18:26 Forum: Off - Topic


Bundesinnenminister Horst Seehofer sagte gegenüber dem ARD-Hauptstadtstudio, er habe die Einführung des "Cell-Broadcast" in Auftrag gegeben.



(Bild: Shutterstock/Juan Aunion)

mit Material der dpa

Nach der Flutkatastrophe im Westen Deutschlands treibt das Bundesinnenministerium einem Medienbericht zufolge die Einführung eines Warnsystems über das Mobilfunknetz voran. Er habe die Einführung des sogenannten "Cell Broadcasting" am Mittwoch in Auftrag gegeben, sagte demnach Minister Horst Seehofer dem ARD-Hauptstadtstudio am Freitag.

Der CSU-Politiker betonte demnach erneut, er betrachte das System als Ergänzung zu den bestehenden Warnmitteln. "Die Warnung der Bevölkerung muss klappen, auf allen Kanälen. Wenn man nachts geweckt wird, muss man sofort wissen, was passiert ist und wie man sich verhalten soll." Die Textnachricht könne Sirenen, Apps und den Rundfunk ergänzen. "Wir brauchen sie", sagte Seehofer laut ARD-Hauptstadtstudio.

Cell Broadcast ist keine SMS

Nach der Unwetterkatastrophe hatte es Vorwürfe gegeben, die Menschen in den betroffenen Gebieten seien nicht schnell genug gewarnt worden. Beim Cell Broadcasting wird eine Nachricht an alle Handy-Nutzer verschickt, die sich zu dem Zeitpunkt in der betreffenden Funkzelle aufhalten. Anders als eine persönliche SMS wird bei Cell Broadcast wie ein Radiosignal gesendet – wer in Reichweite der Zelle ist und ein eingeschaltetes Handy hat, empfängt die Nachricht.


Das System ist im Prinzip in den gängigen Mobilfunkstandards angelegt und wird auch in einigen europäischen Ländern längst eingesetzt – zum Beispiel in den Niederlanden.

Einfach einschalten lässt sich das jetzt aber nicht. Vor einem bundesweiten Einsatz müssen gemeinsame Schnittstellen und der rechtliche Rahmen definiert werden. Dann können Netzbetreiber das in ihrer Infrastruktur implementieren. Sollte die Bundesregierung bis zur Wahl eine gesetzliche Grundlage schaffen, halten Branchenvertreter die Einführung bis zum nächsten Sommer zumindest für realistisch.

In der EU müssen bis Sommer 2022 alle Mitgliedsstaaten ein Warnsystem eingerichtet haben, bei dem "die Anbieter von mobilen nummerngebundenen interpersonellen Kommunikationsdiensten den Endnutzern öffentliche Warnungen übermitteln". Man mag es der Technologieneutralität zuschreiben, dass die EU-Kommission hier nicht direkt "Cell Broadcasting" in die Direktive schreibt. Dass sie im folgenden Absatz aber ein Hintertürchen für vergleichbare Systeme per App offengelassen hat, dürfte auch auf Betreiben der Bundesregierung passiert sein.



Analyse: Multiples Alarmversagen in der Flutkatastrophe

Denn Deutschland pflegt lieber seine eigene Infrastruktur mit dem modularen Warnsystem des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) und Apps wie Katwarn oder NINA.



Das System hat sich aber nicht nur bei dem bundesweiten Testalarm im vergangenen Jahr als unzuverlässig erwiesen, sondern auch während der Flutkatastrophe.



Mitte der Woche hatte Seehofer gesagt, das BBK habe zur Warnung per Cell Broadcasting bereits im Frühjahr eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Dessen Präsident Armin Schuster gehe davon aus, dass das noch vor der Bundestagswahl erwartete Ergebnis positiv sein werde. Warum man für ein System, das als Teil eines globalen Mobilfunkstandards definiert ist und in mehreren Ländern schon erfolgreich eingesetzt wird, überhaupt noch eine Machbarkeitsstudie braucht, wird wohl das Geheimnis der Bundesregierung bleiben.
(vbr)


Quelle: https://heise.de/-6146798




PS: Wo war denn Seehofer in den letzten 30 Jahren???
Jetzt will er uns das als "seine" tolle Neuerung unterjubeln...
Thema: Europol-Chefin und US-Staatsanwalt fordern "regulierte Verschlüsselung"
Muad'Dib

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Europol-Chefin und US-Staatsanwalt fordern "regulierte Verschlüsselung" 27.07.2021 18:21 Forum: Off - Topic


Das problematischste Hindernis für den Schutz der Bürger sei Verschlüsselung ohne Zugriffsoption für Ermittler, meinen Strafverfolger der USA und Europas.




(Bild: VideoFlow/Shutterstock.com)



Europol-Direktorin Catherine De Bolle und der Staatsanwalt des Bezirks New York, Cyrus Vance, drängen auf Zugang zum Klartext bei verschlüsselter Kommunikation. Das Hindernis schlechthin für den Schutz der Bürger auf beiden Seiten des Atlantiks sei "unregulierte Verschlüsselung", schreibt das Duo in einem gemeinsamen Meinungsbeitrag für das Online-Magazin Politico. "Um es klar zu sagen: wir beide unterstützen starke Verschlüsselung", betonen sie. Diese dürfe aber nicht ohne staatliche Vorgaben eingesetzt werden.

Keinem Sektor – auch nicht der IT-Industrie – sollte es laut dem Plädoyer erlaubt sein, ohne Rücksicht auf die Folgen "die Regeln für den Zugang zu digitalen Daten für die gesamte Gesellschaft zu diktieren. "Organisiertes Verbrechen, Terroristen und Kinderschänder" würden von Geräten und Kommunikationsplattformen angezogen, auf die Strafverfolgungsbehörden technisch in der Regel nicht zugreifen könnten. Dies sei ein globales Problem, das nicht nur die EU und die USA betreffe.


"Ernsthafte Herausforderung"

"Verschlüsselung ist zu einer ernsthaften Herausforderung für Ermittlungen in praktisch allen Bereichen der Kriminalität geworden", unterstreichen De Bolle und Vance. Ransomware etwa sei derzeit eine der größten Bedrohungen im Bereich Cyberkriminalität. Die Verbrecher dahinter nutzten Verschlüsselung nicht nur, um ihre Identität und Finanztransaktionen zu verbergen oder die Infrastruktur zu schützen, mit der sie die Malware steuerten. Vielmehr sei die Technologie "der Kern ihres milliardenschweren kriminellen Unternehmens".

Konkrete Vorschläge, wie Ermittler auf Daten bei Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zugreifen können sollen, machen die beiden leitenden Strafverfolger nicht. Anbieter wie WhatsApp, Threema und Signal haben bei diesem Verfahren selbst nicht die Schlüssel, die die Kommunikation lesbar machen würde. Die Verfasser des Beitrags meinen nur: "Letztlich müssen die von der Menschheit geschaffenen Technologieprobleme von der Menschheit gelöst werden."


"Regulierung dringend notwendig"

"Es ist unhaltbar, Verschlüsselungsstandards weiterhin an private Technologieunternehmen zu delegieren", erklären die beiden nur. "Eine Regulierung ist notwendig – und zwar dringend. Die Lösung dieses Problems erfordert ein empfindliches Gleichgewicht zwischen der Privatsphäre auf der einen Seite und der öffentlichen Sicherheit auf der anderen. Einfach das eine über das andere zu stellen, ist keine akzeptable Lösung."

De Bolle und Vance verweisen zwar auch auf jüngste Erfolge: "Erst vorigen Monat hat eine globale Koalition von Behörden aus mehreren Ländern die Operation Trojan Shield durchgeführt, eine der bisher größten und ausgefeiltesten Strafverfolgungsoperationen im Kampf gegen verschlüsselte kriminelle Aktivitäten." Durch die Entwicklung und den Betrieb der Plattform Anom für angeblich sicher verschlüsselte Geräte sei man in der Lage gewesen, "auf Informationen von mehr als 300 kriminellen Syndikaten zuzugreifen, die in mehr als 100 Ländern tätig sind".

Trojan Shield sei aber die Ausnahme, behaupten die Autoren. Im Großen und Ganzen wird die Situation nur noch schlimmer. Unregulierte Verschlüsselung ermögliche zusammen mit anderen Techniken für eine bessere Privatsphäre eine "durchsuchungssichere Technologie, die unsere kriminellen Ermittlungen zunehmend behindert". Die niederländische und französische Polizei hatten voriges Jahr aber etwa auch das System Encrochat knacken können. Im März wurde ferner der Kommunikationsdienst Sky ECC ausgehoben. Diese Aktionen haben laut Europol "Schockwellen in die Unterwelt" gesandt und wertvolle Einblicke in deren Strukturen ermöglicht.


Zugriff trotz Verschlüsselung

Letztlich reiht sich der neue Appell direkt ein in immer wieder neue Aufrufe von Sicherheitsbehörden und Politikern im Rahmen der seit Jahrzehnten andauernden Crypto Wars. Erst im Oktober bezeichneten die sogenannten Five-Eyes-Nationen USA, Großbritannien, Kanada, Australien und Neuseeland zusammen mit Indien und Japan durchgehende Verschlüsselung als "ernsthaftes Risiko für die öffentliche Sicherheit". Technikfirmen forderten sie auf, in Kooperation mit ihnen "vernünftige, technisch machbare Lösungen" zu entwickeln.

Seit Dezember drängt auch der EU-Rat in einem Papier zur Sicherheit durch Verschlüsselung und trotz Verschlüsselung auf Zugriffsmöglichkeiten auf Kommunikation im Klartext und eine stärkere Kooperation mit der IT-Industrie. Man sei gegen kontraproduktive und gefährliche Ansätze, die Sicherheitssysteme materiell schwächten oder einschränkten, ist dabei oft zu hören. So sollen weitere Debatten über Krypto-Nachschlüssel, Hintertüren oder "Vordereingänge" für Sicherheitsbehörden bei Soft- und Hardware vermieden werden. Die oft geforderte "magische" Zugangslösung verweisen Techniker aber ins Reich der Märchen, da es "ein bisschen verschlüsselt" nicht gibt.
(olb)




Quelle: https://heise.de/-6148066
Thema: High-End-SSDs: Chinesischer YMTC-Speicher konkurriert mit Branchengrößen
Muad'Dib

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High-End-SSDs: Chinesischer YMTC-Speicher konkurriert mit Branchengrößen 27.07.2021 18:19 Forum: Hardware (inkl. Firmware)


Ein Vergleichstest der chinesischen Asgard AN4 zeigt, dass SSDs mit NAND-Flash-Bausteien von YMTC rund 7,5 GByte/s und mehr als eine Million IOPS erreichen.



(Bild: c't)



Der chinesische Hersteller Asgard verkauft mit der AN4 eine High-End-SSD, die auf vier PCI-Express-4.0-Lanes setzt und so mit den schnellsten Modellen der etablierten Hersteller wie Samsung und Western Digital konkurrieren soll. Der Clou: Auf der Asgard AN4 sitzen NAND-Flash-Bausteine des chinesischen Herstellers Yangtze Memory Technologies Co., Ltd. (YMTC).

Ein Vergleichstest auf der Plattform Bilibili, den Tom's Hardware entdeckt hat, zeigt, dass sich dieser YMTC-Speicher nicht vor der Konkurrenz verstecken muss. Ein Mitglied hat die 1-TByte-Version der Asgard AN4 gegen zwei chinesische Modelle mit Speicher von Micron und Kioxia (früher Toshiba Memory) gestellt.


TLC-NAND-Flash

Alle drei SSDs verwenden TLC-Chips, die drei Bit pro Zelle speichern (Triple Level Cells). Im Falle von Micron kommen aktuelle Bausteine mit 176 Speicherlagen zum Einsatz, beim M.2-Kärtchen mit Kioxia-Speicher der etwas ältere BiCS 4 mit 96 Layern. Die Asgard AN4 nutzt YMTCs 128-Lagen-Speicher, bei dem der Hersteller allerdings andere Technik als die Konkurrenz verwendet: Statt die Logik und alle Layer auf einem einzelnen Silizium-Wafer zu belichten, trennt YMTC Logik und Speicherlagen in zwei Wafer auf, die übereinandergestapelt werden.

Die Zahlen lassen sich gut vergleichen, weil alle drei SSDs den gleichen InnoGrit-Controller IG5236 nutzen. Innogrit hat zwar den Hauptsitz in den USA, aber auch Wurzeln in China. Hierzulande sind nur wenige SSDs mit Controllern der Firma erhältlich.


Hohe Geschwindigkeit

Im Vergleichstest las die Asgard AN4 mit knapp 7,5 GByte/s und schrieb wie beworben mit bis zu 5,5 GByte/s. Bei Zufallszugriffen erreichte die SSD zwischen knapp 900.000 und 1,2 Millionen IOPS. Sequenziell schrieb das Modell mit Micron-Speicher etwas schneller, erreichte aber nicht die Werte der SSD mit YMTC-Bausteinen bei Zufallszugriffen. Das Kioxia-Modell war wegen einer halbierten Maximum Payload Size (MPS) abgeschlagen.

Im Vergleichs-Benchmark PCMark 10, der verschiedene Szenarien durchtestet, erreichte die Asgard AN4 etwa 3600 Punkte, was selbst in Anbetracht von Samsungs flotter SSD 980 Pro und Western Digitals SN850 sehr viel wäre.

Unterm Strich entsteht der Eindruck, dass es der vergleichsweise junge Hersteller YMTC mit der internationalen Konkurrenz aufnehmen kann. Bleibt jedoch das Problem der Fertigung: Gerüchten zufolge liegt die Ausbeute funktionstüchtiger Halbleiterbauelemente bei YMTC unter den Erwartungen. Der Mutterkonzern Tsinghua Unigroup ist derweil pleite, sodass Umstrukturierungen ins Haus stehen.
(mma)




Quelle: https://heise.de/-6148125
Thema: NSO Group: Einblicke ins Unternehmensdickicht des Staatstrojaner-Konzerns
Muad'Dib

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NSO Group: Einblicke ins Unternehmensdickicht des Staatstrojaner-Konzerns 27.07.2021 18:14 Forum: Off - Topic


Bürgerrechtler werfen der skandalumwitterten NSO-Gruppe vor, über ein Labyrinth an Holdinggesellschaften weltweit Export- und Transparenzvorgaben zu umgehen.




(Bild: bluesroad/Shutterstock.com)



Drei gemeinnützige Organisation haben gemeinsam "die gesamte Unternehmensstruktur der NSO Group" unter die Lupe genommen. So lasse sich "die globale Geldspur öffentlicher und privater Investitionen in das lukrative Spyware-Unternehmen" verfolgen, heißt es in einem von Amnesty International (AI), Privacy International (PI) und das Centre for Research on Multinational Corporations (Somo) veröffentlichten Bericht. Die Organisationen wollen damit auch auf die menschenrechtlichen Risiken der globalen Überwachungsindustrie hinweisen.

Die drei Institutionen wollen mit der Analyse "Operating from the Shadows" zudem die Bemühungen der Zivilgesellschaft unterstützen, mit Menschenrechtsverletzungen in Verbindung gebrachte Unternehmensstrukturen besser zu kontrollieren und eine Rechenschaftspflicht für Missstände einzuführen. AI und andere Menschenrechtsgruppen hätten bereits Dutzende Fälle dokumentiert, in denen NSO-Produkte wie Pegasus von repressiven Regierungen auf der ganzen Welt eingesetzt worden seien, "um Aktivisten, Journalisten und Oppositionelle auszuspähen" und mundtot zu machen.


Schwer durchschaubare Unternehmensstruktur

Laut dem Bericht versucht sich die in Israel beheimatete NSO Group hinter einer labyrinthartigen Unternehmensstruktur zu verstecken. Sie hat demnach zu verschiedenen Zeiten Holdinggesellschaften beziehungsweise operative Einheiten auf den Britischen Jungferninseln, in Bulgarien, auf den Kaimaninseln, auf Zypern, in Israel, Luxemburg, Großbritannien und den USA gegründet. Produkte würden aus Bulgarien, Zypern und Israel exportiert. Dieses Dickicht habe der Gruppe "rechtliche und regulatorische Vorteile in verschiedenen Rechtsprechungen verschafft, um Investitionen, Betrieb und Wachstum zu erleichtern".

Finanziert werde das Konzerngeflecht von den großen Private-Equity-Firmen Novalpina Capital und Francisco Partners, hinter denen wiederum zahlreiche Einzelinvestoren stünden, heißt es in der Untersuchung. Auch Rentenfonds in Großbritannien und den USA seien an dem Unternehmen beteiligt. Dazu gehörten die South Yorkshire Pensions Authority und der East Riding Pension Fund, das Oregon Public Employees Retirement System und die Alaska Permanent Fund Corp.

Unzureichende Regulierungen

Regierungen versäumen es den Verfassern zufolge, aussagekräftige nationale Gesetze zu verabschieden, wonach an der Entwicklung von Spyware und Staatstrojanern beteiligte Firmen die Menschenrechte respektieren sowie ihre Geschäfte transparent machen müssten und für den Einsatz ihrer Produkte zur Verantwortung gezogen würden. Zusagen, Reformen umzusetzen und Menschenrechtsstandards einzuhalten, blieben unerfüllt. Insgesamt habe die langjährige Weigerung der NSO Group, wesentliche Details über ihre Geschäftstätigkeit offenzulegen, der ganzen Überwachungsbranche eine Steilvorlage geliefert, "wie man Transparenz vermeiden kann".

Vor allem Israel, die EU und die USA müssten ein Moratorium für den Verkauf und die Weitergabe von Überwachungsausrüstung umsetzen, bis ein angemessener Rechtsrahmen für die Menschenrechte geschaffen ist, forderte PI angesichts der Ergebnisse der Studie. Dies verlangten auch UN-Berichterstatter. Amnesty Tech kritisierte, Novalpina und Francisco Partners seien bereit, "Geld in eine vergiftete Anlage zu stecken, die vom Missbrauch unserer Freiheiten profitiert". Somo zufolge sind zumindest im Graubereich oder rechtswidrig operierende Firmen wie NSO viel zu lange straffrei davongekommen.

Die Organisationen drängen auch darauf, dass die internationale Staatengemeinschaft private Überwachungsunternehmen dazu zwingt, "bei ihren globalen Aktivitäten, Lieferketten und in Bezug auf die Nutzung ihrer Produkte und Dienstleistungen eine menschenrechtliche Sorgfaltspflicht einzuhalten". Verträge mit solchen Firmen müssten offengelegt, menschenrechtsbasierte Beschaffungsstandards umgesetzt werden. Eine effektive Exportkontrolle sei überfällig. Vorige Woche hatte sich auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zumindest für eine Verkaufsbeschränkung für die Spähsoftware Pegasus starkgemacht, nachdem Oppositionsfraktionen schon lange für schärfere Vorgaben warben.
(olb)



Quelle: https://heise.de/-6148188
Thema: Speicherhersteller SK Hynix kündigt Serienproduktion von DDR5-RAM an
Muad'Dib

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Speicherhersteller SK Hynix kündigt Serienproduktion von DDR5-RAM an 27.07.2021 18:12 Forum: Hardware (inkl. Firmware)


SK Hynix machte im abgelaufenen Geschäftsquartal einen Umsatz von 7,6 Milliarden Euro. Die Firma gab zudem einen Ausblick auf neue Produkte.




(Bild: SK Hynix)


Dank steigender Speicherpreise hat SK Hynix zum ersten Mal seit 2018 mehr als 10 Billiarden südkoreanische Won innerhalb eines Quartals umgesetzt. 10,3 Billiarden Won waren es im zweiten Quartal 2021 – nach aktuellem Umrechnungskurs rund 7,6 Milliarden Euro. Unterm Strich blieben knapp 1,5 Milliarden Euro als Gewinn übrig.

In der Mitteilung zu den Geschäftszahlen berichtet SK Hynix von einer unerwartet hohen Speichernachfrage bei Notebooks, Desktop-PCs, Grafikkarten und Endgeräten wie Smartphones. Gleichzeitig erholte sich der Server-Markt in den vergangenen Monaten. Die Lagerbestände sind niedrig, die Preise steigen. Zudem hat der Hersteller weitere Produktionslinien auf moderne Fertigungstechnik umgestellt: SDRAM auf die sogenannte 1z-Nanometer-Klasse (zwischen 10 und 14 nm) und NAND-Flash-Bausteine mit 128 Speicherlagen.

Alle Punkte wirken sich positiv auf den Operativgewinn aus, der sich auf fast 2 Milliarden Euro verdoppelt hat. Die operative Marge stieg von 16 auf 26 Prozent. Ende 2020 lag sie nur bei 12 Prozent, als SDRAM unter anderem in Form von DDR4-Kits noch deutlich günstiger war. Als weltweit zweitgrößter SDRAM-Hersteller werden SK Hynix' Geschäftszahlen maßgeblich vom sogenannten Schweinezyklus beeinflusst, bei dem Angebot und Nachfrage regelmäßig zu fallenden und steigenden Preisen führen.


DDR5 und EUV-Technik

Im zweiten Halbjahr 2021 erwartet SK Hynix mehr Umsatz. Der Hersteller will in den kommenden Monaten mit der Serienproduktion von DDR5-SDRAM beginnen, etwa für Intels Desktop-Prozessorgeneration Alder Lake-S (Core i-12000). Zudem soll die 1a-Klasse anlaufen, die zum ersten Mal in der Speicherfertigung auf extrem-ultraviolette (EUV-)Belichtungstechnik setzt.

Beim NAND-Flash für SSDs und Smartphones läuft bald die Produktion von Bausteinen mit 176 Speicherlagen an, die drei Bit pro Zelle speichern (Triple Level Cells, TLC) und auf eine Kapazität von 512 GBit kommen.
(mma)



Quelle: https://heise.de/-6148654
Thema: Rückkehr zum Mond: Jeff Bezos bietet zwei Milliarden Dollar für NASA-Auftrag
Muad'Dib

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Rückkehr zum Mond: Jeff Bezos bietet zwei Milliarden Dollar für NASA-Auftrag 27.07.2021 18:09 Forum: Off - Topic


Jeff Bezos gibt sich weiterhin nicht damit zufrieden, dass die NASA nur SpaceX mit der Entwicklung einer Mondlandefähre beauftragt hat. Nun bietet er Geld.




Jeff Bezos und Blue Origins Konzept für eine Mondlandefähre (Bild: Blue Origin)



Jeff Bezos will bis zu zwei Milliarden US-Dollar bezahlen, wenn die NASA im Gegenzug doch wieder einen Wettbewerb um das beste Design für die geplante Mondlandefähre ausruft. Damit versucht der reichste Mann der Welt einmal mehr, eine inzwischen mehr als drei Monaten alte Entscheidung der US-Weltraumagentur zu kippen. Die hatte damals alleine Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX damit beauftragt, die Mondlandefähre zu entwickeln. Während die NASA normalerweise mehrere konkurrierende Aufträge vergibt, war sie in dem Fall davon abgewichen, weil sie schlicht nicht genug Geld hatte um mehr als einen Entwicklungsprozess mitzufinanzieren.


Zu wenig Geld für zwei Aufträge

Mit der Landefähre sollen schon 2024 Menschen auf den Mond gebracht werden. SpaceX konnte sich bei der Vergabe des Auftrags im April unter anderem gegen das Raumfahrtunternehmen Blue Origin von Jeff Bezos durchsetzen, das bei seinem Konzept mit den erfahrenen Rüstungskonzernen Lockheed Martin, Northrop Grumman und Draper kooperiert. Üblicherweise beauftragt die NASA aber mindestens zwei Unternehmen, wenn sie auf private Technik setzt, um im Fall von Rückschlägen eine Alternative zu haben. Das konnte sie sich im Fall der Mondlandepläne aber nicht leisten. Blue Origin wollte sich mit der Entscheidung aber nicht zufriedengeben und hatte dagegen auch bereits Einspruch erhoben. Über den dürfte bald entschieden werden.

Für den jüngsten Versuch, die Entscheidung der NASA doch noch rückgängig zu machen, setzt Unternehmenschef Jeff Bezos nun auf einen offenen Brief. Darin bietet er NASA-Chef Bill Nelson an, im Falle einer Einbeziehung alle Kosten in diesem und den kommenden Jahren bis zu einer maximalen Summe von zwei Milliarden US-Dollar selbst zu übernehmen. Gerichtet ist das Schreiben aber wohl in Wahrheit an das US-Parlament, dass für die Genehmigung der Finanzen der NASA zuständig ist, schreibt ArsTechnica. Dort gebe es breite Unterstützung für die Vergabe zweier Aufträge, meint Bezos. Das dürfte daran liegen, dass die Abgeordneten auf lukrative Investitionen in ihren Wahlkreisen hoffen.

Bezos neuerlicher Vorstoß unterstreicht einmal mehr, wie sehr die privaten Raumfahrtunternehmen um SpaceX und Blue Origin trotz der tiefen Taschen ihrer Gründer auf Steuergelder setzen. Der Vertrag über die Mondlandefähre soll etwa SpaceX bis zu 2,89 Milliarden US-Dollar (ungefähr 2,42 Milliarden Euro) einbringen. Gleichzeitig scheint es zweifelhaft, dass der gegenwärtige Zeitplan für die bemannte Rückkehr zum Mond gehalten werden kann. Der Generalinspekteur der NASA etwa hält das für "höchst unwahrscheinlich". Weiterhin hatte er ausgerechnet, dass die NASA für das sogenannte Artemis-Programm schon mehr als 37 Milliarden US-Dollar ausgegeben hat. Weitere 6,6 Milliarden sind bereits genehmigt und mindestens 42 Milliarden US-Dollar noch nötig.
(mho)



Quelle: https://heise.de/-6148400
Thema: Bezahlte TV- und VoD-Inhalte: 4,2 Milliarden Euro Umsatz 2020 in Deutschland
Muad'Dib

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Bezahlte TV- und VoD-Inhalte: 4,2 Milliarden Euro Umsatz 2020 in Deutschland 27.07.2021 18:08 Forum: Off - Topic


In Deutschland steigt der Umsatz mit Pay-TV und Video-on-Demand weiter an. Auch die Anzahl der Zuschauer nimmt zu.




(Bild: REDPIXEL.PL/Shutterstock.com)



Die gesamten Umsätze von Pay-TV und Paid-Video-on-Demand haben 2020 in Deutschland die 4-Milliarden-Grenze erstmals überschritten. Sie erreichten ein Umsatzvolumen von 4,2 Milliarden Euro, teilte der Verband Privater Medien (Vaunet) am Dienstag mit. Vaunet erwartet, dass Ende 2021 etwa 20,1 Millionen Subscription-Video-on-Demand-Abos (SVoD) erreicht sein werden.

Wachstum bei Umsatz und Zuschauern

Die Umsätze 2020 für Pay-TV und Pay-VoD stiegen innerhalb eines Jahres um 400 Millionen Euro an, wie aus dem Marktüberblick "Pay-TV & Paid-VoD in Deutschland 2020/2021" von Vaunet hervorgeht. Demnach erhöhte sich der Gesamtumsatz von 2019 auf 2020 von 3,8 Milliarden Euro auf 4,2 Milliarden Euro. Für 2021 geht der Verband von einem weiteren Anstieg auf etwa 4,5 Milliarden Euro aus. Pay-TV trage mit 2,1 Milliarden Euro den Löwenanteil bei. Das Wachstum geht aber auf das Konto von Video-on-Demand. Wachstumstreiber sei vor allem der Bereich SVoD: Hier nahm das Umsatzvolumen von 1,2 Milliarden Euro 2019 auf 1,6 Milliarden Euro 2020 zu. Das Wachstum soll sich 2021 fortsetzen. Vaunet rechnet zum Jahresende mit einem Umsatz von 1,8 Milliarden Euro.


2020 zeigte sich die Anzahl der Pay-TV-Abos mit 8 Millionen in Deutschland stabil. Durchschnittlich schauten pro Monat etwa 17,4 Millionen Menschen Pay-TV (AGF-lizenziert). Im Vergleich zu 2019 sind das etwa 200.000 Zuschauerinnen und Zuschauer pro Monat mehr. Im Dezember 2020 wurde erstmals die 20-Millionen-Marke überschritten.

Die Anzahl der SVoD-Abos lag 2020 bei 17,5 Millionen. Vaunet geht davon aus, dass Ende 2021 die Anzahl bei 20,1 Millionen liegen wird.


In der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) kletterten die Pay-TV- und Paid-VoD-Umsätze von 4,5 Milliarden 2019 auf 5 Milliarden 2020. Auch hier geht der Verband Privater Medien von einer weiteren Steigerung aus: 2021 soll der Gesamtumsatz auf rund 5,4 Milliarden Euro ansteigen.

In Vaunet sind die deutschen Pay-TV-Anbieter sowie ein großer Teil der Streaming-Anbieter organisiert – darunter Amazon und Disney+ Germany.
(olb)


Quelle: https://heise.de/-6149077
Thema: Intels Chipfertigung: Weg von Nanometer, hin zu Angström mit HighNA-EUV
Muad'Dib

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Intels Chipfertigung: Weg von Nanometer, hin zu Angström mit HighNA-EUV 27.07.2021 18:05 Forum: Hardware (inkl. Firmware)


Prozessorhersteller Intel benennt seine Herstellungsprozesse um und gibt Ausblicke auf künftige Produkte von Meteor Lake bis Granite Rapids.




(Bild: Intel)


Bei Intels Chipfertigung lief es in den vergangenen Jahren alles andere als rund. Das größte Sorgenkind war die Fertigung mit 10-Nanometer-Technik, die sich verspätete und erst nach einer Lockerung der Designvorgaben die gewünschten Taktraten jenseits der 4 GHz zuverlässig erreichte.

Diese 10-nm-Technik mit "SuperFin"-Zusatz, welcher die Gates der Transistoren vergrößerte, ist die letzte im klassischen Namensschema. Ab der ehemals "enhanced SuperFin" genannten Generation nutzt Intel eine neue Nomenklatur, sodass der Prozess dann schlicht Intel 7 heißen wird.

Damit will Intel der Tatsache Rechnung tragen, dass eine einzelne Nanometer-Angabe schon seit vielen Jahren kaum noch adäquat die Strukturgrößen beschreibt und eher ein Marketingbegriff geworden ist. Das hat Intel jahrelang, als man in Sachen Herstellungstechnik weltweit führend war, freilich nicht groß gestört. Auch unabhängige Chip-Experten bestätigten, dass Intels 10-nm-Fertigung in Sachen Transistordichte durchaus mit der 7-nm-Technik des Chipauftragsfertigers TSMC mithalten könne.


Die neue Zahl soll vielmehr ein Maß sein, welches die Energieeffizienz zur Grundlage hat, wie Intel im Vorfeld des Intel Accelerate-Webcasts mitteilte. Wobei diese Werte schon laut Intel selbst nur lose miteinander zusammenhängen: Intel 7 soll 10 bis 15 Prozent bessere Leistung pro Watt, also Energieeffizienz, haben als 10 nm SuperFin. Intel 4, zuvor als 7-nm-Prozess P1276 bekannt, soll noch einmal 20 Prozent drauflegen und Intel 3 erneut 18 Prozent. Insgesamt wirken die Zahlen eher wie an den Nanometer-basierten Prozessnamen von TSMC und Samsung orientiert.

Produktionsstart Meteor Lake und Granite Rapids

Der Nach-Nachfolger der noch für dieses Jahr erwarteten Alder-Lake-Architektur ist Meteor Lake. Dessen Designpläne sollen bereits an die Fabriken zum Fertigungsstart geschickt worden sein – Intel spricht hier von Tape in, was bei anderen Herstellern Tape out heißt. Je nachdem, ob man das aus Sicht der Designteams (Tape out) oder der Fertigung (Tape in) betrachtet, ist beides richtig. Die Massenproduktion soll indes erst in der zweiten Jahreshälfte 2022 anlaufen, mit Produkten, die eine Spanne von 5 bis 125 Watt Thermal Design Power (TDP) abdecken, ist im Handel daher erst 2023 zu rechnen.

Der Fertigungsprozess Intel 4 ist der erste des Unternehmens, der EUV-Technik einsetzt. Dabei wird die Belichtung mit ultraviolettem Licht mit extrem kurzer Wellenlänge von nur 13,5 nm erzeugt – zuvor nutzte man noch 193 nm lange Lichtwellen. Diese kostenintensive Maßnahme hatte man in der 10-nm-Generation noch vermeiden wollen, woraus wohl einige der Probleme entstanden sind.

Auch die Compute-Tiles der kommenden Granite-Rapids-Chips fürs Rechenzentrum sollen in Intel-4-Technik entstehen.Intel 3 bringt weitere Verbesserungen der Energieeffizienz und zusätzliche Chipschichten, die mit EUV-Belichtung hergestellt werden – auch wenn Intel schon für Intel 4 "Full Use of EUV" angekündigt hat.

Angström-Ära

Größere Neuerungen auf Transistor- wie auf Fertigungsebene gibt es dann mit der ehemals als 2-nm-Technik erforschten, nun Intel 20A genannten Technik. Ein Angström (korrekt: Ångström) entspricht 0,1 Nanometer und wird oft als Einheit für atomare Größenordnungen verwendet. Damit wäre man wieder zurück beim Längenmaß.


Bei Intels 20A kommen sogenannte RibbonFETs zum Einsatz, Intels Interpretation der Gate-all-around-Technik, bei der der leitende Kanal des Feldeffekttransistors (FET) allseits von der Gate-Elektrode umgeben ist. Ähnliches hatte IBM vor ein paar Jahren als "Nanosheet"-Transistoren angekündigt. Sie sollen bei niedrigerer Spannung schneller schalten und Leckströme gegenüber FinFETs deutlich verringern. TSMC will ähnliche Technik ebenfalls ab der eigenen 2-nm-Generation einsetzen, Samsung ab dem Schritt auf 3 nm.

Ebenfalls neu sind Power Vias, Stromleitungen durch das Silizium bis hin zur Transistorebene, die anders als bisher nicht von oben durch die Transistorschicht, sondern von der Unterseite des Chips ausgehen. Dadurch soll die Signalqualität deutlich verbessert und das Übersprechen zwischen einzelnen Leitungen verringert werden.

Als Nachfolger von Intel 20A wird Intel 18A 2025 an den Start gehen und der erste Intel-Prozess sein, der mit hoher numerischer Blende (High Numerical Aperture) die Chips belichtet. Dafür sind allerdings neue, teure Maschinen nötig, die mehr Platz in den Halbleiterwerken benötigen. Ausrüster ASML will entsprechende Belichtungsmaschinen zusammen mit Partnern ab 2022 testen.

Foveros Direct

Auch die Foveros-Technik wird mit Foveros Direct eine neue Option zu Kopplung mehrerer gestapelter Chips erhalten. War das herkömmliche Foveros noch geeignet, auch Chips verschiedenster Herstellungstechnik durch die sogenannten Mikrobumps miteinander zu verbinden, soll durch die bis zu 10.000 Kupferkontakte pro Quadratmillimeter von Foveros Direct auch einzelne Funktionsblöcke schnell und sicher miteinander verbunden werden – diese sollten dann jedoch aus derselben oder zumindest sehr ähnlicher Fertigung stammen.
(csp)


Quelle: https://heise.de/-6148143
Thema: Warum dem unendlichen Solarstromwachstum Grenzen gesetzt sind
Muad'Dib

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Warum dem unendlichen Solarstromwachstum Grenzen gesetzt sind 27.07.2021 18:02 Forum: Off - Topic


Immer billigere Sonnenstrommodule, viele Sonnentage und ein großer Boom – was zunächst gut klingt, könnte den Kampf gegen den Klimawandel behindern.






Ein paar einsame Forscher warnen schon seit Jahren, dass die Solarenergie vor einer fundamentalen Herausforderung steht – doch bislang mag ihnen offenbar niemand zuhören. Ihre Theorie: Das halsbrecherische Wachstum der Branche könnte sehr abrupt stoppen. Weil: Je mehr Solarstrom ins Netz eingespeist wird, desto weniger lohnt es sich letztlich für die Produzenten, jedenfalls unter bestimmten Kriterien.

Das Grundproblem ist, dass Solarmodule an sonnigen Tagen viel Strom erzeugen – oft mehr als benötigt wird, was die Preise drückt, mittlerweile manchmal sogar in den negativen Bereich. Doch im Gegensatz zu etwa einem Erdgaskraftwerk können die Betreiber von Solarkraftwerken den erzeugten Strom nicht einfach nach Bedarf drosseln oder die Erzeugung über einen Tag verteilen, sie in die Nacht verschieben oder den dunklen Winter nutzen. Solarstrom ist verfügbar, wenn er verfügbar ist – also wenn die Sonne scheint. Und das wiederum ist der Zeitpunkt, an dem auch alle anderen Solarkraftwerke mit maximaler Leistung Strom erzeugen.

Eine neue Untersuchung zeigt nun, dass Kalifornien, das einen der größten Sonnenenergieanteile des Planeten hat, das Phänomen der sogenannten Solarwertdeflation bereits akut zu spüren bekommt.

Preise im Keller für alle zur gleichen Zeit

Laut der Analyse des Breakthrough Institute, die diesen Monat veröffentlicht wird, sind die durchschnittlichen Großhandelspreise für Solarstrom in Kalifornien seit 2014 um 37 Prozent im Vergleich zu den durchschnittlichen Strompreisen für andere Energiequellen gefallen. Mit anderen Worten: Die Energieversorger zahlen Solaranlagen aufgrund ihrer schwankenden Erzeugung insgesamt weniger als allen anderen Quellen.

Großhandelspreise sind grundsätzlich der Betrag, den Energieversorger an Kraftwerke für den Strom zahlen, den sie dann an Haushalte und Unternehmen liefern. Sie schwanken im Laufe des Tages und des Jahres und steigen für Solaranlagenbetreiber morgens, nachmittags und zu anderen Zeiten, in denen es kein Überangebot gibt, an. Doch je mehr Solaranlagen gleichzeitig ans Netz gehen, desto häufiger und ausgeprägter werden die Zeiten des Überangebots, die diese Tarife ins Bodenlose senken.

Niedrigere Preise mögen für die Verbraucher zunächst gut klingen. Doch die Solarwertdeflation hat beunruhigende Auswirkungen auf die Ziele der Welt, die Solarkapazität schnell auszubauen und den Klimawandel zu stoppen. Denn es könnte künftig schwierig werden, Entwickler und Investoren davon zu überzeugen, immer mehr Solarkraftwerke zu bauen, wenn sie weniger Geld verdienen oder gar welches verlieren könnten. Tatsächlich stagniert der Bau von Solaranlagen in Kalifornien bereits seit 2018, so die Studie. Doch ein Staat wird die Industrie brauchen, um die Entwicklung deutlich zu beschleunigen, wenn er hofft, seine ehrgeizigen Ziele für saubere Energie zu erreichen. Dies könnte bald zu einem breiteren Problem werden.

Vorgeschmack für die weltweite Entwicklung

"Kalifornien ist ein kleiner Vorgeschmack auf das, was dem Rest der Welt bevorsteht, wenn wir die Solarenergie dramatisch ausbauen", sagt Zeke Hausfather, Direktor für Klima und Energie beim Breakthrough Institute und Autor des Reports. Denn während in Kalifornien etwa 19 Prozent des erzeugten Stroms aus Solarenergie stammen, werden auch in anderen Regionen schnell Photovoltaikanlagen installiert. In Nevada und Hawaii zum Beispiel lag der Anteil der Solarstromerzeugung 2019 bei rund 13 Prozent, so die Studie. Die Werte in Italien, Griechenland und Deutschland lagen bei 8,6 Prozent, 7,9 Prozent respektive 7,8 Prozent.

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Stromspeicher endlich im großen Stil

Eine zentrale technische Lösung: Netzbetreiber und Entwickler von Solaranlagen können mehr Energiespeicher hinzufügen – und das tun sie auch zunehmend. Forscher des Lawrence Berkeley National Laboratory haben in einer breiteren Studie, die im Juni in der Fachzeitschrift "Joule" veröffentlicht wurde, auf ähnliche Probleme in Kalifornien hingewiesen. Die Forscher weisen aber auch darauf hin, dass zahlreiche Modellstudien gezeigt haben, dass die Hinzufügung von kostengünstigen Speicheroptionen, einschließlich so genannter Hybridanlagen, die mit Lithium-Ionen-Batterien gekoppelt sind, die Solarwertdeflation abmildern und es ermöglichen könnten, die Technik wirtschaftlich zu betreiben.

Dem sind jedoch wahrscheinlich Grenzen gesetzt, da eine Studie nach der anderen zeigt, dass die Speicher- und Systemkosten stark ansteigen, sobald die erneuerbaren Energien den Großteil des Stroms im Netz liefern. Bundesstaaten und Nationen könnten auch die Subventionen für Solarenergie erhöhen, mehr Fernübertragungsleitungen einrichten, um Regionen zu ermöglichen, sauberen Strom nach Bedarf untereinander auszutauschen – oder Anreize für Kunden schaffen, den Energieverbrauch auf Tageszeiten zu verlegen, die besser mit den Zeiten hoher Stromerzeugung übereinstimmen.

Die gute Nachricht ist, dass durch jede dieser Maßnahmen der Übergang zu sauberen Stromquellen auch auf andere Weise erleichtern wird. Das Problem: Das wird uns viel Zeit und viel Geld kosten. Der kalifornische Solarmarkt erinnert uns daran, dass die Klima-Uhr tickt.
(bsc)



Quelle: https://heise.de/-6146127
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