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Drei Folgen des RTL-Bebens, die jetzt jeder kennen muss
Von Manuel Weis - 07. Januar 2026, 17:30


„Shift 2026“ führt zu einschneidenden Veränderungen bei RTL – das Publikum wird die Entscheidungen schon sehr bald spüren. Und auch die Politik ist gefragt. Eine tiefgehende Analyse unseres Medienexpertens.

Rund 600 Stellen will RTL abbauen – allein 230 davon im Team von RTL News, das bis dato für RTL und ntv die aktuelle Berichterstattung gestemmt hat. Schon am kommenden Wochenende enden daher die Produktionen „Gala“ (wird durch „Exklusiv“ ersetzt) und „Prominent“. Ab Frühjahr sollen die bisher konträr ausgerichteten Morgenprogramme von RTL und ntv zu einem verschmelzen. Von Köln gehen somit einige Signalwirkungen aus, die auch die Politik nicht mehr ignorieren kann.


Die Politik muss beim ÖRR umschwenken

Vor allem konservative Stimmen waren es in der Vergangenheit, die ARD und ZDF kritisierten – und letztlich dafür sorgten, dass dem System weniger Geld zur Verfügung steht als bisher. Auch wenn es weiterhin Milliarden sind, die die Anstalten einnehmen, so müssen sie allein wegen des fehlenden Inflationsausgleichs und notwendiger Ausgaben im Bereich der Digitalisierung an zentralen Stellen sparen. Und weil das etwa bei Pensionen nicht möglich ist, wird der Rotstift gern im Programm angesetzt. Schlimmer noch: Der auch von der Politik befeuerte Vertrauensverlust in öffentlich-rechtliche Informationsangebote. Während ARD und ZDF ihre Bemühungen, konservative Stimmen und die Nöte der Bevölkerung besser im Programm abzubilden intensivieren müssen, sollte der Politik die Bedeutung von „Tagesschau“, „heute“ und Co. klar werden.

Nach ARD und ZDF ist im Fernsehbereich RTL der wichtigste Nachrichtenanbieter – doch bei RTL wurde jetzt schon zum zweiten Mal in Folge im Informationsbereich gespart. Erst verganenen Sommer wurde die abendliche Journal-Sendung „RTL Direkt“ beendet – nun trifft es 230 Beschäftigte bei RTL News – und die bisher konträr ausgerichteten „Punkt“-Magazine sowie die ntv-Frühschiene müssen aus Kostengründen verschmelzen. Das wird Zuschauende kosten. Denn während ntv morgens hart auf News und Wirtschaftsinfos setzte, sendete RTL bisher einen 33:66-Mix aus Infos und seichten Stoffen.

Es ist davon auszugehen, dass die neue gemeinsame Frühsendung nicht eine reine Nachrichtenproduktion sein wird. Das Beispiel RTL zeigt, wie schnell private Medienhäuser an Public-Value-Angeboten wie News sparen. Bei gleich bleibendem Informationsbedürfnis können sich Bürger nun entweder bei anderen TV-Sendern informieren, oder sie wandern ab ins Internet, wo sie gemäß der Algorithmen hauptsächlich von ihrer eigenen Bubble informiert werden. X, Facebook und Co. sind ja so programmiert, dass vermehrt Beiträge zu sehen sind, die Nutzer X „interessieren könnten“. Wer also auf dem Weg zum Verschwörungstheoretiker ist, wird es bei X ganz besonders schnell. Wer besonders links ist, wird in den Sozialen Medien noch linker und anders herum.


Wann wacht die Werbeindustrie endlich auf?

Mitschuldig sind freilich auch alle Werbeagenturen, die Meta und Co. ihre Werbegelder zur Verfügung stellen. Wer auf Facebook und X wirbt, finanziert Hass, Hetze und Unmenschlichkeit. Täglich entstehen auf Facebook etliche menschenverachtende und zutiefst rassistische Kommentare – fein verborgen hinter Nicknames, bequem vom eigenen Sofa in die Tastatur gehackt. Diese Werbegelder aber fehlen natürlich den Medien, die sich ihrer Verantwortung und Reichweite bewusst sind – egal ob Radiosender, Verlage oder Fernsehunternehmen.

Nun ist es natürlich ein zweischneidiges Schwert, denn die Werbeindustrie will freilich dort sein, wo viel Reichweite ist. Und dort generieren populäre Internetpersönlichkeiten inzwischen eben Reichweiten, von denen TV-Frühsendungen nur noch träumen können. Die durchschnittlich erreichten rund 200.000 Zusehenden der morgendlichen „Punkt“-Sendungen bei RTL wirken da schnell eher klein. Und dennoch bleibt es dabei: Soziale Medien sind längst zu unsozialen Medien geworden, die Tag für Tag zur Destabilisierung Deutschlands beitragen.


Wer nimmt die Streaminganbieter in die Pflicht?

Der Wandel der Mediennutzung wird bis Ende des Jahrzehnts voranschreiten. Lineares TV wird es auch dann noch geben, aber die Nutzung wird sich weiter zu Live-Streams, FAST-Channels und Streaming verschieben. Schon jetzt ist Streaming der mit Abstand überwiegende Nutzungsweg bei Menschen unter 30. Gestreamt werden in erster Linie jedoch fiktionale Inhalte und Dokus sowie Sport. Magazin-Sendungen oder längere Live-Shows hinken da ein gutes Stück hinterher.

Das heißt: Wenn RTL, wie angekündigt, vor allem Wert auf Wachstum im Streamingsektor legt, spielen die langen Infoschienen eine weniger wichtige Rolle, weil sie im Streamingbereich für niedrigere Abrufzahlen sorgen. Von Jahr zu Jahr wird also die klassische TV-Quote ein bisschen weniger wichtig, im Gegenzug werden Views im Stream an Bedeutung gewinnen. RTL hat dafür die besten Beispiele genannt. So waren die morgendlichen „Punkt“-Sendungen durchaus ein Quotenerfolg, standen wirtschaftlich aufgrund der inzwischen kleinen Reichweiten am Morgen augenscheinlich wohl dennoch unter Druck.

Die Folge: Mit der zunehmenden Fokussierung auf Streaming und die dort populären Genres (etwa Reality) werden sich die so genannten Programmränder ausdehnen. Während private Sender zuletzt kaum noch Geld in die Programmschienen ab 23 Uhr und am Vormittag steckten, wird künftig auch das Morgenprogramm knifflig zu finanzieren sein. Denkbar also, dass bald hauptsächlich noch in die Schiene ab dem mittleren Nachmittag bis in die Primetime investiert wird.

Das Vakuum davor könnten Podcasts, Streamer und Social Media für sich nutzen. Das Problem ist nur: Im politischen Sinne gute, kritische und nicht von irgendwelchen ausländischen Kräften gesteuerte Information könnte damit seltener werden, zumal kein internationaler Streaminganbieter sich bisher allzu sehr im Public Value-Bereich engagiert hat. Schon jetzt erleben Audio- oder Videoformate, die snackable sind und die eigene Meinung nicht herausfordern, einen beachtlichen Zulauf.

So sind die am Mittwoch in Köln bekannt gewordenen Nachrichten des Arbeitsplatzausbaus und des daraus resultierenden Programmumbaus beim größten Privatsender Deutschlands für das ganze Land betrübliche Nachrichten. Einzig Randgruppen, die ihren eigenen Plan mit Deutschland haben, dürften jubeln.

quelle: digitalfensehen.de

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