Whitebird

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| 30 Jahre Haft: Darknet-Marktplatz betrieben und Drogenhändler abgezockt |
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30 Jahre Haft:
Darknet-Marktplatz betrieben und Drogenhändler abgezockt
Incognito Market galt als einer der größten Darknet-Marktplätze, auf dem tonnenweise Drogen gehandelt wurden. Der Betreiber wurde jetzt verurteilt.
5. Februar 2026 um 09:24 Uhr / Marc Stöckel
Der 24-jährige Taiwanese Rui-Siang Lin, auch bekannt unter dem Pseudonym Pharaoh, wurde zu einer Haftstrafe von 30 Jahren verurteilt, weil er mit Incognito Market einen der größten Darknet-Handelsplätze der Welt betrieben hat. Laut einer Pressemitteilung der US-Staatsanwaltschaft wurden auf dem Marktplatz mehrere Tonnen an Drogen im Wert von über 105 Millionen US-Dollar gehandelt.
Lin gründete Incognito Market im Oktober 2020. Im März 2024 nahm er die Plattform wieder vom Netz und stahl dabei mindestens eine Million US-Dollar an Kryptowährungen, die Nutzer des Handelsplatzes noch dort geparkt hatten. Zusätzlich drohte er den ehemaligen Händlern mit einer Veröffentlichung ihrer Daten und forderte sie zur Zahlung eines Lösegeldes auf.
In den rund vier Jahren, in denen Incognito Market online war, wurden dort jeweils mehr als 1.000 Kilogramm an Kokain und Crystal Meth sowie Hunderte Kilogramm anderer Drogen gehandelt. Auch Heroin, LSD, MDMA, Oxycodon, Ketamin und Alprazolam wurden den Gerichtsdokumenten zufolge auf der Plattform angeboten. Die Bezahlung erfolgte jeweils in den Kryptowährungen Bitcoin oder Monero (XMR).
Hunderttausende Drogenkäufe abgewickelt
Verkäufer konnten sich bei Incognito Market gegen Bezahlung einer Aufnahmegebühr registrieren und anschließend Angebote einstellen. Lin erhielt für jede erfolgreiche Transaktion eine Provision in Höhe von fünf Prozent des Kaufpreises. Der 24-Jährige soll davon Mitarbeiter bezahlt und den Betrieb des Marktplatzes finanziert haben. Schlussendlich blieb ihm laut Pressemitteilung ein Gewinn von mehr als sechs Millionen US-Dollar.
Bis zur Abschaltung des Marktplatzes war Incognito Market über das Tor-Netzwerk erreichbar. Im Laufe der Zeit registrierten sich dort über 1.800 Drogenverkäufer sowie mehr als 400.000 Käufer. Insgesamt wurden auf der Plattform nach Angaben der US-Justiz mehr als 640.000 Drogengeschäfte abgewickelt.
Am 16. Dezember 2024 bekannte sich Lin vor der US-Bezirksrichterin Colleen McMahon schuldig. Jetzt verurteilte ihn die Richterin für die Verschwörung zum Vertrieb von Betäubungsmitteln und gefälschten oder falsch gekennzeichneten Medikamenten sowie Geldwäsche. Dafür muss Lin für 30 Jahre ins Gefängnis. Hinzu kommen eine fünfjährige Bewährungsstrafe sowie eine Geldstrafe in Höhe von mehr als 105 Millionen US-Dollar.
quelle: golem.de
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