Whitebird

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Reform der Alterssicherung: KI-Systeme zur Rentenkasse heranziehen |
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Reform der Alterssicherung:
KI-Systeme zur Rentenkasse heranziehen
Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) fordert eine Beteiligung von KI am Rentensystem.
5. Januar 2026 um 07:58 Uhr / Andreas Donath , dpa
Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) will, dass künstliche Intelligenz rentenversicherungspflichtig wird. Die Rentenkommission solle Konzepte entwickeln, wie Produktivitätsgewinne durch Automatisierung in die Alterssicherung einfließen könnten, forderte er.
Schweitzer mahnte im Gespräch mit der Deutschen Presseagentur grundlegende Reformen an. Die gesetzliche Rente müsse Menschen ein vernünftiges Leben im Ruhestand ermöglichen. Wer sein Arbeitsleben lang Beiträge gezahlt und Kinder erzogen habe, dürfe nicht auf das Sozialamt angewiesen sein.
Betriebsrente stärken
Der stellvertretende SPD-Bundeschef sieht Handlungsbedarf bei der Betriebsrente. In einem wirtschaftlich starken Land hätten zu wenige Menschen Zugang zu dieser Form der Altersvorsorge. Dabei könnten starke Arbeitgeber aus Industrie, Mittelstand, Dienstleistung und Pflege entsprechende Angebote machen.
Die Bundesregierung müsse Anreize für Betriebsrenten schaffen. In Zeiten des Fachkräftemangels könnten sich Unternehmen damit als attraktive Arbeitgeber positionieren. Das Angebot einer Betriebsrente sollte zur Normalität werden.
Bei der privaten Altersvorsorge sieht der Ministerpräsident ebenfalls Verbesserungsbedarf. Menschen mit geringem Einkommen bräuchten bessere Anreize als etwa die Riester-Produkte. Auch damit sollte sich die Rentenkommission beschäftigen.
Automatisierung soll Sozialsysteme stärken
Schweitzer betonte darüber hinaus, Produktivitätsfortschritte durch Automatisierung und KI müssten stärker in den sozialen Sicherungssystemen berücksichtigt werden. Die zentrale Frage sei: Wie zahlt die KI ins Rentensystem ein?
Die 13-köpfige Rentenkommission, das von Constanze Janda, Rektorin der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer, mitgeleitet wird, soll bis Mitte 2026 Vorschläge für eine Reform der Alterssicherung vorlegen.
Flexible Arbeitszeitmodelle nötig
Zum Thema Lebensarbeitszeit sagte Schweitzer, nicht alle könnten bis ins hohe Alter arbeiten. Das gelte für Dachdecker ebenso wie für Pflegekräfte oder Beschäftigte in Erziehung und Schule. Diese Menschen könnten nicht einfach in den letzten Erwerbsjahren mit Verwaltungsaufgaben betraut werden.
Es brauche flexible Modelle für diejenigen, die länger arbeiten wollten. Menschen zu längerer Arbeit zu zwingen, obwohl sie gesundheitlich nicht mehr könnten, sei keine solidarische Vorstellung von Alterssicherung. Kluge Arbeitgeber hätten bereits Modelle entwickelt, die auch für die Alterssicherung relevant sein könnten.
Der SPD-Politiker mahnte zugleich, die Anforderungen an die Rentenkommission dürften nicht überfrachtet werden. Die Bundesregierung müsse Meilensteine definieren und klären, welche Schritte bis zum Ende der Wahlperiode umsetzbar seien. Es bringe nichts, zwölf Themen gleichzeitig anzugehen, ohne konkrete Ergebnisse zu erzielen.
quelle: golem.de
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05.01.2026 12:02 |
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