Whitebird

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Streamcloud: Streaming-Portal von der CUII gesperrt
20.01.2026 von Lars Sobiraj
Das Kino- und Serienportal Streamcloud haben die großen deutschen ISPs gesperrt. Als Reaktion leitet man nun auf eine neue Domain weiter.
Auf Anordnung haben die teilnehmenden Internet-Anbieter das illegale Streaming-Portal Streamcloud gesperrt. Wer die URL streamcloud.my aufrufen wollte, den leitete man bis vor wenige Minuten automatisch auf die Webseite der Clearingstelle Urheberrecht im Internet (CUII) weiter.
Die Admins von Streamcloud haben die Domain geändert
Doch die Betreiber des Portals haben schon reagiert. Sie leiten ihre Besucher seit wenigen Minuten zu der noch nicht gesperrten Domain streamcloud.plus weiter. Doch für weitere Sperren von Ausweichdomains benötigt die CUII keinen Gerichtsbeschluss mehr, was das Verfahren merklich abkürzt. Von daher muss man damit rechnen, dass jetzt jede weitere Domain, die die Betreiber nutzen, ebenfalls zeitnah gesperrt wird. Es folgt womöglich ein Versteckspiel, bei dem die Portalbetreiber auf Dauer gesehen, nichts gewinnen können. Bestes Beispiel ist das Portal HDfilme, das den gleichen Eigentümern gehört. Die Webseite wechselte in wenigen Monaten von hdfilme.my zu hdfilme.app, zu hdfilme.uno und letztlich zu hdfilme.legal. Doch auch diese Domain leitet nur noch zur CUII weiter.
Streams funktionieren wieder
Doch Streamcloud hatte zwischenzeitlich schon seit längerer Zeit Probleme mit den eingebauten Streams. Statt der Serien-Episoden oder Spielfilme bekam man bei Streamcloud bis heute jeweils nur eine Fehlermeldung zu Gesicht. Dafür funktioniert leider seit jeher die Auslieferung von Werbung für Amazon, Online-Casinos & Co. sehr zuverlässig. Bei fast jedem Klick öffnen sich auch bei einem aktivierten Ad-Blocker die nervigen Werbe-Tabs.
Bei den Anordnungen hat die CUII Streamcloud noch nicht eingetragen, trotzdem ist die Sperre bereits aktiv. Die letzten Sperranordnungen betrafen im November das Streaming-Portal Kinoger, im September den E-Book-Blog Ibooks und die Schattenbibliothek Anna’s Archive. Bei dem seit Jahren eingeschlagenen Tempo wäre eine weitere Anordnung im Januar möglich. Darauf folgt die übernächste Anordnung, die wahrscheinlich frühestens im März 2026 erfolgen wird.
In Deutschland arbeiten die Behörden sehr langsam
Die deutschen Surfer haben dabei aber noch Glück. In anderen Ländern der EU wie beispielsweise in Italien verläuft das Verfahren sehr viel radikaler. Dort erlässt die zuständige Behörde AGCOM tagtäglich 50 (!!!) und mehr neue Sperranordnungen, die die ISPs direkt umsetzen müssen. Die Behörde hätte wahrscheinlich schon in den letzten 30 Minuten auch streamcloud.plus sperren lassen.
Das ändert natürlich nichts daran, dass man die Sperren mithilfe eines alternativen DNS-Resolvers oder eines VPN* problemlos umgehen kann. Schade nur, dass die letzte Werbeaktion von hide.me mit deutlich reduzierten Preisen gerade abgelaufen ist. Doch das nächste Angebot steht spätestens Ostern vor der Tür. Die Admins von Streamcloud hingegen werden gezwungen sein, sehr häufig neue Domains zu nutzen. Oder aber sie müssen sich schlichtweg mit dem zu erwartenden Minus an Besuchern abfinden.
quelle: tarnkappe.info
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Der frühe Vogel trinkt 'n Korn???
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