Whitebird

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User haben Accountzwang in Windows 11 satt
Statt vieler Umwege, die teils von Microsoft sogar abgeschaltet werden, wollen viele User die Option eines lokalen Kontos zurück.
15. Juni 2026 um 11:19 Uhr / Oliver Nickel
Seit dem Release von Windows 11 hat sich der Microsoft-Account in immer mehr Systeme eingeschlichen. Mittlerweile ist es ohne Umwege gar nicht mehr möglich, das Betriebssystem ohne Microsoft-Account zu installieren. Das frustriert einige Teile der Community deutlich. In einem Reddit-Thread möchten User etwa ganz klar den Accountzwang zurückfahren.
"Ich kann absolut nicht akzeptieren, dass Microsoft die Option für ein lokales Konto aus der OOBE entfernt hat, obwohl das lokale Konto nach wie vor existiert", schreibt Threadersteller 2025fishy. Die Person ruft zudem dazu auf, diesen Wunsch nach weniger Accountzwang über andere Netzwerke zu verteilen. Das könnten weitere Reddit-Threads oder Diskussionen im Feedback-Hub sein.
Der Wunsch nach dem lokalen Konto
Im Thread antworten viele Nutzer mit Methoden, wie sich der Accountzwang über externe Tools wie Rufus, die Setup-Konsole in Windows 11 oder Registry-Einträge umgehen lässt. In der Vergangenheit wurde bereits bekannt, dass Microsoft einige dieser Umwege manuell abgeschaltet hat und es immer schwieriger wird, sie zu nutzen.
Im Kern sollen aber keine Umwege gefunden werden. Stattdessen soll Microsoft die Option eines lokalen Accounts zurückbringen. Schließlich sei nicht jede Person, die Windows verwende, technikaffin. "Ich will nichts modifizieren. Ich will nur, dass Microsoft diese Einschränkungen zurücknimmt", schreibt 2025fishy.
Auch bei einigen Microsoft-Teams wird intern darüber diskutiert, den Accountzwang wieder ein wenig zu lockern. Der Microsoft-Manager Scott Hanselman gab etwa im März 2026 zu, den Drang zum Onlinekonto zu hassen. "Ich hasse das. Arbeite daran", schrieb er auf X. Offiziell bestätigt wurden die Arbeiten an dem Problem aber bisher nicht.
Der Golem-Blick
Microsoft will Kunden unter anderem zum Onlinekonto bewegen. Schließlich hängen damit diverse Sicherheitsfunktionen zusammen. So lassen sich über einen Microsoft-Account etwa biometrische Anmeldemethoden wie Windows Hello und die Laufwerksverschlüsselung Bitlocker besser nutzen. In einem Account werden dabei etwa die Bitlocker-Keys hinterlegt, die Zugriff auf ein verschlüsseltes Laufwerk geben.
Zusätzlich dazu kann der Hersteller Microsoft-Konten mit Produkten wie KI-Tools und Microsoft Office verbinden. Kunden sind eher dazu verleitet, diese zu nutzen, wenn sie bereits ein Konto aktiv verwenden. Aus finanzieller Sicht ergibt Microsofts Kontozwang Sinn.
Allerdings wechseln immer mehr Kunden zu alternativen Betriebssystemen, da sie dort eher das Gefühl haben, die Kontrolle über ihr System und ihre Daten zu haben. Das hat Microsoft auch selbst mitbekommen. Deshalb nimmt sich das Unternehmen für 2026 vor, Windows 11 merklich zu verbessern. Die Option für lokale Konten wäre eine einfache Methode, das Vertrauen einer kleinen, aber lauten Minderheit – hier meist technikaffine User – zumindest etwas zurückzugewinnen.
quelle: golem.de
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