Whitebird

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Smart Meter: Beschwerden über fehlerhafte Stromrechnungen
Nach dem Einbau intelligenter Stromzähler berichten zahlreiche Verbraucher über fehlerhafte Abrechnungen und technische Schwierigkeiten. Während Verbraucherzentralen eine steigende Zahl entsprechender Fälle beobachten, sieht die Bundesnetzagentur keine Hinweise auf ein flächendeckendes Problem.
Autor: The-Khoa Nguyen • 24.7.2026
Immer mehr Verbraucher berichten über Probleme mit Stromabrechnungen nach dem Einbau intelligenter Messsysteme. Nach Angaben des Verbraucherzentrale Bundesverbands treten Beschwerden insbesondere im Zusammenhang mit Smart Metern auf. Betroffene schildern unter anderem fehlerhafte Verbrauchswerte, Schwierigkeiten bei der Fernablesung sowie Unstimmigkeiten bei der Abrechnung von Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen oder Wallboxen.
Bundesnetzagentur sieht keine Häufung
Auf Nachfrage von br.de erklärt die Bundesnetzagentur, ihr seien keine gehäuft fehlerhaften Abrechnungen im Strommarkt bekannt. Die Behörde weist darauf hin, dass mögliche Fehler unterschiedliche Ursachen haben könnten und deshalb keine allgemeinen Aussagen möglich seien. Auch aus dem Bundesverbraucherschutzministerium war dazu kein Statement erhältlich.
Probleme bei der Datenübertragung
Smart Meter sollen den Stromverbrauch automatisch erfassen und an den jeweiligen Anbieter übermitteln. In der Praxis berichten jedoch zahlreiche Haushalte über Verbindungsprobleme. Viele Messstellenbetreiber setzen auf eine Mobilfunkverbindung statt auf das heimische WLAN, um eine geschlossene Sicherheitsarchitektur zu gewährleisten.
Ist am Einbauort kein ausreichender Mobilfunkempfang vorhanden, kann die Fernübertragung ausfallen. In diesen Fällen müssen Kunden ihre Zählerstände weiterhin selbst erfassen und an den Energieversorger übermitteln.
Auffällige Verbrauchswerte sorgen für Streit
Mehrere Verbraucher berichten nach dem Zählerwechsel von deutlich höheren Verbrauchswerten, obwohl sich ihr Stromverbrauch nach eigener Aussage nicht verändert habe. Weitere Rückmeldungen betreffen die Abrechnung von eingespeistem Solarstrom oder die Berücksichtigung zusätzlicher Stromverbraucher wie Wärmepumpen und Wallboxen.
Nach Angaben der Verbraucherzentralen werden Kunden bei Reklamationen häufig zwischen Netzbetreiber, Messstellenbetreiber und Stromanbieter verwiesen. Dadurch verzögere sich die Klärung der Fälle.
So sollten Betroffene vorgehen
Wer Zweifel an einer Stromrechnung hat, sollte zunächst die Zählernummer, die erfassten Zählerstände sowie die berechneten Tarife überprüfen. Auch Besonderheiten wie Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen oder Wallboxen sollten kontrolliert werden. Die Verbraucherzentralen bieten hierfür kostenpflichtige Beratungen an.
Ergibt die Prüfung tatsächliche Fehler, empfiehlt die Verbraucherzentrale Bayern, die Rechnung zunächst unter Vorbehalt zu bezahlen. Ein entsprechender Hinweis im Verwendungszweck der Überweisung kann spätere Rückforderungen erleichtern und gleichzeitig einen Zahlungsverzug vermeiden.
Schlichtungsstelle als nächster Schritt
Bleibt eine Reklamation beim Rechnungssteller erfolglos, raten Verbraucherschützer dazu, die Schlichtungsstelle Energie einzuschalten. Nach Angaben der Verbraucherzentrale ist die Einrichtung derzeit allerdings stark ausgelastet. Geht es um hohe Streitwerte oder lässt sich keine Einigung erzielen, kann eine rechtliche Auseinandersetzung mit Unterstützung eines Anwalts die letzte Möglichkeit sein.
vollständiger Text >>>quelle: connect.de
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