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Zum Ende der Seite springen Hacking: Nachfrage nach Produkten der NSO Group und Co. lässt nicht nach
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Hacking: Nachfrage nach Produkten der NSO Group und Co. lässt nicht nach Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Obwohl Unternehmen wie die NSO Group seit Jahren von Skandalen heimgesucht werden, scheint diese Branche mittlerweile "too big to fail".



(Bild: Ariel Davis)


In den letzten Monaten hallte in Israel eine Schockwelle nach. Das milliardenschwere israelische Unternehmen NSO Group, das seit mehr als einem Jahrzehnt Hacking-Werkzeuge an Regierungen in aller Welt verkauft, findet sich nach einer Reihe von öffentlichen Skandalen im Mittelpunkt einer intensiven Prüfung wieder. Die Krise ist so gravierend, dass sogar die Zukunft des Unternehmens in Frage steht.

Dessen ungeachtet stehen die Cyberprodukte der Branche, die die NSO Group so maßgeblich mitgeprägt hat, bei Regierungen weiterhin hoch im Kurs. Das Geschäft mit Hacker-Software boomt: Die Branche hat sich in den letzten zehn Jahren vom Neuling zu einem wichtigen Machtinstrument für Staaten auf der ganzen Welt entwickelt. Selbst das mögliche Scheitern eines großen Unternehmens wie der NSO Group dürfte das Wachstum nicht bremsen.

Erst im Dezember letzten Jahres berichtete Facebook, dass sieben dieser "Hacking-Auftrags"-Firmen aus der ganzen Welt rund 50.000 Menschen auf den Plattformen des Unternehmens ins Visier genommen haben. Der Bericht nannte neben Unternehmen aus China, Indien und Nordmazedonien vier weitere israelische Firmen. Die Tatsache, dass die NSO Group in der Untersuchung nicht einmal erwähnt wurde, zeigt, dass die Branche und ihre Zielgruppen weitaus umfangreicher sind, als es in der Öffentlichkeit üblicherweise wahrnehmbar ist.


NSO Group entging als Hersteller stets den Strafen

Die Vorwürfe gegen die NSO Group sind nicht neu: Das Unternehmen sieht sich seit Jahren mit Kritik und Missbrauchsvorwürfen konfrontiert. 2016 wurden die Vereinigten Arabischen Emirate dabei erwischt, wie sie den Menschenrechtsaktivisten Ahmed Mansoor mit Hilfe dem NSO-Programm "Pegasus" ins Visier nahmen. Dieses nutzt Softwarefehler aus, um iPhones zu hacken und die Kontrolle an die Kunden der NSO Group zu übergeben. In diesem Fall wurde allerdings die Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate als Schuldige angesehen, und NSO kam ungeschoren davon. Mansoor selbst befindet sich immer noch im Gefängnis, weil er das Regime kritisiert hatte.

Dieses Muster wiederholte sich jahrelang immer und immer wieder. Stets wurden Regierungen beschuldigt, NSO-Hacking-Tools gegen Dissidenten eingesetzt zu haben, während das Unternehmen jegliches Fehlverhalten leugnete und einer Strafe entging. Doch dann tauchten Mitte 2021 neue Berichte über angeblichen Missbrauch gegenüber westliche Regierungen auf. Im November verhängten die USA Sanktionen gegen das Unternehmen, und im Dezember berichtete die Nachrichtenagentur Reuters, dass Beamte des US-Außenministeriums mit Pegasus gehackt worden waren.

Jetzt sieht sich die NSO Group nicht nur mit teuren öffentlichen Klagen von Apple und Facebook konfrontiert, sondern hat mit mit Schulden, niedriger Moral und grundlegenden Bedrohungen für seine Zukunft zu kämpfen. Das Aushängeschild für Spionageprogramme steckt in einer existenziellen Krise.


All das passiert nicht zum ersten Mal. Die geheimnisvolle Hacker-Branche geriet erstmals 2014 international in die Schlagzeilen, als das italienische Unternehmen Hacking Team angeklagt wurde, seine "unaufspürbare" Spionagesoftware ohne Rücksicht auf Menschenrechts- und Privatsphärenverletzungen an Dutzende Länder zu verkaufen.

Der Fall von Hacking Team öffnete der Welt die Augen für eine globale Industrie, die mit leistungsstarker Software handelt, um überall in Computer einzubrechen. Die daraus resultierende Skandalserie schien dem Unternehmen schließlich das Genick zu brechen. Es verlor sein Geschäft und die Möglichkeit, seine Tools international legal zu verkaufen. Hacking Team wurde verkauft und von der Öffentlichkeit totgeglaubt.


Am Ende jedoch benannte sich das Unternehmen einfach um und begann mit dem Verkauf derselben Produkte. Nur war es nun ein kleinerer Fisch in einem viel größeren Teich. "Der Untergang von Hacking Team hat zu keinerlei grundlegendem Wandel in der Branche geführt", sagt James Shires, Assistenzprofessor am Institute of Security and Global Affairs der Universität Leiden. "Es bestehen nach wie vor die gleiche Dynamik und Nachfrage."


Nachfrage nach offensiven Cyberfähigkeiten steigt

Die ersten Kunden der Branche waren eine kleine Gruppe von Ländern, die ihre Macht über das Internet in die ganze Welt tragen wollten. Heute ist die Situation viel komplexer. Viele weitere Länder zahlen heute für die Möglichkeit, Gegner sowohl international als auch innerhalb ihrer eigenen Grenzen zu hacken. Es sind Milliarden von Dollar im Spiel, aber es gibt nur wenig Transparenz und noch weniger Rechenschaftspflicht.

Parallel zur Zunahme der öffentlichen Hinterfragung von Unternehmen, die Hackersoftware anbieten, ist auch die weltweite Nachfrage nach ebenjenen offensiven Cyberfähigkeiten gestiegen. Im 21. Jahrhundert sind die wertvollsten Ziele einer Regierung mehr denn je online und Hacking ist in der Regel der effektivste Weg, um an sie heranzukommen. Das Ergebnis ist eine wachsende Zahl von Ländern, die bereit sind, große Summen für die Entwicklung ausgefeilter Hackeroperationen auszugeben.

Für Regierungen sind Cyber-Investitionen eine relativ billige und wirksame Möglichkeit, mit rivalisierenden Nationen zu konkurrieren und mächtige Instrumente zur Kontrolle des eigenen Landes zu entwickeln. "Vor allem in den letzten fünf Jahren haben immer mehr Länder Cyber-Kapazitäten entwickelt", sagt Saher Naumaan, ein leitender Analyst für Bedrohungsanalysen bei BAE Systems.

Zudem suchen immer mehr dieser Länder im Ausland nach Hilfe. "Wenn man keine Möglichkeit hat, die Fähigkeiten oder Talente der Menschen im eigenen Land zu nutzen, aber die Mittel hat, um es extern machen zu lassen, warum sollte man dann nicht auf eine kommerzielle Lösung setzen", sagt Naumaan. "Es ist in vielen anderen Branchen eine Option, und das Cyberspace ist nicht viel anders. Man bezahlt für etwas, das man nicht selbst machen kann."

Den ölreichen Ländern am Persischen Golf fehlten in der Vergangenheit beispielsweise die beträchtlichen technischen Fähigkeiten, die für die Entwicklung einer eigenen Hacking-Power erforderlich sind. Also geben sie Geld für eine Abkürzung aus. "Sie wollen nicht zurückbleiben", so Naumaan.

Inzwischen entwickeln und verkaufen militärische Konzerne aus der ganzen Welt solche Ressourcen. Die Werkzeuge wurden bereits für ungeheuerlichen Machtmissbrauch eingesetzt. Sie werden aber auch zunehmend bei legitimen kriminalpolizeilichen Ermittlungen und bei der Terrorismusbekämpfung eingesetzt und sind der Schlüssel für Spionage und militärischen Operationen. (vsz)


Quelle: https://www.heise.de/hintergrund/Hacking...ch-6316894.html

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