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Telekom und 1&1 erhöhen Preise für viele Internettarife
Am 1. Oktober sind bei der Deutschen Telekom und 1&1 Preiserhöhungen in Kraft getreten. Bis zu fünf Euro mehr im Monat oder 60 Euro im Jahr fallen zusätzlich an.
2. Oktober 2026 um 17:45 Uhr / Achim Sawall

Deutsche Telekom und 1&1 heben in vielen aktuellen Internet-Kombitarifen die Preise an. Das berichtet die Vergleichsplattform Verivox am 2. Oktober 2026. Die Preiserhöhungen gelten zumeist für Neukunden, bei 1&1 gibt es auch Preisanpassungen für Bestandskunden.

Mit Wirkung zum 1. Oktober hob die Telekom die Preise vieler aktuell vermarkteter Internet-Kombitarife für Neukunden an. Die regulären Magenta-Zuhause-DSL-Tarife werden im Monat einen Euro teurer, ausgenommen Basic und Start. Glasfasertarife sowie Magenta Zuhause XXL Hybrid verteuern sich um zwei Euro monatlich. Wer Magenta TV Smartstream nutzt, zahlt statt 17 Euro künftig 20 Euro im Monat. Für manche Neukunden können somit bis zu fünf Euro monatlich zusätzlich anfallen, errechnete Verivox.

Aufgrund "der aktuellen wirtschaftlichen Marktsituation", etwa durch gestiegene Energiekosten und die hohe Inflation, sehe man sich gezwungen, die Preise moderat anzuheben. Mit der Preisanpassung sollen auch "die notwendigen Investitionen in den Glasfaserausbau gesichert werden", so der Konzern. Wenn Bestandskunden ihren Tarif wechseln, greifen die neuen Konditionen ebenfalls.

Wurde ein Anschluss bereits bestellt, aber noch nicht geschaltet, etwa beim Glasfaserausbau, bleiben die zum Abschlusszeitpunkt genannten Konditionen bestehen. Auch Businesstarife sind nicht betroffen.


1&1-Preiserhöhungen auch für Bestandskunden

Ebenfalls zum 1. Oktober kündigte 1&1 für einen Teil der Bestandsverträge Preiserhöhungen um bis zu drei Euro im Monat an. Betroffen sind wohl auch Anschlüsse bei Konzern-Tochtermarken wie sim24.de. Offiziell bestätigt wurde dies von 1&1 nicht. Offen ist ebenso, welche Verträge konkret angepasst werden.

Auch 1&1 beruft sich zur Begründung auf "konstant steigende Energie- und Betriebskosten" sowie auf höhere Vorleistungspreise bei den lokalen Ausbaupartnern.

In in Branchenkreisen wird außerdem über Preisanpassungen für Internet-Neukunden berichtet, sowohl für DSL als auch für Glasfaser. Zwischen zwei und fünf Euro im Monat sollen zusätzlich anfallen. Hierfür gibt es noch keine Bestätigung des Konzerns.

Bereits im Jahresverlauf waren einige Neukundenpreise angepasst worden: Manche DSL-Tarife wurden drei Euro teurer, höherwertigere Glasfasertarife fünf Euro im Monat günstiger. Weiterhin hat 1&1 einen Stellenabbau bei den Töchtern Versatel und Ionos angekündigt.


Markteinschätzung: Weitere Erhöhungen nicht auszuschließen

Verivox-Telekommunikationsexperte Jörg Schamberg sagte: "Die Preiserhöhungen begründen beide Anbieter mit gestiegenen Kosten, ebenso wie bei den Anpassungen von Telekom, Vodafone und O2 in den Vorjahren. Da ab Juli 2027 die DSL-Vorleistungsgebühren steigen, sind Preiserhöhungen künftig auch bei anderen Anbietern nicht auszuschließen."

Im Falle einer Preiserhöhung während der Vertragslaufzeit greift ein Sonderkündigungsrecht. Nach der Mindestlaufzeit können Verträge für den Internetzugang auch regulär monatlich gekündigt werden.


Diverse Preiserhöhungen in den Jahren 2023 und 2025

Zuletzt hatte die Telekom im April dieses Jahres angekündigt, in einigen älteren Internettarifen die monatlichen Grundpreise um zwei Euro zu erhöhen. Umfangreiche Preiserhöhungen beim stationären Internet hatte es auch zum Oktober beziehungsweise November 2025 gegeben, damals von Vodafone und der Telekom.

Im vergangenen Herbst hatte Vodafone die Preise für Kabel-Internet teilweise deutlich angehoben. Bei der Telekom fielen für einige Internet-Bestandskunden drei Euro zusätzlich im Monat an; Neukunden aktueller Internet-Kombitarife zahlten einen Euro monatlich mehr.

Merkliche Preiserhöhungen gab es bereits vor drei Jahren. Nachdem Vodafone im März 2023 steigende Preise auch für Bestandskunden angekündigt hatte, zogen im Jahresverlauf die Telekom sowie O2 nach, wenngleich mit höheren Preisen nur für Neukunden.

Verivox gehört zur italienischen Moltiply-Gruppe, betreibt Vergleichsportale und verdient Geld als Vermittler von Verträgen.

vollständiger Text >>>quelle: golem.de

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