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Zum Ende der Seite springen 36C3: Wie Assange in der Botschaft überwacht wurde
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Achtung 36C3: Wie Assange in der Botschaft überwacht wurde Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Der ehemalige CCC-Sprecher Andy Müller-Maguhn zeigt in seinem Vortrag, wie umfassend der Wikileaks-Aktivist in der ecuadorianischen Botschaft überwacht wurde.





Bereits unter dem ehemaligen ecuadorianischen Präsidenten Rafael Correa, der dem Australier Julian Assange politisches Asyl in der Botschaft seines Landes in London gewährt hatte, wurden Assange und seine Besucher mit Hilfe von Überwachungskameras ausspioniert. Unter seinem Nachfolger Lenin Moreno wurde die Qualität der Kameras erheblich verbessert und um eine bis dahin fehlende Aufzeichnung der Gespräche ergänzt. Auch die Kontrollen wurden erheblich verschärft: Alle Seiten der Pässe der Besucher wurden fotgrafiert, die IMEI-/IMSI-Nummern ihrer Mobiltelefone notiert, andere Aufnahmegeräte wurden während des Besuches konfisziert.

Diese Folie aus dem Vortrag zeigt, wie umfassend die Überwachung war.


Vor vollem Haus erläuterte der ehemalige CCC-Sprecher Andy Müller-Maguhn die technischen Aspekte der Überwachung in der ecuadorianischen Botschaft. In ihr lebte Julian Assange von Juni 2012 bis April 2019. Im Jahre 2017 wurde noch unter Rafael Correa die spanische Firma Undercover Global beauftragt, die "Security" der Botschaft zu besorgen. Der Wachdienst umfasste nicht nur die Kontrolle bzw. das Durchsuchen der Besucher, sondern auch die Kamerüberwachung der Umgebung und Überwachung in den Räumen der Botschaft, zu denen Assange Zutritt hatte.

Bis Ende 2017 wurden nur Bilder aufgezeichnet, danach wurden Kameras mit leistungsfähigen Mikrofonen installiert und die Feuerlöscher in den Räumen verwanzt. Berichte von Undercover Global (UC Global) gingen unter dem Codenamen "Operation Hotel" an den ecuadorianischen Geheimdienst SENAIN, wobei Assange als "Gast" bezeichnet wurde und der Botschafter als "Hoteldirektor". Gegen eine mögliche Überwachung setzte der "Gast" ein Gerät ein, das weißes Rauschen produzierte. Das führte dazu, dass Spezialfolien auf die Fenster geklebt werden mussten, um mit Hilfe von Laser-Mikrofonen die Überwachung fortführen zu können.

Müller-Maguhn, der Juilan Assange häufiger besuchte und damit selbst Opfer der Überwachungsmaßnahmen wurde, zeigte geleakte Kamerabilder seiner Besuche, aber auch Bilder aus dem Botschaftsalltag oder von einer fröhlichen Feier in der Botschaft. Diese wurden nur vor Ort und nicht im Videostream des Vortrags gezeigt, um die Privatsphäre der Feiernden zu schützen.

Streaming-Server für "Freunde"

UC Global begann Ende 2017 damit, einen Streaming Server einzurichten, auf denen Ecuador und andere Zugriff hatten. "Connexiones Streaming (una para ecuador, una para nosostros y otra para X)", heißt es in einer auf dem 36C3 gezeigten E-Mail von David Morales, dem Geschäftsführer von UC Global. Aus dem Kontext weiterer Mails ergibt sich Müller-Maguhn zufolge, dass damit "unsere amerikanischen Freunde" gemeint seien: UC Global verwertete die Überwachungsarbeit mehrfach und verkaufte die Aufnahmen an die CIA. Die Zusammenarbeit mit diesen Freunden ging offenbar soweit, dass man bei UC Global darüber spekulierte, ob man nicht einfach "aus Versehen" die Tür der Botschaft offenlassen sollte, damit ein Kidnapping durchgeführt werden könnte. Im April 2018 übernahm die Firma PROM Security die Organisation der Security in der Botschaft. Auch bei dieser Firma will man Anzeichen dafür gefunden haben, dass überwacht wurde.

Aktuell ermittelt die spanische Justiz gegen UC Global. Dort geht es unter anderem um Videoschaltungen, in denen Assange zu den Überwachungsmaßnahmen befragt wurde. Die Ermittlungen wurden aufgenommen, als David Morales versuchte, das Video-Material für 3 Millionen Dollar an den derzeitigen WikiLeaks-Chef Kristinn Hrafnsson zu verkaufen. Eines dieser Verkaufsgespräche wurde von der Polizei abgehört, nachdem Hrafnsson einen spanischen Anwalt kontaktiert hatte. (jo)


Quelle: https://heise.de/-4623932

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