Whitebird

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Illegaler IPTV-Dienst: Kunden müssen mit Geldstrafen rechnen
28.11.2025 von Lars Sobiraj
Offenbar nutzt die griechische Polizei erstmals härtere Strafen gegen Nutzer eines illegalen IPTV-Dienstes aus.
Einen Wiederverkäufer der Santorin-Inselgruppe im südlichen ägäischen Meer hat man kürzlich erwischt. Sein illegaler IPTV-Dienst führte zu seiner Festnahme. Bisher wurde bekannt, dass man gegen mindestens 68 Endnutzer des illegalen IPTV-Dienstes Geldstrafen in Höhe von 750 bis maximal 5.000 Euro verhängen will. Die warten jetzt auf Post.
Für Nutzer illegaler IPTV-Dienste wird es teuer in Griechenland
Die griechischen Strafverfolgungsbehörden verfolgen damit ein neues Gesetz, was sowohl für Verkäufer als auch für Kunden derartiger Dienste Geldstrafen in Höhe von mehreren Tausend Euro vorsieht. Der entsprechende Rechtsrahmen trat erst vor wenigen Monaten in Kraft.
Wie die Kollegen von TorrentFreak berichten, muss ein Mann aus Sparta wegen zweier IPTV-Piraterie-Delikte bereits mit einer Strafe von bis zu 6.000 Euro rechnen. Man erwischte ihn im September. Der Verdächtige soll ein Cafébesitzer gewesen sein. Ein Besucher erklärte gegenüber den lokalen Medien, er glaube, der Verhaftung gingen Beschwerden wegen „unlauterem Wettbewerb“ voraus. Offenbar hatte ihn jemand wegen der Ausstrahlung illegaler Live-Sport-Streams angezeigt. Wie es aussieht, resultieren in Griechenland gewerblich genutzte Live-Streams aus illegalen Quellen in noch höheren Geldstrafen.
Operation auf der Santorin-Inselgruppe in größerem Umfang
Die Direktion für die Verfolgung von Cyberkriminalität startete ihre Operation in den frühen Morgenstunden des 19. November. Die in Athen ansässige Einheit nahm ein Netzwerk ins Visier, das über IPTV-Abonnements illegalen Zugang zu Premium-Pay-TV verkaufte. Die Razzia, die auf Santorin, einer der Kykladeninseln, durchgeführt wurde, führte zur Festnahme eines 48-Jährigen, der laut Polizeiberichten offenbar ein Wiederverkäufer für ein größeres Netzwerk ist. Den Kunden berechnete man Berichten zufolge 50 € für ein 3-monatiges Abonnement oder wahlweise 100 € für ein 6-monatiges Abonnement. Der Verkauf und die Verwaltung hat ein 48-Jähriger über eine Online-Panel-Plattform abgewickelt, was typisch für Wiederverkäufer ist. Daneben bot er seinen Kunden sowohl einen Fern- als auch einen Vor-Ort-Support als Teil seines Dienstes an.
Viele Bildschirme blieben nach der IPTV-Razzia dunkel
Die Auswirkungen der Razzia waren auf den Inseln deutlich zu spüren, berichteten Einheimische. Laut einem lokalen Bericht hatten plötzlich Hunderte von Nutzern in Hotels, Cafés und Wohnhäusern auf Santorin und darüber hinaus keinen Zugang mehr zu billigem Fernsehen. Anscheinend gab es nur wenige Gebiete, die von der „Störung“ der Polizei nicht betroffen waren, so groß war die Abhängigkeit der Einheimischen von den illegalen Streams.
Endnutzer stehen vor einer ungewissen Wartezeit
Der wichtigste taktische Aspekt der Operation war möglicherweise die Wahl des Ziels und insbesondere des Kundenstamms. Wenn die Berichte stimmen, haben viele möglicherweise von verschiedenen gewerblichen Räumlichkeiten aus operiert, beispielsweise aus Hotels und Cafés. Das bedeutet, dass auch ihnen erhebliche Geldstrafen von bis zu 5.000 Euro drohen. Die Minimalstrafe für derartige IPTV-Delikte liegt für einen einzelnen Endkunden bei 750 Euro.
Zivilrechtliche Ansprüche stehen auch noch aus
Auch müssen die Nutzer des illegalen IPTV-Angebots jetzt darauf warten, wie hoch die Schadenersatzzahlungen ausfallen, die die Rechteinhaber von ihnen verlangen werden, deren Programm sie unrechtmäßig empfangen haben. Die Behörden geben die Daten nach Ende des Verfahrens an die kommerziellen Pay-TV-Anbieter weiter. Das zumindest wäre die normale Vorgehensweise, übrigens auch in Deutschland.
quelle: tarnkappe.info
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